Kaufberatung zum Reifendruckprüfer Test bzw. Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
  • Reifendruckprüfer oder Reifendruckmesser gibt es als analoge oder digitale Modelle, die Funktionsweise ist bei beiden Varianten aber gleich. Analoge Reifendruckprüfer mit Schlauch sind preiswerter als digitale Reifendruckprüfer und liefern genauere Ergebnisse, dafür dauert das Ablesen oftmals etwas länger.
  • Für die Überprüfung eines Autoreifens reicht ein kleineres Gerät mit bis zu 4 Bar vollkommen aus, Reifendruckprüfer fürs Fahrrad sollten hingegen mindestens einen Messbereich von 6 bis 7 Bar abdecken. Im Rennsport werden spezielle Reifendruckprüfer eingesetzt, ebenso gibt es eigene Reifendruckprüfer für Rennräder. Bei Reifendruckprüfern für LKW-, Bus- oder Traktorreifen empfehlen wir einen Messbereich von bis zu 12 Bar.
  • Die besten Reifendruckprüfer werden mit unterschiedlichen Ventilen geliefert, so dass Sie das Gerät nicht nur für Ihr Auto verwenden können. In Deutschland unterscheidet man drei verschiedene Ventil-Typen, die bei Fahrrädern und Kraftfahrzeugen zum Einsatz kommen.

reifendruckpruefer-test

Zu wenig Luft im Reifen kann nicht nur gefährlich werden, sondern erhöht auch den Benzinverbrauch und den Verschleiß Ihres Fahrzeugs. Auch ein intakter Reifen verliert monatlich rund 0,1 Bar an Luft. Daher sollten Sie den Reifendruck regelmäßig messen und nötigenfalls Luft nachfüllen. Mit einem universellen KFZ-Reifendruckmessgerät ermitteln Sie den Reifendruck Ihres Autos, Motorrads oder Fahrrads.

In unserer heimwerker.de-Kaufberatung zum Reifendruckprüfer-Vergleich 2021 erklären wir Ihnen die Unterschiede zwischen den einzelnen Reifendruckprüfer-Typen und zeigen, welche Vor- und Nachteile diese haben. Außerdem verraten wir Ihnen, auf welche Kriterien es beim Kauf eines Reifendruckprüfers ohne Kompressor ankommt und die Stiftung Warentest schon Testergebnisse zu diesem Thema veröffentlich hat.

1. Welche Arten von Reifendruckprüfgeräten gibt es?

frau misst reifendruck an tankstelle

Sparen Sie sich den Weg zur Tankstelle: Mit einem Reifendruckprüfer ermitteln Sie auch zu Hause den Reifendruck Ihres Autos, Motorrads oder Fahrrads.

Digital oder analog? Wenn Sie einen Profi-Reifendruckprüfer kaufen möchten, haben Sie die Wahl zwischen analogen und digitalen Geräten, wobei beide Kategorien im Prinzip aber auf dieselbe Weise funktionieren.

Bei den analogen Reifendruckprüfern werden die Werte auf einem mechanischen Manometer abgelesen, der optisch einem Tacho ähnelt. Je höher der Reifendruck ist, desto weiter bewegt sich die Anzeigennadel nach rechts. Wie zahlreiche Reifendruckprüfer-Tests im Internet belegen, sind analoge Geräte nicht nur etwas preiswerter als digitalen Reifendruckprüfer, sondern liefern auch ein genaueres Ergebnis. Das Ablesen dauert dafür aber etwas länger.

Digitale Reifendruckprüfer benötigen eine Stromquelle (z. B. Batterien, einen Akku oder Solarzellen) und zeigen den mittels Sensor gemessen Reifendruck auf einem übersichtlichen Display an. Das Ablesen geht somit deutlich schneller vonstatten als bei einem analogen Gerät, das Ergebnis ist allerdings weniger präzise. Für eine einfache Kontrolle reicht ein digitaler Reifendruckprüfer aber trotzdem aus.

Reifendruckprüfer-Typ Vorteile / Nachteile
Analoger Reifendruckprüfer

analoger reifendruckpruefer

    Vorteile
  • einfache Handhabung
  • günstig in der Anschaffung
  • sehr präzise Messergebnisse
  • benötigt keine Batterien
    Nachteile
  • Ablesen der Werte nimmt etwas mehr Zeit in Anspruch
  • hohes Gewicht
Digitaler Reifendruckprüfer

digitaler reifendruckpruefer

    Vorteile
  • einfaches Ablesen der Messwerte
  • übersichtliches, meist beleuchtetes Display
  • auch mit Solarzellen erhältlich
  • schaltet von allein aus (Abschaltautomatik)
  • geringes Gewicht
  • Anzeige und Berechnung weiterer Werte möglich
    Nachteile
  • Stromversorgung für den Betrieb erforderlich (Batterien müssen gewechselt werden)
  • Messergebnisse weniger präzise
  • teurer in der Anschaffung als ein analoges Gerät

2. Auf welche Kriterien sollten man laut gängiger Reifendruckprüfer-Tests beim Kauf achten?

Lebensgefahr durch zu niedrigen Reifendruck!

Ein zu niedriger Reifendruck wirkt sich auf das Fahrverhalten und die Bremswege der Reifen aus, was im Straßenverkehr zu verheerenden Folgen führen kann. Denn im Gegensatz zu einem Ballon platzt ein Reifen nicht bei zu viel, sondern eher bei zu wenig Druck. Zudem nehmen Spursicherheit und Bodenhaftung signifikant zu, wodurch Sie schlimmstenfalls die Kontrolle über Ihr Fahrzeug verlieren können. Darüber hinaus kann ein zu niedriger Reifendruck mit der Zeit auch ganz schön teuer werden: Die Reifen nutzen sich schneller ab und das Fahrzeug benötigt außerdem mehr Benzin.

Während es preislich kaum Unterschiede zwischen analogen und digitalen Reifendruckprüfern gibt, heben sich die verschiedenen Modelle in Sachen Material, Größe (Länge x Breite x Höhe), Eigenschaften und Funktionalität deutlich voneinander ab. In diesem Abschnitt haben wir die wichtigsten Kriterien zusammengetragen, anhand derer sich Reifendruckprüfer oder Reifendruckmesser vergleichen und bewerten lassen.

2.1. Messbereich

Der Messbereich legt fest, bis zu welchem Druck der Reifendruckprüfer die Messung vornehmen kann. Abhängig davon, welche Art von Fahrzeug Sie überprüfen möchten, benötigen Sie unterschiedliche Messbereiche. Bei kleineren Reifendruckprüfern reicht der Messbereich bis etwa 4 Bar, was für die Überprüfung eines Autoreifens, bei dem der optimale Druck zwischen 2,4 und 3,2 Bar liegt, vollkommen ausreichend ist. Reifendruckprüfer für Karts bewegen sich in einem ähnlichen Bereich.

Fahrradreifen benötigen einen höheren Druck (ca. 3,5 bis 4,5 Bar), daher sollte ein Reifendruckprüfer fürs Fahrrad mindestens einen Messbereich von 6 bis 7 Bar abdecken. Im Rennsport werden spezielle Reifendruckprüfer für Rennräder eingesetzt, daneben gibt es aber auch noch Reifendruckprüfer für MTBs.

LKW-, Bus- oder Traktorreifen haben (je nach Beladung) einen Reifendruck von etwa 10 Bar, daher empfehlen wir für diese Fahrzeuge einen Luftdruckprüfer mit einem Messbereich von bis zu 12 Bar.

heimwerker.de-Info: Mit der sogenannten Eichung schreibt der Gesetzgeber die Prüfung eines Messgeräte auf die eichrechtlichen Vorschriften vor. Ein geeichter Reifendruckprüfer entspricht demnach den zum Zeitpunkt der Eichung geltenden Anforderungen innerhalb des Normbereiches. Das bedeutet, dass ein angezeigter Reifendruck von 2 Bar diesen auch in der Realität entspricht.

2.2. Gewicht

ventil am fahrrad

Fahrradreifen benötigen einen höheren Druck (ca. 3,5 bis 4,5 Bar), daher sollte ein Reifendruckprüfer fürs Fahrrad mindestens einen Messbereich von 6 bis 7 Bar abdecken. Im Rennsport werden spezielle Reifendruckprüfer für Rennräder eingesetzt, daneben gibt es aber auch noch Profi-Reifendruckprüfer für MTBs.

Die meisten Reifendruckprüfer fürs Auto wiegen zwischen 70 und 250 Gramm. Je größer der Messbereich und je dicker die Gummierung ist, desto schwerer ist laut gängiger Reifendruckprüfgeräte-Tests im Internet auch das Gerät.

2.3. Ventile

Die besten Reifendruckprüfer werden mit unterschiedlichen Ventilen geliefert, sodass Sie das Gerät nicht nur für Ihr Auto verwenden können. In Deutschland gibt es drei verschiedene Ventil-Typen:

  • Das Dunlopventil ist nach dem Erfinder John Boyd Dunlop benannt, der auch den gleichnamigen Reifenhersteller gegründet hat. Es kommt hierzulande überwiegend bei City- und Touren-Fahrrädern zum Einsatz und ist für maximal 6 Bar ausgelegt.
  • Das Sclaverandventil (auch „französisches Ventil“ oder „Rennradventil“) genannt“) kann einen hohen Innendruck aufbauen und diesen auch halten. Somit ist es die optimale Lösung für Fahrräder, die einen geringen Rollwiderstand benötigen (z. B. Mountainbikes oder Rennräder).
  • Schraderventile kommen als Standardventil bei allen gängigen Automobilen zum Einsatz und sind unter Mountainbikern auch als MTB-Ventil bekannt sind. Der Vorteile im Vergleich zu einem Dunlopventil liegt darin, dass ein höherer Luftdruck möglich ist und die größere Rückschlagmechanik es generell stabiler macht.

2.4. Ablassfunktion

Einmal eine Sekunde nicht aufgepasst und schon hat man versehentlich zu viel Luft in den Reifen gefüllt. Das ist genau so gefährlich wie zu wenig Luft (siehe Info-Box), denn der Überdruck kann den Reifen schlimmstenfalls sogar zum Platzen bringen. Damit die überschüssige Luft wieder entweichen kann, sind einige Reifendruckprüfer mit einem Ablassventil ausgestattet, mit dem Sie auch während der Messung Luft aus dem Reifen herauslassen können.

heimwerker.de-Tipp: Ihre Reifen sollten grundsätzlich immer die empfohlene Härte aufweisen, um den Widerstand zwischen Reifen und Straße zu verringern. Dadurch nutzen sich die Reifen weniger ab und Sie sparen Energie, Benzin und im Endeffekt auch bares Geld.

3. Welche Marken und Hersteller bieten Reifendruckprüfer an?

In unserer Vergleichstabelle finden Sie Reifendruckprüfer fürs Motorrad und Auto von namhaften Marken wie Dunlop, Goodyear oder Continental. Daneben zählen aber auch noch die folgenden Marken Hersteller zu den häufigsten Vertretern bei Reifendruckprüfer-Tests im Internet:

  • Racefoxx
  • Flaig
  • Hazet
  • Tourtec
  • Draper
  • Bosch
  • Cartrend
  • Motometer
reifendruck pruefen

Mit der sogenannten Eichung schreibt der Gesetzgeber die Prüfung eines Messgeräte auf die eichrechtlichen Vorschriften vor. Ein geeichter Reifendruckprüfer entspricht demnach den zum Zeitpunkt der Eichung geltenden Anforderungen innerhalb des Normbereiches.

4. Häufige Fragen und Expertenantworten rund um den Reifendruckprüfer-Vergleich

4.1. Hat die Stiftung Warentest schon einen Reifendruckprüfer-Testsieger gekürt?

reifendruckpruefer vor auto

Da mit der Zeit Luft aus dem Reifen entweichen kann und sich auch Temperaturschwankungen auf den Reifendruck auswirken, sollten Sie eine regelmäßige Messung zu unterschiedlichen Jahreszeiten durchführen. Wir empfehlen, den Druck mindestens einmal im Monat, idealerweise aber sogar im Zwei-Wochen-Rhythmus zu überprüfen.

Die Stiftung Warentest hat bisher noch keine Test-Ergebnisse zu Reifendruckprüfern veröffentlicht, daher gibt es zu diesem Thema auch keine Testsieger. Auch Ökotest hat sich zu diesem Thema bisher nicht geäußert. In einer etwas älteren Meldung aus dem Jahr 2007 berichtet die Stiftung Warentest aber über direkte und indirekte Reifendruckkontrollsysteme, die den Reifendruck mithilfe von Sensoren messen und die Informationen anschließend über das Cockpit-Display ausgeben.

4.2. Wie überprüft man den Reifendruck?

Um den Reifendruck Ihres Fahrzeugs zu überprüfen, schrauben Sie als erstes die Kappe des Ventils ab und setzen das Messgerät darauf. Dabei entweicht etwas Luft, was Sie anhand eines kurzen Zischens erkennen können. Das ist allerdings völlig normal und sollte Sie nicht beunruhigen. Das Messgerät zeigt nun den Reifendruck auf dem Manometer (analoger Reifendruckprüfer) oder Display (digitaler Reifendruckprüfer) an.

4.3. Wie oft sollte man den Luftdruck eines Autoreifens messen?

Da mit der Zeit Luft aus dem Reifen entweichen kann und sich auch Temperaturschwankungen auf den Reifendruck auswirken, sollten Sie eine regelmäßige Messung zu unterschiedlichen Jahreszeiten durchführen. Wir empfehlen, den Druck mindestens einmal im Monat, idealerweise aber sogar im Zwei-Wochen-Rhythmus zu überprüfen. Auch vor langen Fahrten (z. B. bei Reisen ins Ausland) oder bei einem plötzlichen Wintereinbruch ist eine umgehende Überprüfung des Luftdrucks obligatorisch.

heimwerker.de-Info: Der Reifenluftruck sollte immer am „kalten“ Reifen (also nachdem das Auto länger gestanden hat) gemessen werden. Bei einem warm gelaufenen Fahrzeug dehnt sich die Luft im Reifen aus, was zu verfälschten Messwerten führen kann.

4.4. Wo kann man einen Reifendruckprüfer mit Zubehör kaufen?

analoger reifendruckpruefer vor schwarzem hintergrund

Für einen Profi-Reifendruckprüfer, der neben Bar auch Psi und KPA misst, müssen Sie deutlich tiefer in die Tasche greifen, als für ein Gerät aus dem Baumarkt, das nur über einen rudimentären Funktionsumfang verfügt.

Günstige Reifendruckprüfer in sämtlichen Farben und Designs bekommen Sie im Fachhandel für Autozubehör (z. B. bei A.T.U. oder Pitstop), im Baumarkt (z. B. bei Obi, Hornbach oder Toom) oder im Internet. Online ist das Angebot dabei in der Regel am größten. Zudem zeigen die Rezensionen anderer Käufer, ob das gewählte Produkt auch wirklich hält, was es verspricht.

4.5. Was kostet ein guter Reifendruckprüfer?

Die Preisspanne bei Reifendruckprüfern ist groß und reicht von ca. 5 bis hin zu 100 Euro. Ausschlaggebend für den Preis ist dabei neben dem Hersteller und Modell auch immer der Funktionsumfang des Gerätes. Für einen Präzisions-Reifendruckprüfer eines Markenherstellers oder einen 5-in-1-Reifendruckprüfer, der neben Bar auch Psi und KPA misst, müssen Sie daher deutlich tiefer in die Tasche greifen als für ein Gerät aus dem Baumarkt, das nur über einen rudimentären Funktionsumfang verfügt.

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