Akku-Mäher & Hacke

Worauf man beim Rasenmähen achten sollte

Was Sie beim Rasenmähen beachten sollten

Umgefallener RasenmäherFür einen gepflegten Rasen kommen Hobbygärtner am regelmäßigen Rasenmähen nicht vorbei. Idealerweise wird der Rasenmäher bereits im Herbst auf die Winterpause vorbereitet und entsprechend gewartet, sodass zur neuen Gartensaison, wenn die Grünfläche allmählich aus der Winterruhe erwacht, die frühjährliche Motivation optimal genutzt werden kann.

Ein Rasenmäher arbeitet mit scharfen Klingen, welche die Grashalme auf die gewünschte Länge kürzen. So zählt der Rasenmäher neben der Kettensäge und dem Häcksler zu den gefährlichsten Gartengeräten, die häufig im Einsatz sind – entsprechend hoch ist das Unfallrisiko. Jährlich kommt es zu rund 7.000 Unfällen im Garten, die auf einen unsachgemäßen Gebrauch von maschinell betriebenen Rasenmähern zurückzuführen sind.

Wir erklären Ihnen, worauf Sie beim Umgang mit Rasenmähern achten müssen.

Gartengeräte als Gefahrenquelle

Der Garten grünt, der Rasen wächst – die Gartensaison beginnt. Das Werkeln im Garten ist für viele Hobbygärtner ein willkommener Ausgleich zum Alltagsstress. Hier kann man sich auf das Wesentliche konzentrieren und der Natur beim Gedeihen zuschauen.

Wer jedoch im heimischen Garten seine kreativen Ideen zur Gartengestaltung verwirklichen möchte, greift häufig auf eine Vielzahl elektrischer Gartengeräte zurück: Heckenscheren, Vertikutierer oder Motorsägen finden sich in jedem größeren Geräteschuppen.

Was viele Gartenfreunde jedoch unterschätzen, sind die Gefahrenquellen, die von diesen elektrotechnischen Geräten ausgehen können. Daher ist es besonders wichtig, dass Sie sich bereits vorab über einen sachgemäßen Gebrauch der Elektrogeräte in der mitgelieferten Betriebsanleitung informieren. Lassen Sie zudem gefährliche Geräte niemals unbeaufsichtigt liegen – kleine Kinder spielen gerne mit imposant wirkenden Dingen und können sich oder Beteiligte schnell verletzen.

 Elektrogeräte mit Prüfsiegel

Klingen eines Rasenmähers
Die Klingen sind auch im ausgeschalteten Zustand gefährlich. Achten Sie beim Kauf auf Prüfsiegel für eine gesteigerte Sicherheit.

Wer kein Risiko eingehen will, achtet beim Kauf von elektrischen Gartengeräten auf Sicherheit und Qualität. Da es in Deutschland noch keine Prüfpflicht gibt, ist eine unabhängige Sicherheitsprüfung umso dringender notwendig.

Achten Sie daher beispielsweise auf das unabhängige VDE-Zeichen. Im VDE-Institut werden jährlich rund 16.000 elektrotechnische Produkte in Sachen Verbraucherschutz geprüft und nur die Geräte, die den Test bestehen, dürfen im Anschluss das VDE-Prüfsiegel tragen.

Ein weiteres Sicherheitssiegel ist das GS-Zeichen, das für geprüfte Sicherheit steht. Die getesteten Produkte entsprechen den Anforderungen des Produktsicherheitsgesetzes und schützen den Benutzer bei bestimmungsgemäßer Verwendung vor Schäden an Leib und Leben.

Rasenmäher nach Standphase überprüfen

Rasenmäher im Schnee
Lagern Sie den Mäher idealerweise im Innenraum. Nach dem Winter wird das Gerät erneut überprüft.

Vor dem ersten Einsatz nach der Winterpause sollte der Rasenmäher auf mögliche Mängel oder Beschädigungen hin kontrolliert werden. Optimalerweise steht der Mäher über die kalten Monate in einem trockenen Raum, etwa dem Geräteschuppen oder einer geräumigen Garage. Hier sind die Metallklingen optimal vor Flugrost geschützt.

Ist eine solche Unterbringung nicht möglich, werden im Frühjahr die Klingen gereinigt und mit Polierwatte von Flugrost, falls vorhanden, befreit. Anschließend können die Klingen frisch geschärft werden. Erfahrene Hobbygärtner können dies selbstständig durchführen. Bedenken Sie, dass unwuchtige Messer das Kurbelwellenlager zerstören. Wenn Sie sich eine solche Arbeit nicht zutrauen, können Sie die Klingen alternativ in einem Fachmarkt von Profis bearbeiten lassen, um Materialschäden zu vermeiden.

Achtung: Die Klingen immer nur bei gezogenem Netzstecker oder nach dem Entfernen der Zündkerze reinigen.

Wenn Mäuse oder ähnliche Nager im Winter Zugang zum Schuppen oder zur Garage hatten, können Sie eventuell Fressspuren am Kabel finden. Überprüfen Sie daher bei einem Elektromäher zudem das Kabel auf starke Knicke oder offene Stellen. Ein beschädigtes Kabel muss unbedingt ausgewechselt werden. Ebenso sollten das Gehäuse und der Anlaufschutz intakt sein.

Vor- und Nachteile von Elektro- und Benzinrasenmähern

Rasenmäher in Flammen
Betanken Sie Ihren Benzinrasenmäher nur bei ausgeschaltetem Motor.

Generell gilt es bei den klassischen Rasenmähern zwischen Elektro- und Benzinrasenmähern zu unterscheiden. Beide Geräte haben sowohl Vor- als auch Nachteile, die sich auch auf den Sicherheitsaspekt auswirken können.

So ist es bei Benzinmähern besonders wichtig, dass Sie den Tank nur bei ausgeschaltetem Motor befüllen. Lagern Sie zudem das Benzin ausschließlich in unzerbrechlichen und zugelassenen Behältern an einem Ort, der stets gut belüftet ist. Außerdem darf Benzin nicht in Fluchtwegen aufbewahrt werden. Käme es doch einmal zu einem Brand, wären letzte Durchgänge nicht länger passierbar.

Tipp: Der Auspuff bei Geräten mit Benzinmotor sollte stets vom Anwender weg gerichtet sein, um Verbrennungen zu verhindern. Auch andere heiße Teile sollten vor Berührungen geschützt sein.

Elektromäher
Beim Elektromäher kann das Kabel zum Problem werden.

Bei Elektromähern kommt es zu einem anderen Problem: Das lange Kabel kann beim Mähen im Weg liegen. Hier müssen Sie darauf achten, dass das Kabel niemals überrollt wird. Führen Sie das Kabel stets mit einer Hand oder legen Sie es leicht über einen Unterarm, um einen Sicherheitsabstand zum Mäher einhalten zu können. Besonders beim Wenden des Mähers ist darauf zu achten, dass das Kabel auf dem Rückweg mit etwas Schwung aus dem Weg geräumt wird.

Zudem empfiehlt es sich, das Verlängerungskabel stets vollständig von der Kabelrolle abzurollen, da es sich ansonsten schnell überhitzt. Ein anschließendes Aufrollen schützt vor Kabelbruch und unschönen Knoten. Bedenken Sie, dass ein defektes Kabel ausgetauscht werden muss. Hier ist die Sicherheit nicht länger gewährleistet! Kontrollieren Sie daher das Kabel vor jedem Gebrauch auf Bruchstellen.

Achtung: Verwenden Sie bei regnerischem Wetter keinen elektrischen Rasenmäher.

Was Sie beim Umgang mit Rasenmähern beachten sollten

Fliegendes Gras
Auch Handmäher können kleine Steine hochschleudern. Bei Elektromähern schützt Sie das stabile Gehäuse bzw. der Fangkorb vor fliegenden Steinen.

Beim Rasenmähen gilt es besonders die Finger und Füße zu schützen. Daher wird empfohlen, niemals barfuß, sondern stets mit festem Schuhwerk die Mäharbeiten auszuführen. Zudem darf niemals rückwärts gemäht werden. Wenn Sie beim Rückwärtsgehen stürzen, könnten Sie mit den Füßen ungewollt unter den Mäher kommen und sich schwer verletzen. Wenden Sie am Ende einer gemähten Bahn und führen Sie den Mäher parallel zur vorherigen Strecke zurück.

Bevor Sie den Fangkorb abnehmen, um ihn anschließend zu leeren, sollte der Nachlauf des Schneidewerks abgeschlossen sein. Gerade ältere Modelle sind häufig nicht ausreichend sicher aufgebaut, sodass die Gefahr besteht, mit den Fingern in die rotierenden Klingen zu greifen.

Zudem darf niemals ein festsitzendes Grasbüschel bei laufendem Motor entfernt werden. Wird der Sicherheitsschaltbügel losgelassen, schaltet sich der Rasenmäher normalerweise innerhalb von drei Sekunden aus. Nach dem Ausschalten dauert es in der Regel fünf Sekunden, bis der Rasenmäher zum Stillstand kommt. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, ziehen Sie zudem noch den Netzstecker, bevor Sie an den Klingen arbeiten – sicher ist sicher!

Augen auf beim Rasenmähen

Hase im Gras
Achten Sie beim Mähen auch auf kleine Tiere, die sich im hohen Gras verstecken könnten.

Beim Rasenmähen kann man nicht zu vorsichtig sein. Räumen Sie vor den Mäharbeiten die gesamte Grünfläche frei. Häufig findet man im Gras noch Spielsachen aus dem Sandkasten der Kinder, Hundekauknochen oder kleine Bälle vom letzten Familiennachmittag. Auch ein Schirmständer oder mögliche Gartenstühle sollten bereits vorab weggeräumt werden, so erleichtern Sie sich das spätere Mähen und können in einem Schwung die gesamte Fläche bearbeiten.

Doch nicht nur vergleichsweise unwichtige Spielgeräte können sich im Gras verstecken. Wurde der Rasen lange Zeit nicht gemäht, könnten sich hier auch kleine Nagetiere, Igel oder ähnliche Tiere verstecken. Einige Tierarten flüchten bei Gefahr, andere verfallen in Totenstarre und werden somit schnell von Rasenmähern lebensgefährlich verletzt oder sogar getötet.

Dieses Problem ist besonders häufig auf großen Feldern zu beobachten. Vielerorts wird das Feld daher mittlerweile vor der Mähaktion mit einer Infrarotkamera abgesucht, die an einer fliegenden Drohne befestigt wird. So können Rehkitze und andere Wildtiere rechtzeitig gefunden und gerettet werden. Also: Augen auf beim Rasenmähen – auch im eigenen Garten!

Elektrorasenmäher im Test

Viele Hobbygärtner sind sich unschlüssig, welcher Rasenmäher für ihre Anforderungen die optimale Lösung darstellt. Für Gärten mit normalen Maßen empfehlen Experten Elektro- oder Benzinrasenmäher.

 

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