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Sofabezug: Die 4 wichtigsten Kriterien & weitere Tipps im Überblick

sofa mit sofabezug grau

Ein Sofa verleiht jedem Wohnzimmer den letzten gemütlichen Schliff. Als harmonischer und gemütlicher Mittelpunkt trägt es maßgeblich zur Behaglichkeit in einem Raum bei und verleiht ihm ein ganz eigenes Gesicht. Bei der Auswahl des Sofas sollte man entsprechend viel Zeit investieren. Dabei geht es nicht nur um die Form, sondern vor allem um den Stoff.

Wir von heimwerker.de verraten Ihnen in der folgenden Kaufberatung, worauf Sie bei der Auswahl des richtigen Sofabezuges dachten sollten.

1. Die wichtigsten Kriterien bei der Stoffauswahl

Ehe es um das Aussehen eines Stoffes geht, schaut man sich erst einmal die Stoffqualität an. Anhand einiger einfacher Kriterien lässt sich schnell feststellen, ob er einer dauerhaften Beanspruchung zuverlässig standhält. Dabei geht es vor allem um die folgenden Aspekte:

  • Scheuerbeständigkeit
  • Pill-Bildung
  • Reibechtheit
  • Lichtechtheit

1.1. Scheuerbeständigkeit: So funktioniert das Martindale-Verfahren

bunte Stoffe

Verschiedene Stoffe sind unterschiedlich belastbar.

Will man viele Jahre Freude an seinem Sofa haben, sollte man sich für einen abriebfesten Stoff entscheiden. Wie widerstandsfähig ein Stoff ist, stellt man mit dem sogenannten Martindale-Verfahren fest.

Dabei reibt man einen Standardwollstoff mit einem bestimmten Gewicht an dem zu testenden Stoff. Man führt den Test solange durch, bis zwei Fäden reißen bzw. ein Faserausfall auftritt. Dabei zählt man die Umdrehungen, die bis zur Beschädigung notwendig sind (Scheuertouren). Je mehr Scheuertouren notwendig sind, desto hochwertiger ist der Stoff.

Auf scheuertouren.de findet man weiterführende Informationen zum Thema. Hier sieht man unter anderem, wie viele Scheuertouren Polstermöbel in öffentlichen und privaten Nutzungsbereichen haben sollten.

1.2. Pill-Bildung: Mit dem richtigen Sofabezug unschöne Knötchen vermeiden

Bei Pills handelt es sich um kleine Faserknoten, die an der Oberseite des Stoffs entstehen. Sie bilden sich, da sich bei längerem Gebrauch des Sofas kleine Faserteile ablösen und sich an der Oberfläche miteinander verknäulen. Dieses Phänomen tritt vor allem bei Flachgeweben auf.

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Wie die Scheuerbeständigkeit lässt sich auch die Pillbildung mit dem Martindale-Verfahren messen. Dabei entnimmt man nach 2.000 und 6.000 Reibezyklen Stoffproben und vergleicht sie miteinander. Je weniger Pill-Bildung auftritt, desto hochwertiger ist der Stoff. Bei der Auswertung steht 1 für sehr starke Pillbildung und 5 für keine Pills.

1.3. Die Reibechtheit: Der Sofabezug sollte nicht färben

Ist ein Stoff reibecht, überträgt sich seine Farbe auch bei längerem Gebrauch nicht auf andere Textilien. Beim Test wird der Stoff sowohl im trockenen als auch im nassen Zustand geprüft. Bei brillanten Farben sind die Ergebnisse in der Regel besser als bei satten dunklen Farben. Auch hier gibt man die Abriebfestigkeit mit Werten von 1 bis 5 an.

1.4. Die Lichtechtheit: Kunstfasern sind lichtechter als natürliche Fasern

Der letzte Aspekt, der bei der Auswahl des Stoffs eine Rolle spielt, ist die Lichtechtheit. Hier geht es darum, ob der Stoff unter dem Einfluss von Licht ausbleicht. Helle, brillante Farben sind in den meisten Fällen anfälliger als dunkle. Darüber hinaus sind Kunstfasern oftmals lichtechter als natürliche Fasern. Man wertet die Lichtechtheit mit den Zahlen 1 bis 8, wobei 8 am besten ist.

Selbstverständlich sind diese Verfahren beim Testen von Couch und Sofa nur schwer durchzuführen. Allerdings können Sie beim Kauf in Erfahrung bringen, welche Werte die Stoffe in den jeweiligen Testverfahren erreicht haben.

2. Den richtigen Textilstoff auswählen

Die Auswahl bei den Stoffen ist sehr vielfältig. Hier gibt es einerseits Naturfasern, andererseits Kunstfasern. Naturfasern unterteilt man außerdem zusätzlich in pflanzliche und tierische Fasern.

Typische Beispiele für die Faserarten entnehmen Sie der folgenden Tabelle:

Pflanzliche Fasern Tierische Fasern Kunstfasern
Baumwolle Leder Viskose
Ramie Wolle Polyacryl
Flachs Seide Polyester

Naturfasern zeichnen sich durch ihren angenehmeren Komfort und die hohe Farbechtheit aus. Kunststoffe punkten mit Pflegeleichtigkeit und Robustheit. Um die Eigenschaften der Sofas zu optimieren, verwendet man in der Regel Kombinationen verschiedener Materialien.

3. Das ist bei der Auswahl eines Ledersofas zu beachten

Ledersofas richtig in Szene setzen

Besonders gut passen naturbelassene Ledersofas zu warmen Wandfarben. Hier können sie ihre charakteristische Ausstrahlung auf besonders ansprechende Art und Weise entfalten. Wichtig ist dabei natürlich ein gleichmäßiger Farbanstrich im richtigen Ton. Bei heimwerker.de finden Sie viele praktische Tipps, die man dabei beachten sollte.

Ein Ledersofa strahlt einen ganz eigenen Luxus aus. Viele Menschen mögen es wegen seines rauen Charmes und der natürlichen Verarbeitung. Auch hier kann man sich zwischen verschiedenen Ausführungen entscheiden.

Dazu gehören:

  • Anilin-Leder
  • Semianilin-Leder
  • Gedecktes Leder

Am hochwertigsten ist das Aninlin-Leder. Dabei handelt es sich um nicht geschliffenes naturnarbiges Leder. Dadurch bleiben Farb- und Strukturverläufe in ihrer beeindruckenden Vielfalt erhalten. Sofas aus Anilin-Leder haben einen entsprechend hohen Preis.

Wer hingegen günstig ein Ledersofa kaufen will, nimmt Semianilin-Leder und gedecktes Leder. Sie sind geschliffen, geprägt und dauerimprägniert. Hier überzeugt die gleichmäßige Oberfläche mit der einheitlichen Farbgebung.

4. Über diese Qualitäten sollte ein guter Sofabezug außerdem verfügen

frau saugt sofa

Reinigen Sie Ihr Sofa regelmäßig, um lange etwas vom schönen Stoff zu haben.

Der Sofastoff Ihrer Wahl sollte nicht nur hochwertig und farblich ansprechend sein, sondern auch einige praktische Merkmale aufweisen. Der Vorteil an dieser Stelle ist. Durch Probesitzen und Probeliegen können Sie ganz einfach und schnell feststellen, ob der Sofastoff Ihren Anforderungen entspricht.

Zum einen sollte Ihr neuer Sofabezug waschbar sein. Zumindest bei kleineren Sofas ist der Bezug des Sofas an der Sitzfläche oft abnehmbar. So können Sie bei Bedarf den Sofabezug waschen – besonders bei Kindern im Haus werden Sie noch früh genug dafür dankbar sein.

Zum anderen sollte der Sofabezug elastisch sein. Fester Stoff ist selbstverständlich etwas widerständiger gegen Schäden, allerdings ist elastischer Stoff um ein Vielfaches bequemer und schmiegt sich Ihrem Gesäß und Rücken sanft an.

Wollen Sie Ihr Sofa vollständig selber bauen? Dann hilft Ihnen unsere Anleitung sicher weiter!

Bildnachweise: adobestock.com/Photographee.eu, adobestock.com/yanik88, adobestock.com/Africa Studio (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)