Sicherheit & Einbruchschutz

Überwachungskamera Test: Blaupunkt VIO-Serie

Überwachungskamera Test: Blaupunkt VIO-Serie

Ich hatte bereits einige Überwachungskameras im Test und war in den meisten Fällen ziemlich zufrieden mit den Testergebnissen. Das Testergebnis spiegelte dabei häufig den Kaufpreis wieder, wobei hier selten die Kameratechnik der ausschlaggebende Punkt war. Betrachtet man sich die Modelle verschiedener Hersteller, sehen sie sich doch verdammt ähnlich. Der Kostenfaktor steckt hauptsächlich in der Qualität der verbauten Technik und vor allem in der Entwicklung der dazugehörigen Software.

Daher freue ich mich ganz besonders auf den aktuellen Test der IP-Kameras aus der VIO-Serie von Blaupunkt. Warum? Weil Blaupunkt ein namhaftes Unternehmen ist und keiner der unbekannten „Hersteller“ von Kameras und Alarmanlagen, die in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen sind. Von Blaupunkt erhoffe ich mir mehr als ein importiertes Standard-Kameramodell, welches nur mit dem eigenen Firmenlogo versehen wurde.

Überwachungskamera – was ist erlaubt?

Richtet man sich nach den gesetzlichen Vorgaben ist nichts erlaubt. Es sei denn, man bleibt in der eigenen Wohnung, dem eigenen Haus und beziehungsweise auf dem eigenen Grundstück. Aber auch hier ist Vorsicht geboten. Überwacht werden darf nur das eigene Grundstück.

Überwacjhungskameras sollten an der Grundstücksgrenze installiert werden und auf das Grundstück ausgerichtet sein.
Überwachungskameras sollten an der Grundstücksgrenze installiert werden und auf das Grundstück ausgerichtet sein.

Kein Passant, der sich auf öffentlichen Wegen oder dem Nachbargrundstück befindet, darf das Gefühl haben, dass er beobachtet wird.

Nicht einmal dann, wenn es sich nur um eine Kamera-Attrappe handelt. Auch eine auf die Straße ausgerichtete Kamera, die so weit nach unten gedreht wird, dass das aufgenommene Bild nur bis zur Grundstücksgrenze geht, ist nicht gestattet. Wird der Eindruck erweckt, dass auch der öffentliche Bereich unter Beobachtung steht, muss die Überwachungskamera an anderer Stelle platziert werden.

Die beste Wahl ist, Outdoor Überwachungskameras an der Grundstücksgrenze zu platzieren und sie auf die Grundstücksmitte auszurichten. Wenn dann die Kamera von außerhalb gar nicht erst zu sehen ist, bewegt man sich im sicheren Rahmen.

Im Test die Blaupunkt VIO-Serie (IP-Kameras)

IP-Kameras oder WLAN-Kameras gibt es unzählige von wiederum unzähligen Anbietern und ich durfte bereits einige davon testen. Möchte man jedoch eine Überwachungskamera mit Bewegungsmelder, eine schwenkbare Kamera oder eine Überwachungskamera mit Aufzeichnung kombinieren und möglichst alle auch noch gleichzeitig im Blickfeld haben, wird das Angebot deutlich dünner. Erst recht, wenn die verschiedenen Kameras in ein bereits bestehendes System eingefügt werden sollen.

Genau das soll die Blaupunkt Überwachungskameras ermöglichen. Nicht nur, dass die Serie bereits verschiedene Modelle beinhaltet, die Überwachungskameras sollen sich gemeinsam verwalten, am Smartphone, Tablet oder PC installieren und öffnen und dank ONVIF auch mit anderen Kameras gemeinsam nutzen lassen.

Blaupunkt bietet selbst folgende Modellvarianten an Überwachungskameras an:

Mit diesen vier Modellen, wovon die ersten drei zum Test stehen, lassen sich bereits viele Anwendungsfälle abdecken. Sie können jedoch auch mit anderen Systemen kombiniert werden.

Einrichtung der App Cam4Home

Die App ist bei Google Play und auch im AppStore erhältlich. Warum sie mit 3,2 Sternen nur mäßig bewertet wurde ist leider nicht erkennbar.

Geladen wird sie relativ zügig, jedoch zieht sich die Installation ein wenig hin und meldet sich abschließend mit einer nötigen Registrierung. Diese verlangt jedoch lediglich eine Mailadresse, die Postleitzahl und das Land in der die App genutzt wird. Weitere Angaben können zwar gemacht werden, sind aber nicht erforderlich und auch die Mailadresse muss nicht bestätigt werden.

In nur wenigen Schritten sind App und Kameras eingerichtet.
In nur wenigen Schritten sind App und Kameras eingerichtet. An Daten wird lediglich eine Mailadresse und die PLZ gefordert.

Damit ist die App bereits einsatzbereit und es kann die erste Kamera hinzugefügt werden. Im Geräte-Manager die Verbindungsart (LAN oder WLAN) auswählen, einen Namen vergeben, Code auf der Rückseite der IP Cam scannen und das heimische WLAN-Passwort eingeben. Anschließend gibt ein lustiges Geräusch an, dass die Verbindung zur Kamera aufgebaut wird. Ist diese erfolgt muss das vorgegebene Standard-Passwort geändert werden und anschließend erscheint bereits das erste Bild. Etwa 1 Minute – mehr Zeit wird nicht benötigt und binnen weniger als fünf Minuten sind alle drei Kameras erfolgreich eingerichtet. Perfekt!

Überwachungskamera Test – Die Blaupunkt VIO-Kameras

VIO-H30 Indoor Überwachungskamera WLAN mit Bewegungsmelder

Die VIO-H30 ist eine HD Kamera für innen, die aufgestellt oder an der Wand befestigt werden kann. Sie besitzt eine ansprechende Größe, wirkt dezent aber dennoch modern und kann aus der Ferne betrachtet durchaus als kleiner Surround-Lautsprecher durchgehen.

Im Regal wirkt die VIO-H30 fast wie ein kleiner Lautsprecher.
Im Regal wirkt die VIO-H30 wie ein kleiner Lautsprecher.

Was besonders auffällt, sie die vielen kleinen Löcher für den Lautsprecher. Häufig besitzen Überwachungskameras lediglich zwei kleine Löcher für das Mikrofon und die Tonausgabe. Bei Blaupunkt VIO-H30 wird offensichtlich Wert auf eine gute Tonübertragung gelegt. Das mit Erfolg, wie sich im praktischen Test herausstellen wird.

Gut gefällt auch der Mini-USB-Anschluss zur Spannungsversorgung, der rückseitig nach unten zeigt, womit der Stecker nicht unschön nach hinten absteht, sondern leicht versteckt verlegt werden kann. Zur Spannungsversorgung steht übrigens ein 3 m langes USB-Kabel zur Verfügung, welches mit einem sehr kleinen Netzteil versorgt wird. So lässt sich die VIO-H30 leicht ins Regal integrieren und selbst Steckdosen hinter einem Schrank nutzen. Details, die mir sehr gut gefallen.

Positiv sticht auch der Fuß hervor der für einen sicheren Stand sorgt. Interessanter ist jedoch die Wandbefestigung, die mittels einer magnetischen Metallplatte erfolgt. Diese kann angeschraubt oder mit dem beigelegten Pad angeklebt werden. Kleine Nasen auf der Platte sorgen dafür, dass die VIO-H30 trotz der schnellen Befestigungsmöglichkeit stets genau ausgerichtet bleibt.

Rundherum gefällt mir die VIO-H30 zur Überwachung im Innenbereich sehr gut. Es gibt keinen Punkt den ich anders oder besser gestalten würde.

Das Kabel lässt sich verdeckt abführen.
Das Kabel wird nach unten abgeführt und lässt sich so versteckt verlegen.
Eine magnetische Wandhalterung sorgt für eine einfache Installation.
Eine magnetische Wandhalterung sorgt für eine einfache Installation.

VIO-B30 Outdoor Überwachungskamera WLAN/LAN

Das Design der VIO-B30 ist von vielen anderen Outdoor-Kameras bekannt und auch die Befestigungsmöglichkeit hat sich in dieser Form sicher nicht grundlos bewehrt.

Die VIO-B30 ähnelt vielen anderen Überwachungskameras.
Die VIO-B30 ähnelt vielen anderen Überwachungskameras.

Zum Schutz gegen die Sonneneinstrahlung besitzt sie eine kleine Abdeckung die sich minimal verschieben lässt. Ein Sonnenschutz ist sicher sinnvoll, in dieser Form erübrigt er sich aber meines Erachtens. Die Verstellmöglichkeit fällt so gering aus, dass eine Justierung nicht nötig ist und die Sonnenblende generell vorne bleiben kann. Hier zeigt sie jedoch nur Wirkung, wenn die Sonnen fast senkrecht am Himmel steht. Bei einem leichten Einfallwinkel spendet die kleine Blende keinen Schatten mehr.

Was dagegen sehr gut gefällt, ist die Kabelabführung die an aber auch durch die Wand erfolgen kann. Allerdings wird im zweiten Fall ein recht großes Loch (Dm 20 mm) benötigt, um auch den Anschluss für das LAN-Kabel hindurch zu bekommen. Eine Alternative den LAN-Anschluss nicht zu nutzen und das Anschlusskabel im Fuß zu verstecken, gibt es leider nicht. Alle Kabel müssen aus dem Befestigungsfuß geführt oder im Notfall abgeschnitten werden.

Bis auf diese etwas ungünstige Lösung gibt es am Aufbau der IP Cam im Test nichts auszusetzen. An das Design hat man sich bereits bei vielen Outdoor Kameras gewöhnt und lediglich eine separate Befestigungsplatte zu einfacheren Montage oder Demontage könnte hier noch Vorteile bringen. Wirklich erforderlich ist sie aber nicht unbedingt.

Der Blendschutz zeigt leider nur geringe Wirkung.
Der Blendschutz zeigt leider nur geringe Wirkung.
Die Speicherkarte ist mit einem Deckel gut geschützt.
Die Speicherkarte ist mit einem Deckel gut geschützt.

VIO-D30 Outdoor Überwachungskamera WLAN/LAN

Braucht man im Privatbereich eine Überwachungskamera, die an der Decke befestigt werden kann und sich hinter einer Klarsicht-Kugel versteckt? Nein, braucht man nicht, aber sie sehen verdammt klasse aus. Während die typischen Überwachungskameras mit Bewegungsmelder für außen eher stakelig und unschön von der Wand abstehen, fügt sich eine solche durchsichtige Halbkugel deutlich dezenter in das Umfeld ein und wirkt vor allem professioneller. Irgendwie fühlt man sich bei dieser Bauform auch nicht so beobachtet, da die Kamera nicht als solches zu sehen ist.

Auf den ersten Blick ist bereits zu erkennen, dass sich die VIO-D30 nur manuell und erst nach Abnahme der durchsichtigen Halbkugel verstellen lässt. Das erschwert zwar die Einrichtung und auch jede neue Ausrichtung benötigt einen gewissen Aufwand, dafür ist die Kamera extrem gut gegen Staub und Feuchtigkeit geschützt. Dafür steht die Kennzeichnung IP67. 6 = staubdicht und 7 = Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen.

Angebaut wirkt sie professionell und nicht aufdringlich.
Angebaut wirkt sie professionell und nicht aufdringlich.
Zum Ausrichten muss die D30 geöffnet werden.
Zum Ausrichten muss die D30 geöffnet werden.

Etwas nachteilig für eine Deckenmontage ist die Kabelabführung. Es ist zwar möglich, die Kabel seitlich als auch durch die Decke abzuführen aber diese Varianten erfordern ein großes Loch in der Decke oder ein Kabel entlang der Decke, welches in einem ziemlich dicken Kabelschacht verstaut werden müsste, da auch hier die LAN-Verbindung erheblich Platz beansprucht.

Dennoch gefällt mir die VIO-D30 sehr gut. Sie hebt sich durch ihre Bauform deutlich von einfacheren IP Cams ab und wird trotz ihrer Größe nicht als störend empfunden. Wer sich für eine solche Variante entscheidet, der ist sich auch gewillt den Aufwand in Kauf zu nehmen, das Kabel durch die Decke abzuführen.

VIO-DMB1 Wandhalterung für Überwachungskamera außen

In schön gibt es die Überwachungskamera VIO-D30 von Blaupunkt nicht nur für die Decke. Wer auf das runde Design nicht verzichten möchte, kann die D30 mithilfe der Wandhalterung auch an der Wand befestigen. Auch hier und erst recht mit der Halterung macht die Outdoor-Cam eine gute Figur.

Der Hohlraum der Halterung bietet jetzt auch die Möglichkeit, den LAN-Anschluss zu verstecken, sofern dieser nicht benötigt wird. Für mich ist diese Form der Außen-Kamera die optisch ansprechendste Variante.

Die Wandhalterung wird in die Halteplatte eingehangen.
Die Wandhalterung wird in die Halteplatte eingehangen und ist so leicht abzunehmen.
Die Halterung bietet ausreichend Platz, nicht benötigte Kabel zu verstauen.
Die Halterung bietet ausreichend Platz, um nicht benötigte Kabel (LAN-Anschluss) zu verstauen.

Die Blaupunkt VIO-Überwachungskameras im praktischen Test

Alarmierung mittels der App Cam4Home

Um aus den Blaupunkt HD Kameras auch eine Blaupunkt Alarmanlage zu machen, stehen mehrere Varianten zur Verfügung. In erster Linie natürlich die App Cam4Home.

Wie eingangs bereits die Installation der VIO-Kameras, gestaltet sich auch die Bedienung recht einfach. Die App ist sehr aufgeräumt und übersichtlich, woraus sich eine einfache und intuitive Bedienung ergibt. Alle Funktionen offenbaren sich jedoch erst, wenn man sich durch das gesamte Menü klickt. Wer hätte gedacht, dass es drei verschiedene Timer-Programmierungen gibt? Eine zur Video-Aufzeichnung und je eine für die verschiedenen Alarmfunktionen “Bewegungserkennung” und “verdeckte Kamera”. Die erste Einrichtung gestaltet sich dadurch etwas umfangreicher, da die Programmierungen für jede einzelne Kamera gesetzt werden müssen. Wiederum ermöglicht das jedoch auch sehr individuelle und komplexe Lösungen zur Überwachung.

Was mir weniger gefällt ist die fehlende Möglichkeit unterschiedliche Benachrichtigungen zu nutzen – die Pushbenachrichtigung bleibt der einzige Weg.

Die Bildübertragung ist stabil und sehr gut. Die Menüführung könnte jedoch etwas aufgeräumt und optimiert werden
Die Bildübertragung ist stabil und sehr gut. Die Menüführung könnte jedoch etwas aufgeräumt und optimiert werden

Neben der Alarmbenachrichtigung ermöglicht die App natürlich auch einen Blick auf die Kamera-Bilder. Hier kann die App Cam4Home wieder auftrumpfen. Alle Kameras lassen sich einzeln aber auch als Übersicht aufrufen. Die Übertragung ist dabei sehr gut und vor allem extrem schnell. Selbst wenn man sich gerade nicht im heimischen WLAN-Netz befindet. Die Videoübertragung kann individuell angepasst werden, sodass die Übertragung auch bei einer langsameren Netzanbindung stabil bleibt. Selbst wenn alle drei Kameras ihr Signal gleichzeitig auf das Smartphone und an PC-Software senden, gibt es keine Einbrüche in der Datenübertragung.

Insgesamt gefällt die App gut, wie aber auch viele andere. Die Einstellungen sind ausreichend und die App arbeitet auch bei guter Bildübertragung sehr stabil. Bis auf mehr Individualität bei der Alarmbenachrichtigung wird nichts vermisst und gibt es kaum etwas zu bemängeln.

Sehr gute Bildübertragung bei Tageslicht.
Sehr gute Bildübertragung der Indoor Kamera.
Auch die Aufnehmen im Freien werden schnell übertragen.
Auch die Aufnahmen im Freien werden schnell übertragen.

Programmierung und Überwachung mittels PC-Software SmartPSS

Beim Gedanken an eine Kameraüberwachung sehe ich einen Monitor mit vielen kleinen Bildern der einzelnen Kameras vor mir, die sich einzeln vergrößern lassen. So, wie man es häufig bei einem Pförtner, in Filmen oder im Nebenraum eines Einkaufcenters sieht. Eine Möglichkeit, die ich bei bisher allen getesteten Kamera-Modellen vermisst habe.

Zwar bringen einige Modelle auch eine PC-Software mit, jedoch bieten die in den meisten Fällen nur einen Blick auf die Live-Übertragung. Nicht so die Software SmartPSS, welche zu den VIO-Überwachungskameras angeboten wird und in Kooperation mit Blaupunkt entwickelt wird. Die Software ist ein gewaltiges Tool, dessen Möglichkeiten schier grenzenlos zu sein scheinen. Von der einfachen Alarmmeldung, über automatische Videoeinblendung, Gegensprechfunktion oder gar der Personenzählung ist alles möglich. Tiefer ins Detail zu gehen, würde den Rahmen sprengen.

Ein Monitor gestattet den Blick auf alle IP Cams. Wird eine Bewegung erkannt, öffnet sich auf dem zweiten Monitor das Live-Bild der entsprechenden Kamera.
Ein Monitor gestattet den Blick auf alle IP Cams. Wird eine Bewegung erkannt, öffnet sich auf dem zweiten Monitor automatisch das Live-Bild der entsprechenden Kamera.

Wichtig ist mir in erster Linie, dass es endlich eine stabile Kombination aus Überwachungskameras und einer Software gibt, die es ermöglicht, stets alle Aufnahmen im Blick zu haben. Wird hierbei eine Alarmfunktion eingerichtet, öffnet sich bei einer Bewegungserkennung ein Fenster in dem die Liveübertragung größer gezeigt wird.

Unzählige Einstellungsmöglichkeiten werden per Tab geöffnet.
Unzählige Einstellungsmöglichkeiten werden per Tab geöffnet.

Die Kameras der Blaupunkt Alarmanlage werden von der Software schnell gefunden und können sofort hinzugefügt werden. Zwar wurde diese Software in Kooperation mit Blaupunkt aber nicht nur für Blaupunkt entwickelt, jedoch zeigt sich gerade darin, welche Möglichkeiten sich ergeben, wenn man nicht nur sein eigenes Süppchen kocht, sondern bereit ist, sein System so zu gestalten, dass es offen für Kooperationen ist. Von allen bisher getesteten Netzwerkkameras-Kameras sind bisher nur die VIO-Kameras von Blaupunkt bereit, ihr Signal mit anderen Systemen zu teilen.

Damit ergeben sich besondere Möglichkeiten, die mit anderen Überwachungssystemen nicht immer gegeben sind. So lassen sich Alarmaufnahmen nicht nur auf der Speicherkarte in der Kamera sichern, was mir persönlich sehr wichtig ist. Was nützt die Aufzeichnung, wenn der Tatverdächtige die Kamera samt Speicherkarte entwendet?

Nicht ganz so komfortabel und umfangreich ist ONVIF. Dafür bietet die Software ebenfalls die Möglichkeit, Netzwerkkameras verschiedener Hersteller in einer Software zu öffnen. Zumindest dann, wenn diese den ONVIF-Standard erfüllen. So, wie die VIO-Kameras von Blaupunkt. Auch hier wird darauf gesetzt, mit offenen Karten zugunsten des Anwenders zu spielen.

Die Bildqualität der VIO-Überwachungskameras

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Die IR-Ausleuchtung ist gut und reicht weit.

Wer sich zur Überwachung eine HD Kamera kauft und anschließend ein Bild in HD Qualität wie auf dem TV erwartet, der wird fast immer herb enttäuscht werden. Die Angabe HD Kamera sagt lediglich etwas über die Anzahl der aufgenommenen und dargestellten Bildpunkte aus, nichts jedoch über die Qualität des Bildes. Selbst ein total verpixeltes oder unscharfes Bild, kann in HD Qualität dargestellt werden und die Angabe ist dann nicht mal gelogen.

Entscheidend ist letztendlich die eigene Beurteilung des dargestellten Bildes. Hierbei darf man nicht vergessen, dass Überwachungskameras Nahaufnahmen ebenso ermöglichen, wie den Blick in den letzten Winkel im Garten. Der Focus ist demnach immer ein Kompromiss und es ist kaum möglich den gesamten Überwachungsbereich in “bester HD Qualität” zu sehen.

Gute Farbe und tolle Schärfe mit der VIO-H30.

Gute Farbe und Schärfe mit der VIO-H30.

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Die VIO-D30 liefert auch innen gute Bilder.

Um es auf den Punkt zu bringen: Ich bin mit dem Gesamteindruck absolut zufrieden. Sogar mehr als zufrieden. Bei Tageslicht werden alle Farben super dargestellt und die “IR-Ausleuchtung” bei absoluter Dunkelheit liefert klare Bilder. Gerade bei den Außenaufnahmen zeigt sich, wie weit die Ausleuchtung reicht.

Fazit: Überwachungskamera Test – Blaupunkt VIO-Serie

IP Kameras, WLAN Kameras, Indoor, Outdoor, mit Bewegungsmelder, als Alarmanlage, kabellos, mit Aufzeichnung…. Überwachungskameras gibt es wie Sand am Meer und alle versprechen sie eine super Überwachung in HD Qualität.Überwachungskamera Test VIO-Serie

Mehr oder weniger erfüllen die meisten auch ihre Versprechen, nur selten findet man jedoch das optimale Gesamtpaket bei dem auch noch der Preis stimmt. Hier greift Blaupunkt mit der VIO-Serie an und setzt die Anforderung perfekt um.

Die Bildqualität ist stimmig und die Tonübertragung der VIO-H30 hebt sich deutlich von allen bisherigen Überwachungskameras im Test ab. Da ist es fast schade, dass die Outdoor-Kameras keine Tonübertragung bieten – sofern man diese benötigt.

Die App Cam4Home von Blaupunkt bietet einen guten Funktionsumfang und leistete sich im Test keine Fehler. Sie hebt sich aber auch nicht sonderlich von anderen Apps zur Kameraüberwachung ab.

Besonders zeichnet sich die VIO-Serie dafür mit ihrer offenen Vernetzbarkeit aus. So lassen sich die Live-Bilder nicht nur in der App ansehen, sondern auch auf dem FTP/NAS-Server speichern oder mit einer sehr umfangreichen kostenlosen Software betrachten, speichern oder durch umfangreiche Alarmfunktionen steuern.

Zusätzlich erfüllen alle Kameras den ONVIF-Standard, sodass eine Verwaltung und Kombination mit vielen anderen Netzwerkgeräten zur Überwachung möglich ist. Damit bieten die Blaupunkt Überwachungskameras die optimale Lösung für jeden Anwender. Eine super Bildqualität zu einem bezahlbaren Preis und Kameras, die sich mit anderen Systemen kombinieren kann. Mehr braucht es nicht, um sich eine eigene Alarm- und Überwachungsanlage aufzubauen.