Kaufberatung zum Entsafter Test bzw. Vergleich 2019

  • Mit einem Entsafter können Sie ohne viel Aufwand selber frische Säfte aus Ihren liebsten Obst- und Gemüsesorten herstellen. Geschmacklich sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt.
  • Es gibt verschiedene Kategorien von Entsaftern, die sich unterschiedlicher Techniken zur Saftgewinnung bedienen. Grob lassen sich die Geräte in Saftpressen bzw. Zitruspressen, Zentrifugalentsafter und Dampfentsafter einteilen. Alle Modelle weisen, unabhängig von der Art der Entsaftung, eine ähnliche Saftausbeute auf.
  • Das Endprodukt verändert sich jedoch geschmacklich, je nach Technik der Saftgewinnung. So wird beim Dampfentsafter das Produkt direkt pasteurisiert und haltbar gemacht, während der Saft aus Pressen und Zentrifugen schnell konsumiert werden sollte. Entsprechend schmecken die frischen Säfte anders als die pasteurisierten.

Entsafter Test

Gesunde Ernährung ist für einen Großteil der Bundesbürger ein wichtiges Thema. Laut dem Ernährungsreport des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ernähren sich 85 Prozent der Frauen und immerhin 66 Prozent der Männer in Deutschland nach eigenen Angaben gesund. Dazu gehört natürlich auch eine Menge frisches Obst und Gemüse.

Wer beim Konsum der frischen Früchte gern variieren möchte, ist mit einem Entsafter gut beraten. Die Geräte extrahieren mittels verschiedener Techniken den Saft aus beinahe allen Obst- und Gemüsesorten. Mit einem Entsafter sind Sie entsprechend nicht mehr auf Saftangebot in Supermärkten angewiesen, sondern können sich Ihre liebsten Kombinationen problemlos daheim zubereiten.

Unser Entsafter Test 2019 hilft Ihnen, das beste Gerät für Ihre Ansprüche zu finden. Denn beim Kauf sollten Sie nicht nur auf eine hohe Saftausbeute und die Größe der Auffangbehälter für Saft und Abfälle achten, sondern auch darauf, wie leicht sich das Gerät reinigen lässt.

1. Entsafter – Vitamin-Power für zu Hause

Saft ist nicht gleich Saft

Bei fertigen Säften unterscheidet man zwischen Fruchtsaft aus Fruchtsaftkonzentrat und Direktsaft. Für ersteren wird der frisch gepresste Most in Konzentrat umgewandelt, welches anschließend wieder mit Wasser und Aromen zu Saft rekonstruiert wird. Direktsaft wird hingegen nach dem Pressen und Zentrifugieren sofort gefiltert, pasteurisiert und abgefüllt. Laut den Verbrauchermagazinen Ökotest und Stiftung Warentest ist der Saft aus Konzentrat jedoch nicht unbedingt dem Direktsaft unterlegen. Geschmack und Inhaltsstoffe überzeugen bei beiden Herstellungsverfahren.

Ohne Saft kein Sonntagsfrühstück: Ein Glas der gesunden Köstlichkeit gehört für viele zum Start in den Tag dazu. Wer nicht auf fertige Säfte aus dem Supermarkt zurückgreifen will, kann mit einem Entsafter schnell und unkompliziert eigene Kreationen zur Bereicherung des morgendlichen Mahls zaubern.

Elektrische Entsafter bieten dabei viel Komfort. Das Obst bzw. Gemüse wird teilweise sogar ungeschält und im Ganzen in die Einfüllöffnung des Geräts gegeben und durch Druck, Dampf oder Zentrifugalkraft seiner Flüssigkeit beraubt. Der frisch produzierte Saft fließt dann durch eine Tülle oder ein Ventil direkt ins Glas.

Mit einer manuellen Saftpresse lassen sich natürlich ebenso leckere Vitaminbomben zubereiten, allerdings dauert der Vorgang etwas länger und benötigt Muskelkraft. Zudem lassen sich sehr feste Obst- und Gemüsesorten wie Karotten oder Äpfel nur schwer per Hand entsaften.

Daher konzentrieren wir uns in unserem Entsafter Test 2019 vornehmlich auf elektrisch betriebene Geräte und deren Funktionsweise, damit Sie gut informiert den besten Entsafter für Ihre Ansprüche finden können.

2. Verschiedene Arten von Entsaftern: pressen, dampfen oder schleudern?

Wenn Sie einen Entsafter kaufen möchten, haben Sie die Wahl zwischen drei unterschiedlichen Entsaftungsmethoden. Was diese verschiedenen Typen auszeichnet und wie sie funktionieren, zeigt die folgende Tabelle:

Art des Entsafters Eigenschaften & Einsatzbereiche
 Zentrifugalentsafter
philips-hr1871-10 zentrifugalentsafter
  • elektrisch angetriebene Zentrifuge schleudert geriebenes Obst/Gemüse
  • Fliehkraft trennt Saft vom Trester
  • Obst- und Gemüsereste bleiben in einem Sieb hängen
  • sehr schnell und effizient, aber auch laut
  • entsaftet auch sehr feste Obst- und Gemüsesorten
  • Saft schäumt und oxidiert stark – Nährstoffverlust
 Saftpresse
saftpresse
  • Lebensmittel werden durch Presswalze oder zwei gegenläufigen Schnecken entsaftet
  • Trester bleibt in einem Sieb hängen, Saft fließt durch
  • relativ langsam, aber nährstoffschonend
  • auch für feste Obst- und Gemüsesorten geeignet
  • Saft ist homogen und schäumt kaum
 Dampfentsafter
dampfentsafter
  • Obst und Gemüse werden durch aufsteigenden Wasserdampf entsaftet
  • Saft wird direkt pasteurisiert und haltbar gemacht
  • große Mengen können entsaftet werden
  • besonders leise, schnell und einfach zu reinigen
  • hoher Energieaufwand nötig
  • wertvolle Nährstoffe werden durch Hitze zerstört
Zitruspresse
zitruspresse
  • besonders geeignet für Zitrusfrüchte
  • entsaftet Obst durch Druck und Drehbewegung einer Presswalze
  • Trester bleibt im Sieb hängen, Saft fließt durch
  • ungeeignet für feste Obst- und Gemüsesorten
  • relativ langsam und wenig effizient
Fazit: Am häufigsten findet man Zentrifugalentsafter, da sie recht preisgünstig sind und sich leicht reinigen lassen. Beachten Sie jedoch, dass bei günstigen Entsaftern oftmals am Motor gespart wird und somit die Lebensdauer der Geräte begrenzt ist.

3. Frisch gepresst – Kaufberatung für Entsafter

Edelstahlsieb
Achten Sie beim Kauf auch darauf, ob die Einzelteile leicht zu reinigen sind.

Auf der Suche nach Ihrem persönlichen Entsafter Testsieger gilt es, neben der Funktionsweise auch die Spezifikationen und Eigenschaften des Geräts zu beachten. Ganz besonders wichtig sind dabei die Saftausbeute, die Auffangbehälter und die Einfüllöffnung. Was Sie dabei im Einzelnen beachten müssen, verraten wir Ihnen hier.

3.1. Die Saftausbeute – bis zum letzten Tropfen

Auch beim Entsaften ist Effizienz ein Schlagwort. Je mehr Flüssigkeit der Entsafter aus den Lebensmittel extrahieren kann, desto leichter geht die Arbeit von der Hand. Dabei ist nicht zwangsläufig das zugrunde liegende Funktionsprinzip ausschlaggebend für die Saftausbeute, sondern vielmehr, wie viel Druck man auf Obst und Gemüse zum Entsaften ausüben muss. Mit weniger Druck erzielen Sie eine höhere Ausbeute.

Tipp: Bei Zentrifugalentsaftern definiert sich der Druck durch die Drehgeschwindigkeit der Zentrifuge, die das zerkleinerte Obst und Gemüse entsaftet. Hier lässt sich der Druck also durch die verschiedenen Reglerstufen am Gerät steuern. Fangen Sie erst mit einer niedrigen Stufe an und steigern Sie diese dann, um eine höhere Saftausbeute zu erzielen.

3.2. Das Fassungsvermögen – viel hilft viel

Große Auffangbehälter für Saft und Trester sind besonders wichtig, wenn Sie größere Mengen Saft am Stück produzieren wollen, beispielsweise für das gemeinsame Familienfrühstück. Der Saftbehälter sollte mindestens 1,25 Liter fassen, in die Auffangschale für Obst- und Gemüsereste sollten ca. 1,5 bis 2 Liter hineinpassen. So müssen Sie die Behälter nicht nach wenigen Stücken Obst oder Gemüse leeren und das Entsaften unterbrechen.

Hinweis: Falls Sie Ihre Säfte nicht sofort pasteurisieren, sollten Sie keinen frischen Saft auf Vorrat pressen. Das Getränk büßt durch Oxidation relativ schnell sein Aroma und seine wertvollen Vitamine ein, wenn es nicht sofort getrunken wird.

3.3. Die Einfüllöffnung – größer, schneller, breiter

Apfelsaft
Mit einer großen Einfüllöffnung können Sie problemlos ganze Äpfel entsaften.

Eine möglichst große Einfüllöffnung an Ihrem Entsafter erspart Ihnen potenziell viel Arbeit in der Vorbereitung, da Sie Obst und Gemüse vor dem Entsaften nicht besonders klein schneiden müssen. Besonders Zentrifugalpressen fassen teilweise ganze Äpfel, die für Saftpressen hingegen zerkleinert werden müssen.

Üblich sind Öffnungen mit etwa 5,5 bis 7,5 cm Durchmesser, kleiner sollte der Schacht nach Möglichkeit nicht sein. In der Anwendung zeigt sich zudem, dass größere Obst- und Gemüsestücken eine höhere Saftausbeute versprechen und die meisten Zentrifugalentsafter speziell darauf ausgelegt sind, große Stücken effizient zu entsaften.

3.4. Die Reinigung – immer sauber bleiben

Reinigung
Achten Sie beim Kauf darauf, dass sich die Einzelteile des Entsafters leicht reinigen lassen.

Beim Verarbeiten von Lebensmitteln ist Sauberkeit immer ein zentrales Thema. Daher sollten Sie nach jeder Benutzung Ihren Entsafter gründlich reinigen. Das geht je nach Art des Geräts relativ einfach. Am leichtesten lassen sich Dampfentsafter reinigen, da deren Einzelteile meist ausnahmslos im Geschirrspüler gesäubert werden.

Bei Saftpressen und Zentrifugen sollten Sie darauf achten, dass Siebe, Walzen und Reiben bzw. alle Teile, die mit den Lebensmitteln in direkten Kontakt kommen, aus spülmaschinentauglichem Kunststoff oder Edelstahl bestehen. Zudem sollte ein Bürste im Lieferumfang enthalten sein, mit der Sie auch Rillen und Kanten unter fließendem Wasser reinigen können.

4. Die beliebtesten Saft-Rezepte unserer Redakteure

Ein frisch gepresster Saft belebt auch bei der Arbeit die Sinne. Deshalb haben wird die zwei Lieblingsmischungen unserer Redaktion für Sie als Inspiration auserkoren. Die angegebenen Mengen reichen für ca. vier Portionen. Achten Sie bei allen Rezepten darauf, möglichst ungespritztes Obst und Gemüse zu verwenden. So können Sie bedenkenlos die Schale mit verwerten, denn dort sind oft wertvolle Nährstoffe enthalten.

Der Energizer:

Ananassaft
Je frischer das Obst, desto höher die Saftausbeute.
  • 3 Orangen
  • 4 mittelgroße, süße Äpfel (z.B. Royal Gala)
  • 6 mittelgroße Karotten
  • 1 Gurke
  • 1 Stange Sellerie
  • 1 Handvoll frischer Blattspinat
  • 1/2 Knolle Rote Beete
  • 1 kleines Stück Ingwer, nach Geschmack

Waschen Sie alle Zutaten gut und schälen Sie die Rote Beete und den Ingwer. Geben Sie alle Zutaten nacheinander in den Entsafter. Rühren Sie zum Schluss noch einige Tropfen Leinöl unter, das hebt den Geschmack und macht das fettlösliche Vitamin A der Karotten leichter verwertbar für den Körper.

Unser Fazit: eine gesunde Kombination aus Obst und Gemüse, die dem Körper nach manch durchzechter Nacht wieder auf die Beine hilft.

Süße Entspannung:

gemüsesaft
Die Qual der Wahl: Wer selbst Saft herstellt, kann sich seine Lieblingsmischung ganz nach Gusto zusammenstellen.
  • 1 mittelgroße Honigmelone
  • 4 reife Birnen
  • 4 Orangen

Schälen und entkernen Sie zunächst die Honigmelone. Dann dürfen alle Zutaten in den Entsafter. Für einen geschmacklichen Frischekick können Sie zudem noch eine halbe Handvoll frische Zitronenmelisse zugeben. Melisse wirkt beruhigend und ihr zitroniges Aroma ergänzt perfekt die Süße der Melone und der Birnen.

Unser Fazit: ein Saft wie eine kleine Wellness-Kur, hebt die Stimmung an trüben Tagen.

5. Fragen und Antworten rund um das Thema Entsafter

5.1. Gibt es Obst- und Gemüsesorten, die sich nicht zum Entsaften eignen?

Theoretisch lassen sich beinahe alle Obst- und Gemüsesorten entsaften. Ausnahmen sind besonders stärkehaltige Früchte wie Bananen, die besser mit einem Mixer zerkleinert werden sollten. Zudem schafft nicht jeder Entsafter chlorophyllhaltige Zutaten wie Spinat oder Kräuter. Diese sollten ebenfalls eher püriert und später dem Saft hinzugefügt werden.

Wie genau Sie dafür vorgehen sollten, zeigt Ihnen das folgende Video:

5.2. Was mache ich mit den Resten aus Schalen und Fruchtfleisch?

Trester
Obst- und Gemüseschalen aus dem Entsafter müssen nicht zwangsläufig in der Mülltonne landen.

Trester lässt sich sehr vielseitig weiterverwerten. Wer die ausgepressten Obst- und Gemüsereste nicht in den Biomüll geben möchte, kann diese beispielsweise als ballaststoffreiche Zugabe in selbst hergestellten Brotteig geben oder Salate und Smoothies damit aufwerten.

Können Sie einen Garten Ihr Eigen nennen, hilft Trester auch beim Kompostieren. Die ausgepressten Reste einfach auf den Kompost geben. Die Abfälle beschleunigen die Reifung des Kompostes.

5.3. Was ist der Unterschied zwischen einem Entsafter und einem Smoothiemaker?

Der Unterschied ist vornehmlich mechanischer Natur. Während Entsafter den Zutaten lediglich die Flüssigkeit entziehen, zerkleinert ein Smoothiemaker geschältes Obst und Gemüse durch die Rotation scharfer, kleiner Messer, sodass eine Art dünnflüssiger Brei entsteht. Die Geräte gleichen demnach eher einem Standmixer in ihrer Funktionsweise.

Welche Vor- und Nachteile Sie bei Smoothiemakern außerdem erwarten, sehen Sie in der folgenden Übersicht:

  • Smoothie enthält Ballaststoffe aus der Schale
  • mixt genau eine Portion
  • Mixbehälter zum Transport geeignet – kein Umfüllen notwendig
  • sehr platzsparend
  • günstig in der Anschaffung
  • weniger Leistung als ein Entsafter bzw. Standmixer
  • scheitert an sehr harten Obst- und Gemüsesorten
  • Zutaten müssen vorher zerkleinert werden

5.4. Wie viel Saft bekomme ich aus einem Kilogramm Obst oder Gemüse?

Das kommt immer auf die Sorte Obst bzw. Gemüse an, die Sie entsaften möchten. Äpfel und Zitrusfrüchte gelten als besonders ergiebig, ähnliches gilt für wasserreiche Gemüsesorten wie Tomaten oder Gurken.

Mit einem Entsafter aus unserem Vergleich erhalten Sie aus einem Kilogramm Äpfel etwa 500 bis 700 Milliliter frischen Apfelsaft. Allerdings wird die Saftausbeute auch davon beeinflusst, welches Modell Sie verwenden und wie frisch die Zutaten sind.