Wand & Decke

Schmucksäulen aus Halbschalen in 4 Schritten selber machen

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Mit vorgeformten Halbschalen ganz einfach dekorative Säulen kreieren.

Die wenigsten Menschen haben die Möglichkeit, in einem Palast zu wohnen. Doch mit ein paar Tricks lässt sich auch eine normale Wohnung wie ein Palast gestalten.

Must-have Nummer eins sind dabei Schmucksäulen aus Gipsplatten, die gut platziert und vielleicht noch beleuchtet jedes schlichte Wohnzimmer in einen exquisiten Saal verwandeln.

Jeder geübte Heimwerker kann sich diese halbrunden Schmucksäulen selbst bauen.

Die in unserem Vorschlag vorgestellten Schmucksäulen bestehen aus vorgeformten Halbschalen, die im professionellen Baustoff- Fachhandel erhältlich sind. Lassen Sie sich von unserer bebilderten Schritt-für-Schritt-Anleitung zu neuen Heimwerkerprojekten inspirieren.

1. Material- und Werkzeugliste

Art Bedarf
Material
  • Halbschalen aus Gipsplatten (in unterschiedlichen Längen, Radien und Materialdicken erhältlich)
  • Holzlatten (24/36 mm) oder
  • CW-Profile (50 x 50 x 0,6 mm) je nach Höhe der Säule
  • Leim
  • Normale Kunststoffdübel und Schrauben (5 oder 6 mm Durchmesser)
  • Schnellbauschrauben (3,5 x 35 mm für Holz bzw. 3,5 x 25 mm bei Metall)
  • Tiefengrund
  • Spachtelmasse
  • Farbe und Grundierung
  • Acrylmasse
  • Malerfolie
Werkzeug
  • Stichsäge
  • Zollstock
  • Bleistift
  • Wasserwaage
  • Bohrmaschine
  • Bauschrauber
  • Schleifklotz und 150er Sandpapier
  • Spachtel

2. Anleitung: Schmucksäulen aus Gipsplatten in 4 Arbeitsschritten herstellen und anbringen

2.1. Schritt 1: Halbschalen kürzen und zusägen

Kürzen Sie die vorgeformten Halbschalen (hier Radius 20 cm) auf die gegebene Wandhöhe. Dazu zeichnen Sie das Maß an jeder Säule exakt an.

Anschließend längen Sie die Säulen mit der Stichsäge ab.

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1. Kürzen Sie die Halbschalen auf die gegebene Wandhöhe. | 2. Danach sägen Sie die Halbschalen zu.

2.2. Schritt 2: Position bestimmen und CW-Profile an der Wand anbringen

Die vorgeformten halbrunden Schmucksäulen können Sie nun an der dafür vorgesehenen Wand befestigen. Dazu zeichnen Sie den gewünschten Standort an der Wand an und setzen eine jeweils um die Materialdicke nach innen versetzte zweite Markierung.

Diese Markierung zeigt die Position an, an der die Unterkonstruktion der Säule – Holzlatte oder Metallprofile – an der Wand befestigt werden soll. Wir haben in unserem Beispiel Holzlatten verwendet.

Tipp: Etwas leichter tun Sie sich mit einer Unterkonstruktion aus handelsüblichen CW-Profilen, die sich beim Aufschieben der Halbschale der Krümmung etwas anpassen.

Die CW-Profile (oder Holzlatten) dübeln Sie mit normalen Kunststoffdübeln und Schrauben (5 oder 6 mm Durchmesser) an der Wand fest. Bei normaler Raumhöhe reichen vier bis fünf Schrauben.

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1. Zeichnen Sie den gewünschten Standort an der Wand ein. | 2. Dübeln Sie die CW-Profile an der Wand fest.

2.3. Schritt 3: Schmucksäulen an der Wand befestigen

Info

Damit sich keine Rissen bilden, sollten Sie die Fuge mit Acryl ausspritzen.

Wenn Sie die Säulen an einem Durchgang montieren wollen, sollten Sie keinen zu großen Abstand wählen. In unserem Beispiel sind es etwa 0,15 m bis zur Leibung.

Jetzt schieben Sie die Halbsäule auf die Unterkonstruktion auf und befestigen diese mit handelsüblichen Schnellbauschrauben im Abstand von etwa 0,25 m an der Unterkonstruktion.

Die Schraubenlänge richtet sich nach der Wanddicke der Halbsäule. Wenn Sie gut gearbeitet haben, ist zwischen Wand und Halbschale so gut wie keine Fuge zu sehen.

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1. Wählen Sie den geeigneten Abstand zum Durchgang aus. | 2. Schieben Sie die Halbsäule auf die Unterkonstruktion auf und befestigen diese mit handelsüblichen Schnellbauschrauben an der Unterkonstruktion.

2.4. Schritt 4: Abspachteln und Farbgestaltung der Schmucksäulen

Anschließend müssen Sie die Halbschalen zweimal mit Zwischenschliff komplett abspachteln und nach der Trocknung mit feinem Sandpapier schleifen. Zum Spachteln nimmt man normale Gipsspachtelmasse oder Finishspachtelmasse.

Vorsicht: Der Umgang damit ist aber nur für geübten Handwerker zu empfehlen, weil die feine Struktur jede Unebenheit erkennen lässt.

Nun geht es an die Farbgestaltung: Bevor die Schmucksäulen mit handelsüblicher Farbe – je nach Wunsch wählen Sie Dispersions-, Acryl-, Lack- oder Latexfarben – gestrichen werden, kleben Sie die umgebenden Wände mit selbsthaftender Malerfolie ab.

Danach grundieren Sie die Schmucksäulen mit handelsüblichem Tiefengrund LF vor, um eine bessere Haftung zwischen Farbe und der Gipsplattenoberfläche zu erreichen.

Bei Lack ist ein zweimaliger Auftrag mit Zwischenschliff empfehlenswert. Zuerst streichen Sie den Rand, dann die Flächen mit dem Pinsel. Natürlich können die Säulen auch einfach nur tapeziert werden.

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1. Anschließend müssen Sie die Halbschalen zweimal mit Zwischenschliff komplett abspachteln. | 2. So kann das Ergebnis aussehen.

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Bildnachweise: Adobe Stock/blickwinkel2511 (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)