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Eigenheim bei kleinem Einkommen finanzieren – geht das?

Nicht nur leidenschaftliche Heimwerker wünschen sich, ihrem liebsten Hobby in den eigenen vier Wänden nachzugehen. Für viele Menschen scheint dieser Traum aufgrund von einem überschaubaren Einkommen und geringen finanziellen Rücklagen unerfüllbar zu sein. Dabei gibt es im aktuellen Zinsumfeld realistische Möglichkeiten, ein Eigenheim zu finanzieren, sofern die Ansprüche an Haus oder Eigentumswohnung realistisch bleiben. Wir erklären, wie sich auch mit kleinem Einkommen ein Eigenheim finanzieren lässt.

Träumen erlaubt – in bestimmten Grenzen

Die meisten Leser unserer Plattform wünschen sich eine stilvolle Einrichtung, einen großen Garten oder einfach eine bessere Lebensqualität, als sie es in der aktuellen Mietwohnung erfahren. Vom Eigenheim zu träumen, ist jederzeit erlaubt, sofern nicht die realistischen Möglichkeiten bei Planung und Finanzierung aus den Augen verloren werden.

So sind die aktuellen Mietzahlungen ein guter Maßstab dafür, wie viel Geld für eine mögliche Baufinanzierung oder die Tilgung eines Kredits für den Immobilienkauf zur Verfügung stünde. Selbst wenn ein geringes Einkommen vorliegt, wird dieses anteilig für die Miete der aktuellen Wohnung gezahlt. Dieser Geldbetrag ließe sich genauso zur Tilgung des Kredits für ein Eigenheim nutzen.

Wichtig für die Kalkulation: Die Laufzeit von Kreditverträgen für Immobilien erstreckt sich je nach Zinsbindung durchschnittlich über zehn bis 20 Jahre. Hiernach ist im Regelfall eine Anschlussfinanzierung vorgesehen. Interessenten können somit über 20 bis 30 Jahre kalkulieren und berücksichtigen, wie viel Geld in dieser Zeit in Mietzahlungen fließen würde.

Den richtigen Finanzrahmen finden

Ein weiterer Maßstab für realistische Rahmenbedingungen bei der Kredittilgung ist neben dem monatlichen Einkommen das vorhandene Eigenkapital. Viele Haushalte, die über ein kleines Einkommen verfügen, weisen kein erkennbares, privates Vermögen auf. Dies wäre vor wenigen Jahrzehnten das Kernargument gewesen, dass die Finanzierung einer Immobilie nicht möglich wird.

Die Zeiten haben sich geändert, viele Kreditinstitute bieten mittlerweile eine Vollfinanzierung an. Für diese muss kein Eigenkapital mitgebracht werden, auch wenn hierdurch die Kreditsumme natürlich höher ausfällt. Ohne Eigenkapital dürfte auch der Kreditzins etwas höher ausfallen, was dennoch zu einer sicheren Finanzierung eines entsprechend großen oder kleinen Wohneigentums beitragen kann.

Starke Beratung bei der Finanzierung mit kleinem Einkommen wichtig

Bei allen Fragen zur Finanzierung einer Immobilie ist es wichtig, auf eine verlässliche Beratung zu vertrauen. Umso wichtiger wird dieser Aspekt, wenn die Finanzierung durch ein kleines Einkommen zu tilgen ist. Neben der Hausbank, die primär ihre eigenen Kreditprodukte verkaufen möchte, lohnt sich die Zusammenarbeit bei kleinem Einkommen mit einem neutralen Finanzspezialisten im Immobilienbereich umso mehr.

Unabhängige Dienstleister wie Hüttig & Rompf haben sich auf die Beratung von Interessenten am Eigenheim spezialisiert. Zum Serviceangebot solcher Anbieter gehört zum einen die sachliche Beratung. Viele private Mieter befassen sich möglicherweise zum ersten Mal in ihrem Leben mit dem Kauf einer eigenen Immobilie. Hierdurch entstehen viele Fragen, die ein Branchenexperte kompetent abklärt.

Auch mit einem kleinem Budget lässt sich Eigenheim finanzieren. Wer über ein geringes Einkommen verfügt, muss das neue Wohneigentum aber selber sanieren oder umfassend renovieren.

Zum anderen übernehmen Finanzierungspartner eine grundlegende, rechnerische Analyse des Kreditmarktes. Bei den Anfragen an diverse Banken und Kreditinstitute bleibt der potenzielle Käufer oder Bauherr lange Zeit anonym, so dass das Einholen der Kreditangebote völlig diskret verläuft. Eine solche Beauftragung ist unverbindlich, so dass das Scheitern einer erhofften Finanzierung keinen Nachteil in der Bonität oder im Ansehen bei Kreditinstituten mit sich bringt. In der Regel läuft die erste Konditionsanfrage nämlich ohne Abruf von Schufa-Daten.

Bei den Planungen mit kleinem Einkommen langfristig denken

Die seriöse Finanzplanung und Beratung mit einem professionellen Dienstleister zeigt sich auch durch dessen langfristige Perspektiven. Während Banken primär am Kunden interessiert sind, möchte der unabhängige Dienstleister Folgeaufträge und Empfehlungen sichern, indem er eine erstklassige Beratung und günstige Konditionen anbietet. So werden alle wichtigen Fragen zu Laufzeit und Zinsbindung mit dem potenziellen Kreditnehmer erörtert. Der Abschluss einer Anschlussfinanzierung ist obligatorisch, die in der aktuellen Phase mit historisch niedrigen Bauzinsen zu einem starken Forwarddarlehen führen sollte.

Wenn das Einkommen gering ist, ist die Zusammenarbeit mit einem Kreditvermittler umso sinnvoller:

Der unabhängige Finanzvermittler prüft genau, ob das zu vermittelnde Darlehen vom Kreditnehmer mit kleinem Einkommen gestemmt werden kann. Denn ein Platzen des Kredites würde auch der Reputation des Vermittlers bei seinen Geschäftspartnern, den Banken, schaden.

Im Zweifel wird dann lieber die Finanzierung eines günstigeren Hauses empfohlen, bei dem der Eigentümer mit Eigenleistungen und Renovierungsarbeiten für Aufwertung sorgen kann. Wenn Sie sich für ein sanierungsbedürftiges Haus entscheiden, sollten Sie aber unbedingt die Kosten der Sanierung gut durchgehen. Denn mit zunehmender Nachfrage nach Eigenheimen sind auch die Kosten für Handwerker im Vergleich zu vergangenen Jahren deutlich gestiegen.

Bildnachweise: Adobe Stock/terovesalainen, Adobe Stock/eranicle (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)