Schimmel & Ungeziefer

Marder auf dem Dachboden: 4 Tipps für die erfolgreiche Marderabwehr

  • Marder auf dem Dachboden können großen Schaden anrichten. Besonders gerne machen sich die Tiere an der Dachisolierung zu schaffen.
  • Selbst dürfen Sie den Marder weder fangen noch töten, sondern lediglich vergrämen. Außerdem ist die Schonzeit einzuhalten.
  • Das alles nutzt nichts, wenn die Einstiegsmöglichkeiten nicht nachhaltig verschlossen werden, da das frei gewordene Revier sonst unverzüglich von einem anderen Marder besetzt wird.

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Informationen zu Vergrämungsgeräten

Es wird vieles auf dem Markt angeboten, als Orientierungshilfe kann Ihnen unser Marderschreck Test & Vergleich dienen. Dort finden Sie neben Geräten für Marder im Auto auch Geräte für Haus und Hof. Zudem ist der Volierendraht Test & Vergleich hilfreich, da mit Volierendraht die Zugänge zuverlässig, aber luftdurchlässig verschlossen werden können.

Wenn die Tage im Spätherbst kühler werden, suchen sich viele Steinmarder auf dem Dachboden einen Unterschlupf, um sich vor der Kälte zu schützen.

Zum Leidwesen vieler Hausbesitzer dringen die Raubtiere gerne ins Haus ein und finden im Dachboden einen gemütlichen Platz zum Überwintern. Hier ist es warm, trocken und häufig gibt es in unmittelbarer Hausnähe ein großzügiges Nahrungsangebot.

Im Haus richten die Marder schnell großen Schaden an, wenn sie den Dachboden verschmutzen und die Dämmung anfressen, sodass Wärmebrücken entstehen und ein Schimmelbefall droht. Zudem machen die nachtaktiven Tiere einen solchen Lärm, dass sie den Anwohnern den Schlaf rauben.

Keine Sorgen, Sie haben einige Möglichkeiten, um gegen die Plagegeister vorzugehen, auf Heimwerker.de erhalten Sie einen Überblick über die Optionen, mit denen Sie Marder vertreiben können.

Doch Achtung: Ein eigenmächtiges Einfangen oder gar Töten der Marder ist generell rechtswidrig!

1. Marder richten großen Schaden an

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Trotz niedlichem Aussehen: Steinmarder fügen auf dem Dachboden besonders der Dachdämmung großen Schaden zu.

Marder sehen possierlich aus und gelten dennoch als einer der unliebsamsten Schädlinge, die sich im Haus einnisten können.

Der Marder verdreckt den Dachboden mit Kot und Urin und schleppt als Fleischfresser stinkendes Aas in sein Versteck. Zudem bedient er sich freudig an der Dachdämmung und nutzt diese als weiches Nistmaterial.

Auf diese Weise können sogenannte Kältebrücken entstehen, die eine Schimmelbildung im Dachbereich begünstigen. Nach einigen Wochen ist der gesamte Dachboden zerstört und es stehen kostspielige Sanierungsarbeiten an.

Damit es gar nicht erst zu Schäden am Haus kommt, gilt es, einen Marderbefall frühestmöglich festzustellen und die Tiere artgerecht zu vergrämen.

Wir haben für Sie auf Heimwerker.de die 4 Anzeichen zusammengestellt, an denen Sie erkennen, dass ein Marder unter Ihrem Dach lebt.

2. 4 Anzeichen, dass ein Marder unterm Dach lebt

2.1. Krabbelgeräusche

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Marder sind nachtaktive Raubtiere. Geräusche macht der Marder auf dem Dachboden also eher nachts.

Marder sind keine Dauergäste. Sie kommen nachts oder morgens in ihr Versteck, um sich tagsüber von einer aktiven Nacht zu erholen oder nachts ihre Beute in Sicherheit fressen zu können.

Wenn Sie also nachts im Bett liegen und Krabbelgeräusche hören, könnte sich ein Marder auf dem Dachboden befinden. Seien Sie zwischen April und September besonders aufmerksam – zu dieser Zeit sind die Marder besonders aktiv.

2.2. Kotspuren und Pfotenabdrücke

Finden Sie Kotspuren oder feuchte Ecken auf dem Dachboden, ist von einem Marderbefall auszugehen. Die Tiere markieren auf diese Weise ihr Revier und halten andere Artgenossen fern.

Tipp: Zudem können auf dem oft staubigen Fußboden kleine Pfotenabdrücke entdeckt werden, die einen unliebsamen Untermieter verraten.

2.3. Nahrungsreste

Steinmarder sind Raubtiere und Allesfresser: Kleine Mäuse, Vögel und organische Abfälle aus öffentlichen Mülltonnen stehen ganz oben auf ihrer Nahrungsliste.

Im Gegensatz zu vielen anderen Tieren tragen Marder ihre Beute in ihr Versteck. Das bedeutet, dass die Tiere den Dachboden zusätzlich mit Aas und Nahrungsteilen verschmutzen.

Wenn Sie Knochen, Federn oder andere Nahrungsmittel auf Ihrem Dachboden finden, können Sie sich über einen akuten Marderbefall sicher sein.

Marder nutzen die Dachisolierung gerne

Marder nutzen die Dachisolierung gerne als Nistmaterial und richten hier große Schäden an.

2.4. Löcher in der Dachisolierung

Die Dachisolierung ist ein besonders beliebtes Nistmaterial, das dem Marder in Massen zur Verfügung steht und leicht für die flinken Akrobaten zu erreichen ist.

Die Raubtiere fressen große Stücke heraus und schleppen sie in ihr Versteck, wo sie die Dämmung zur Auspolsterung und Isolierung einsetzen.

Es ist daher wichtig, den Dachboden regelmäßig auf Fraßspuren zu kontrollieren.

Ist ein Loch in die Dachisolierung gefressen, kann sie ausgetauscht werden, bevor Schimmelsporen entstehen und weiteren Schaden anrichten.

3. Marderschutz auf dem Dachboden: Marderabwehr steht an erster Stelle

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Marder sind scheue Tiere. Sie werden das Wildtier nur sehr selten zu Gesicht bekommen.

Um einen Marder effektiv vertreiben zu können, muss in einem ersten Schritt festgestellt werden, wie das Tier ins Haus gelangen konnte.

Hier kommen bisher unentdeckte Mauerlöcher und Belüftungsschlitze oder Regenrinnen als Zugangsmöglichkeiten iinfrage

Die Steinmarder sind gute Kletterer und können leicht über angebaute Garagen oder Vordächer in höhere Etagen gelangen. Dabei reichen dem Tier Öffnungen von rund fünf bis sechs Zentimetern.

Generell gilt hier: Wo der Kopf des Marders durch passt, gelangt auch der restliche Körper rein.

Optimalerweise kombinieren Sie mehrere Abwehrmethoden:Verschließen Sie offensichtliche Zugänge und greifen Sie zusätzlich auf elektronische Hilfsmittel zur Vergrämung zurück, um Ihren Dachboden dauerhaft marderfrei zu halten.

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3.1. Marder vertreiben durch Aussperren

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Suchen Sie alle Einstiegsmöglichkeiten rund ums Haus. Bedenken Sie hierbei: Marder sind sehr gute Kletterer.

Sind die Zugangswege des Marders gefunden, heißt es diese langfristig zu verschließen und unzugänglich zu machen.

Dabei sollte beachtet werden, dass der Marder gerade nicht im Haus ist: Arbeiten Sie also nachts, wenn er wahrscheinlich auf Nahrungssuche unterwegs ist.

Diese Vorgehensweise ist im Dunkeln etwas komplizierter, anschließend muss das Tier jedoch nicht mehr durch einen Kammerjäger in eine Lebendfalle gelockt und wegtransportiert werden.

Da Steinmarder Gewohnheitstiere sind, geben sie nur ungern einen bewährten Unterschlupf auf. Es ist daher besonders wichtig, das Haus rundherum auf mögliche Schwachstellen zu kontrollieren, etwa offene Kellerfenster, Dachluken oder Löcher an der Hausfassade.

Die Steinmarder versuchen mit erstaunlicher Beharrlichkeit, einen anderen Zugang zum Unterschlupf zu schaffen – was ihnen häufig auch gelingt.

Selbst wenn der Marder für einige Tage nicht mehr auftaucht, sollten Sie dennoch regelmäßig das Haus nach neuen Einstiegsmöglichkeiten absuchen.

Achtung: Während der Schonzeit dürfen Marder nicht ausgesperrt werden, da sich Nachwuchs im Dachboden befinden könnte.

3.2. Marderfalle und Marderschreck auf dem Dachboden

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Die Nutzung einer Marderfalle ist nur Personen mit Genehmigung gestattet.

Im Gegensatz zum Fangen ist das Vergrämen, also das tierfreundliche Verjagen des Marders, auch Hausbesitzern und zudem ganzjährig erlaubt. Hierbei ist jedoch Ideenreichtum gefordert, um dem Tier den Unterschlupf so unansehnlich wie möglich zu gestalten.

Als erste Maßnahme ist laute Musik zu nennen. Stellen Sie ein Radio im Dachboden auf und lassen Sie es bewusst abends laufen. Laute Geräusche und Gespräche schrecken das scheue Tier ab, woraufhin es den Ort im besten Fall bereits meidet.

Wenn Sie wissen, wo sich der Marder aufhält, kann auch schon ein lautes Klopfen helfen.

Auch ein Umräumen und kräftiges Säubern des Dachbodens mit scharfen Reinigern kann der Marder verjagen.

Wenn Sie auf chemische Reiniger verzichten möchten, können Hausmittel, wie kraftstoffgetränkte Lappen und Hunde- bzw. Katzenhaare, die die feine Nase des Steinmarders reizen, eine ansprechende Alternative sein. Sie sind in ihrer Wirkung allerdings nicht belegt.

Effektiv wirkt auch Ultraschall zum Vertreiben des Marders: Ultraschallgeräte erzeugen für den Menschen nicht hörbare, wechselnde Frequenztöne (Pfeiftöne), die für den Marder äußerst unangenehm sind. Richten Sie die Geräte sowohl auf das Nest als auch auf die Einstiegslöcher aus, um einen möglichst hohen Erfolg bei der Marderabwehr auf dem Dachboden zu erzielen.

Die Marderfalle klingt zunächst überzeugend, verspricht aber nur wenig Erfolg und ist zudem rechtlich verboten. Denn Marder dürfen aufgrund des Jagdrechts nur behördlicherseits durch zuständige Förster und Jäger gefangen werden.

Außerdem wird sich in diesem freigewordenen Revier schon bald ein neuer Marder einfinden. Damit ist das Problem nicht gelöst, sondern nur um einige Zeit verschoben.

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4. Marderabwehr: Jagdrecht und Schonzeit beachten

Marder im Haus und in der Natur verstecken sich
Marder verstecken sich in freier Natur in geschützte Höhlen und Mauerritzen.

Steinmarder dürfen durch Hausbesitzer nicht eigenständig gefangen und wegtransportiert werden. Wenn Vergrämungsmaßnahmen keine Wirkung zeigen, muss ein Kammerjäger oder Jäger beauftragt werden.

Auch die Schädlingsbekämpfung darf die Wildtiere lediglich fangen. Die Experten sind jedoch besonders gut im Aufspüren versteckter Einstiegsmöglichkeiten.

Ein Töten der Marder obliegt stets dem zuständigen Jäger (Jagdrecht), jedoch auch nur außerhalb der Schonzeit. Andernfalls besteht die Gefahr, dass man eine Mutter von ihren Jungtieren trennt, die dann auf dem Dachboden verhungern müssen.

Die meisten Jungen werden übrigens zwischen März und Juli geboren, daher muss auch ein gezieltes Aussperren der erwachsenen Tiere zur Schonzeit vermieden werden.

Hinweis: Die Schonzeit der Steinmarder reicht von Februar bis Oktober.