Hausbau

Ziegelhaus – Resistent gegen Witterung und Schädlinge

ziegelDie Existenz von vielen Organismen und Kleinstlebewesen ist in der Natur oft ein Hinweis auf eine intakte Flora und Fauna. In Wohnräumen hingegen ist diese Artenvielfalt unerwünscht.

Zwar sind Insekten und Bakterien vereinzelt kein Grund zur Sorge – in Scharen werden sie jedoch zur Belastung.

Denn sobald Witterung und Ungeziefer an der Gebäudesubstanz nagen, sind Schäden an Bau-Materialien sowie der Gesundheit der Bewohner nicht selten.

Massives Mauerwerk aus Unipor-Ziegeln wirkt gegen diese Einflüsse wie ein ökologischer Langzeitschutz: Ziegelwände sind gegen Insekten und feuchtigkeitsbedingte Fäulnis ‚ökologisch immun’. Sie müssen nicht mit chemischen Schutz- und Konservierungsmitteln behandelt werden.

1. Parasiten schädigen Haus und Gesundheit

Spinnen, Insekten und Pilzkulturen – was in der Natur auf ein unversehrtes Biotop hindeutet, kann an und in den eigenen vier Wänden schnell zum Problemfall werden.

Denn neben Witterungseinflüssen kann auch die Existenz von unliebsamen Kleinstlebewesen die Gebäudesubstanz und damit den Wert eines Objektes mittelfristig in Mitleidenschaft ziehen.

Um die entstandenen Schäden zu beheben und einen erneuten Befall zu verhindern, sind dann umfassende und teure Sanierungsmaßnahmen erforderlich. Darüber hinaus bergen Parasiten im Haus ein erhebliches Gesundheitsrisiko für die Bewohner, das schnell zur dauerhaften Belastung werden kann.

2. Unverrottbarer Baustoff: massiver Mauerziegel

Zum ökologischen Schutz vor diesen Gefahren für Mensch und Material raten Fachleute seit jeher zu massiven Mauerziegeln. Sie sind aufgrund ihrer Beschaffenheit auf natürliche Weise resistent gegen Witterungseinflüsse, Ungeziefer und Bakterien.

Die praktische Unverrottbarkeit des Baustoffes führt dazu, dass generell weder Schädlinge noch Feuchtigkeit die Möglichkeit haben, die Gebäudesubstanz nachhaltig zu zerstören.

Der Vorteil: Ziegelhäuser bedürfen dabei auch nach Jahren keinerlei chemischer Schutz- und Konservierungsmaßnahmen. Denn Ziegelwände müssen nicht mit schädlichen Anstrichen zum Schutz gegen Ungeziefer, Fäulnis und Feuchtigkeit versehen werden.

Als rein natürlicher Baustoff gibt der Ziegel keine Lösungsmittel an die Raumluft ab und gewährleistet auf diese Weise jederzeit ein gesundes Wohnklima.

3. Wartungsfreiheit und Wertigkeit

Neben den positiven ökologischen Aspekten sind es außerdem deutliche finanzielle Vorteile, die für den Bau eines Massivhauses sprechen.

So werden aufgrund der hochwertigen und über Jahre quasi wartungsfreien Gebäudesubstanz eines Ziegelhauses etwaige Betriebs- und Instandhaltungskosten am Objekt auf ein Mindestmaß reduziert.

Ferner garantiert die Langlebigkeit des Naturbaustoffes Ziegel eine lange Nutzungsdauer und Wertbeständigkeit der eigenen vier Wände über Generationen: Massive Ziegelbauten überstehen die Jahrhunderte nahezu unbeschadet – ein Vorteil, den wohlhabende Menschen bereits in früheren Zeiten erkannten und deshalb ihre Häuser und Schlösser massiv mauerten.

Auch als Form der Altersvorsorge können Ziegelhäuser überzeugen: Denn noch nach 35 oder 45 Jahren erzielen sie nachweislich einen hohen Wiederverkaufswert. Ein gesundes Wohnklima, niedrige Instandhaltungskosten und eine hohe Wertbeständigkeit des massiven Ziegel-Eigenheims sind heutzutage überzeugende Argumente für Bauherren.

4. FAQ – Ziegelboden im Keller sanieren: Feuchtigkeit, Bodenbelag und Materialien

Vielleicht haben Sie es selbst schon einmal erlebt, vielleicht betrifft es eine Bekannte oder einen Bekannten von Ihnen: Die Substanz älterer Häuser lässt oft zu wünschen übrig.

Gerade Mauerwerk, Böden und Zwischendecken von Häusern aus der Vorkriegszeit der 30er Jahre weisen oft nicht zu vernachlässigende Mängel auf, sofern sie nicht regelmäßig saniert und instand gehalten wurden.

Besonders betroffen sind vor allem ältere Keller. Durch mangelhafte Isolation und Abdichtung dringt in alte Keller oft Feuchtigkeit; das Kellermauerwerk auf Ziegelwänden und Ziegelböden des zu sanierenden Kellers weicht allmählich auf und ist ohne gründliche Sanierung nicht mehr wirklich zu gebrauchen.

Heimwerker.de möchte Ihnen heute daher einige Tipps geben, wie Sie die Sanierung Ihres Kellerbodens aus Ziegeln mit überschaubarem Aufwand selbst vornehmen können. Im Folgenden finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen rund um das Thema Ziegelboden im Keller sanieren, Feuchtigkeit, Abdichtung, Bodenbelag und Materialien.

4.1. Sanierung vom Kellerboden aus Ziegeln im Haus: Was ist der erste Schritt?

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Einen alten Ziegelboden im Keller zu sanieren, kann eine aufwendige Aufgabe werden. Wenn die Ziegel des Ziegelbodens im Keller aber direkt auf Stampfbeton gelegt wurden, vereinfacht das die Sanierung etwas.

Der erste Schritt einer jeden Sanierung sollte zunächst sein, sich einen Blick über den aktuellen Zustand des Objekts zu verschaffen. Gerade in sehr alten Immobilien ist gar nicht viel Kellermauerwerk auf dem Ziegelboden des zu sanierenden Kellers vorhanden.

Das liegt teils aber nicht nur an Alter und Verschleiß oder Sorglosigkeit beim Bau, sondern zu einer guten Portion einfach daran, dass es vor 80 oder 90 Jahren einfach noch keine so gute Dämm- und Isolationstechnologie wie heutzutage gab.

Selbstverständlich entspricht ein Haus, welches in den 1930er Jahren erbaut wurde, nicht mehr heutigen Normen und Standards beim Hausbau.

Das macht das Sanieren in vielen Fällen aber einfacher: Vor fast einem Jahrhundert wurde teils einfach auf jegliche Dämmschichten verzichtet und die Ziegel des Ziegelbodens im Keller direkt auf Stampfbeton gelegt.

Das ist aus offensichtlichen Gründen nicht optimal: Ohne den Ziegelboden im Keller zu sanieren, entstehen Nässe und Feuchtigkeit, die durchs Erdreich hochwandern.

Daraus können Sie jedoch einen Vorteil ziehen: Es müssen keine Beton- oder Dämmschichten abgetragen werden, bevor mit der Sanierung begonnen werden kann. Es genügt, die alten Ziegel vom blanken Erdreich zu entfernen; schon haben Sie gewissermaßen eine blanke Leinwand, auf der mit der Verlegung eines neuen Bodens begonnen werden kann.

4.2. Ziegelboden-Keller im Haus sanieren – welcher ist der beste Boden-Aufbau?

Generell lässt sich sagen, dass es nicht den einen optimalen Kellerboden gibt, der bei jeder Sanierung aufgebaut werden sollte. Vielmehr bestimmt sich der Boden einerseits nach der angestrebten Verwendung des Raums – eine Werkstatt mit schweren Maschinen erfordert ein stabileres Fundament als ein einfacher Abstellraum – und andererseits nach den Vorstellungen bezüglich Preis und Aufwand.

So kann in Ihrem Kellerraum auf eine Dämmung und Isolation verzichtet werden, wenn eine schnellere und günstigere Lösung gewünscht wird; ein „besserer“, d.h. isolierter und dichterer Boden erfordert dafür höheren Aufwand in finanzieller und Arbeitshinsicht.

Aus diesen Gründen wollen wir Ihnen zwei Alternativen für einen Bodenaufbau vorstellen, die Sie je nach Ihren Vorstellungen von Preis und Aufwand für Ihr persönliches Sanierungsprojekt übernehmen können.

Beide Varianten beginnen damit, den alten Bodenbelag zu entfernen, sodass nur das blanke Erdreich übrig bleibt. Dieses sollte im Anschluss so abgetragen und verdichtet werden, dass es eine möglichst ebene und stabile Grundlage bildet.

Beginnen wir nun mit der eher kostengünstigeren der beiden Varianten. Diese Methode bietet keine spezielle Isolation und Dämmung, reicht aber trotzdem absolut aus, um Feuchtigkeit abzuhalten, die andernfalls aus dem Erdreich hochsteigen könnte.

Die erste Schicht auf dem Erdboden bildet Kies, welcher die kapillarbrechende Schicht des Fußbodens bildet. Als kapillarbrechende Schicht oder auch Rollierung wird eine Lage aus Schotter oder Kies unterhalb der Gründungssohle oder des Fußbodens eines Bauwerkes bezeichnet, welche alternativ zu einer Horizontalsperre die kapillare Weiterleitung von Bodenfeuchtigkeit oder Grundwasser unterbricht.

Das bedeutet, dass direkt über dem Erdboden bereits ein Aufsteigen von Feuchtigkeit in höhere Bodenschichten verhindert werden kann; Wasser kann also effektiv bereits zu Beginn aufgehalten werden. Der Kies wird in einer Dicke von 4-5 Zentimetern gleichmäßig auf dem Erdboden verteilt.

Über den Kies wird dann ein dünnes Vlies ausgebreitet. Dieses dient als Sperrschicht für den darauffolgenden Splitt, der etwa 3 Zentimeter dick verteilt wird. Der Splitt bietet die finale Unterlage für die Bodenplatten und sorgt für einen gleichmäßigen und tragfähigen Boden. Durch das Vlies wird verhindert, dass der Splitt nicht zu sehr in den Kies einsackt.

Als letzte und oberste Schicht können schließlich die Bodenplatten gelegt werden. Hier bieten sich Gehwegplatten an; wenn der ursprüngliche Ziegelboden vor dem Sanieren des Kellers nicht nass, sondern trocken war, können aber natürlich auch die vorhandenen Ziegel verwendet werden.

Tipp: Für eine noch einfachere Lösung kann auch gänzlich auf Kies und Vlies verzichtet werden. So können Sie auch direkt Split oder alternativ Sand verteilen und darauf die Platten legen. Auch hier wird die gleiche höhenausgleichende Wirkung durch den Splitt bzw. Sand erwirkt, es entsteht lediglich keine so wirksame feuchtigkeitsabweisende Schicht.

Doch was, wenn der Boden zwar nach unten wasserabweisend ist, aber über keine Dämmung verfügt? Wenn ihnen dies wichtig ist oder Sie darüber hinaus auch die Tatsache stört, dass zwischen den Bodenplatten immer leichte Spalte zu sehen sein werden, ist eventuell unsere zweite Variante etwas für Sie.

Auch hierbei muss zunächst der vorhandene Erdboden geglättet und verdichtet werden. Anschließend ist eine sogenannte „Sauberschicht“ erforderlich, auf die im weiteren Sanierungsprozess aufgebaut werden kann.

In der Regel fügt sich eine solche Sauberschicht aus einer Folie und darauf aufgetragenem Beton zusammen. Sie können jedoch auch etwas Zeit und Aufwand ersparen, indem Sie Bodenplatten oder vorhandene Ziegel anstelle des Betons verwenden. Darauf kann dann eine stabile und wasserfeste Folie ausgebreitet werden. Im Anschluss kann Bodendämmung aufgebracht werden.

Hinweis: Achten Sie darauf, die Dämmung nicht zu dünn auszulegen; zwei Lagen sind optimal. Diese sollten jeweils etwas versetzt verlegt werden, sodass keine ungedämmten Lücken entstehen können. Vergessen Sie außerdem nicht die Verwendung von Randdämmstreifen.

Auf die Dämmung kommt eine weitere Folie. Zum Schluss kann auf diese Folie eine etwa sechs Zentimeter dicke Schicht Betonestrich aufgebracht werden, die einen glatten und lückenlosen Fußboden bildet. Alternativ können Sie auch Estrichplatten verwenden. Diese können geklebt werden und sind gerade für Laien oft einfacher zu handhaben.

Öffnen Sie nach Möglichkeit während der Sanierung des Ziegelbodens im Keller Fenster zum Lüften! Das hilft gegen zu hohe Feuchtigkeit im Keller.

Für welche Variante Sie sich auch entscheiden – Sie erreichen damit einen neuen Fußboden, der voraussichtlich noch viele weitere Jahre halten wird. Heimwerker.de wünscht viel Erfolg bei der Sanierung Ihres Ziegelbodens im Keller und viel Spaß mit dem neuen Fußboden!

Bildnachweise: adobestock.com/Alexander (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)