Dämmen & Dichten

Wärmedämmung von außen: In 4 Schritten Dämmplatten kleben

Haus dämmen

Wollen Sie Ihre Dämmplatten verkleben ist dies ein umfangreiches Vorhaben. Wie umrangreich das Dämmplatten außen kleben wird, entscheidet oft der Untergrund. Bei unebenen Flächen, oft beim Altbau zu sehen, muss zusätzlich zum Kleben gedübelt werden. Wir von heimwerker.de geben Ihnen im folgenden eine Anleitung, wie das Dübeln der Dämmplatten zum Kleben besonders einfach vonstatten geht. Außerdem geben wir Ihnen wertvolle Tipps zum Kleber zum Dämmen sowie zu den Dämmstoffen.

1. Dämmplatten verkleben: Wärmedämmverbundsystem im Schema

Sanieren Sie das erste Mal? Zu Ihrer Rechten sehen Sie ein Wärmedämmverbundsystem inklusive Beschriftung. Dieser Text befasst sich mit den Schritten 3 bis 7.

  • 1 – Eckschutzschiene
  • 2 – Sockelprofil
  • 3 – Klebemörtel oder Fertigkleber
  • 4 – Dämmplatte 60 oder 80 mm
  • 5 – Tellerdübel
  • 6 – Klebemörtel
  • 7 – Gewebe
  • 8 – Klebemörtel
  • 9 – Grundierfarbe weiß
  • 10 – Endbeschichtung mit Roll- oder Reibeputz

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2. Dämmplatten außen kleben: Eine Anleitung von heimwerker.de

Oft bestehen Zweifel, ob sich eine alte Fassade für das Verkleben von Dämmplatten eignet. Dann heißt es dübeln, zum Beispiel mit dem Verbunddübel Sto-Optifix.

Dieser Dübel sitzt unter der Dämmplatte, erleichtert deren Verklebung auf kritischen Untergründen und erspart so aufwändige Vorarbeiten.

Wärmedämm-Verbundsysteme auf nicht ausreichend tragfähigen Untergründen sind grundsätzlich zu verdübeln – nach dem bisherigen Stand der Technik durch die Dämmschicht.

Sto-Optifix stellt diese Praxis auf den Kopf: Jetzt werden die Dübel zuerst gesetzt und danach die Dämmplatten verklebt. Dabei bildet der Dübelteller einen stoffschlüssigen Ankerpunkt für die Verklebung, d. h. Dübelteller und Platten gehen eine nicht lösbare Verbindung ein. Zunächst wird Klebemörtel auf den Teller und danach auf die Dämmplatte aufgebracht. Die Dämmplatte wird also über den Dübel direkt mit dem Untergrund verbunden.

mann hält dämmplatte mit kleber
Gemäß einem festen Raster setzt man die Bohrungen und schlägt Sto-Optifix direkt in das Mauerwerk ein. Egal wie dick die Dämmung darüber, der Dübel ist stets der gleiche. Arbeiten Sie sich Schritt für Schritt voran. Auf den Dübelteller wird Klebemörtel aufgetragen, so entsteht später eine stoffschlüssige Verbindung zur Dämmplatte. Dämmplatte mit Klebemörtel im Punkt-Rand-Verfahren versehen, einbauen, andrücken, fertig. Die Nachverdübelung entfällt.

Fotos: Sto AG

Der Verbunddübel Sto-Optifix wird in den nicht tragfähigen Untergrund geschlagen und erleichtert das Verkleben der Dämmplatten.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Weil der Verbunddübel unter der Dämmschicht liegt, ist das Risiko von Wärmebrücken oder optisch unschönen Dübelabzeichnungen dauerhaft gebannt. Sto-Optifix vereinfacht zudem die Lagerhaltung, weil seine Länge nicht mehr von der Dämmstoffdicke abhängt – so passt ein Dübel für alle Fälle.

Doch viel interessanter ist, dass Sto-Optifix zeitintensive Untergrundvorbereitungen überflüssig macht. Kleben und dübeln geht nun Hand in Hand, die Wartezeit zwischen Verklebung und Verdübelung der Dämmplatten entfällt komplett.

Dies alles steigert die Wertschöpfung enorm. Und: Ab Dämmstärken von etwa 120 Millimetern ist eine Befestigung mit Sto-Optifix sogar preiswerter als konventionelle Dübel. So wird die energetische Sanierung des Altbaubestandes für Bauherren und Verarbeiter wirtschaftlich noch interessanter – und auch langlebiger.

3. Häufige Fragen und Antworten zum Thema Dämmplatten kleben

3.1. Dämmplatten kleben: Welcher Kleber für Dämmplatten?

Zum Dämmplatten kleben wird Klebemörtel bzw. Armierungsmörtel verwendet. Dieser muss auf den entsprechenden Untergrund abgestimmt sein, damit er gut haftet und aushärten kann. Als Alternative können Sie Ihre Dämmplatten auch mit PU-Schaum kleben.

Der Vorteil beim Dämmplatten kleben mit Schaum besteht darin, dass dieser innerhalb weniger Stunden aushärtet. Im Vergleich: Bei Klebemörtel müssen Sie sich mehrere Tage gedulden. Zudem hat qualitativer PU-Schaum sehr gute Dämmwerte und wirkt daher fast wie eine zweite Dämmschicht.

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Doch hat diese Methode auch Nachteile: Für Laien bei der Haussanierung können die expandierenden Fähigkeiten des Schaums zum Verhängnis werden. Häufiges Nachjustieren ist Pflicht. Zudem eignet sich der Schaum weniger, wenn der Untergrund viele Unebenheiten vorzuweisen hat. Dieser kann der Schaum nicht ausgleichen. In diesem Fall greifen Sie besser zum Armierungsmörtel, wenn es um das Dämmplatten kleben geht.

Die Vor- und Nachteile von Dämmplatten kleben mit PU-Schaum sehen Sie hier noch einmal im Überblick:

  • Härtet extrem schnell aus
  • Bringt selbst dämmende Eigenschaften mit
  • Kann Unebenheiten nicht gut ausgleichen
  • Ständiges Nachjustieren bei stark expandierendem Schaum

Entscheiden Sie sich für das Dämmplatten kleben mit PU-Schaum wählen Sie einen Schaum der nicht so stark expandiert und gleichen Sie somit die Nachteile aus.

3.2. Mineralwolle-Dämmplatten oder EPS-Dämmplatten?

Dämmplatten auf OSB-Platten kleben

Inzwischen ist es erlaubt, Dämmplatten direkt auf ungeschliffene OSB-Platten geklebt werden. Die Verwendung von OSB-Platten hat den Vorteil, dass diese besonders kostengünstig sind und Sie dafür in die Dämmmaterialien investieren können. Achten Sie hierbei allerdings besonders auf einen entsprechenden Kleber.

Bei der Frage, ob Sie Mineraldämmplatten oder EPS-Dämmplatten verwenden sollten, müssen beide Baustoffe genauer unter die Lupe genommen werden. Wollen Sie Dämmplatten außen kleben, können Sie grundsätzlich beide Varianten anwenden. Dabei ist das Dämmplatten kleben mit Styropor, also EPS-Dämmplatten, weitaus geläufiger als die Verwendung von Mineralwolle. Dies hat wahrscheinlich den Hintergrund, dass das Dämmplatten kleben mit Styropor gut und günstig vonstatten geht. Der Dämmwert der Platten ist sehr hoch – Mineraldämmplatten kommen an diesem Punkt meist ins Straucheln.

Allerdings ist das Dämmplatten kleben mit Steinwolle dennoch nicht uninteressant, wenn man sich die nicht von der Hand zu weisenden Vorteile des Dämmstoffs anschaut:

  1. Brandsicherheit: Mineralwolle ist nicht brennbar.
  2. Diffussionsoffenheit: Feuchtigkeit kann von innen nach außen transportiert werden. Schimmel in Innern oder Algenbefall außen können vorgebeugt werden.
  3. Ökobilanz: Energieaufwand bei der Herstellung ist wesentlich geringer. Keine giftigen Gase im Brandfall.

Das Dämmplatten kleben mit Steinwolle oder anderen Mineralwollen weist also viele Vorteile auf. Allerdings fällt die Außemdämmung mit EPS-Dämmstoffen günstiger aus. Weitere Informationen zum Dämmplatten außen kleben sowie eine Übersicht der wichtigsten Dämmplatten zum Kleben erhalten Sie in diesem Video: