Kaufberatung zum Standventilator Test bzw. Vergleich 2019

  • Standventilatoren sind eine kostengünstige Alternative zu fest installierten Klimageräten. Leistungsstarke Modelle sorgen Tag und Nacht für Abkühlung.
  • Wer auf der Suche nach einem Ventilator fürs Schlafzimmer ist, der sollte sich vorab über die Geräuschentwicklung seines Favoriten informieren. Bei leisen Ventilatoren liegt die Lautstärke bei etwa 45 dB. Einige Modelle verfügen über einen besonders leisen Nachtmodus.
  • Sparfüchsen raten wir dazu, einen Ventilator zu kaufen, der eine Timer-Funktion aufweist. Mithilfe eines Timers können Sie Ihr Gerät so programmieren, dass es sich nach einer bestimmten Zeit automatisch abschaltet.

Standventilator Test
Sommer, Sonne, Sonnenschein – die meisten Deutschen freuen sich, wenn ihre Lieblingsjahreszeit vor der Tür steht. Wenn wir “Sommer” hören, denken wir an gebräunte Haut, lange Grillabende und Wochenenden am Badesee. Was häufig verdrängt wird: schwüle Luft, verschwitzte Kleidung und schlaflose Nächte. Doch sollte die Angst vor der Hitze unsere Vorfreude auf die schönste Zeit im Jahr trüben? Wohl kaum!

Für Tage, an denen es im geschlossenen Raum kaum auszuhalten ist, gibt es schließlich Ventilatoren, die schnell Abhilfe schaffen. Aber: Nicht jeder Lüfter ist für jeden Einsatz geeignet. Reichen für die Belüftung des Arbeitsplatzes häufig kleinere Tischventilatoren aus, so sollten Sie sich für eine frische Brise im Wohn- oder Schlafzimmer nach einem größeren Gerät umsehen.

In der Kaufberatung zu unserem Standventilator-Vergleich 2019 erfahren Sie, worauf es beim Kauf eines Raumlüfters ankommt – außerdem erklären wir Ihnen, wie ein Ventilator überhaupt kühlt und geben Ihnen nützliche Tipps und Tricks rund ums Thema Stromsparen mit auf den Weg.

1. Wie kühlt ein Standventilator?

Die beliebtesten Erfrischungen

Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa erfrischen sich die Deutschen im Sommer am liebsten, indem sie unter die (kalte) Dusche hüpfen (43 Prozent). Platz 2 und 3 der beliebtesten Erfrischungen belegen kühle Getränke (26 Prozent) und Salat (12 Prozent)! Der Ventilator schafft es mit 8 Prozent immerhin auf den vierten Platz.

Ein Ventilator verschafft Abkühlung – das weiß jedes Kind. Dass die Luft, die er verströmt, aber gar nicht kälter ist als die Umgebungsluft, dürfte vielen neu sein. Ein einfaches Experiment mit einer Wärmebild-Kamera zeigt: Ventilatoren kühlen den Raum überhaupt nicht ab.

Warum aber fühlt sich die bewegte Luft für uns kälter an, sobald der Propeller beginnt, sich zu drehen? Die Erklärung ist recht einfach: In einer ruhigen, windstillen Umgebung bildet sich um heiße Gegenstände eine warme Luftschicht, die wärmer ist als die Umgebungsluft. Diese “Grenzschicht” kann man im Sommer hin und wieder beobachten, wenn über heißem Asphalt ein “Luftflimmern” liegt.

Honeywell ventilator
Ventilatoren verstärken unseren natürlichen Kühlmechanismus.

Auch wir Menschen geben Wärme ab und sind von einer solchen “Grenzschicht” umgeben, die wie eine Isolierung wirkt und eine Abkühlung auf Zimmertemperatur verhindert. Der Ventilator bläst diese warme Luftschicht weg – unser Körper kann sich so schneller abkühlen. Gleichzeitig wirkt ein weiterer Effekt: Durch die Luftzufuhr verdampft unser Schweiß schneller. Die Verdunstungskälte führt zusätzlich dazu, dass unser Körper schneller abkühlt. Der Ventilator verstärkt also unseren natürlichen Kühlmechanismus.

2. Welche Ventilator-Typen gibt es?

Damit Sie sichergehen können, dass ein Standventilator tatsächlich das richtige Gerät für Ihren Einsatzzweck ist, stellen wir Ihnen im Folgenden die verschiedenen Ventilator-Arten vor und erläutern Ihnen, wann Sie sich für welches Modell entscheiden sollten:

Kategorie Anwendungsbereich
Tischventilator
Standgebläse
  • kann sowohl auf dem Boden als auch auf einem Tisch oder einem anderen Möbelstück platziert werden
  • in unterschiedlichen Größen und Ausführungen erhältlich
  • besonders leicht zu transportieren
  • sicherer Stand
  • verfügt in der Regel über min. zwei Geschwindigkeitsstufen
  • auch als USB-Tischventilator erhältlich – USB-Port eines PCs oder Laptops als Stromquelle; ideal für den Arbeitsplatz
StandventilatorRowenta Standventilator
  • gute Alternative zur preisintensiveren Klimaanlage
  • lässt sich überall im Raum aufstellen
  • in unterschiedlichen Ausführungen und Designs erhältlich, z.B. auch als Turmventilator
  • in der Regel effektiver als kleinere Tischventilatoren – auch für größere Räumlichkeiten geeignet
  • optimale Belüftung des ganzen Raums durch zumeist vorhandene Schwenkfunktion
DeckenventilatorDeckenventilator
  • möglichst mittig unter der Zimmerdecke montiert für gute Luftzirkulation
  • großer Vorteil: platzsparend und unauffällig
  • Bedienung häufig über Fernbedienung oder separaten Wandschalter
  • Nachteil: aufwändige Montage
Handventilatorhandventilator
  • mit Batterien betrieben
  • bequem in der Hand zu halten, leicht verstaubar – gut geeignet für unterwegs
  • auch als Sprühventilator mit kleinem Wassertank erhältlich
  • keine echte Alternative zu einem Tisch-, Stand- oder Deckenventilator – zu wenig Leistung

3. Kaufkriterien für Standventilatoren: Darauf müssen Sie achten!

3.1. Ausstattung und Funktionen

Wenn Sie einen Standventilator kaufen möchten, sollten Sie sich zunächst überlegen, welche Funktionen dieser aufweisen sollte, um Ihren Ansprüchen gerecht zu werden. Die wichtigsten Eigenschaften haben wir für Sie im Folgenden zusammengefasst.

Standlüfter
Hochwertige Ventilatoren verfügen über mehrere Geschwindigkeitsstufen.
  • Geschwindigkeitsstufen: Die meisten Standventilatoren verfügen über mehrere Geschwindigkeitsstufen – so können Sie die Luftzufuhr je nach Bedarf anpassen. Auch ein günstiger Standventilator sollte mindestens zwei Stufen aufweisen. Vereinzelt werden Sie auch Modelle finden, die mit einem “Nature-Modus” oder einer “Breeze-Funktion” aufwarten: Hier wird die Stärke der Luftzufuhr permanent leicht variiert, um eine erfrischende Brise zu simulieren.
  • Schwenkfunktion (Oszillation): Bei einem Ventilator, der oszillierend ist, bewegt sich der Kopf automatisch von rechts nach links – je nach Ausführung liegt der Schwenkwinkel bei 90 bis 180°. Dank der Schwenkfunktion wird die Luft schneller und effektiver in Bewegung gesetzt und der Luftstrom wird angenehm im Raum verteilt. In der Regel lässt sich die Schwenkfunktion je nach Wunsch ein- oder ausschalten.
oszillierender Ventilator
Dank eines verstellbaren Neigungswinkels können Sie den Luftstrom der Windmaschine je nach Wunsch nach oben oder unten steuern.
  • Verstellbarer Neigungswinkel und Höhenverstellbarkeit: Hin und wieder lässt sich der Kopf eines Standventilators auch nach oben oder unten neigen – je nachdem, wie Sie den Luftstrom steuern möchten. Einige Modelle sind zudem höhenverstellbar.
  • Timer: Viele Standlüfter verfügen über eine Timer-Funktion – sie lassen sich also so programmieren, dass sie sich nach einer bestimmten Zeit automatisch abschalten. So sparen Sie Strom und müssen sich z.B. nachts keine Gedanken darüber machen, ob das Gerät noch läuft oder nicht.
  • Fernbedienung: Ein Standventilator mit Fernbedienung lässt sich auch vom Sofa aus bequem ein-, aus- oder umstellen.

3.2. Leistung und Luftumwälzung

Leise Ventilatoren
Prinzipiell gilt: Je höher die Leistung, desto stärker der Luftstrom. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Die Leistung – also der Energieumsatz pro Zeitspanne – wird in Watt angegeben. Die maximale Leistung eines Standventilators liegt in der Regel zwischen 45 und 70 Watt. Prinzipiell gilt: Je höher die Leistung, desto kraftvoller der Luftstrom. Es kommt aber auch auf andere Faktoren an: etwa darauf, wie groß die Rotorblätter sind und wie viele Umdrehungen das Gerät pro Minute erzielen kann.

Standventilator-Tests zeigen, dass ein Modell mit einer hohen Anzahl an Rotorblättern, einer großen Spannweite und einem relativ schwachen Motor den gleichen Zug erzeugen kann wie ein Ventilator mit einer geringen Anzahl kleinerer Blätter und einem vergleichsweise starken Motor.

Bedenken Sie auch, dass mit einer höheren Leistung die Stromkosten steigen. Ein Beispiel: Im Jahr 2016 lag der durchschnittliche Strompreis pro kWh bei ca. 28,7 Cent. Wenn Sie einen Ventilator mit einer Leistung von 60 Watt für 24 Stunden laufen lassen, liegt der Stromverbrauch bei 1,44 kWh. Sie müssten folglich mit Kosten in Höhe von rund 41,3 Cent rechnen. Unter den gleichen Bedingungen lägen die Stromkosten für einen Ventilator mit einer Leistung von 45 Watt bei etwa 31 Cent.

Achtung: Bei den Angaben zur Leistung (in Watt) handelt es sich für gewöhnlich um Maximalwerte – also um die Leistung, die das Gerät erzielt, wenn es in der höchsten Geschwindigkeitsstufe läuft. Die meisten Modelle verfügen aber über mehrere Geschwindigkeitsstufen, sodass der Verbrauch auf einer niedrigeren Stufe geringer ist.

Die Luftumwälzung gibt an, wie viele Kubikmeter Luft pro Stunde umgeschichtet werden können. Bei besonders hochwertigen Standventilatoren liegt der Wert mitunter bei etwa 2.000 m³/h – häufig sogar darüber. Im Vergleich: Ein einfacher Tischventilator erreicht etwa 600 m³/h, ein kleiner USB-Ventilator nicht mehr als 200 bis 300 m³/h.

3.3. Geräuschentwicklung

Ventilator Lautstärke
Die Geräuschentwicklung variiert je nach Geschwindigkeitsstufe.

Die Geräuschentwicklung wird in Dezibel (dB) angegeben. Wie laut bzw. leise Ihr Standventilator ist, hängt in der Regel auch davon ab, in welcher Geschwindigkeitsstufe Sie ihn in Betrieb nehmen. Es gilt: Je höher die Geschwindigkeit, desto lauter wird Ihr Gerät. 

Ein gewisser Geräuschpegel lässt sich nie vermeiden. Einige Standlüfter sind aber leiser als andere. Die Werte liegen meist zwischen 50 und 70 dB. Wer auf der Suche nach einem Standventilator fürs Büro oder fürs Schlafzimmer ist, sollte darauf achten, dass das Gerät vergleichsweise geräuscharm ist. Vereinzelt finden Sie auch Modelle mit sogenannter “Nacht-Funktion”, die auf Knopfdruck besonders leise laufen.

Damit Sie eine Vorstellung von der Geräuschentwicklung bekommen:

  • 30 bis 40 dB kommen dem Geräusch von Flüstern gleich,
  • 55 dB sind etwa so laut wie ein Gespräch in normaler Lautstärke.
  • 70 dB entsprechen in etwa der Lautstärke eines Fernsehers oder Rasenmähers.

3.4. Design

Das Design des Ventilators scheint zunächst nebensächlich. Wer aber auf der Suche nach einem Standgebläse ist, das auch optisch etwas hermacht, der muss heutzutage nicht mehr allzu lange suchen. Längst gibt es moderne Ventilatoren mit Standfuß in Chrom- oder Edelstahl-Optik.

Auch farblich ist für jeden Geschmack etwas dabei. Neben klassischen Farben wie Schwarz, Silber oder Weiß finden Sie immer häufiger auch Modelle, die in knalligem Grün oder edlem Rot erstrahlen. So können Sie Ihren neuen Standventilator genau auf Ihre Inneneinrichtung abstimmen.

Standventilator Metall

4. Fragen und Antworten rund um das Thema Standventilator

4.1. Hat die Stiftung Warentest einen Standventilator-Test gemacht?

Klimagerät
Statt Standventilatoren hat die Stiftung Warentest Klimageräte getestet.

Leider hat die Stiftung Warentest noch keine Standventilatoren getestet – deswegen können wir Ihnen an dieser Stelle auch keinen Standventilator-Testsieger präsentieren.

Im test 07/2014 können Sie aber nachlesen, welche Klimageräte das Prüfinstitut als besonders geeignet betrachtet. Eins vorab: Festinstallierte Klimaanlagen schnitten besser ab als einteilige Monoblockgeräte. Für weitere Informationen rund ums Thema legen wir Ihnen auch unseren Mobile-Klimageräte-Vergleich ans Herz.

4.2. Wie viel Strom verbraucht ein Standventilator?

Wie bereits erwähnt, hängt der Stromverbrauch Ihres Standventilators von dessen Leistung (in Watt) ab. Um den Gesamtverbrauch zu berechnen, muss der Wert in Kilowattstunden (kWh) umgewandelt werden:

Standventilator Timer
Wer Strom sparen möchte, sollte sich nach einem Standventilator mit Timer-Funktion umsehen.
  • Multiplizieren Sie die Wattzahl mit den gelaufenen Stunden pro Tag: Nehmen wir an, Ihr Ventilator ist mit einer Wattzahl von 50 Watt ausgezeichnet und läuft im Schnitt vier Stunden am Tag. Die täglichen Wattstunden entsprechen dann (50 Watt) x (4 Stunden/Tag) = 200 Wattstunden/Tag
  • Dividieren Sie das Ergebnis durch Tausend: Ein Kilowatt entspricht 1.000 Watt. Um die Wattstunden in Kilowattstunden umzuwandeln, rechnen Sie also (200 Wattstunden/Tag) : (1.000 Watt) = 0,20 Kilowattstunden/Tag
  • Multiplizieren Sie den Wert mit den Kosten für eine Kilowattstunde: Wenn der Strom 28,7 Cent/Kilowattstunde kostet, beträgt der Preis für den Betrieb des Ventilators pro Tag in diesem Beispiel also (28,7 Cent/Kilowattstunde) x (0,20 Kilowattstunden/Tag) = 5,74 Cent/Tag

Achtung: Vergessen Sie nicht, dass die Schätzung in der Regel auf dem Maximalverbrauch des Standventilators beruht. In Wirklichkeit werden Sie also etwas weniger bezahlen müssen.

4.3. Wie lange darf ein Ventilator laufen?

Diese Frage lässt sich so pauschal nicht beantworten. Um eine konkrete Angabe zu finden, sollten Sie einen Blick in die Bedienungsanleitung Ihres jeweiligen Geräts werfen. Bisher gibt es keine fundierten wissenschaftlichen Belege dafür, dass der Betrieb eines Ventilators über einen längeren Zeitraum hinweg gesundheitsschädigende Folgen hat.

4.4. Welche Marken und Hersteller sollte man kennen?

Zu den beliebtesten Modellen auf dem Markt zählen vor allem Honeywell-Ventilatoren – diese sind im Schnitt aber auch etwas teurer.  Zur Premiumklasse gehört zweifelsohne der “Air Multiplier” des Herstellers Dyson, der derzeit als bester Standventilator auf dem Markt gehandelt wird. Dieses Gerät ohne Rotorblätter besticht vor allem durch sein futuristisches Design und seine stufenlos verstellbare Geschwindigkeit.

Weitere wichtige Hersteller sind:

  • AEG
  • Rowenta
  • Klarstein
  • Salco
  • Fakir
  • Bionaire
  • Clatronic
  • Bomann
  • Tristar
  • Duracraft