Osterdeko

Ostereier natürlich färben mit Naturfarben – Mehrfarbige Eier färben

Ostereier färben mit Naturfarben

Bunte Ostereier mit biologischen Farben

Einer der schönsten Osterbräuche für Kinder und Erwachsene ist das Eierfärben. Neben dem Bemalen werden die Ostereier in einen Becher mit spezieller Farbe getaucht.

Im Folgenden zeigen wir Ihnen in unseren Anleitungen, wie Sie aus natürlichen Zutaten den Farbsud herstellen und mit einem oder mehreren Farbtönen bunte Ostereier färben. Außerdem verraten wir, wie man mithilfe von Klebefilm, Isolierband oder Gummibändern originelle Muster gestaltet.

Aber nicht nur ausgeblasene Eier werden gefärbt. Vor allem bei gekochten Frühstückseiern ist auf ungiftige, biologische Farben zu achten.

Aus diesem Grund erfahren Sie hier ebenfalls, welche Gemüsesorten, Beeren und anderen natürlichen Zutaten für die einzelnen Farbtöne benötigt werden.

Ostereier färben Zutaten für Naturfarben

Farben aus der Natur sind gesundheitlich unbedenklich. Zum Färben eignen sich Rote Bete, Schwarzer Tee, Walnussschalen, Spinat, Petersilie, Rotkohlblätter und viele weitere Zutaten, die man zu Hause hat.

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Allerorts werden gerne Eier ausgeblasen und bunte Eier in den Kühlregalen angeboten. Denn erst mit bunt gefärbten Eiern ist das Osterfest komplett. Doch künstliche Eierfarben sind nicht für alle Menschen völlig harmlos.

Lebensmittelfarben aus dem Supermarkt besitzen Zusatzstoffe, die für den Verzehr zugelassen sind. Jedoch gehören viele dieser Stoffe zur Gruppe der Azofarbstoffe, welche bei empfindlichen Menschen allergieähnliche Reaktionen auslösen können.

Zu den möglichen allergieähnlichen Reaktionen zählen Hautrötungen, Juckreiz und im schlimmen Fall Asthmaanfälle. Beim Eierfärben gelangen Tartrazin (E 102) und Azorubin (E 122) in die Eier und ins Eiweiß denn fast jede Eierschale besitzt winzige Risse und Sprünge. Auf diese Weise werden sie in geringen Mengen mitgegessen.

Deshalb empfehlen wir biologische Farben aus der Natur. Sie sind gesundheitlich unbedenklich und ergeben schöne Farbtöne.

  • Rote Farbtöne: Rote Beete, Rotkohlblätter, roter Malventee, schwarze Johannisbeeren, Apfelbaumrinde, Birkenbaumrinde
  • Blaue Farbtöne: Holunderbeeren, Heidelbeeren, blaues Malvenkraut
  • Gelbe Farbtöne: Birkenblätter, Brennesselblätter, Holunderblätter, Apfelbaumblätter, Goldrutenkraut, Safran, Fliederblüten, Kamillenblüten, gelbe Ahornblätter
  • Orange Farbtöne: Karotten, Ringelblumenblüten
  • Braune Farbtöne: Eichenrinde, Blätter von Haselnusssträuchern, Kaffee, Tee, Zwiebelschalen
  • Grüne Farbtöne: Matetee, Johanniskraut, Efeublätter, Schachtelhalmkraut, Spinat, Petersilie

Unsere Tipps zum biologischen Eierfärben

  1. Weiße Eier nehmen die Farbe am besten an, besonders wenn sie vor dem Färben gut mit Essig abgerieben wurden.
  2. Die Farbkraft kann durch die Beigabe bestimmter Zusätze ein wenig manipuliert werden. Alaun, Pottasche und Kaliumcarbonat intensivieren die Farbe, Eisennägel und Eisensalz verdunkeln die Farbe und Essig hellt die Farbe auf.

Grüne Eier mit Gras oder Blättern färben

Zum Eierfärben in unterschiedlichen Grüntönen werden Eier zusammen mit frischem Gras oder grünen Blättern gekocht. Beachten Sie dabei, dass die Blätter nicht von giftigen Garten- oder Zimmerpflanzen stammen sollten.

Rezepte für den Farbsud

Bevor man mit dem Ostereier-Färben beginnen kann, muss der Farbsud hergestellt werden. Je nach Pflanzenart oder Färbematerial werden unterschiedliche Mengen an Wasser, sowie eine kürzere oder längere Einweich- und Kochzeit benötigt. Grobe Materialien, wie zum Beispiel Baumrinde oder Karotten, sollten vorab zerkleinert werden. Den fertigen Sud muss man nach dem Kochen filtern.

Für die Herstellung des Farbsuds gelten folgende Werte als Richtlinien:

Material Menge in g auf 2 Liter Wasser Einweichzeit Kochzeit
Gemüse und Pflanzen 500 g keine Einweichzeit 30 bis 40 Minuten
Beeren, Blätter und Blüten 30g bis 100g einige Stunden 30 bis 60 Minuten
Hölzer, Rinden und Wurzeln 30g bis 100g 1 bis 2 Tage 1 bis 2 Stunden
Kaffee und Tee 30g bis 50g keine Einweichzeit 20 bis 30 Minuten

Kochmethode: Ostereier mit Naturfarben färben

Gefärbte Ostereier mit Punkten und Streifen.
Mit Verzierungstechniken dekorierte Ostereier.

Nach einer Kochzeit von etwa acht bis zehn Minuten erhält man die hartgekochten Eier. Nach dem Abschrecken müssen diese zunächst gründlich gereinigt werden.

Dafür verwendet man am besten Essigwasser. Danach kann mit dem Ostereierfärben begonnen werden. Die Eier werden vorsichtig in den erkalteten Farbsud gelegt. In der Regel haben sie nach ungefähr einer halben Stunde eine kräftige Farbe angenommen.

Wird ein zarter Farbton gewünscht, können die Eier natürlich auch früher aus dem Sud herausgenommen werden. Zum Trocknen legt man sie dann auf ein Küchentuch. Bei ausgeblasenen Eiern muss die ins Ei geflossene Farbe sofort nach dem Färben herausgelassen werden.

Zum Schluss können die fast fertigen Ostereier noch mit ein paar Tropfen Speiseöl abgerieben werden. Dies bringt die Farben zum Leuchten und die Eier erhalten einen schönen Glanz. Zum Schluss können Sie die Eier bemalen und mit bunten Motiven verzieren.

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Eier im kalten Farbsud färben

Eier kalt färben

In den meisten Fällen werden die Eier, die zum späteren Verzehr bestimmt sind, in den heißen Farbsud gegeben und dort einige Zeit gelassen, bis der gewünschte Farbton erreicht ist.

Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, die Eier kalt zu färben. Diese Methode ist besonders geeignet für das Eierfärben mit Kindern, da im Gegensatz zum heißen Farbsud keine Verbrennungsgefahr für die Kleinen besteht.

Auch bereits gekochte und erkaltete Eier können mit dieser Methode noch gefärbt werden, ohne, dass sich die Konsistenz des Eies verändert ein wichtiger Faktor, wenn man die Eier anschließend verzehren möchte, denn niemand mag zu hart gekochte, trockene Eier.

Eine weitere Gelegenheit, bei der man die Eier kalt färben sollten, ist die Herstellung der sogenanten sorbischen Eier. Möchte man Eier mit dieser traditionellen Technik verzieren, finden sich nähere Informationen auf unserer Seite zum Thema Sorbische Ostereier.

Brauntöne mit Zwiebeln und Kaffeesatz

Zum Kaltfärben mit Zwiebeln entfernen Sie die braunen Häute und lassen sie in einer wassergefüllten Schale stehen.

Das könnten Sie auch gebrauchen:

Dabei gilt: Je mehr Zwiebelhaut in einer geringen Menge Wasser liegt, desto intensiver wird der Farbton. Nach kurzer Zeit hat es sich dunkelbraun gefärbt.

Geben Sie nun die Eier in die kalte Farbbrühe und achten Sie darauf, dass sie von allen Seiten braun werden.

Nach mehreren Minuten werden sie zum Trocknen aus der Schale gefischt. Danach erstrahlen die Eier in einem satten Braunton. Für andere Brauntöne lassen sie sich in Wasser verrührtem Kaffeesatz natürlich färben.

Tipp: Für gemusterte Eier in braunen Schattierungen wickeln Sie frische Zwiebelhäute um die Eierschale und bindet es mit einer dünnen Kordel vorsichtig fest. Kochen Sie die Ostereier mindestens vier Minuten in Wasser, bis es verzehrfertig ist. Nach dem Entfernen der Häute überziehen braune Muster und unterschiedliche Farbabstufungen die Eier.

Gefärbte Ostereier mit Muster verzieren

Nach dem Färben mit den natürlichen Zutaten können Sie weiße Muster gestalten, indem Sie mit einem Rouladenspieß oder einem scharfen Federmesser Linien in die Oberfläche. Dabei wird von der Eierschale nur die oberste Schicht flach abgekratzt.

Möchten Kinder die Eier verzieren, erwärmen Sie vor dem Färben Wachsreste in einem geeigneten Behältnis. Danach können sie ein Holzstäbchen, z. B. einen Schaschlikspieß, in das flüssige Wachs tauchen und beliebige Muster auf die Schale malen.

Anschließend dürfen die Eier nur kalt gefärbt werden, sonst verflüssigt sich das Wachs. Nach dem Trocknen der biologischen Farben dürfen Sie gekocht werden, damit sich das Wachs löst und bunte Ostereier mit weißen Mustern zurückbleiben.

Anleitung für zweifarbige Ostereier mit Zackenmuster

Sowohl mit künstlichen als auch mit natürlichen Farben lassen sich Eier in mehreren Farben gestalten. In dieser Anleitung zeigen wir, wie einfach man mehrfarbige Ostereier mit und ohne Muster selber färbt.

Materialien zum Färben zweifarbiger Eier:

Gefärbte Eier in hellen Farben

  • Färbeutensilien, z. B. kräftige Farben und Plastikbecher
  • Isolierband
  • Werkstattschere
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Osterei nach dem ersten Färben
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Zackenmuster in Isolierband schneiden

Schritt 1: Muster aus Isolierband basteln

Zuerst ziehen Sie ein Stück Isolierband von der Rolle und schneiden mit der Werkstattschwere in eine Längsseite ein Zackenmuster. Kleben Sie es vorsichtig um das hell gefärbte Osterei.

Schritt 2: Osterei mit Zackenmuster färben

Jetzt tauchen Sie das Ei bis zum Isolierband in den Farbsud. Die Zacken sollten vollständig mit Farbe bedeckt sein.

Nach dem Einwirken der Farbe holen Sie das Ei heraus und lassen es trocknen.

Erst wenn die Farbe vollständig getrocknet ist, dürfen Sie das Isolierband vorsichtig entfernen und erhalten ein zweifarbiges Osterei mit einem Zackenmuster.

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Osterei in zweite Farbe tauchen
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Ei mit Muster bekleben
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Zweifarbiges Osterei mit Zackenmuster

Schritt 3: Dreifarbige Ostereier färben

Wer Ostereier in drei Farben gestalten möchte, befolgt die oben genannten Schritte und bastelt aus Isolierband ein weiteres Muster. Dieses wird um das andere Ende des Eis geklebt.

Danach taucht man es mit der anderen Seite in den Sud und lässt die Farbstoffe einziehen. Nach dem Trocknen wird das Isolierband entfernt.

Anschließend lassen sich die gefärbten Ostereier bemalen oder mit Stickern bekleben.

Ostereier mit Klebefilm färben: Eier mit bunten Mustern, Streifen und Quadraten

Mit dieser Methode färben Sie gekochte und ausgeblasene Ostereier in mehreren Farben oder mit Mustern.

Materialien zum Eierfärben mit Klebefilm:

  • Ungefärbte oder gefärbte Eier
  • Eierfarbe und Plastikbecher
  • Klebefilm
  • Schere
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Grün-gelbes Ei mit Streifen und Quadraten
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Orange-gelbes Ei mit Flammenmuster

Schritt 1: Klebefilm für Muster schneiden

Vor dem Färben schneiden Sie einen Streifen Klebefilm in unterschiedliche Formen, zum Beispiel als spitzzulaufende Streifen, Quadrate oder Rechtecke.

Für gleichmäßige Streifen, schneidet man ein Stück Klebefilm ab und halbiert es in Längsrichtung.

Die Klebefilm-Stücke werden anschließend auf die Eier geklebt.

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Gelb-grünes Osterei mit einem weißen Querstreifen

Schritt 2: Gemusterte Ostereier färben

Als Nächstes bereiten Sie die Farben vor und färben die Eier. Beachten Sie, dass der überklebte Bereich weiß bleibt.

Nach dem vollständigen Trocknen wird der Klebefilm entfernt.

Natürlich lassen sich so auch gefärbte Eier in mehreren Farben gestalten.

Bei größeren Mustern empfiehlt sich dabei ein breites Klebeband.

Geringelte Eier mit Gummibändern färben

Geringelte Ostereier färben Sie mit der Hilfe von Gummibändern, die um die Eier gegebunden werden. Diese Gestaltungstechnik eignet sich besonders für gekochte Ostereier. Bei ausgepusteten Eiern darf das Band nicht zu fest um die Schale gebunden werden, da sonst die Schale zerbricht.

Materialien für geringelte Ostereier

  • Gekochte ungefärbte oder gefärbte Eier
  • Schmale und breite Gummibänder
  • Farbsud in beliebigen Farben sowie Plastikbecher

Geringelte Ostereier färben

Für weiße Ringel auf bunten Ostereiern zieht man ein Gummiband mehrmals vorsichtig über die Eier je breiter das Band, desto breiter werden die Linien.

Für bunte Ringel färben Sie die Ostereier in einer beliebigen und lassen sie vollständig trocknen. Anschließend ziehen Sie ihnen das Band über und färben sie in einer anderen Farbe.

Entfernen Sie das Gummiband und die Ringel haben noch die zuerst verwendete Farbe.

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Osterei mit Ringen färben
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Ungefärbtes Ei mit Gummiband
 

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