Spinnruten Vergleich 2019

Die besten Angeln fürs Spinnfischen im Vergleich.

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Kaufberatung zum Spinnruten Test bzw. Vergleich 2019

  • Eine Spinnrute wird zur Wurfangelei genutzt, bei der die Bewegungen von Beutefischen mit Kunstködern im Wasser imitiert werden. Zielfische sind dabei Raubfische wie Zander, Hecht oder Forelle.
  • Für diese sehr aktive Angel-Art ist es wichtig, dass die Spinnrute möglichst leicht, aber auch fest und sensibel ist. Je nachdem, welchen Fisch Sie angeln möchten, variiert außerdem das Wurfgewicht der Angelrute.
  • Bevorzugen Sie die Uferangelei in flachen Gewässern, sollten Sie eine längere Spinnrute verwenden, während kürzere Spinnruten für die Bootsangelei in tiefen Gewässern besonders geeignet sind.

Spinnrute Test

Wer heutzutage in Deutschland angelt, tut das nur selten, um damit Geld zu verdienen oder seine Familie zu ernähren. Vielmehr gilt das Angeln als durchaus beliebter Freizeitsport: Im Jahr 2016 gaben über 1 Million Personen in der deutschsprachigen Bevölkerung an, häufig Fischen zu gehen (Quelle: IfD Allensbach). Gleichzeitig verzeichnet der Deutsche Angelfischerverband (DAFV) derzeit rund 620.000 Mitglieder.

Das Angeln steht dabei für mehr als Fischfang: Ruhe, Naturverbundenheit, Alltagsflucht, Sport – so facettenreich die Beweggründe, so vielfältig sind auch die Möglichkeiten bezüglich Einsatzort, Technik und Equipment. In unserem Spinnruten-Vergleich 2019 erklären wir, worauf Sie beim Kauf dieses Angelruten-Typs achten sollten. Entscheidend sind nämlich nicht nur Material und Länge, sondern vor allem auch das Spinnruten-Wurfgewicht.

1. Was ist das Besondere an einer Spinnrute?

Raubfisch oder Friedfisch?

Raubfische ernähren sich von anderen (schnellen) Wassertieren, z. B. Fischen oder Krabben. Im Gegensatz dazu nehmen sog. Friedfische vor allem pflanzliche Nahrung oder Plankton zu sich.

Zu den Süßwasser-Raubfischen zählen beispielsweise Hechte, Forellen, Zander oder Welse; Meeres-Raubfische sind z. B. Makrelen, Thunfische oder Haie.

Das Angeln mit einer Spinnrute bzw. Spinningrute, auch Wurfangelei genannt, zählt in Deutschland zu den beliebtesten Angel-Arten im Süß- und Salzwasser – sowohl in stehenden als auch in fließenden Gewässern. Beim Spinnfischen werden Raubfische geangelt, indem mit Kunstködern die Bewegungen von Beutefischen nachgeahmt werden. Dafür wird die Angelschnur immer wieder ausgeworfen und eingeholt, der Köder also ständig durch das Wasser gezogen, um so den Fisch zum Anbeißen anzuregen.

Da es sich also hierbei um eine sehr aktive Art des Angelns handelt, bei der Sie nicht stundenlang bewegungslos am Uferrand ausharren, muss eine Spinnrute bestimmte Eigenschaften erfüllen.

Zunächst sollte eine Spinningrute ein möglichst geringes Gewicht aufweisen, da Sie diese beim Fischen durchgehend in der Hand halten müssen. Außerdem muss die Rute größeren Belastungen, die durch das wiederholte Auswerfen und Einholen im Dauereinsatz entstehen, ohne Probleme standhalten können.

Wurfangelei Zielfisch Hecht angeln mit Rute
Von Hecht bis Zander: Mit der Spinnrute fangen Sie Raubfische verschiedener Gattungen.

Der Ruten-Stiel, auch Blank oder Rutenrohling genannt, benötigt hierzu eine besonders hohe Stabilität. Spinnruten sind also nicht nur besonders leicht, sondern auch sehr hart und gut ausbalanciert. Wichtig ist außerdem ein möglichst guter Kontakt zum Köder, d.h. Sie benötigen eine sichere Köderführung, die dafür sorgt, dass Sie das Anbeißen eines Zielfisches schnell und präzise wahrnehmen. Eine harte und sensible Rute sorgt also dafür, dass alle Bewegungen bis ins Handteil übertragen werden, Sie den Biss des Fisches direkt spüren und darauf reagieren können.

Spinnruten sind auch für Anfänger gut geeignet: Mit einer steifen Spinningrute können Sie das präzise Auswerfen besonders gut üben.

2. Kaufberatung für Spinnruten: Der Einsatzort bestimmt die Länge und somit den Aktionsradius

Möchten Sie eine Angel der Kategorie Spinnrute kaufen, gibt es einige Kriterien, die Sie beachten sollten. Je nach Einsatzort und Zielfisch müssen Sie über die Länge und  das passende Wurfgewicht entscheiden. Wählen Sie Ihren persönlichen Spinnruten-Testsieger deshalb am besten anhand der folgenden Kriterien:

2.1. Rutenlänge & Transportlänge

leichte Spinnrute für Uferangelei
Eine lange Spinnrute eignet sich für die Uferangelei in flachen Gewässern.

Die passende Länge der Rute sollten Sie danach auswählen, wo und in welchen Gewässern Sie angeln möchten.

Generell gilt: Fischen Sie bevorzugt in flachen Gewässern vom Ufer aus, empfehlen wir eine längere Spinnrute, da Sie die Distanz benötigen, um mehr Wasserfläche abdecken zu können. Das weite Auswerfen, aber auch z. B. das Überbrücken von Hindernissen im Wasser ist mit längerer Spitze einfacher.

Für die Bootsangelei in tiefen Gewässern, z. B. auf offenem Meer, ist hingegen eine kürzere Spinnrute günstig, schließlich wird in direkter Umgebung des Bootes gefischt. Außerdem hat eine kürzere Rutenspitze ein geringeres Gewicht und eine geringere Kopflastigkeit.

Meist beträgt die Länge zwischen 160 und 350 cm, wobei die besten Spinnruten in unserem Vergleich im Bereich 210 bis 300 cm liegen. Zum Bootsangeln eignet sich demnach eine Rutenlänge von maximal 240 cm, weite Würfe meistern Sie hingegen auch schon mit einer Spinnrute ab etwa 270 cm.

Spinnruten werden sowohl in der Kategorie Steckrute als auch in der Variante Teleskoprute angeboten. Die beiden Bauarten unterscheiden sich in ihrer Belastbarkeit, Pflege, Bauweise und letztlich auch der Transportlänge.

rutenrohling leichte spinnrute
Eine Spinnrute aus 6 Einzelteilen ist besonders leicht zu transportieren.

Eine Steckrute besteht meist aus zwei oder drei einzelnen Segmenten, die vor Gebrauch zusammengeführt werden. Sie sind besonders robust und deshalb auch für das Spinnfischen gut geeignet.

Teleskopruten bestehen aus einem Stück; sie können schnell ausgefahren werden und sind schnell einsatzbereit, dafür jedoch weniger belastbar. Eine Teleskoprute ist besonders kompakt, da diese ineinander geschoben wird und somit platzsparend im Rucksack oder Koffer untergebracht werden kann. Mit Transportlängen von beispielsweise 40 oder 50 cm sind sie ideale Reiseruten. Steckruten erfordern also insgesamt etwas mehr Platz beim Transport, meist zwischen 90 und 140 cm Länge.

2.2. Material & Aktion

In der Regel werden Spinningruten,genauer gesagt der Blank der Rute, aus Carbon (Kohlefaser) oder Glasfaser gefertigt. Carbon-Ruten sind besonders steif und sorgen für eine sehr präzise Rutenführung. Spinnruten aus Glasfaser sind hingegen sehr elastisch und bruchsicher. Sie ermöglichen ein gutes Handling mit viel Drill und Schwung, sind allerdings meist etwas schwerer als Blanks aus Kohlefaser.

Die folgende Tabelle veranschaulicht die Vor- und Nachteile von Spinnruten aus Kohlenstofffasern (Carbon) und Glasfasern:

Spinnrute aus Carbon Spinnrute aus Glasfaser
Spinnrute aus Carbon Spinnrute aus Glasfaser
sehr fest & steif – hält Dauerbelastung gut stand
besonders leicht
hohe Wurfweite & präzise Rutenführung
hohe Elastizität & Flexibilität
sehr bruchsicher
einfaches Handling
vergleichsweise teuer
geringere Flexibilität
schwerer als Carbon
geringere Festigkeit
Glas-Carbon-Gemische: Beide Materialien werden bei der Herstellung oftmals auch kombiniert. Ein geringer Glasfaser-Anteil bei Carbon-Ruten steigert die Elastizität, während die Verstärkung von Glasfaser-Ruten mit Kohlefaser die Belastbarkeit erhöht.
Aktion der Rute beim Angeln
Die Grafik zeigt die drei typischen Aktionen einer Angelrute.

Das verwendete Material und die Verarbeitung haben letztlich auch eine direkt Auswirkung auf die Aktion. Darunter versteht man allgemein das Biegeverhalten der Rute bzw. des Blanks unter Einwirkung einer Last.

Verschiedene Spinnruten-Tests zeigen: Diese spezielle Art von Angelruten besitzen meist eine sog. Spitzenaktion. Dabei biegt sich lediglich der vordere Teil der Rute, also der Spitzenbereich im oberen Drittel, nach vorne, während der Rest des Blanks ein "steifes Rückgrat" besitzt, sich also nicht verformt. Daneben gibt es die mittelsteife Aktion sowie die durchgehende Aktion, bei denen sich die Rute deutlich stärker verbiegt.

Diese Spitzenaktion ist zudem besonders schnell, was wiederum dabei hilft, den Zielfisch sicher und präzise einholen zu können. Blanks mit Spitzenaktion ermöglichen Ihnen außerdem besonders weite Würfe.

Aufgepasst! Verwenden Sie eine zu weiche Rute zum Spinnfischen, steigt die Gefahr, dass Ihnen der Fisch nach dem ersten Bisskontakt wieder entwischt. In Anglerkreisen spricht man in diesem Zusammenhang von sogenannten Aussteigern.

Rutenrohling und Angelzubehör

2.3. Wurfgewicht

Das Wurfgewicht gibt die maximale Belastung beim Wurf in Gramm an. Angelruten können anhand Ihres Wurfgewichts (WG) in 5 Gewichtsklassen eingeordnet werden:

  • 1 - 10 g: ultraleicht (z. B. Stipprute)
  • 5 - 30 g: leicht (z. B. Stipprute)
  • 30 - 60 g: mittel (z. B. Spinnrute)
  • 50 - 120 g: schwer (z. B. Spinnrute)
  • 100 - 250 g: ultraschwer (z. B. Hochseerute)
Nachhaltiges Fischen

Damit sich bestimmte Fischbestände regelmäßig erholen können, werden auf Grundlage der EU-Kommission jedes Jahr bestimmte Fangmengen zugelassen.

Laut der Stiftung Warentest darf 2017 beispielsweise deutlich weniger Dorsch gefangen werden, dafür mehr Hering und Makrele.

Spinnruten haben meist ein leichtes bis schweres Wurfgewicht, oft im Bereich von 15 bis 80 g. Während beim Spinnangeln in kleineren Bächen Ruten mit geringem Wurfgewicht zu bevorzugen sind, kann z. B. zum Zanderfischen das Wurfgewicht bis zu 80 g betragen.

Je nachdem, welche Fischarten Sie fangen möchten, variiert nicht nur der Köder sondern auch das Wurfgewicht der Spinnrute. Als Orientierung kann Ihnen folgende Richtlinie dienen:

  • Spinnrute für Forellen in kleinen Bächen: 10 - 15 g
  • Spinnrute für Hechte in größeren Flüssen: 30 - 60 g
  • Spinnrute für Dorsche am Meeresboden: ca. 100 g

Tipp: Das optimale Wurfgewicht, mit dem Sie die größten Weiten erreichen, ermitteln Sie, indem sie vom angegebenen Maximalwert 20 % abziehen. Liegt das maximale WG beispielsweise bei 60 g, bedeutet dies: 60 g - 20 % = 48 g (optimales Wurfgewicht).

3. Wichtige Hersteller und Marken von Spinnruten

Spinnfischen Angelzubehör Angelrolle und Köder
Zum Spinnfischen benötigen Sie auch Angelrolle, Schnur und Köder.

Spinnruten gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen und Preisklassen. Besonders gute Spinnruten werden beispielsweise von Dream Tackle oder Abu Garcia vertrieben, können jedoch bis zu 300 Euro kosten. Diese Investition lohnt sich somit eher für Angel-Profis, die regelmäßig zum Fischen gehen und bereits über eine sehr gute Technik der Köderführung beim Spinnfischen verfügen.

Etwas preiswerter und sehr beliebt auch bei Anfängern sind Spinnruten von Jenzi, Sportex, Balzer oder Shimano; hier sollten Sie je nach Modell mit etwa 30 bis 100 Euro rechnen.

Weitere bekannte Marken, die in jedem guten Spinnruten-Test Erwähnung finden, sind:

  • SPRO
  • Daiwa
  • Mitchell
  • Plusinno
  • iLure
  • KastKing
  • Cormoran
  • DAM
  • Lixada
  • Hearty Rise
  • Jackson
  • Fox Rage
  • Gamakatsu
  • Kinetic
  • Greys

Viele der genannten Hersteller bieten auch weiteres Angelzubehör an, z. B. Köder, Angelrollen, Netze, Bissanzeiger oder Fischfinder. Falls Sie Ihre Angelausrüstung noch weiter komplettieren möchten, empfehlen wir außerdem einen Blick in unseren Bissanzeiger-Vergleich sowie unseren Vergleich von Angelstühlen.

 

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