Kaufberatung zum Longboard Test bzw. Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
  • Diverse Longboard-Tests im Internet zeigen: Es ist schwer, das beste Longboard auszumachen. Stattdessen empfehlen passionierte Longboarder das Cruising- und das Carving-Longboard für Anfänger und das Downhill- und das Dancing-Longboard für Fortgeschrittene.
  • Entscheidende Kaufkriterien sind das Material und die Verarbeitung des Longboards – hier ist einerseits Stabilität entscheidend, andererseits muss es die Möglichkeit bieten, komfortabel zu fahren. Grundsätzlich unterschieden wird in härteres Ahorn und weicheren Bambus.
  • Neben dem Material des Boards hat auch die Härte der Räder einen entscheidenden Einfluss auf das Fahrverhalten. Die mittlere Härtestufe liegt zwischen 80 und 82A. Darunter und darüber wird das Fahrverhalten deutlich spezieller.

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Longboards kommen mehr und mehr in Mode. Sind sie – im Gegensatz zu einem Skateboard – besser zur Fortbewegung geeignet und nicht nur zum Sport oder einfach zum Spaß. Sie brauchen zum Rollen nur einen geringen Kraftaufwand und können viel höhere Geschwindigkeiten erreichen als die kleineren Skateboards. Allerdings sind sie für Tricks eher ungeeignet und bedingt durch die Länge ist es schwieriger, sie zu lenken.

Aus diversen Longboard-Tests namhafter Hersteller sowie aus den Hinweisen von Nutzern hat die Redaktion von Heimwerker.de die folgende Kaufberatung 2021 zusammengestellt, die darüber Auskunft gibt, welche Parameter Sie berücksichtigen sollten, wenn Sie ein Longboard kaufen wollen. Entscheidend sollte dabei nicht ausschließlich der Preis sein. Auch Farbe des Decks, Material, Größe, Gewicht und Höhe sind entscheidende Kaufkriterien. Darüber hinaus sollen im Folgenden wichtige Fachbegriffe erklärt werden, wie Flex-Stufe, Lip, Terrain, Hub und Rollenhärte.

1. Welche unterschiedlichen Arten von Longboards überzeugen in Tests im Internet?

Die normalen Longboard-Rollen eignen sich am besten für Fahrten auf Betonpflaster oder Asphalt. Mit großen Rollen ist auch schlechter Asphalt kein Problem. Wer gerne auch auf Terrain außerhalb befestigter Straßen herumfahren möchte, sollte sich Rollen mit mindestens 75 mm Durchmesser und einem geringeren Härtegrad von etwa 80A zulegen.

Darüber hinaus gibt es die folgenden Longboard-Varianten, die für vielseitigen Fahrspaß sorgen.

Longboard-Typ Merkmale
Cruising-Longboard

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  • für längere Strecken
  • Longboard für Anfänger
  • hoher Fahrkomfort
  • gutes Longboard für Erwachsene
Carving-Longboard

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  • optimal für Wendungen und Kurven
  • Board seitlich leicht erhöht für mehr Sicherheit
  • gutes Longboard für Anfänger
Downhill-Longboard

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  • sehr schnell
  • Longboard für Fortgeschrittene
Slalom-Longboard

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  • etwas kleiner, dadurch wendiger
  • gut für Hindernisfahrten geeignet
Freeride-Longboard

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  • guter Einstieg für späteres Downhill-Fahren
  • auf Geschwindigkeit ausgelegt
  • gut zum Sliden (Gleiten)
Dancing-Longboard

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  • Longboard für Fortgeschrittene
  • gut für Tricks oder Schrittfolgen
  • längeres Board

2. Worauf ist beim Kauf eines Longboards besonders zu achten?

Das Design und der Preis sind wichtige Kriterien beim Kauf, sollten aber in der zweiten Reihe stehen, raten Nutzer in Longboard-Tests im Internet. Es gibt kunterbunte Longboards für Kinder in allen Farben und weniger auffällige Modelle. Preislich bewegen sich die meisten Longboards in einem Rahmen von 20 bis 400 Euro.

Die günstigsten Longboards gibt es hier und da sogar in Discountern wie Aldi oder Lidl. Allerdings raten wir Ihnen dazu, lieber ein Longboard zu kaufen, das aus der Kategorie namhafter Markenhersteller stammt. Zu den beliebtesten Herstellern und Marken zählen Aloiki Longboards, Apollo, Arbor, Globe, Loaded, Long Island, Nice Skateboards und Titus. In diversen Longboard-Tests im Internet punkten diese Boards vor allem bei Materialwahl und Verarbeitung, wobei es sich letztlich auch um sicherheitsrelevante Details handelt.

Eine Empfehlung spricht die Stiftung Warentest nicht aus. Statt einen Longboard-Testsieger auszuloben, verweisen die Verbraucherschützer auf den hohen Stellenwert von Schutzkleidung für das Fahren auf Longboard, Skateboard, Hoverboard, E-Scootern und anderen fahrbaren Untersätzen.

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Der größte Unterschied zwischen Skateboard und Longboard besteht darin, dass ein Longboard gut als Fortbewegungsmittel geeignet ist. Es ist länger und kann so höhere Geschwindigkeiten erreichen.

2.1. Woraus werden Longboards gemacht?

Ghost-Design

Sogenannte Ghosts sind aus Acrylglas. Die durchsichtigen Longboards haben ein einzigartiges Design und sind sehr flexibel.

Die meisten Longboards bestehen aus Ahornholz, das horizontal laminiert ist, oder aus Bambus, der vertikal laminiert ist. Zur Aufwertung der Optik kommen Edelholzvarianten zum Einsatz, wie Mahagoni oder Koa. Flex-Longboards sind meistens aus Linde, Pappel oder Esche gefertigt. Die äußere Beschichtung besteht aus einem Faserverbundstoff, beispielsweise Fiberglas oder Epoxyharz.

2.2. Bis zu welchem Gewicht sind Longboards belastbar?

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Das Longboard muss komplett zum Fahrer passen. Erwachsene brauchen ein stabileres Board als Kinder.

Longboards sind je nachdem, wie sie aufgebaut sind, für verschiedene Personen und Gewichtsklassen ausgelegt. Boards, die aus vier Schichten Holz bestehen, sind dünner und tragen daher weniger Gewicht, wie beispielsweise Longboards für Kinder.

Boards, die aus acht oder neun Schichten Holz bestehen, halten einer viel höheren Belastung stand. Longboards für Erwachsene können locker 100 bis 120 kg tragen. Es gibt auch extra verstärkte Boards, die eine noch höhere Belastbarkeit haben.

2.3. Warum gibt es unterschiedlich flexible Longboards?

Durch unterschiedliche Bauweisen und verschiedene Materialien entstehen Longboards, die unterschiedlich flexibel sind. Einige Hersteller verwenden eine extra Lage an Holz, damit das Board stabiler wird. Andere erzielen denselben Effekt mit Fiberglas oder eine Verstärkung aus Kohlefaser.

Ein Longboard sollte weder zu hart noch zu weich sein.

  • Ein zu weiches Board kann sich beim Fahren so sehr durchdrücken, dass es den Boden berührt. Das bremst die Fahrt und beschädigt das Board.
  • Ist das Board hingegen zu hart, ist das Fahrgefühl bei niedrigen Geschwindigkeiten geschmälert – und coole Moves sind damit nicht möglich.

2.4. Welchen Einfluss hat die Höhe eines Longboards?

Je nach Setup verändert sich die Höhe des Longboards. Die Achshöhe wird von der Unterseite der Baseplatte zum Mittelpunkt des Achsstifts gemessen. Sie wirkt sich direkt auf die Fahreigenschaften aus.

Das sind die Vor- und Nachteile eines flachen Achsen-Setups:

    Vorteile
  • sehr stabil bei hohen Geschwindigkeiten
  • lockeres Fahren möglich
  • geringere Gefahr von sogenannten Wheelbites
  • kontrollierbares Sliden möglich
    Nachteile
  • Pushen und Fußbremsen schwieriger

2.5. Was ist bei den Longboard-Rollen zu beachten?

Die Größe der Wheels, also ihr Durchmesser, beeinflusst ebenfalls das Fahrverhalten.

  • Kleinere Rollen lassen sich besser beschleunigen und es ist einfacher, das Longboard zu bremsen. Allerding laufen sie unruhiger und die Longboard-Kugellager können schneller heiß laufen. Sliden ist leichter. Doch sie halten die Endgeschwindigkeit weniger lange als große Rollen.
  • Große Rollen laufen auch bei hohen Geschwindigkeiten stabil und die Kugellager laufen nicht so schnell heiß. Bei Beschleunigung und Abbremsvorgängen reagieren sie träger. Dafür halten sie die Endgeschwindigkeit länger.

Wichtiger Hinweis der Heimwerker.de-Redaktion: Der Durchmesser der Räder hängt auch von der Höhe des Bretts ab. Große Rollen und ein niedriges Setup können Wheelbites zur Folge haben, die zu schweren Stürzen führen können. Bei einem Wheelbite berührt das Brett die Rollen beispielsweise beim Kurvenfahren. Riser Pads können helfen, das Risiko zu verringern.

Die Rollenbreite beeinflusst ebenfalls das Fahrverhalten. Die Reibung ist bei breiteren Rollen höher, was sie etwas langsamer macht als schmalere Rollen. Breitere Rollen laufen ruhiger, sind allerdings zum Sliden nicht so gut geeignet.

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Soll es in rasantem Tempo bergab gehen, sind große Rollen die bessere Wahl. Sie sind stabiler. Aber Achtung: Sie reagieren auch langsamer!

Wichtiger ist jedoch die Rollenhärte, die Sie abhängig vom Fahrstil wählen sollten. Der Härtegrad ist auf den Longboards angegeben, in Form einer Zahl mit einem großen A dahinter. Eine höhere Zahl bedeutet härtere Rollen. Der Härtestandard liegt zwischen 75A und 88A.

Weiche Skateboard-Rollen wirken stoßdämpfend und gleichen Bodenunebenheiten gut aus. Sie sind ideal für eine ruhige, längere Fahrt. Die weicheren Rollen haben mehr Grip, nutzen sich allerdings auch schneller ab. Eine mittlere Härtestufe liegt demnach zwischen 80 und 82A. Die härteren Rollen haben weniger Haftung, sind schneller und lassen sich besser kontrollieren.

2.6. Was ist ein Hub?

Der Hub ist die Stelle, wo die Kugellager sitzen. Er ist meistens aus härterem Material als die Rollen selbst, denn eine Rolle nutzt sich dort am meisten ab, wo das Kugellager sitzt. Dabei lassen sich folgende Hubs unterscheiden:

  • Centerset-Rollen mit dem Hub in der Mitte der Rolle sliden nicht so leicht. Durch Umdrehen ist die Abnutzung gleichmäßiger.
  • Sideset-Rollen haben den Hub am inneren Rand der Rolle. Sie sliden besonders leicht, verformen sich kegelförmig.
  • Offset-Rollen mit dem Hub zwischen Rollenmitte und innerem Rand sind ein Kompromiss.

2.7. Was ist ein Lip?

Die Kanten der Wheels spielen beim Longboard-Fahren ebenfalls eine wichtige Rolle. Kanten heißen auch Lip. Insbesondere beim Sliden kommt ihnen eine besondere Bedeutung zu.

Tipp der Heimwerker.de-Redaktion: Scharfe, eckige Lips bieten mehr Grip. Damit sind scharfe Turns leichter, weil die Rolle sehr lange Halt bietet und bricht nicht so schnell in den Slide aus. Abgerundete Lips haben weniger Grip. Damit ist das Sliden viel einfacher.

Beim Longboard-Cruising und -Carving sind weiche Rollen mit eckiger Lip und Offset-Hub empfehlenswert. Damit lässt sich ein guter Grip und ein softes Fahrgefühl erreichen. Beim Longboard-Downhill sind größere, härtere Rollen mit eckigen Lips und Centerset-Hub besser. Das verringert die Gefahr, dass sich die Rollen verformen. Zudem lässt sich das Board bei höheren Geschwindigkeiten besser kontrollieren. Für Dancing-Longboards ist beides möglich, runde oder eckige Lips.

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Beim Downhill-Longboarden sind größere Rollen mit eckigen Lips und Centerset-Hub die langlebigere Wahl. Zudem ist Schutzbekleidung bei rasanten Manövern wie diesen Pflicht.

3. Häufige Fragen und Expertenantworten rund um den Longboard-Vergleich

3.1. Longboard vs. Skateboard – wo liegen die Unterschiede?

Schon die Optik ist anders. Longboards sind breiter und länger als Skateboards. Skateboards sind fast immer aus Ahorn, während das Material bei den Longboards variieren kann. Die Rollen der Longboards sind im Durchschnitt größer. Skateboards haben vorne und hinten spezielle Plastikpads für Tricks.

3.2. Gibt es Elektro-Longboards?

Elektro-Longboards sind meist mit einem 2,5 PS-starken Motor ausgestattet. Mit 2.000 Watt lassen sich damit leicht Geschwindigkeiten von 30 bis 40 km/h erreichen.

3.3. Dürfen Longboards auf der Straße fahren?

Das Longboard ist laut Straßenverkehrsordnung kein Fahrzeug. Es ist Rollstühlen und Rodelschlitten rechtlich gleichgestellt. Deshalb müssen Longboarder auf dem Gehweg skaten.

3.4. Gibt es noch andere Alternativen zum Longboard?

Das Waveboard ist neben dem Skateboard eine weitere Alternative zum Longboard. Allerdings ist das Fahren mit zwei Einzelrollen nicht ganz so einfach.

3.5. Welches sinnvolle Zubehör zum Longboard gibt es?

Wer mit seinem Longboard Tricks machen möchte, sollte sich unbedingt die entsprechende Longboard-Schutzausrüstung zulegen, und zwar insbesondere Longboard-Helm und Longboard-Handschuhe. Im Longboard-Rucksack lassen sich Zubehör und Board leicht transportieren. Um das Board zuhause platzsparend zu verstauen, gibt es spezielle Longboard-Halterungen.

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