Heizkörper & -systeme

Hocheffizienzpumpe: Funktionsweise stromsparender Heizungspumpen

heizungspumpeEine Hocheffizienzpumpe hat eine wichtige Funktion für den gesamten Heizkreislauf. Dieses Elemente ist dafür zuständig, dass die entstandene Wärme vom Kessel in die Heizung fließt. In den meisten Fällen wird die Pumpe erst auffällig, wenn sie kaputt ist und ausgetauscht werden muss.

Dass eine alte Heizungspumpe erhebliche Stromkosten produzieren kann, ist vielen Verbrauchern nicht bewusst. Veraltete Heizungspumpen laufen ungeregelt und verbrauchen selbst im Sommer eine menge Energie. Mit stromsparenden Heizpumpen, wie zum Beispiel Hocheffizienzpumpen, kann man eine Menge Geld sparen.

1. Heizungspumpen in der Übersicht

Aufgrund der steigenden Energiepreisen suchen Verbraucher nach Einsparmöglichkeiten, mit denen sie ihre Betriebskosten senken können. Doch viele Hausbesitzer übersehen, dass oft im Keller die echten “Stromfresser” sitzen. Besonders bei Umwälzpumpen gibt es Modelle, die je nach Bauart, Einsatzbereich und Nutzungsprofil erhebliche Stromkosten verursachen. Unterschieden wird zwischen vier verschiedenen Typen von Heizungspumpen:

  • Ungeregelte Pumpen
  • Mehrstufige Pumpen
  • Elektronisch geregelte Pumpen
  • Hocheffizienzpumpen

1.1. Ungeregelte Pumpe

Eine ungeregelte Pumpe sollte ausgetauscht werden, da sie unabhängig vom Wärmebedarf des Hauses immer mit voller Leistung arbeitet. Trotzdem ist sie in den meisten Einfamilienhäusern mit kleinen Heizungsanlagen präsent. Man erkennt sie daran, dass nur eine Leistungsangabe abgedruckt ist.

1.2. Mehrstufige Pumpe

Mit einer mehrstufigen Pumpe kann die Leistung per Hand auf unterschiedliche Stufen eingestellt werden. Sollte dieses Modell im Haus eingebaut sein, kann man wiefolgt vorgehen: Eine Stufenveränderung der Heizkraft sollte mehrere Tage beobachtet werden. So kann die Temperatur und der Stromverbrauch den Außentemperaturen angepasst werden.

1.3. Elektronisch geregelte Pumpe

Bei einer elektronisch geregelten Pumpe wird die Drehzahl und damit die Leistungsaufnahme selbstständig und auf den benötigten Wert reguliert. Das führt zu geringen Stromkosten, weil sie nur die Wassermenge umwälzt, die gerade benötigt wird.

1.4. Hocheffizienzpumpe

Eine moderne Umwälzpumpe ist die sogenannte Hocheffizienzpumpe. Der Austausch einer veralteten Heizungspumpe gegen eine Hocheffizienzpumpe ist in der Regel die beste Lösung. Im Optimalfall spart man ¾ der Stromkosten: das entspricht einem Jahresstromverbrauch von etwa 80 KWh und Kosten im zweistelligen Eurobereich.

2. Funktionsweise und Anwendung

Eine Hocheffizienzpumpe ist nicht nur für Heizungsanlagen in Einfamilienhäusern, sondern auch für Trinkwarmwasser-Zirkulationen größerer Komplexe – wie Mehrfamilienhäuser – geeignet. Die Pumpe läuft nach einem ganz einfachen System: Sie läuft nur dann, wenn sie wirklich gebraucht wird. Man zahlt also nur, was wirklich benötigt wird. In der Nacht oder zu Tageszeiten, in denen niemand warmes Wasser benötigt, schaltet sich die Pumpe ab und spart erhebliche Stromkosten. Die Hocheffizienzpumpe erkennt automatisch die Veränderungen des Wasserdrucks in der Leitung und reagiert darauf, indem sie die Druckverhältnisse anpasst. So erbringen sie die gleiche Leistung mit bis zu 70 % weniger Stromverbrauch.

3. Kosten und Förderung

Im Rahmen des Programms Energieeffizient sanieren vergibt die KfW Zuschüsse für den Einbau von Hocheffizienzpumpen. Die Förderung kann bis zu 25 % der Kosten übernehmen. Die Gesamtkosten für einen Pumpenaustausch belaufen sich inklusive Montage und Materialien auf etwa 300 bis 400 €. Bereits in wenigen Jahren hat sich diese Investition amortisiert.

4. Einbau

Im folgenden Video wird ausführlich erklärt, wie man eine Hocheffizienzpumpe selber einbauen kann:

5. FAQ – Meine Heizungspumpe (Umwälzpumpe) läuft nicht mehr. Was kann ich tun?

Alte Umwälpumpe

Wenn die Umwälzpumpe defekt ist, können verschiedene Ursachen vorliegen.

Wenn Ihre Heizungspumpe (dieser Artikel bezieht sich auf den „Typ“ Umwälzpumpe) defekt ist, kann das die unterschiedlichsten Ursachen haben.

In diesem Artikel wollen wir Ihnen ein paar nützliche Tipps an die Hand geben, mit denen Sie dieses Problem in den Griff bekommen können.

Einen „magischen Trick“, um die Pumpe wieder zum Laufen zu bringen, gibt es nicht – aber wir können die wahrscheinlichsten Gründe für das Problem identifizieren und Ihnen darauf basierend helfen.

5.1. Gibt es eine Art Schema, an welchem ich mich zur Lösung des Problems orientieren könnte?

In dieser Anleitung geben wir Ihnen einen Fahrplan an die Hand, mit welchem Sie die häufigsten Ursachen für die Fehlfunktion identifizieren und beheben können. Zuerst müssen Sie prüfen, ob an der Pumpe überhaupt Strom anliegt.

Um das zu tun, öffnen Sie den Kasten, in welchem das Kabel verschwindet und prüfen mittels eines Duspol-Spannungsprüfers oder eines Phasenprüfers, ob dort Strom vorhanden ist.

Tipp: Wenn Sie nicht genau wissen wie das geht, finden Sie auf Heimwerker.de eine dementsprechende Anleitung und weitere Tipps. Mittels der Preisvergleichsfunktion von Heimwerker.de können Sie günstig ein passendes Gerät kaufen, sofern Sie noch keins besitzen.

Sollte dort Strom vorhanden sein, schrauben Sie zuallererst den Anschlusskasten wieder zu, damit kein Wasser dort eindringen kann. Anschließend wenden Sie sich dem Pumpenkopf, welchen Sie auf der Vorderseite der Pumpe finden zu.

Dort finden Sie eine große Schlitzschraube, welche sich eventuell unter einen Plastikpfropfen verbirgt. Diese drehen Sie heraus – Sie müssen unbedingt einen Eimer Wasser unter das Ganze stellen, da Ihnen jetzt meist Wasser entgegenkommen wird.

Jetzt stecken Sie einen kleinen Schraubendreher (möglichst nicht einen Phasenprüfer) in die Pumpe und beobachten die Pumpwelle (welche einen kleinen Schlitz hat), ob diese sich wiedererwartend selbstständig dreht.

Sollte das der Fall sein, dann versuchen Sie die Pumpe mittels Ihres Schraubendrehers kurz anzuhalten. Wenn Sie das schaffen, hat die Pumpe nicht mehr genügend Leistung und muss ausgetauscht werden.

Dreht sich die Pumpe gar nicht, dann stecken Sie den Schraubendreher in den Schlitz der Welle und versuchen diese anzuwerfen, indem Sie die Welle etwas in die Pumpe drehen und dabei in die richtige Richtung drehen.

Die hierfür passende Drehrichtung dürfe meist der Uhrzeigersinn sein, ansonsten sollte ein Pfeil, welcher sich auf dem Pumpenkopf befindet, die passende Drehrichtung anzeigen. Mit etwas Glück können Sie auf diese Art die Pumpe wieder zum Laufen bringen.

Dreht sich die Pumpe und lässt sich nicht anhalten, ist das Pumpenrad abgerissen und in einem solchen Fall müssen Sie ebenfalls die Pumpe erneuern.

5.2. Meine Heizung geht ständig aus und verliert ständig Wasser – doch nirgends tauchen Spuren von Feuchtigkeit auf. Hängt das auch mit der Umwälzpumpe zusammen?

Für einen solchen Fall sollten Sie wissen, dass obwohl eine Pumpe Strom hat, sich drehen lässt und auf höchster Leistung steht, die Förderfunktion nicht mehr gegeben sein kann, aufgrund eines zerbröselten Flügelrades.

Um das zu überprüfen, bauen Sie den Pumpenkopf ab und sehen sich das Flügelrad an. Wenn Ihre Heizung ständig Wasser verliert, aber das Wasser an keiner sichtbaren Stelle auftaucht ist das ein starkes Indiz dafür, dass das Ausdehnungsgefäß defekt ist.

Das prüfen Sie am besten, indem Sie einen Reifendruckprüfer oder eine Luftpumpe am entsprechenden Ventil anschließen. Das Ventil ähnelt einem Autoreifenventil und ist meist unter einer Schraubkappe verborgen. Bei der Prüfung muss es einen Druck von 1 bis 1,5 bar anzeigen, ansonsten ist das Ausdehnungsgefäß kaputt.

Mit Hilfe dieser Anleitung werden auch Sie die defekte Pumpe reparieren, damit Ihr Heizkörper die Raumtemperatur wieder passend regulieren kann.