Akku-Sägen & Schneider

Sägeblatt schärfen

 

Säge schneidet Terrassenholz

Sägeblätter – Unterschiede
  • CV-Sägeblätter
  • HM-Sägeblätter
  • NF-Sägeblätter
  • Anzahl der Zähne
  • Schränkung oder breite Zähne
  • Form der Zähne

Wenn die Säge deutlich langsamer wird und die Schnitte immer unsauberer werden, dann sollten Sie Ihr Sägeblatt schärfen oder austauschen. Auch ein lauteres Sägegeräusch, immer feinere Sägespäne, Rauch und Verfärbungen des Holzes oder stärkere Vibrationen beim Sägen sind Anzeichen für ein unscharfes Sägeblatt.

Auf jeden Fall sollten Sie mit einem stumpfen Sägeblatt nicht weiter sägen. Zum einen bekommen Sie keine sauberen Sägeschnitte mehr, zum anderen wächst die Gefahr, dass eine Unwucht entsteht und das Sägeblatt bricht und Schaden anrichtet.

Beim Sägen – wie beim Sägeblatt schärfen – ist Schutzkleidung und Schutzbrille auf jeden Fall angeraten.

Sägeblätter schärfen – Kosten?

HM-Saegeblatt
Hier ist der aufgelötete Hartmetallteil gut zu sehen.

Zwar lassen sich alle Sägeblätter schärfen, aber für die Hartmetall-Sägeblätter, zu denen auch die nagelfesten gehören (HM und NF), brauchen Sie ein Sägeblatt-Schärfgerät oder Sie lassen sie schärfen. Wenn Sie zum Kreissägeblatt schärfen in der Nähe einen Anbieter suchen, dann fragen Sie nach einer Werkzeugschleiferei oder im Baumarkt nach. Doch erkundigen Sie sich vor der Beauftragung nach den Preisen. Es kommt durchaus vor, dass die Kosten höher sind, als die für ein neues Sägeblatt. Oft werden Preise pro Zahn angeboten. Alternativ dazu können Sie das Kreissägeblatt schärfen online beauftragen, aber beachten Sie die Versandkosten beim Preisvergleich.

Tipp: Wägen Sie ab, wie oft und wozu Sie Ihre Säge benutzen. Wenn Sie beispielsweise Bauholz sägen wollen, ist ein nagelfestes Hartmetallsägeblatt zu empfehlen. Wer Hart- und/oder Verbundholz sägt, ist mit einem HM-Sägeblatt (Hartmetall) besser ausgestattet als mit einem CV-Sägeblatt (Chrom-Vanadium). Auch für Brennholz lohnt sich meist ein Hartmetallsägeblatt, da es eine lange Standzeit hat. CV-Sägeblätter sind günstiger und lassen sich leichter selbst schärfen, werden aber auch schneller stumpf.

Wie ein Kreissägeblatt schärfen?

Werkzeuge
  • Schärfgerät
  • Sägefeilen (Diamantfeilen)
  • Schränkzange oder
  • Schränkapparat

Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder Sie kaufen sich ein Schärfgerät zu diesem Zweck oder Sie machen es manuell durch abrichten, feilen und gegebenenfalls schränken. Die Anschaffung eines Schärfgeräts amortisiert sich schnell, wenn Sie regelmäßig sägen.

Wenn Sie ein Schärfgerät nutzen, halten Sie sich genau an dessen Gebrauchsanweisung, die einzelnen Schritte sind dieselben wie beim manuellen Schleifen, nur wird das Ergebnis beim maschinellen Schärfen deutlich präziser.

Übrigens: Je häufiger Sie Ihr Sägeblatt schärfen, umso länger hält es und umso leichter lässt es sich nachschleifen. Für das manuelle Schärfen folgt unten eine Anleitung.

Kreissäge schneidet Kunststoff
Auf einer Baustelle wird alles mögliche mit dem gleichen Sägeblatt geschnitten.
Feilen manuell
Schauen Sie mal Ihren Feilenbestand durch, ob auch Sägefeilen vorhanden sind.

Worauf sollten Sie bei der Anschaffung eines Sägeblatt-Schärfgeräts achten?

  • Der Durchmesser Ihrer Sägeblätter muss passen (sehr große Sägeblätter passen teilweise nicht in die handelsüblichen Geräte).
  • Das Schärfgerät sollte auch eine Schränkfunktion bieten, wenn Sie CV-Sägeblätter verwenden, denn diese sind grundsätzlich immer geschränkt.
  • Möchten Sie auch HM-und NF-Sägeblätter schleifen? Ein Teil der Geräte kann mit entsprechenden Diamantschleifscheiben für Hartmetall-Sägeblätter genutzt werden.
  • Bei den HM-Sägeblättern gibt es flache, breite Zähne und wechselnd breite Zähne. Prüfen Sie, ob das Schärfgerät Ihre Sägeblätter auch schärfen kann.
  • Achten Sie auf gute Qualität, damit das Gerät auch langfristig hält.

CV-Sägeblatt schärfen – Anleitung

Um ein Sägeblatt ohne aufgelötetes Hartmetall zu schleifen, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Ausbauen des Sägeblatts
  2. Überprüfen auf ausgebrochene Zähne (in dem Fall Sägeblatt austauschen)
  3. Einspannen in die Werkbank, den Schraubstock oder mittels Zwingen
  4. Abrichten, d. h. durch waagerechtes Feilen mit einer flachen Diamantfeile alle Zähne auf die gleiche Länge bringen. Bis eine kleine Fläche auf der Oberseite jedes Zahns entstanden ist.
  5. Formen Sie jeden einzelnen Zahn durch 3 bis 4 Züge mit einer dreieckigen Feile wieder in die ursprüngliche Form. Der Zahngrund sollte dabei auf einer Linie beim gesamten Werkzeug sein. Mit der dreieckigen Feile wird zwischen den Zähnen die Form wieder zu einer Spitze gefeilt, wie im ursprünglichen Zustand. Den Winkel dabei behalten.
  6. Mit der Schränkzange oder dem Schränkapparat werden die Zähne wieder gleichmäßig nach rechts und links außen gebogen, damit sich das Sägeblatt beim Sägen nicht verklemmt. Das ist nicht jedes Mal notwendig.
  7. Schärfen Sie die einzelnen Zähne nun mit einer passenden gleichschenkligen, dreieckigen Sägefeile in wenigen Zügen, indem Sie zwischen den einzelnen Zähnen horizontal ansetzen und mit einigen wenigen Zügen schärfen

Warnhinweis: Ein ungleichmäßig bearbeitetes Sägeblatt kann schnell zu einer Gefahr werden, wenn es zu einer Unwucht und in der Folge zu einem Werkzeugbruch führt. Deshalb lassen Sie große Sorgfalt walten und wägen Sie gut ab, ob ein Austausch, ein präzise arbeitendes Schärfgerät oder das in Auftrag geben zum Schärfen nicht sicherheitshalber vorzuziehen wäre.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kreissägeblatt schärfen mit Flex? Kreissägeblatt schärfen mit Dremel? Absolut nicht zu empfehlen. Schleift die Schränkung weg und/oder ist ungleichmäßig im Winkel.
Kreissägeblatt schärfen mit Feile? Kreissägeblatt schärfen Anleitung? Das wird in der Anleitung oben beschrieben.
Kreissägeblatt schärfen Preis? Die Kosten unterscheiden sich sehr. Mehr dazu finden Sie unter dem Punkt »Sägeblatt schärfen – Kosten«.
Kreissägeblatt schärfen Winkel? Die ursprünglichen Winkel sollten beibehalten werden. Mit einer Winkellehre lässt sich die Genauigkeit prüfen.

christiane baldwin

Christiane Baldwin

Als Onlineredakteurin verbinde ich für heimwerker.de meine DIY-Leidenschaft mit meinem Beruf – in Home Office und Werkstatt. Mein britischer Mann und unser kleiner spanischer Hund unterstützen mich bei meinen Bau- und Bastelprojekten mit Tatkraft und Humor.