Hausanbau

Wintergarten bauen und planen: 7 Tipps für Ihre Wohlfühloase

  • Ihr Wintergarten sollten vor allen Dinge gut geplant sein. Am einfachsten ist es, den Wintergarten gleich in den Hausbau zu integrieren, um spätere Umbaukosten zu minimieren.
  • Die Lage eines Wintergartens ist entscheidend. Während sich eine Nord- oder Ostlage eher für entspanntes Arbeiten und relaxen eignet, kommt es in einer Südlage gerne mal zu Wärmestau.
  • Damit Sie Ihren Wintergarten auch bei Minusgraden genießen können, sollten Sie in eine effiziente Heizung investieren. Eine Fußbodenheizung ist quasi unsichtbar und hat gleichzeitig eine regelmäßige Wärmeabgabe.
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Vor ein paar Jahrhunderten wurden in speziellen Glasbauten exotische Früchte vor der Kälte des Winters geschützt. Heute genießen Hausbesitzer Herbststürme, Schneetreiben oder kalte Frühlingsnächte in modernen Wintergärten.

Der Wintergarten ist mittlerweile zur Wohlfühloase geworden und lässt uns auch im Winter die Sonne und das Grün des Sommers genießen. Erfahren Sie im Folgenden auf Heimwerker.de alles rund um die Planung und den Bau des eigenen Wintergartens.

1. Vorüberlegungen zur Wintergartenplanung

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Ein Wintergarten will gut geplant sein. Bei Fehlern ist er schnell zu warm, zu kalt, hat zu viel oder zu wenig Sonne.

Wird der Wintergarten von Anfang an mit eingeplant, kann er optimal in den Grundriss integriert und für die Energiebilanz des Hauses genutzt werden. Zwar erhöht der gläserne Wohnraum die Baukosten zunächst, aber ein späterer Anbau würde sich als noch kostspieliger erweisen.

Die Investition rechnet sich außerdem nicht nur wegen der verbesserten Wohnqualität, sondern auch wegen der Wertsteigerung der Immobilie. Viele Haushersteller haben inzwischen Häuser mit integrierten Wintergärten im Programm.

Wie der Wintergarten-Fachverband e.V. (Rosenheim) mitteilt, bieten sich dem Pflanzenliebhaber im Wintergarten “ungeahnte Möglichkeiten für die Haltung der verschiedenartigen Gewächse”.

Wintergarten selber bauen und planen? Um späteren Enttäuschungen beim erwarteten Wohnerlebnis vorzubeugen, sollte vor der Ausführung gründlich überlegt und geplant werden. Lassen Sie Ihren Wintergarten lieber von Fachleuten bauen. Beim Wintergarten bauen handelt es sich um technische und handwerkliche Präzisionsarbeit. Hersteller und ausführende Firmen sollten nach Referenzen, Garantiezeiten und Gewährleistungen befragt werden.

Fehler beim Wintergartenbau vermeiden: Zu den häufigen Fehlern beim Wintergarten bauen zählen eine falsche Standortwahl zu kleine Nutzfläche, ungünstige Dachneigung und für Wintergärten falsches Eindeckmaterial. Auch mangelhafte Fundamente und Bodenbeläge, Wärmeverluste, Kältebrücken und beschlagene Scheiben sowie eine ungenügende Heizung, Lüftung und Schattierung können das Klima im Wintergarten negativ beeinflussen. Ein gutes Raumklima ist sowohl für die Menschen als auch die Pflanzen im Wintergarten entscheidend.

2. Bauvorschriften für Wintergärten

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Für den Bau eines Wintergarten gibt es Vorschriften, die es unbedingt einzuhalten gilt.

Der Wohnwintergarten ist gemäß Energie-Einspar-Verordnung (EnEV) ein Gebäudeteil mit „normalen Innentemperaturen“ (mindestens vier Monate beheizt, auf mindestens 19 Grad Celsius) und hat strengere Maßstäbe zu erfüllen als ein Gebäudeteil mit „niedrigen Innentemperaturen“ (12 bis 19 Grad Celsius).

Die Grenzwerte betreffen Konstruktion und Dämmung. Unbedingt zu beachten ist die thermische Trennung: Was nicht normal beheizter Wohnraum ist, ist aus Sicht der EnEV „draußen“ und muss von diesem durch abschließbare Türen wärmedicht abschottbar sein.

Weitere Verordnungen:

  • Stand- und Bruchsicherheit: Der Wintergarten muss Lasten durch Wind, Schnee und Regen aushalten, Standsicherheit muss nach DIN 1055 gewährleistet sein; die unteren Scheiben der Dachverglasung müssen aus Verbund-Sicherheitsglas (VSG) bestehen.
  • Verkehrssicherheit: Je nach Bundesland müssen die Abstände eines Wintergartens zum Nachbargrundstück das 0,8- bis 1-fache der Wandhöhe betragen, mindestens jedoch 3 bis 2,5 Meter. Zwischen Reihen- und Doppelhäusern gelten Ausnahmeregelungen.
  • Brandschutz: Fluchtwege aus dem Wintergarten sind vorzusehen, Zugang für die Feuerwehr ebenfalls. Können die Mindestabstände zum Nachbarn nicht eingehalten werden, sind die Wände/Glaswände in der Brandschutzklasse F 90 auszuführen (Die Wintergartenwände müssen einem Feuer 90 Minuten standhalten können).

3. Lage des Wintergartens

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Je nach Lage des Wintergartens, kann dieser morgens, abends oder den ganzen Tag die Sonne einfangen.

Die Lage des Wintergartens ist entscheidend. Jede Himmelsrichtung hat Vor- und Nachteile. Bei einer ungünstigen Ausrichtung des Wintergarten-Bauplatzes kann auch eine Über-Eck-Konstruktion sinnvoll sein: Diese hat zwei Zonen für die Sonneneinstrahlung und bietet sowohl sonnenhungrigen als auch schattenliebenden Pflanzen Lebensraum.

Nordlage Ostlage
  • bietet sich für einen Heimarbeitsplatz, ein Studio oder ein Atelier an
  • Glasanbau wirkt hier als Klimapuffer und Schutz für den Eingang
  • Energieersparnis ist dann im Vergleich genauso hoch wie die positive Energieaufnahme durch Sonnenstrahlen aus dem Süden
  • ideal für ein Frühstück in der Sonne
  • Platz ist vor der heißen Nachmittagssonne geschützt
  • bei ausreichender Belüftung und Beschattung selbst im Hochsommer keine Überhitzung
  • leistet somit auch als Arbeitsplatz gute Dienste
  • ebenfalls für Pflanzen ideale Lichtverhältnisse
Südlage Westlage
  • die wohl beliebteste Ausrichtung
  • durch die lange Sonneneinstrahlung auch im Winter vielseitige Nutzung
  • im Hochsommer kommt es allerdings schnell zu Hitzestaus
  • deswegen müssen unbedingt Beschattungs- und Belüftungsanlagen eingeplant werden
  • Westlage sollte nur im “Notfall” gewählt werden
  • Temperatur steigt hier durch die zusätzliche Abendsonne auf ein unerträgliches Maß an
  • im Winter dagegen bringen spärliche Sonnenstrahlen wenig Nutzen
  • bei Westlage für einen ausreichenden Wärmeschutz und eine Heizung sorgen
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4. Wintergarten-Konstruktion: Wärmedämmung und Materialien

Bei der Wahl des Glases für einen Wintergarten sollte man auf modernste Wärmeschutzverglasungen mit zwei- oder dreischichtigen Glasflächen mit Gasfüllung achten. Bei Glasdächern ist ohnehin Verbund-Sicherheitsglas vorgeschrieben.

4.1. Wintergarten aus Holz bauen

  • wärmetechnisch und baulich hervorragend geeignet
  • Leimbinder sorgen für Tragfähigkeit und wirken Verzug entgegen
  • keine ideale Witterungsbeständigkeit: Holz benötigt regelmäßig Schutzanstriche

4.2. Wintergarten aus Aluminium

  • guter Wärmeleiter
  • beständig und pflegeleicht
  • Oberfläche in vielen Farben erhältlich
  • etwas teurer
  • Aluminium wird unter großem Energieeinsatz gewonnen, keine gute Ökobilanz

4.3. Wintergarten aus Kunststoff

  • Kunststoffprofile sind sehr pflegeleicht
  • leichte Montage und sehr beständig
  • Optik nicht sehr natürlich

5. Wasser im Wintergarten: Ein Stück Natur in den heimischen vier Wänden

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Ein Teich oder Pool im Wintergarten stellt aufgrund hoher Luftfeuchtigkeit eine besondere Herausforderung dar.

Ein Teich im Wintergarten – klingt ausgefallen? Ist es auch. In vielen Gärten stellt ein Teich den zentralen Blickfang dar. Nur leider hat man davon die Wintermonate nicht viel. Wie wäre es also, den Teich in den Wintergarten zu holen?

Dies ist nicht nur eine wunderbare Möglichkeit, dem Ort der Ruhe etwas Leben einzuhauchen, zugleich wird das Gefühl gesteigert, sich mitten in der Natur zu befinden. Und mit ein paar tollen Ideen lässt sich daraus noch viel mehr machen.

Wasserpflanzen, die den Wintergarten in eine grüne Oase verwandeln, Seerosen, die auf der Wasseroberfläche des Teichs treiben oder ein kleiner Wasserfall, der mit seinem meditativen Plätschern für Entspannung sorgt.

Tipp: Auch für Pflanzenliebhaber eröffnet ein Teich im Wintergarten ungeahnte Möglichkeiten. Denn die natürliche Heimat vieler Zimmerpflanzen sind sehr feuchte, sumpfige Regionen in Urwäldern der tropischen oder subtropischen Klimazonen.

Wenn diese Pflanzen in trockener Raumluft wachsen, gibt es daher oft Probleme. Trotz aller züchterischen Bemühungen ist es bisher nicht gelungen, die ursprünglichen Eigenschaften wegzuzüchten. Man wird sich wundern, wie die Pflanzen in einer angepassten Umgebung wachsen und gedeihen werden.

5.1. Innenteich im Wintergarten

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Ein Wintergarten mit Teich ist der ideale Standort für viele Pflanzen.

In hellen Wintergärten wirkt eine flache, tiefe Mulde, deren Oberkante auf einer Ebene mit der Bodenfläche endet, wie ein angelegter Teich. Das lässt sich aber nur bei einem Neubau planen und ist im Nachhinein oft sehr schwer umzusetzen.

Möchte man den Boden im Wintergarten nicht ausheben, kann dieser Eindruck auch mit einem Podest erreicht werden. Die Fläche vor dem Becken sollte mindestens 60 Zentimeter breit sein, damit sie nicht nur wie ein schmaler Rahmen, sondern wie eine Bodenfläche erscheint. Gleicher Bodenbelag auf allen Flächen verstärkt den Eindruck.

Die Vertiefungen lassen sich, aufgrund der geringen Abmessungen, ideal mit Teichfolie auskleiden. Dabei werden die gekennzeichneten Ecken eingeschnitten und passend mit Heißluft zusammengeheftet. Gestützt wird die Folie nach außen hin vom gebauten Podest, im Inneren drücken Kies, Erde und das Wasser die Folie in die Mulde.

Hinweis: Eine weitere Alternative ist eine sogenannte Teichwanne als Grundform für den Teich im Wintergarten zu verwenden. In Baumärkten sind die PVC-Wannen in den unterschiedlichsten Größen zu bekommen, weshalb vorher genau geplant werden sollte, welche Größe mit passendem Unterbau in das Erscheinungsbild des Wintergartens passt.

Der Unterbau kann aus OSB-Platten und Styropor für die Außenverkleidung einfach und kostengünstig selber gebaut werden. Teurer wird dagegen die Anschaffung der technischen Ausrüstung. Beim Kauf der Umwälzpumpe und den passenden Lampen sollte man sich vor Ort von einem Fachmann beraten lassen. Zuletzt werden nur noch Steine und Sand für den Teichboden benötigt.

Regelmäßige Pflege

Auch bei einem Teich, der sich im Wintergarten und somit abgeschottet von den umweltlichen Einflüssen befindet, darf eine regelmäßige Pflege nicht vernachlässigt werden. Wir fassen kurz zusammen, auf was geachtet werden muss:

  • Regelmäßige Wasserkontrollen: pH-Wert und Sauerstoffgehalt
  • Jährliche Überprüfung der Technik
  • Jährliche Entleerung und Reinigung des Teichs
  • Regelmäßige bakteriologische Untersuchung

6. Welche Heizung kommt für den Wintergarten in Frage?

Natürlich Lüften: Fenster auf!

Das Fenster zu öffnen ist die einfachste und natürlichste Art, den Wohnraum zu lüften und eignet sich auch für zur Wintergarten-Belüftung besonders gut. Der Vorteil ist, dass keine komplexen Systeme verbaut werden müssen: Keine zusätzlichen Kosten und keine Umbaumaßnahmen für Gerätschaften.

Grundsätzlich bleibt es jedem Frei gestellt, wie er seinen Wintergarten beheizt. Prinzipiell ist jede Beheizungsform für einen Wintergarten denkbar, sogar der offene Kamin lässt sich realisieren.

Ein Kaminfeuer hat einen hohen Gemütlichkeitsfaktor, hat aber den Nachteil, dass es in keinster Weise bei Abwesenheit steuerbar ist.

Daher möchten wir im Folgenden auf die Möglichkeiten eingehen, die auch während der Abwesenheit des Wintergartenbesitzers automatisiert funktionieren können.

Heizungstyp Eigenschaften
Fußbodenheizung
  • die Fußbodenheizung benötigt deutlich weniger Platz als regulare Heizkörper
  • außerdem ist die Heizung nicht zu sehen, ein deutlicher Pluspunkt für die Ästhetik
  • da der Raum von allem Seiten beheizt wird, erhalten Sie durch diese Heizung eine besonders gleichmäßige Wärmeverteilung bei einer Betriebstemperatur zwischen 30 und 40 Grad Celsius
Heizmatten
  • wird häufig als nachträgliche Wintergarten-Heizung genutzt, ohne dabei das vorhandene Heizsystem modifizieren zu müssen
  • sind elektrisch und somit von sämtlichen Wärme-, Rohr- und Leitungssystemen unabhängig, Heizmatten können also auch zusätzlich zur regulären Heizung verwendet werden
  • Heizmatten können in beliebiger Form verlegt werden, so können sie beispielsweise nur die Wege des WIntergartens beheizen
Wärmepumpen
  • das Prinzip der Wärmepumpe erinnert an die Funktionsweise des Kühlschranks: So, wie die Wärme aus der Luft des Kühlschrankinneren gezogen werden kann, so kann auch die Wärmepumpe der Umgebung Wärme entziehen, um diese dann in das Heizsystem des Wintergartens zu speisen
  • das System ist sehr zuverlässig und effizient, dass auch auch im Winter bei Minusgraden funktioniert
  • der Austausch erzeugt keine Schadstoffe uns ist somit auch keine Belastung für die Umwelt
  • einzig die Kosten des elektrischen Stroms für die Wärmepumpe sind zu berechnen
Sonnenkollektoren
  • werden ähnlich wie Solarzellen auf dem Dach installiert
  • in den Kollektoren befindet sich eine Flüssigkeit, die durch die Sonneneinstrahlung erhitzt wird
  • Wärme wird durch Wärmetauschpumpen an das Heizsystem weitergegeben und kann so zur Beheizung des Wintergartens genutzt werden

7. Automatischer Wintergarten: Steuerungssysteme und Sensoren

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Eine automatische Wintergarten-Lüftung reagiert auf den Hitzestau bei direkter Sonneneinstrahlung.

Ein komplett ausgestatteter Wintergarten mit Beschattungen, Heizung und Lüftung verfügt über zahlreiche Rollladen-Motoren, Lüftungsklappen und Ventile. All diese ständig im Auge zu behalten kann sehr zeitaufwändig sein.

Eine computerisierte Steuereinheit nimmt dem Nutzer diese Arbeit mithilfe von Temperaturfühlern, Windmessgerät und Sonnenfühlern ab. Sind Haus und Wintergarten eng verbunden, lohnt sich ein BUS-System, welches das komplette Klimamanagement übernimmt. Moderne Lösungen lassen sich auch am PC, via Internet oder über mobile Apps fernbedienen.

Automatisierte Lüftungssysteme belüften den Wintergarten, ohne dass der Besitzer zur Steuerung anwesend sein muss. Die Geräte können hierbei so eingestellt werden, dass sie entweder nach einer Zeitschaltuhr funktionieren oder je nach den klimatischen Verhältnissen den betrieb aufnehmen.

Eine Möglichkeit der automatisierten Belüftung wären elektrische Schließ- und Öffnungsvorrichtungen für Fenster, Lamellen und Dachluken, die im Idealfall bei Niederschlägen sofort reagieren und den Raum wieder verschließen, damit der Wintergarten nicht voll Wasser läuft.

Automatisch gesteuerte Jalousien, Markisen und Screens sorgen im Sommer für ein gutes Klima im Wintergarten und bewahren Pflanzen und Bewohner vor zu viel schädlicher Sonneneinstrahlung. Antrieb und Steuerung der Jalousien sollten geräuscharm und für das Tuch bzw. die Lamellen schonend sein.

Niederschlags- und Sonnensensoren sorgen für eine präzise Steuerung, ein mit diesen Sensoren verbundener Thermostat kontrolliert im Winter die Heizung und im Sommer die Lüftung und Abschattung.

8. Kosten für den Wintergarten – Welchen Preis muss ich für meinen Wintergarten einplanen?

Wintergärten sind eine tolle Addition zu nahezu jeder Immobilie und spenden nicht nur größeren Wohnraum, sondern auch erhöhte Lebensqualität in den eigenen vier Wänden. Doch ein solcher Luxus kann schnell auch seinen Preis haben: Beim Bau muss nicht nur einiges beachtet werden, auch die Wintergarten-Anbau-Kosten können schnell einmal in die Höhe schießen.

Wie Sie die Kosten für den Wintergarten kalkulieren können und mit welchem Preis für den Wintergarten Sie in etwa rechnen können, dazu beantwortet Heimwerker.de Ihnen die wichtigsten Fragen.

8.1. Kosten für den Wintergarten kalkulieren – wo fange ich an?

Die Wintergarten-Anbaukosten sind oft einer der ausschlaggebenden Faktoren für viele Bauherren.

Im Internet finden sich einige Services, mit denen man die Wintergarten-Kosten online berechnen kann, jedoch lassen sich die Kosten eines Wintergartens nur schwer pauschal festlegen, selbst wenn die Größe bekannt ist: So hat beispielsweise ein Wintergarten-Selbstbausatz geringere Kosten als eine komplett maßgefertigte Version, ein Wintergarten auf der Terrasse kostet weniger als wenn ein neues Fundament für den Wintergarten gesetzt werden muss.

Auch die Wahl des Materials ist natürlich ausschlaggebend, dazu sind Kosten für ein Glasdach im Wintergarten meist geringer als eine klassische Überdachung, die aber ohnehin eher selten zu finden ist.

8.2. Welche Nebenkosten kommen auf mich zu?

Weiterhin ist das neue Bauwerk nicht der einzige Kostenfaktor im Projekt Wintergarten. Dazu kommen Kosten, den Wintergarten warm zu halten sowie für eine Wintergartenbeschattung, die gerade im Hochsommer sehr wichtig ist. Sollten diese gewünscht sein, kosten auch Rollläden für Wintergärten oft nicht wenig.

Kosten für die Baugenehmigung des Wintergartens dürften sich in der Regel in Grenzen halten. Baurechtlich ist Ihnen die Genehmigung unentgeltlich zu erteilen, sofern das Projekt den bundes- und landesrechtlichen Bauvorschriften entspricht. Hier entsteht höchstens ein kleiner Verwaltungskostenbeitrag, der aber zu den Gesamtkosten des Wintergartens kaum erheblich beiträgt.

8.3. Wintergarten Kosten-Beispiel: Gibt es einen groben Orientierungswert?

Wie beschrieben, kann das Kosten kalkulieren für den Wintergarten durchaus schwierig sein und hängt von vielen Faktoren ab. Das folgende Beispiel sollte daher nicht als Maßstab gesehen werden, sondern nur als grobes Kosten-Beispiel, um eine etwaige Orientierung im preislichen Rahmen für den Bau eines Wintergartens zu liefern.

In unserem Beispiel soll auf eine vorhandene Terrasse ein Wintergarten aufgebaut werden. Kosten für Fundament des Wintergartens entfallen also größtenteils. Die Terrasse zieht sich an der Wohnzimmerwand entlang und hat die Maße von 10 Meter mal 2,50 Meter; die Höhe des fertigen Wintergartens soll etwa 3 Meter betragen.

Wir gehen vorliegend davon aus, dass der Wintergarten nicht selbst, sondern durch qualifizierte Fachleute aufgebaut werden soll. Sofern keine erweiterte Expertise in diesem Bereich vorliegt, ist dies vor allem für Laien auch die sicherere und sinnvollere Variante.

Wintergarten Kosten

Die Kosten für einen Wintergarten liegen zwischen 20.000 und 50.000 €. Wer bereits eine Terrasse und ein Fundament hat, hat günstig vorweg geplant.

Die Kosten für einen Wintergarten in der beschriebenen Größe würden nun etwa bei 20.000 Euro starten. Dieser Preis bezieht sich auf einen Kaltwintergarten, der also nicht extra beheizt werden soll, sondern im Sommer durch den Gewächshaus-Effekt selbstständig erwärmt wird und im Winter abkühlt, sodass auch nur eine Einfachverglasung verbaut werden muss.

Für einen Warmwintergarten in derselben Größe mit eigener Heizung und Doppelverglasung für optimale Isolation kann schnell das doppelte oder sogar bis 50.000 Euro verlangt werden.

Ein Wintergarten ist sicherlich keine günstige Angelegenheit. Darum sollte am besten direkt beim Hausbau die Idee eines Wintergartens bedacht werden: Ein späterer Anbau ist meist teurer, nicht zuletzt da der Wintergarten sich dann nicht mehr so optimal in den Grundriss eingliedern lässt.

Weiterhin kann ein Wintergarten aber auch als eine Investition gesehen werden: Nicht nur belohnt ein Wintergarten über Jahre hinweg mit einer bereicherten Wohnqualität. Darüber hinaus vergrößert er effektiv die Wohnfläche Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung und steigert außerdem den Wert der Immobilie.

Die Kosten für einen Wintergarten sind also nicht gänzlich verloren, sondern finden sich oft eins zu eins im Wert des Hauses oder der Wohnung wieder, sodass das Objekt nicht selten um einiges teurer verkauft werden kann. Heimwerker.de wünscht viel Spaß und Erfolg bei der Planung und beim Bau ihres persönlichen Wintergarten-Projektes!