Weihnachtsdeko

Die Geschichte des Weihnachtsbaums: Christbaum historisch

Ursprung des Weihnachtsbaums

Immergrüne Pflanzen sind schon seit vielen Jahrhunderten in verschiedenen heidnischen Kulturen ein Symbol von Fruchtbarkeit und Lebenskraft. So wurden im antiken Rom Häuser mit Lorbeerkränzen geschmückt.

Und in weiter nördlich liegenden Gegenden hingen in der kalten Jahreszeit Tannenzweige in den Häusern, um bösen Geistern das Eindringen zu erschweren.

Das Grün der Blätter war im strengen Winter ein Zeichen der Hoffnung auf den bald wiederkehrenden Frühling.

Im Mittelalter wurde ein geschmückter Baum erstmals schriftlich erwähnt: in Freiburg stellten die Bäcker zu Weihnachten 1419 einen Baum auf, der mit Süßigkeiten behängt war. An Neujahr durften die Kinder ihn dann schütteln und plündern.

1597 wurde auch in Bremen ein Weihnachtsbaum von den Handwerkerzünften geschmückt, acht Jahre später verschönerten kerzenlose Bäume die Häuser in Straßburg.  Aufzeichnungen vom Anfang des 17. Jahrhunderts zeigen den geschmückten Christbaum als eine verbreitete Tradition.

Die vielen Lichter gehören ungefähr seit 400 Jahren auf jeden Weihnachtsbaum, denn 1611 schmückte die Herzogin Dorothea Sibylle von Schlesien den ersten Weihnachtsbaum mit Kerzen.

Der Weihnachtsbaum in der Literatur

Der Tannenbaum

Ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts trat der Christbaum dann auch in der Literatur auf: 1774 ließ Johann Wolfgang von Goethe in "Die Leiden des jungen Werther" seinen Romanhelden Werther von einem "aufgeputzten Baum mit Wachslichtern, Zuckerwerk und Äpfeln" schwärmen und setzte dem Weihnachtsbaum damit das erste literarische Denkmal, das ihn in Deutschland bekannt machte. Auch Friedrich Schiller und E.T.A Hoffmann schrieben über den immergrünen Baum als Schmuckträger.

Um 1830 entstanden die ersten Weihnachtsbaumkugeln aus Glas, Lametta als Christbaumschmuck ist etwas jünger: 1878 wurde es in Nürnberg entwickelt, seitdem erinnern die dünnen Stanniol- oder modernen metallisierten PVC-Streifen an glitzernde Eiszapfen an den Zweigen.

Der Tannenbaum setzt sich in Europa durch

Zunächst waren Tannenbäume hier in Mitteleuropa noch recht selten und dementsprechend teuer. Nur die reicheren Bevölkerungsschichten konnten sich einen Weihnachtsbaum leisten, die finanziell Schwächeren mussten mit grünen Zweigen auskommen. Von der Mitte des 19. Jahrhunderts an wurden verstärkt Tannen- und Fichtenwäldchen angelegt, um die verstärkte  Nachfrage nach Bäumen zu decken.

Die Kirche aber billigte den „heidnischen“ Brauch des Aufstellens eines Weihnachtsbaumes nicht. Der Christbaum konnte sich erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts richtig durchsetzen, als der Baum zum Weihnachtssymbol des "rechtgläubigen" Protestanten erklärt wurde.

Baumschmuck-Tradition: Äpfel am Weihnachtsbaum

Zum traditionellen Schmuck für einen Weihnachtsbaum gehörten einst neben Nüssen auch rote Äpfel. In früheren Zeiten waren Äpfel in Nordeuropa sehr wichtig, um die Menschen auch im Winter mit Vitaminen zu versorgen.

Äpfel gehörten damals zu den wenigen Obstsorten, die lange gelagert werden konnten. Nach dem Ende der Weihnachtszeit durfte der Weihnachtsbaum dann von den Kindern „abgeerntet" werden.

Die Äpfel gelten als Vorläufer der roten Weihnachtskugeln. Sie entstanden angeblich, weil ein armer Glasbläser sich keine Äpfel als Weihnachtsschmuck leisten konnte ... (Quelle: PdM)

Erfolgsgeschichte in Amerika: Präsident mit Weihnachtsbaum

Der Weihnachtsbaum in Amerika

Die weihnachtlich geschmückte Tanne setzte ihren Weg um die Welt fort: Ein deutscher Auswanderer brachte die Tradition 1848 mit in die Vereinigten Staaten.

Im Jahr 1882 wurde, ebenfalls in den USA, der erste Baum mit elektrischen Lichtern beleuchtet, und 1891 bekam auch der amerikanische Präsident einen eigenen Weihnachtsbaum in seinem Amtssitz.

Quelle: Gütegemeinschaft Kerzen e.V.

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Kommentare
  • Wir raten zum echten Weihnachtsbaum :-)
    Bayerwald Weihnachtsbäume 10.03.2015 22:15:30 antworten
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