Alarmanlage

Blaupunkt Alarmanlage Test Q-Serie

Test Blaupunkt Alarmanlage

Testumfang Blaupunkt Alarm System & Smart Home
  • Blaupunkt Q3000
  • Blaupunkt Q3100
  • Blaupunkt Q3200
  • Blaupunkt Q-PRO6000
  • Blaupunkt Q-PRO6300

Nach wie vor hat für viele die Sicherheit einen hohen Stellenwert und so liegen Alarmanlagen hoch im Kurs. Lassen sich diese noch mit der Smart Home-Technik verknüpfen, wird die Bedienung komfortabler und man erspart sich den Kauf mehrerer Geräte. Schließlich können Alarm-Sensoren wie Fenster- und Türkontakte ebenso zur Steuerung der Heizungsthermostate genutzt werden.

Im Test habe ich heute ein größeres Paket an Alarmanlagen von Blaupunkt. Was nicht heißen soll, dass gleich mehrere verschiedene Anlagen getestet werden sollen. Vielmehr handelt es sich um zwei verschiedene Basisstationen (Hubs), welche zu je zwei Pakete mit unterschiedlichen Ausstattungen angeboten werden.

Übersicht der Blaupunkt Alarm Systeme im Test:

Ausstattung Q3000 Q3100 Q3200 Q-PRO6300 Q-PRO6600
Basis Q-Hub
Basis Q-Pro Hub
Bewegungsmelder IR-S1L
Bewegungsmelder IR-S4
Bewegungsmelder IRC-S2
Bewegungsmelder IRC-P4
Fenster-Türkontakt DC-S1
Fenster-Türkontakt DC-S4
Fernbedienung RC-R3B
Keypad KP-R1

Wichtiger Hinweis: Getestet werden nicht die geschnürten Pakete von Blaupunkt, sondern die einzelnen Komponenten der Q-Serie und deren Zusammenspiel. Für welches Paket man sich als Käufer entscheidet, hängt von den eigenen Vorlieben und natürlich dem Bedarf zur Absicherung ab.

Die Komponenten der Blaupunkt Alarmanlage vorgestellt

Technische Daten
  • Protokoll: ZigBee Home Automation 1.2
  • Frequenzen: 433MHz/868MHz
  • Netzteil: 9V 1A ~
  • Batterie: Ni-Mh 4.8V, 1100mAh
  • Batterie-Laufzeit: 15 Stunden
  • Sirenenlautstärke: 95db @ 1M
  • Reichweite: 200-300m im offenen Gelände
  • Maße: 70 x 70 x 151 mm

Blaupunkt IP-Funk-Alarmzentrale Q Hub

Optisch spricht mich der Q-Hub absolut an. Endlich mal kein typischer Kasten, den man irgendwo im Flur versteckt positioniert. Wie ein kleiner Lautsprecher (ähnlich dem Amazon Echo) fügt sich die Zentrale gut in jedes Regal ein. Das sorgt vor allem dafür, dass man den Q-Hub dort positionieren kann, wo man sich häufig aufhält und dadurch auch die Sprachansagen gut versteht.

Die Anschlussmöglichkeiten sind überschaubar (Netzteil, LAN) und die Kabel werden gut nach hinten weggeführt. Drei LEDs weisen auf den Betrieb, Fehlermeldungen oder eine fehlende Netzwerkanbindung hin. Mehr braucht es zum täglichen Betrieb nicht.

WLAN ist nicht verfügbar, finde ich für eine Alarmanlage aber auch nicht sinnvoll. Die sicherste Verbindung ist immer noch der LAN-Anschluss.

Blaupunkt Zentrale Q Hub
Ein Design wie eine kleine Lautsprecherbox und erinnert ein wenig an das Amazon Echo.
Anschlüsse Blaupunkt Zentrale Q Hub
Netzwerk und Spannungsversorgung – mehr Anschlüsse werden nicht benötigt.
Technische Daten
  • Protokoll: ZigBee Home Automation 1.2
  • Frequenzen: 868MHz/2,4 GHz (Zigbee)
  • Netzteil: 12V 2,5A ~
  • Batterie: Ni-Mh 4.8V, 600mAh
  • Batterie-Laufzeit: 6 Stunden
  • Sirenenlautstärke: 95db @ 1M
  • Reichweite: 200-300m im offenen Gelände
  • Maße: 70 x 70 x 151 mm

Blaupunkt IP-Funk-Alarmzentrale Q-Pro Hub

Der QPro-Hub erscheint wieder im typischen “Kasten-Design”, bringt dafür aber ein paar interessante Aufstellungsvarianten und neue Sicherheitsfeatures mit.

  1. Wie jeder Router oder viele andere Alarmanlagen, kann auch der Q-Pro Hub flach hingelegt werden. Die Anschlusskabel werden nach hinten weggeführt.
  2. Mittels einer ansteckbaren Halteschiene ist ebenso eine Wandmontage möglich. Benötigte Kabelanschlüsse bleiben seitlich sichtbar und können nicht verdeckt durch die Wand verlegt werden.
  3. Hinter einem Klebestreifen befindet sich die Aufnahme für einen Standfuß, mit dem die Alarmanlage auch stehend positioniert werden kann.

Insgesamt erscheint der Q-Pro Hub recht schlicht in einem matten schwarz, was modern wirkt. Damit darf er gerne auch im Wohnzimmer auf dem regal Platz nehmen.

Gegenüber dem Q Hub bietet der Q-Pro Hub zusätzlich einen USB-Anschluss. Welche technischen Verbesserungen die Pro-Variante sonst noch ausmacht, ist äußerlich nicht zu erkennen. Ein Blick in die technischen Daten zeigt jedoch eine schwächere Batterie, die im Notfall nur noch sechs und keine 15 Stunden durchhält. Das ist ein wenig fad. Zumindest Stromausfälle, die in Deutschland durchschnittlich 2 h andauern, werden damit jedoch abgedeckt.

Blaupunkt Zentrale Q-Pro Hub Anschlüsse
Der Q-Pro Hub bietet zusätzlich einen USB-Anschluss.
Blaupunkt Zentrale Q-Pro Hub stehend
Der Blaupunkt Q-Pro Hub mit Standfuß.
Blaupunkt Zentrale Q-Pro Hub zur Wandmontage
Zur Wandbefestigung gibt es eine extra Montageschiene.
Blaupunkt Zentrale Q-Pro Hub Standfuß
Unter einem Klebestreifen ist die Standfuß-Befestigung.

Blaupunkt Bewegungsmelder IR-S1L

Der Bewegungsmelder IR-S1L unterscheidet sich optisch kaum von anderen Modellen verschiedener Hersteller. Was auf den ersten Blick jedoch nicht zu erkennen ist, ist der Sabotageschutz. Dieser wird ausgelöst sobald man das Gehäuse öffnet, was zur Montage oder Demontage notwendig ist.

Zum Befestigen stehen sechs vorgeprägte Löcher zur Verfügung, mit denen der Bewegungsmelder gerade an der Wand oder schräg in der Ecke befestigt werden kann. Eine genauere Justierung ist leider nicht möglich.

Blaupunkt Alarmanlage Bewegungsmelder IR-S1L
Der Bewegungsmelder IR-S1L hebt sich äußerlich kaum von anderen Modellen ab.
Blaupunkt Alarmanlage Bewegungsmelder IR-S1L
Im Gehäuse befindet sich der Sabotageschutz, der bei Demontage alarmiert.

Blaupunkt Bewegungsmelder IRC-S2 mit Fotokamera

Kleiner als der Bewegungsmelder IR-S1L bietet der IRC-S2 doch deutlich mehr. Integriert ist eine Fotokamera, die im Alarmfall oder per manueller Auslösung aktuelle Bilder liefert.

Auch wenn ich die Idee wirklich toll finde, gibt es meinerseits von vorherein ein paar Kritikpunkte:

  • Kein Infrarot-Licht – Das bedeutet, dass Bilder mit Blitzlicht geschossen werden müssen. Zwar lässt sich dieses deaktivieren, jedoch sind dann keine Aufnahmen bei unzureichender Beleuchtung möglich.
  • Geringe Auflösung – Gerade mal 320 x 240 px liefert die VGA-CMOS-Kamera. Dafür lässt sich das Bild dank Zigbee auch bei einem Stromausfall übertragen, was bei der Verwendung von WLAN mittels Router nicht möglich ist.
  • Sabotageschutz – Wie der IR-S1L besitzt auch der IRC-S2 einen Sabotageschutz. Dieser wird durch das Lockern der Schraube zum Öffnen ausgelöst. Mit etwas Gefühl lässt sich die Schraube jedoch lockern und das Gehäuse öffnen, ohne den Sabotage-Alarm auszulösen. Da ein Bewegungsmelder aber bereits bei einer erkannten Bewegung im Raum den Alarm auslöst, macht der Versuch den Sabotageschutz zu umgehen, wenig Sinn. Selbst, wenn es gelingt den Bewegungsmelder und den Sabotageschutz zu uüberlisten, löst der Alarm spätestens beim Öffnen des Gehäuses aus.
Blaupunkt Alarmanlage Bewegungsmelder mit Kamera
Der Bewegungsmelder IRC-S2 ist sehr klein und beinhaltet dennoch eine Fotofunktion.
Sabotageschutz am Bewegungsmelder
Der Sabotageschutz ist mit der Gehäuseschraube verbunden und könnte umgangen werden.

Blaupunkt Bewegungsmelder IRC-P4

Das Paket Q-Pro6600 beinhaltet den Bewegungsmelder IRC-P4, der wie der IRC-S2, mit einer Fotokamera ausgestattet ist.

Blaupunkt Alarmanlage Bewegungsmelder IRC-P4
Auch der ICR-P4 beinhaltet eine Fotokamera.

Der IRC-P4 ist deutlich größer und der Sabotagekontakt befindet sich wieder auf der Rückseite, sodass er nicht umgangen werden kann. Damit der IRC-P4 in der Raumecke befestigt werden kann, muss jedoch eine zusätzlich Halterung angebracht werden, die den Sabotagekontakt betätigt.

Technische Details sind aktuell leider noch nicht zu finden, da es sich hierbei um einen Test vor der Produkteinführung handelt. Nach eigenen Tests unterscheidet sich die Kamera-Qualität jedoch nicht von der des IRC-S2. Auch hier liefern die Aufnahmen eine viel zu geringe Auflösung von 320 x 420 px und benötigen ein Blitzlicht. Unbemerkte Aufnahmen in Verbindung mit einem stillen Alarm ist daher nur bedingt möglich.

Blaupunkt Alarmanlage Bewegungsmelder IRC-P4
Der Sabotageschutz sitzt wieder außen und bietet mehr Sicherheit.
Blaupunkt Alarmanlage Bewegungsmelder IRC-P4
Bei der Eckmontage wird jedoch eine zusätzliche Halterung benötigt.

Nachtrag: Während der Testphase wurde das Online-Portal überarbeitet und sämtliche Bedienungsanleitungen stehen jetzt zum Download bereit.

Blaupunkt Tür- und Fenster-Kontakte DC-S1 und DC-S4

Zu Fenster- und Türkontakten gibt es allgemein wenig zu sagen, da sie sich selbst bei verschiedenen Herstellern  sehr ähneln.

So unterscheiden sich auch die beiden DC-S1 und DC-S4 vom Aufbau her kaum. Beide besitzen ein etwas größeres Modul mit Sendeeinheit, Taster und Sabotageschutz und einen kleineren Magneten, der an der Tür oder dem Fenster befestigt wird.

Was mir sehr gut gefällt, sind die Sabotagesicherheit und die Möglichkeit, die Sensoren mittels Schrauben oder Klebepads zu befestigen. Praktisch ist dabei eine dickere Unterlage, mit der Höhenunterschiede zwischen Fenster oder Tür und Rahmen ausgeglichen werden können.

Blaupunkt Alarmanlage Fenster-Türkontakt DC-S1 DC-S4
Optisch unterscheiden sich die DC-S1 und DC-S4 deutlich. Vor allem die sichtbare Verschraubung verschwindet.
Blaupunkt Alarmanlage Fenster-Türkontakt DC-S1 DC-S4
Beide Varianten der Fenster- und Türkontakte sind mit einem Sabotageschutz ausgestattet.

Blaupunkt Bedienfeld (Keypad) KP-R1

Sofern die Zentrale der Alarmanlage selbst keine Möglichkeit bietet, diese scharf oder unscharf zu stellen, gehört das Keypad für mich zur wichtigsten Grundausstattung. Nur so ist es (ohne Fernbedienung) möglich, die Alarmanlage ohne Starten der App scharf oder unscharf zu stellen.

Blaupunkt Alarmanlage Keypad KP-R1
Sollte zu jeder Grundausstattung gehören – Ein Keypad.

Das KP-R1 Keypad von Blaupunkt erscheint im schlichten weiß und bietet, wie bisher das gesamte Zubehör, einen Sabotageschutz.

Die Spannungsversorgung erfolgt über eine auswechselbare Batterie, was die Installation flexibel gestaltet. Wobei ich persönlich bei einem Keypad ausnahmsweise sogar die Stromversorgung per Netzteil bevorzugen bzw. optional anbieten würde. Denn ist das Smartphone defekt und/oder die Batterie in der Fernbedienung alle, hätte man ein Gerät, welches nicht auf Batterien angewiesen ist. Nachteilig wäre dann jedoch ein Stromausfall – also beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.

Etwas schade finde ich dass das KP-R1 nicht wetterfest ist. Man muss aber dazu sagen, dass hier viele Hersteller zwei unterschiedliche Modelle (vor allem im Preis) anbieten, die für den Indoor- oder Outdoor-Einsatz gedacht sind.

Blaupunkt Funk-Fernbedienung RC-R3B

Blaupunkt Alarmanlage Funkfernbedienung RC-R3B
Klein handlich und bietet die wichtigsten Funktionen.

Das letzt Zubehörteil im Test ist der Handsender zur Alarmanlage. Neben dem Keypad sollte auch dieser zu jeder Grundausstattung gehören.

Wichtig ist, dass es sich um eine Funk-Fernbedienung handelt. Die Betonung liegt dabei auf Funk! Übliche (Infrarot) Fernbedienungen funktionieren nur, wenn sie auf den Empfänger ausgerichtet werden. Das Funksignal geht dagegen auch um die Ecke und durch Wände.

Neben den typischen Funktion “Alarmanlage scharf”, “Alarmanlage unscharf” und “Zuhause-Modus” bietet die RC-R3B zusätzlich noch eine Notfall-Taste die den Alarm in jeglichem Alarmanlagen-Modus auslöst. Das kann bei Arbeiten in der Werkstatt oder einem Unfall im Haushalt hilfreich sein.

Was mir nicht so gefällt, sind die “ungeschützten” Tasten, die sich relativ leicht auslösen lassen. Man verlässt das Haus, aktiviert die Alarmanlage, steckt die Fernbedienung in die Hosentasche…. Und deaktiviert unbeabsichtigt die Alarmanlage wieder. Alternativen wären tiefer gesetzte Tasten, eine Abdeckung der Tasten oder eine Tastenkombination zum Aktivieren/Deaktivieren der Alarmanlage.

Die Smartphone Alarmanlagen-App Secure4Home

Installation und Erstinbetriebnahme

Leider sehr häufig zu sehen, sind eher mäßige App-Bewertungen. So kommt auch die Secure4Home App von Blaupunkt nur auf 3,4 Sterne. Viele Bewertungen sind jedoch recht alt und müssen heute nicht mehr zutreffen, da die App inzwischen ordentlich überarbeitet wurde.

Ich mache meine Erfahrungen lieber selber und beginne die Installation. Die App nimmt schnell und ohne Probleme ihren Dienst auf und erwartet anschließend eine Anmeldung oder Registrierung. Als neuer Nutzer möchte ich mich registrieren und bekomme mit deutlichen Bildern gezeigt, wie die Basisstation (Q-Hub) angeschlossen wird. Nach drei Bildern ist dann Schluss und die App präsentiert die Startseite. Auch nach mehreren Versuchen ändert sich daran nichts. Getestet wurde der Vorgang mit einem Samsung Galaxy S5 und einem Huawei Mate 20. Mit anderen Modellen könnte das Ergebnis natürlich anders aussehen.

Startbildschirm mit Anmeldung oder Registrierung
Startbildschirm mit Anmeldung oder Registrierung
Bilder erklären deutlich die Anschlüsse.
Bilder erklären deutlich die Anschlüsse.

Da Blaupunkt sämtliche Vorgänge online verwaltet, bleibt der zweite Weg über das Onlineportal von Blaupunkt. Der entsprechende Link ist in der Bedienungsanleitung zu finden. Die Möglichkeiten zur Anmeldung oder Registrierung sind zur App identisch und auch hier bekomme ich die Bilder zum Anschluss der Zentrale gezeigt. Nur funktioniert es online fehlerfrei.

Zur Registrierung werden einige Daten, wie Benutzername, Mailadresse und auch die Telefonnummer abgefragt. Bis auf die Telefonnummer handelt es sich nicht um sonderlich intime Daten und auch  Angaben zum vollständigen Namen oder der  Adresse müssen nicht ausgefüllt werden.

Die Registrierung benötigt nur wenige intime Daten.
Die Registrierung ist schnell erledigt und benötigt nur wenige intime Daten.
Zur eindeutigen Identifizierung wir die MAC-Adresse benötigt.
Zur eindeutigen Identifizierung der Zentrale wir die MAC-Adresse benötigt.

Im letzten Schritt muss eine Verbindung zum Blaupunkt Q-Hub aufgebaut werden, wozu die MAC-Adresse benötigt wird, die sich auf der Rückseite der Zentrale befindet. Mit einer abschließenden Bestätigung sollte die Registrierung und auch die Installation abgeschlossen sein. Sollte!

Dank dem flotten Support konnte die Installation dann doch noch abgeschlossen werden.
Dank dem flotten Support konnte die Installation dann doch noch abgeschlossen werden.

Leider erschien eine Fehlermeldung und weder mehrere Neustarts noch eventuell benötigte Portfreischaltungen (Angaben online gefunden) änderten etwas daran. Es blieb nur der Griff zum Telefon und der Anruf beim Support von Blaupunkt, der absolut positiv zu bewerten ist.

Ohne große Wartezeit meldete sich ein Mitarbeiter und ich schilderte mein Problem. Nach Angabe der MAC-Adresse konnte er sehen, dass der Q-Hub online war und eine alte Firmware besaß. Er führte sofort ein Update aus und binnen weniger Sekunden konnte ich die Registrierung dann ohne Fehlermeldung abschließen.

Damit hat sich der Support ein dickes Lob verdient. Nach Rücksprache mit Blaupunkt wurde mir auch erklärt, dass alle Modelle stets mit der aktuellsten Firmware ausgeliefert werden und es daher eigentlich nicht zu einem Problem dieser Art kommen sollte. Die hier getestete Alarmanlage kommt jedoch nicht direkt von Blaupunkt sondern stammt aus einem Test-Kontingent. Da kann es schon mal vorkommen, dass die Test-Geräte etwas länger liegen und nicht mehr die neuste Firmware haben.

Bedienung der App Secure4Home

Nach einigen Startschwierigkeiten  bei der Registrierung läuft die App nun stabil und präsentiert sich auf den ersten Blick sehr aufgeräumt. Klar ist der aktuelle Status der Alarmanlage zu erkennen und ebenso leicht zu ändern. Benötigt wird hierbei immer ein PIN, der durch die Installation vorgegeben ist und geändert werden sollte. Zu diesem Master-Code lassen sich zusätzlich weitere für mehrere Nutzer anlegen.

Nicht mehr anlegen muss man die Sensoren, die im Set enthalten sind. Diese wurden bereits in der Zentrale der Alarmanlage dem Q-Hub oder Q-Pro Hub angemeldet. Was gut ist, denn wiederum finde ich keine Möglichkeit weitere Sensoren hinzuzufügen und müsste dafür zum Online-Portal wechseln.

Insgesamt bietet die App reichlich Potential, welches jedoch nicht wirklich ausgeschöpft wird. Wechseln lässt sich zwischen fünf Anzeigen: der Übersicht, der Geräteansicht, der Automation, den Live-Videos und der Ereignisübersicht. Nutzen lassen sich die Übersichten leider nur teilweise.

Secure4Home App Menü
Insgesamt bietet die App 5 Übersichten: 1. Hauptübersicht, 2. Geräteübersicht, 3. Automation, 4. Live Videos, 5. Ereignisübersicht
  1. Die Startseite und Übersicht zur Sicherheit zeigt den aktuellen Status der Alarmanlage an und weist auf eventuelle Fehler oder offene Fenster und Türen hin. Hier lässt sich gleichfalls die Alarmanlage aktivieren oder deaktivieren.
  2. Die Geräteübersicht ist leider mehr oder weniger nur statisch. Zwar werden alle hinzugefügten Geräte angezeigt und auch Fehler aufgeführt, jedoch lassen sich weder Sensoren hinzufügen, noch in irgendeiner Form bearbeiten.
  3. Unter Automation lassen sich Szenarien erstellen, die Räume aufteilen, Gruppen bilden, automatische Sensoren überwachen und Regeln festlegen. Leider nicht ganz. Lediglich die Gruppen und Räume lassen sich bearbeiten oder Regeln aktivieren und deaktivieren. Alles Weitere kann nur angezeigt werden, sofern es vorher im Online-Portal erstellt wurde. Allerdings betreffen diese Punkte hauptsächlich die Smarthome Steuerung und dienen nicht der Alarmanlage.
  4. In den Live-Videos werden – wie der Name bereits sagt – die Überwachungskameras angezeigt, die im Testumfang jedoch nicht enthalten sind. Dafür lassen sich hier die Kameras der Bewegungsmelder auslösen, sodass ein einzelnen Bild angefordert werden kann.
  5. Die Ereignisübersicht listet alle Ereignisse auf und meldet auch, wann das angeforderte Bild eingetroffen ist.

Insgesamt finde ich die App optisch perfekt gelungen. Sie ist sehr übersichtlich und verzichtet dennoch nicht auf eine ansprechende Gestaltung. Schade finde ich dagegen, dass nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Hier ist noch Luft nach oben.

Praktischer Test der Blaupunkt Alarmanlage

Wie fast alle Alarmanlagen bietet auch Blaupunkt die Modi Scharf, Unscharf und Zuhause an, sodass hier verschiedene Reaktionen auf erkannte Bewegungen oder geöffnete Fenster und Türen erfolgen können. Das macht vor allem dann Sinn, wenn Smarthome-Komponenten verknüpft werden. So kann der Bewegungsmelder unter “Zuhause” das Licht einschalten und unter “Scharf” den Alarm auslösen.

PIN-Eingabe zur Änderung der Einstellungen
Trotz Anmeldung mit Passwort wird zur Änderung von Einstellung stets noch eine PIN-Eingabe gefordert.

Etwas umständlich finde ich, dass für jeden Zugang zu den Einstellungen der Zentrale oder des Zubehörs erneut der Master-Code eingegeben werden muss, obwohl man sich bereits mit einem Passwort angemeldet hat.

Ist jedoch alles nach den eigenen Wünschen eingerichtet, zeigt sich die Blaupunkt Alarmanlage im Test sehr zuverlässig. Alle Elemente lösten den gewünschten Alarm aus, der sich durch die integrierte Sirene und auch auf dem Smartphone signalisieren lässt. Als äußert sinnvoll zeichnete sich hier das Bedienteil KPT-R1 aus. Da die Zentraleinheit selbst keine Möglichkeit bietet, die Anlage zu aktivieren oder zu deaktivieren, wird dieses auf jeden Fall für eine komfortable Bedienung benötigt. Wer möchte sich schon jedes Mal mit dem Smartphone einloggen?

Die Qualität der im Alarmfall aufgenommenen Bilder konnte mich wie erwartet nicht wirklich überzeugen. Auch wenn die jeweils drei aufgenommenen Bilder ausreichen sollten, um den Eindringling zu erfassen.

Die Prioritäten zur Bildqualität muss jeder für sich setzen. Sichere Bildübertragung in mäßiger Qualität auch bei Stromausfall oder HD-Auflösung, die vom WLAN abhängig und damit anfälliger auf Störungen ist. Beide Varianten werden von Blaupunkt in Form der Bewegungsmelder mit Fotofunktion oder einer HD-Kamera angeboten.

Aufnahme Blaupunkt Alarmanlage
Die Aufnahmen sind leider etwas unscharf. Gesichtszüge sind nicht zu erkennen.
Blaupunkt Alarmanlage
Bewegt sich das Zielobjekt, werden die Bilder verschwommen.

Auch das Anfordern der Bilder zur Kontrolle dauerte mir zu lange. Diese sollte genutzt werden, um einen schnellen Blick auf das überwachte Gebäude zu werfen, benötigt jedoch bis zu einer Minute, ehe das Bild am Endgerät ankommt.

Blaupunkt Alarmanlage Szenario erstellen
Mit Szenarien können mit einem Klick verschiedene Ablaufe und Vorgänge ausgeführt werden.

Alternativ kann hierfür ein Szenario erstellt werden. Das Szenario fordert dabei von allen Geräten ein Bild ein und kann manuell am Smartphone ausgelöst werden. Aber auch hier summiert sich die Zeit auf und es dauerte im Test etwa 100 Sekunden bis zwei Bilder erfolgreich übermittelt wurden. Wer ohne Wartezeit in gleichen Abständen informiert sein möchte, der erstellt dazu eine Regel, welche in regelmäßige Zeitabständen von allen Geräten ein Bild abruft.

Hierbei können auch verschiedene Bedingungen, wie Alarmanlage scharf/unscharf oder Aufnahmen mit und ohne Blitzlicht gesetzt werden. So kann im Zustand unscharf jede Stunde ein Bild abgerufen werden und im scharfen Zustand der Alarmanlage alle 10 min. Dabei dann auch nachts das Blitzlicht aktiviert werden, während es am Tage ausbleibt. Mit einem zusätzlichen Sensor lässt sich das sogar automatisch steuern. Wobei ich im Zubehör allerdings keinen Dämmerungsschalter oder Fotosensor gefunden habe. Die Firmware bietet diese Funktion aber zumindest bereits.

Blaupunkt Alarmanlage App Regel
Mittels Regeln lassen sich automatische Vorgänge nach bestimmten Vorgaben erstellen.

Damit gibt es an den Möglichkeiten der Regel- und Szenario-Erstellung nichts zu bemängeln. Sämtliche Schritte sind leicht verständlich und mit etwas Übung kommt man sehr gut zurecht. Ein kleines Handicap ist hierbei jedoch die sehr kurze Darstellung der Regelnamen, sodass die Bezeichnung sehr gut überlegt sein will, um nicht den Überblick zu verlieren.

Ebenso ist es mir nicht gelungen, die Bewegungsmelder mit Kamera per Regel davon zu überzeugen, bei einer erkannten Bewegung (Alarmzustand egal) ein Bild zu schießen. Als Auslöser für “Bewegung erkannt” wird lediglich der Bewegungsmelder ohne Kamera angeboten. Hier liegt offenbar noch ein Fehler in der Hardware-Definition vor.

Blaupunkt Alarmanlage regeln erstellen
Die Namen der Regeln werden verkürzt dargestellt, sodass sehr kurze und dennoch eindeutige Bezeichnungen nötig sind.

Neben den Smarthome-Möglichkeiten und der Alarmfunktion gefällt mir die “Türklingel”, welche für die Fenster-Tür-Kontakte aber auch für die Bewegungsmelder aktiviert werden kann. Wird ein Sensor ausgelöst ertönt aus der Zentrale ein Klingelton. Das kann auch zur Kontrolle genutzt werden, ob im Kinderzimmer das Fenster unbeobachtet geöffnet wird oder sich die Schwiegermutter durch die Hintertür ins Haus schleicht.

An den Alarm- und Meldefunktionen gibt es nichts zu bemängeln und noch interessanter wird es sicherlich, wenn Smarthome-Produkte einbezogen werden. Hierzu soll bald auch Amazon Alexa und damit Osram Lightify oder Philips Hue eingebunden werden. Aktuell können diese Funktionen jedoch noch nicht getestet werden.

  • hochwertige Qualität
  • umfangreiche Auswahl an Sensoren
  • leichte Installation
  • per App und Online-Portal bedienbar
  • App und Portal sehr übersichtlich und funktional
  • ansprechendes Design der Alarm-Zentralen
  • gut als Smarthome-Zentrale erweiterbar
  • zuverlässige Alarmmeldungen
  • klare Sprachausgabe
  • optionales GSM-Modul erhältlich
  • schneller und kompetenter Support
  • Einrichtungen hauptsächlich nur im Onlineportal möglich
  • Bildqualität der Bewegungsmelder mit Kamera unzureichend (Alternative HD-Kamera)
  • Bildübertragung dauert zu lange  (Alternative HD-Kamera)
  • Q-Pro Hub mit mäßiger Not-Batterie

Fazit: Blaupunkt Alarmanlage Test Q-Serie

Blaupunkt überzeugt mit seinem Alarmsystem durch eine einfache Installation, Bedienung und zuverlässige Alarmmeldungen. Jeder Alarmfall wurde im Test ordnungsgemäß ausgelöst und Fehlalarme konnten keine verzeichnet werden. Selbst ein sehr großer Hund, der mit seinem Gewicht als Kleinkind durchgehen könnte, wurde als Tier erkannt und sorgte nicht für unerwünschte Aufregung.

Test Blaupunkt AlarmanlageDas Zubehör konnte in fast allen Fällen mit einer tollen Arbeit glänzen. Lediglich beide Bewegungsmelder mit Foto-Funktion IRC-P4 und IRC-S2 sorgten für wenig Begeisterung. Die Auflösung von 320 x 240 px ist sehr gering, bietet dafür aber eine gesicherte Übertragung. Wer eine bessere Bildqualität benötigt, greift lieber zur HD-Kamera, muss dann aber mit dem Risiko von Ausfällen bei WLAN-Problemen leben.

Ebenso dauert der Abruf der Bilder eine gefühlte Ewigkeit. “Schuld” daran ist die Übertragung über Zigbee, die heute fast überall im Smarthome-Bereich Anwendung findet, aber nicht die Übertragungsgeschwindigkeit des heimischen Netzwerkes erreicht. Dafür aber deutlich mehr Sicherheit bietet.

Sehr positiv fielen die optische Gestaltung und Bedienbarkeit der App und auch des Onlineportals auf. Alle Funktionen sind leicht zu finden und intuitiv bedienbar. Auch der Smarthome-Bereich wird hierbei abgedeckt und Szenarien oder Regeln sorgen für einen sehr guten Funktionsumfang.

Schade ist dagegen, dass vieles aus dem Smarthome-Bereich und der Alarmanlage nicht per App eingerichtet werden können. Hier muss Blaupunkt noch deutlich nachlegen. Die App bietet eine tolle Basis, könnte jedoch noch mehr Möglichkeiten vertragen.

Aktuell besteht noch keine Möglichkeit die Q-Serie von Blaupunkt mit Amazon-Alexa zu verbinden. Es wird jedoch final daran gearbeitet und die Funktionen sollen bereits in absehbarer Zeit zur Verfügung stehen.