Hausbau

Haus bauen: Diese Kosten kommen auf Sie zu

  • Egal in welcher Phase des Bauens Sie sich befinden, zusätzliche Kosten können immer auftreten: Grundstückkauf, Bauvorbereitung, während des Bauens oder nach dem Hausbau. Planen Sie Ihr Budget also lieber etwas großzügiger.
  • Aufgrund der zahlreichen nicht absehbaren Faktoren sollten Sie bei Ihrer Baufinanzierung möglichst genau planen und von Anfang an eventuelle Nebenkosten berücksichtigen.
  • Baunebenkosten sollten Sie nicht unterschätzen. Diese können ungefähr 15 bis 20 Prozent der gesamten Baukosten betragen.

Hausplanung

Ein Haus bauen zu lassen ist mit vielen Hürden verbunden. Denn es gibt zahlreiche wichtige Kriterien zu berücksichtigen. Bauherren sollten sich aber nicht verunsichern lassen. Egal ob nun Fertighaus, Massivhaus oder Bungalow – wenn Sie mit Bedacht vorgehen, ersparen Sie sich viel Stress und zusätzliche Kosten. Im folgenden Beitrag verraten wir Ihnen, worauf es hierbei zu achten gilt.

1. Die Kostenaufstellung beim Bauen besteht aus vielen verschiedenen Posten

Neben den offensichtlichen Kosten pro Quadratmeter, gibt es zahlreiche Positionen, die Sie beim Neubau einkalkulieren sollten. Allein schon der Kauf des Grundstücks ist mit vielen weiteren Faktoren behaftet. Dazu gehören:

  1. Kosten für den Makler
  2. Kosten für den Notar
  3. Die Grunderwerbsteuer
  4. Der Grundbucheintrag
  5. Erschließungskosten

Das war aber noch lange nicht alles. Danach kommen noch zahlreiche weitere Kostenpunkte auf Sie zu. Dazu zählen vor allem Baunebenkosten vor dem eigentlichen Hausbau – zum Beispiel die Bodenbegutachtung, die Baugenehmigung oder der Prüfstatiker und noch vieles mehr. Außerdem müssen Sie eventuell noch mit Kosten für die Grundstückräumung rechnen.

Die Größe des Hauses ist natürlich maßgeblich entscheidend für die Gesamtkosten. Allerdings hat selbst ein kleines Haus einige Erschließungskosten und Hausanschlüsse. Auch die Versicherungen sollten Sie nicht vergessen, wie zum Beispiel die Bauwesenversicherung oder die Bauherrenhaftpflicht. Schlussendlich kommen dann noch Kosten für die Außenanlage und den Garten auf Sie zu.

Wenn Sie alle Faktoren so gut wie möglich berücksichtigen wollen, müssen Sie äußert sorgfältig vorgehen. Sobald Ihre Kostenplanung steht, können Sie sich zum Beispiel bei Bon-Kredit, um einen entsprechenden Kredit kümmern.

2. Die einzelnen Kostenpunkte können stark variieren

Anhand der Baunebenkosten für den Grundstückskauf möchten wir Ihnen exemplarisch genauere Kosten aufzeigen. Die Kosten für den Makler schwanken meist zwischen 3,5 und 7 Prozent des Kaufpreises – je nach Grundstückslage.

In diesen Betrag müssen Sie dann jedoch auch die Mehrwertsteuer der Baunebenkosten einrechnen. Als Beispiel: Bei Grundstückskosten von 40.000 Euro und einer Maklercourtage von 4,5 Prozent plus Mehrwertsteuer belaufen sich allein die Maklerkosten auf 2.142 Euro.

Die Kosten für einen Notar können nicht umgangen werden, da eine notarielle Beglaubigung des Grünstück-Kaufvertrags im BGB verankert ist. Die Kosten des Notars belaufen sich für gewöhnlich auf 1,2 Prozent des Grundstückpreises zuzüglich der Mehrwertsteuer. Bei einem Grundstückspreis von 40.000 Euro wären das insgesamt 571,20 Euro – 1,2 Prozent = 480,00 Euro, Mehrwertsteuer = 91,20 Euro.

In der Regel sind die Kosten des Grundbucheintrags in der Notarrechnung enthalten. Diese machen dabei ungefähr die Hälfte der Kosten aus. Einteilen können Sie diese Kosten in die Eintragungsgebühr des Eigentümerwechsels und die Vollzugsgebühr des Kaufs an sich.

Die Grunderwerbsteuer beträgt zwischen 3,5 und 4,5 Prozent des Grundstückpreises – je nach Bundesland. Bei einem Grundstückspreis für 40.000 Euro wären das beispielsweise 1.400 Euro – allein für die Grunderwerbsteuer.

Der Anschluss von Strom, Wasser, Telekommunikation und je nach Bedarf auch Gas, kann bis zu 10.000 Euro betragen. Insgesamt sehen Sie, dass sich viele Kosten proportional zu den Grundstückskosten bewegen.

An dieser Stelle alle einzelnen Kostenpunkte genau aufzuschlüsseln, würde leider unseren Rahmen sprengen. Daher kommen Sie hier zu einer detaillierten Auflistung.

3. Es gibt viele Möglichkeiten, beim Hausbau zu sparen

hausbauen und sparen

Kalkulieren Sie die Kosten für Ihren Hausbau lieber etwas zu hoch, als zu niedrig.

Es gibt viele Tipps, wie Sie die durchschnittlichen Kosten beim Bau Ihres Eigenheims senken können. Im folgenden Abschnitt verraten wir Ihnen die wichtigsten drei Tipps mit hohem Einsparpotenzial. Dazu gehören:

  • Grundstück parzellieren
  • Verzicht auf einen Keller
  • Preise vergleichen

3.1. Parzellieren Sie Ihr Grundstück

Unter Parzellierung verstehen wir die Einteilung eines Grundstückes in mehrere kleine Baugründe. Große Grundstücke verfügen meist über geringere Kosten pro Quadratmeter, als es bei mittelgroßen oder kleinen Grundstücken der Fall ist. Allerdings darf der Baugrund nicht immer geteilt werden.

Dennoch können mehrere Häuser darauf Platz finden. Die Vorteile sind: Nur eine Erschließung, eine Zuwegung und die Leitungen können gemeinsam genutzt werden. Die anteiligen Kosten fallen deutlich geringer aus. So sind Einsparungen von mehreren Zehntausend Euro möglich.

3.2. Verzichten Sie auf einen Keller

Die durchschnittlichen Kosten eines Kellers können sich auf 5 bis 15 Prozent der Gesamtkosten belaufen. Dazu ein Beispiel des Baukosten-Informationszentrums: Ein Passivhaus mit 193 Quadratmetern Wohnfläche ohne Keller aber drei Ersatzräumen kostet 400.000 Euro.

Die drei Räume schlagen mit 31.000 Euro zu Buche. Die Kosten für einen Keller mit Aushub der Baugrube betragen in der Regel 58.000 Euro – eine satte Ersparnis von 27.000 Euro.

3.3. Vergleichen Sie die Preise

Bei Baupreisen gibt es riesige Unterschiede. Architekten geben sich meist sehr viel Mühe exakte Ausschreibungen an die Baufirmen zu übergeben und holen sich zahlreiche Angebote von unterschiedlichen Unternehmen ein.

Laien können häufig nicht so viel Aufwand betreiben und die Angebote auch nicht kompetent beurteilen. Mithilfe eines unabhängigen Gutachters oder eines Architekten, der Ihnen bei der Einschätzung der einzelnen Angebote hilft, können Sie unter Umständen eine Menge Geld sparen.

4. Einige Faustregeln helfen Ihnen Kostenfallen vorzubeugen

Ob nun mit Grundstück oder ohne Grundstück – bei der Planung ist Sorgsamkeit oberstes Gebot. Kleinere Fehler kommen aber vor und sind ganz normal. Mit diesen Faustregeln können Sie jedoch die häufigsten Fehler vermeiden. Dazu gehören:

  • Eigenleistung – stemmen Sie nicht zu viel.
  • Kalkulieren Sie den Zeitrahmen genau.
  • Sprechen Sie Sonderwünsche richtig ab.
  • Sorgen Sie für eine ausreichende Belüftung.
  • Schleppen Sie keine Schimmelkulturen ein.
  • Erwarten Sie nicht zu viel.
  • Besorgen Sie sich einen kompetenten Berater.

4.1. Muten Sie sich nicht zu viel zu

Selbstverständlich können Sie auch Eigenleistungen erbringen, um die Kosten Ihres Eigenheims zu reduzieren. Allerdings unterschätzen viele Bauherren diesen Aufwand und können die geplanten Leistungen weder fachlich noch körperlich erbringen.

4.2. Kalkulieren Sie den zeitlichen Rahmen richtig

Achten Sie darauf den Zeitplan nicht zu klein abzustecken. Das fällt natürlich schwer, da Sie als frisch gebackener Hauseigentümer wahrscheinlich schnellstmöglich einziehen möchten. Allzu oft leiden Bauherren unter unnötigem Druck, da sich die Fertigstellung verzögert und die Umzugsfirma bereits vor Ort ist.

4.3. Kommunizieren Sie Sonderwünsche richtig

In der Regel folgt der Bau eines Hauses einem bestimmten System. Die beteiligten Firmen haben einen klaren Plan und sorgen für einen stetigen Fortschritt. Problematisch wird es jedoch, wenn der Bauherr mit Sonderwünschen in diesen Ablauf eingreift. Das kann für erhebliche Bauverzögerungen und zusätzliche Kosten sorgen. Sprechen Sie gesonderte Wünsche dementsprechend rechtzeitig an.

4.4. Achten Sie auf die richtige Belüftung

lüften der Wohnung

Regelmäßiges Lüften kann einem Schimmelbefall und den damit verbundenen Kosten vorbeugen.

Besonders nach dem Erstbezug sollten Sie mit gezieltem Lüften dafür sorgen, dass die Baufeuchte vollständig entweicht. Trotzdem sollten Sie auch die Feuchtigkeit aus der alltäglichen Nutzung regelmäßig beseitigen.

Aufgrund der hohen Dichtigkeit von modernen Häusern kann diese nämlich gar nicht oder nur sehr schwer entweichen. Die möglichen Folgen sollten Sie nicht unterschätzen. Denn ein Schimmelbefall Ihres Eigenheims kann ebenfalls beträchtliche Kosten verursachen.

4.5. Schimmelkulturen werden leicht eingeschleppt

Besonders, wenn Sie in Ihrer alten Wohnung Schimmelprobleme hatten, sollten Sie vorsichtig sein. Achten Sie darauf, dass Sie mit Ihren alten Möbeln oder Textilien keinen Schimmel mit in Ihr neues zu Hause nehmen. Falls Sie altgediente Möbelstücke nicht einfach zurücklassen möchten, sollten Sie diese zuvor professionell reinigen lassen.

4.6. Lassen Sie Ihre Erwartungen nicht überhandnehmen

Oft übersteigen die Erwartungen der Bauherren die Vereinbarungen des Bauvertrags. Das sorgt nur für unnötigen Zwist und Enttäuschungen. Dazu ein Beispiel: „Tapezierfertig“ und „malerfertig“ sind klar definierte Eigenschaften. Eine tapezierfähige Wand wird in der Regel mit Raufaser tapeziert, da hier Unebenheiten noch zulässig sind.

Eine malerfertige Wand hingegen, muss so glatt sein, dass Sie auch ohne Tapete gestrichen werden kann. Wenn Sie sich genau informieren und alles richtig absprechen, fallen die Erwartungen auch nicht zu hoch aus.

4.7. Sorgen Sie für einen kompetenten Berater

Zu oft verlassen sich Bauherren auf Bauberater mit fragwürdiger Kompetenz. Das führt häufig zu Versäumnissen, falschen Einschätzungen und finanziellen Rückschlägen. Es ist also wichtig, dass Sie sich vor der Auswahl Ihres Beraters auch über dessen Qualifikationen informieren.

Im besten Fall entscheiden Sie sich für einen Berater, mit dem Sie oder Familie und Bekannte bereits positive Erfahrungen gemacht haben. Alternativ können Sie sich auch in Erfahrungsberichten informieren, um schnell einen kompetenten Bauberater zu finden.

5. FAQ – Ich habe vor, ein einhundert Jahre altes Haus zu kaufen. Worauf muss ich achten?

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, ein einhundert Jahre altes Haus zu kaufen, gibt es einige Dinge, worauf Sie beim Kauf achten müssen. In diesem Artikel erfahren Sie, was Sie zu tun haben, wenn Sie ein solches Altbauhaus kaufen wollen.

Vorab sei schon mal gesagt, dass die Hinzuziehung eines Bausachverständigen Ihnen eine Menge Ärger und Kosten ersparen kann.

Achtung: Auch wenn Sie in diesem Artikel einige nützliche Tipps finden werden, so empfehlen wir Ihnen, auf jeden Fall einen Experten einzuschalten, wenn es an den Kauf eines solchen Hauses geht.

5.1. Ich habe das Haus besichtigt und es ist in hervorragendem Zustand. Einen Sachverständigen brauche ich doch nun wirklich nicht mehr hinzuzuziehen?

altbauhaus-kaufen

Der Traum vom Eigenheim kann schnell zum Albtraum werden, wenn Sie Ihren objektiven Blickwinkel verlieren. Deshalb sollten Sie in jedem Fall einen Gutachter hinzuziehen, um Kostenfallen zu vermeiden.

Mit solchen Annahmen sollten Sie stets vorsichtig sein. Einige Mängel sind auf den ersten (und eventuell auch den zweiten) Blick nicht ohne weiteres erkennbar.

Das Haus mag einen tadellosen Eindruck machen und regelmäßige Instandsetzungsarbeiten scheinen durchgeführt worden zu sein. Doch bedenken Sie, dass auch viele kleine Sanierungs- und Reparaturarbeiten sich kostentechnisch aufsummieren und so aus einer Mücke leicht ein Elefant werden kann.

Vor allem, wenn Sie sich mit dem Kauf des Hauses schon im finanziellen Grenzbereich bewegen, können solche versteckten Kosten schnell zu einem finanziellen Fiasko führen. Ein Gutachter erspart Ihnen dieses böse Erwachen und hat einen objektiven Blick auf das Ganze.

Der Traum vom Eigenheim kann einem schnell die rosarote Brille hinsichtlich einiger Mängel aufsetzen und dazu führen, dass Sie die Sache nicht mehr so objektiv sehen, wie Sie es eigentlich sollten.

5.2. Ich plane einen Sachverständigen hinzuzuziehen. Doch wäre es trotzdem interessant zu wissen, worauf man beim Kauf eines solchen Hauses achten sollte.

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Die sich auf ca. 350 bis 500 € belaufenden Kosten für einen Gutachter sind eine gute Investition, da er Sie vor einem möglichen Fehlkauf bewahren kann.

Wenn Sie den Kauf eines solchen Altbaus planen, sollten Sie dabei auf einige Dinge achten.

Auch wenn ein dichtes Dach und ein trockener Keller einen sehr guten ersten Eindruck bei Ihnen hinterlassen haben, sollten Sie nicht vergessen, dass es auch noch Versorgungsleitungen, Wasserrohre, Stromkabel, etc. gibt.

All diese müssen ebenfalls einwandfrei funktionieren, um nicht in eine Kostenfalle zu tappen. Sie sieht es mit dem Alter der Heizanlage bzw. der Heizkörper aus? Was macht der Kamin? Ist dieser eventuell sogar versottet? Sind die Regenrinnen und die Fallrohre in Ordnung?

Diese Aufzählung kann noch bis ins Unendliche weitergeführt werden. Wichtig ist, dass Sie verstehen, dass hinter der Fassade eines augenscheinlich tadellosen Altbauhäuschens deutlich mehr stecken kann, wie Ihnen lieb ist.

Die sich auf ca. 350 bis 500 € belaufenden Kosten für einen entsprechenden Gutachter sind in jedem Fall eine gute Investition. Sie werden entweder vor einem fatalen Fehlkauf bewahrt oder haben bezüglich etwaiger Preisverhandlungen einige neue Gesichtspunkte, auf die Sie zurückgreifen können.

Sollten sich die Mängel in Grenzen halten und Sie haben die Absicht, diese selbstständig zu beseitigen, dann schauen Sie auf den Seiten von Heimwerker. de vorbei. Dorf finden Sie Artikel, Anleitungen, Tests und alles weitere, was das Heimwerker-Herz begehrt.

Mittels der Preisvergleichsfunktion von Heimwerker.de ist es Ihnen möglich, den benötigten Artikel zu sehr günstigen Konditionen zu kaufen.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Artikel weiterhelfen konnten und wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg beim Bau bzw. Kauf Ihres Hauses.