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Fingernägel lackieren

Nägel richtig lackieren – Tipps und Tricks, nicht nur für Anfänger

Nägel richtig lackieren

Ob es sich dabei um lange oder kurze Nägel handelt, sollte genau wie die Wahl der Farbe, Ihrem Geschmack entsprechen und den eigenen Look unterstreichen. Auch die Form der Nägel sollte typgerecht gestaltet werden.

Da unsere Hände täglich im Einsatz sind, werden auch unsere Nägel ständig beansprucht. Schöne Fingernägel benötigen daher regelmäßige Pflege und Maniküre. Um ihre Nägel richtig zu lackieren und ein tolles Ergebnis zu erhalten, sollten Sie sich dafür etwas Zeit nehmen. Nur ein gleichmäßig aufgetragener Nagellack ohne Kratzer und Bläschen sieht auch schick aus. Besonders während die einzelnen Schichten trocknen, lehnen Sie sich am Besten zurück und gönnen Ihren Händen eine kleine Pause.

Was Sie zum Nägel lackieren benötigen:

Materialbedarf:

Schritt 1: Fingernägel vorbereiten

Falls vorhanden, entfernen Sie den alten Lack von Ihren Nägeln.

Feilen Sie Ihre Fingernägel rund oder an den Seiten eckig. Orientieren Sie sich dabei an der Form Ihres Nagelbetts. Ist das Nagelbett rundlich, sollten auch Ihre Nägel rund gefeilt werden. Erscheint ihr Nagelbett eher gerade, wirken etwas eckig gefeilte Ränder natürlicher. Wichtig für ein harmonisches Bild ist die einheitliche Länge der Fingernägel. Um brüchige Nägel vorzubeugen, feilen Sie sie immer nur in eine Richtung und schleifen nicht hin und her. Anschließend die Nagelhaut mit einem Rosenholz- oder Manikürestäbchen vorsichtig zurück schieben. Bei eingerissener Nagelhaut können Sie diese mit einer Nagelhautzange entfernen.

Nägel mit der Feile in eine schöne Form bringen

Nägel mit der Feile in eine schöne Form bringen

Nagelhaut mit dem Manikürestäbchen sanft nach hinten schieben

Nagelhaut mit Manikürestäbchen sanft nach hinten schieben

Schritt 2: Base Coat auftragen (Unterlack)

Auf die sauberen und fettfreien Nägel kann nun der Unterlack auch genannt Base Coat, aufgetragen werden. Dieser sorgt dafür, dass kleine Unebenheiten im Nagel ausgeglichen werden.

Benetzen Sie den Pinsel mit Nagellack und streifen Sie ihn anschließend am Rand des Fläschchen ab. Sie benötigen nur einen kleinen Tropfen Lack.

Beginnen Sie am oberen Rand des Nagels und ziehen Sie den Pinsel bis an die Nagelspitze, so dass eine dünne, gleichmäßige Schicht entsteht. Vermeiden Sie dabei das Nagelhäutchen mit einzupinseln. Nun den Unterlack gut trocknen lassen. 

Den aufgefächerten Pinsel bis nah an die Nagelhaut schieben.

Den aufgefächerten Pinsel bis nah an die Nagelhaut schieben.

Dann den Pinsel an die Nagelspitze ziehen.

Dann den Pinsel an die Nagelspitze ziehen.

Schritt 3: Farblack auftragen

Beginnen Sie bei den größeren Nägeln mit einem Strich in der Mitte des Nagels. Setzen Sie den Pinsel im oberen Drittel des Nagels an. Geben Sie etwas Druck auf die Pinselspitze, so dass sie sich wie ein Fächer ausbreitet. Mit feinen Bewegungen schieben Sie den Pinsel bis kurz vor die Nagelhaut. Dann ziehen Sie den Pinsel herunter an die Nagelspitze. Genauso gehen Sie links und rechts vom mittigen Strich vor um den Nagel möglichst vollständig mit Farbe zu bedecken. Achten Sie dabei darauf, die Haut an den Rändern nicht zu berühren.

Ein letzter Strich in der Mitte glättet die Farbschicht. Ausrutscher mit dem Rosenholzstäbchen entfernen. Die erste Farbe anschließend gut trocknen lassen. Die Trockenzeit differiert von Lack zu Lack, daher auf die Herstellerangaben achten.

Für ein homogenes Farbbild ist es besonders bei intensiven Farben ratsam, eine zweite Schicht in derselben Art und Weise aufzutragen.

Wie beim Base Coat erst den oberen Teil lackieren.

Wie beim Base Coat erst den oberen Teil lackieren.

Bei breiten Nägeln mit einem mittleren Strich beginnen.

Bei breiten Nägeln mit einem mittleren Strich beginnen.

Schritt 4: Top Coat auftragen (Überlack)

Als Finish folgt der Top Coat, zu deutsch Überlack. Er schützt die Farbe und verleiht Ihren Nägeln einen tollen Glanz. Auf die trockene Farbschicht eine dünne Schicht Top Coat auftragen und aushärten lassen. Fertig ist Ihre Maniküre.

Der Top Coat gibt den Nägeln Glanz und Haltbarkeit.

Der Top Coat gibt den Nägeln Glanz und Haltbarkeit.

Nach dem Trocknen sind Ihre Nägel einsatzbereit.

Nach dem Trocknen sind Ihre Nägel einsatzbereit.

Ideen für ausergewöhnliche Nageldesigns

Zum Schluss noch ein paar Inspirationen für ein wenig Abwechslung auf Ihren Nägeln.

Mit einfachen Hilfsmitteln können Sie Ihr Nageldesign statt unifarben auch mit einem tollen Muster gestalten. Für zweifarbige Nägel, lackieren Sie den Nagel zuerst wie oben beschrieben mit einer Grundfarbe. Ist diese vollständig getrocknet, kleben Sie einen Streifen Tesafilm quer oder gerade über den Nagel. Die offene Seite nun mit einem Lack in einer anderen Farbe lackieren. Mit der selben Technik und zwei Klebestreifen können Sie auch asymmetrische Muster auf Ihre Nägel zeichnen. Anschließend den Lack trocknen lassen und mit Top Coat versiegeln.

Für Punkte statt Streifen verwenden Sie ein herkömmliches Pflaster als Schablone. Den gelochten Kleberand des Pflasters auf die trockene Grundfarbe des Nagels kleben und mit einer anderen Farbe darüber streichen. Die Farbe setzt sich in den Löchern ab. Nach dem Trocknen das Pflaster vorsichtig abziehen. Wieder alles mit einem Überlack versiegeln.

Für ein Streifenmuster kleben Sie den Nagel mit Klebestreifen ab.

Für ein Streifenmuster kleben Sie den Nagel mit Klebestreifen ab.

Punkte können Sie frei Hand oder mit Hilfe eines Pflasters lackieren.

Punkte können Sie frei Hand oder mit Hilfe eines Pflasters lackieren.

Nagelaufkleber oder glitzernde Steine auf einzelnen Nägeln sind ebenfalls ein Blickfang. Für eine Brautmaniküre eignen sich diese Helferlein zum Beispiel um den Ringfinger besonders hervorzuheben. Ebenfalls beliebt bei Hochzeiten ist die French-Maniküre. Auch dafür gibt es Aufkleber, die das Zeichnen der hellen Nagelspitze erleichtern.

Wer gerne zeichnet kann sich auch auf seinen Nägeln austoben. Für filigrane Zeichnungen sind die herkömmlichen Pinsel jedoch nicht geeignet. Mit einem speziellen Pinsel für Nail Art sind feine Linien jedoch kein Problem. Finden Sie gefallen an der Mikro-Kunst können Sie sich ein Nail Art Set für Einsteiger zulegen, das neben den Pinseln weiteres Zubehör enthält.

Was Sie beim Nägel lackieren beachten sollten:

Nagellackentferner mit oder ohne Aceton?

Die alte Farbschicht muss vor dem Lackieren gründlich entfernt werden. Acetonfreier Nagellackentferner, trocknet die Nägel nicht so stark aus und sollte bei spröden Nägeln zum Einsatz kommen. Acetonhaltiger Nagellackentferner hingegen eignet sich gut zum entfernen dunkler oder Glitzerlacke, da das Lösungsmittel stärker ist. Einfach und schnell anzuwenden sind fertige Reinigungspads oder Tücher die bereits mit Nagellackentferner getränkt sind.

 

Welchen Nagellack sollten Sie verwenden?

Vom klassischen Rot über angesagte Metalllacke bis hin zu Sets für einen natürlichen French Look, gibt es nichts was es nicht gibt. Die Platzhirsche unter den Herstellern sind neben einigen anderen bekannten Kosmetikfirmen die Marken Essie, Anny und Essence. Die Auswahl an Farben ist riesig, so dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Die Qual der Wahl liegt also bei Ihnen. Für spröde und rissige Nägel gibt es zum Beispiel von Essie pflegende Lacke oder Nagelöle zur Regeneration.

Auch für Nägel, denen sonst kein Lack standhält, gibt es Abhilfe. Gel Nagellack bzw. Shellac, der unter einer UV- oder LED-Lampe ausgehärtet wird, hält um die drei Wochen und kann für einen Farbwechsel einfach abgezogen werden. Mit einem Strip Lack Starter Kit holen Sie sich das Nagelstudio nach Hause.

Zu besonderen Anlässen wie zum Beispiel Hochzeiten oder Weihnachten bieten Nagelfolien eine Vielfalt an passenden Motiven und Mustern. Für dieses auffällige Nageldesign wird die Folie einfach auf den Nagel aufgeklebt, zurecht gefeilt und mit einem Überlack fixiert.

Verwenden sollten Sie in jedem Fall keinen alten Nagellack. Die Flüssigkeit kann zwar nicht verderben, jedoch zäh werden. Zieht der Nagellack Fäden, eignet er sich nicht mehr zum lackieren.

Macken am Rand gleich mit dem Rosenholzstäbchen ausbessern.

Macken am Rand gleich mit dem Rosenholzstäbchen ausbessern.

Wie kann man Fehler beim Lackieren vermeiden und korrigieren?

Geht mal etwas daneben, entfernen Sie die Farbe sofort mit dem Rosenholzstäbchen, dass Sie anschließend an einem bereit gelegten Kosmetiktuch abwischen.

Kleine Macken lassen sich mit dem Reparaturlack Londontown Kur Instant Smudge Fix ausbügeln. Er lässt Kratzer und Dellen einfach wieder verschwinden.

Beim Lackieren der Fußnägel, gehen Sie genau wie bei den Fingernägeln vor und verwenden zusätzlich Zehenspreitzer um zu vermeiden, dass die Zehennägel während dem Trocknen aneinander reiben. Zusätzlich können Sie mit einem Wattestäbchen Vaseline auf die Haut um den Nagel streichen. Dies verhindert das Verlaufen des Lacks.

Wann sollten Sie vom Nägel lackieren absehen?

Da viele herkömmliche Nagellacke den Weichmacher Triphenylphosphat (TPHP) sowie Formaldehyde und andere Lösungsmittel enthalten, ist es insbesondere wenn Sie schwanger sind, besser auf das Nägel lackieren zu verzichten. Auch Kinder, die häufig Ihre Hände in den Mund stecken, sollten nicht mit diesen Schadstoffen belastet werden. Möchten Sie trotzdem nicht auf das Lackieren verzichten, wählen Sie einen Bio-Nagellack. Viele Hersteller von Naturkosmetik bieten ein breites Sortiment an schadstoffarmen Farblacken und den passenden Pflegeprodukten an.

Wie trocknet Nagellack schneller?

Auf das Wedeln der Hände sollten Sie verzichten. Schneller trocknet der Lack wenn Sie ihn etwa eine Minute antrocknen lassen und Ihre Finger dann in eine Schüssel Eiswasser tunken. Den selben Effekt erzielen Sie übrigens, wenn Sie Ihre Hände ins Kühlfach legen. Auch mit dem Fön können Sie die Nägel trocken blasen. Hier jedoch unbedingt die Kaltluftstufe wählen. Für ganz eilige gibt es Schnelltrockner, der wie ein Überlack auf die Farbe aufgetragen wird.