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Die Geschichte des Feuerwerks – Von den Anfängen in China zum Silvesterfeuerwerk

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Leuchtraketen am Nachthimmel.

Das Feuerwerk stammt ursprünglich aus China, wo bereits seit dem 8. Jahrhundert eine explosive Mischung zum Einsatz kam, die heute unter dem Namen Schwarzpulver bekannt ist und  zum Teil die gleichen Stoffe enthält: Salpeter, Schwefel und Holzkohle.

Damals verwendeten die Menschen es, um die chinesischen Feuerpfeile, wie die Raketen damals genannt wurden, abzufeuern.

Erst im 13. Jahrhundert gelangte das Schwarzpulver mit niederländischen Seefahrern nach Europa, wo es weniger für große Feste, sondern hauptsächlich im Militär und in der Kriegsführung eingesetzt wurde.

Quellen zufolge gab es 1379 den ersten Hinweis auf ein Feuerwerk in Europa, als in Florenz während einer Pfingstfeier der Heilige Geist in Gestalt einer funkensprühenden Taube zur Erde hinabgestiegen sein soll.

Doch bis zu den offiziellen Feuerwerken in Deutschland vergingen weitere Jahre.

So gab es 1420 das erste deutsche "Feuerwerkbuch", bevor Maximilian I. im Jahr 1506 während des Reichstags zu Konstanz das erste richtige Feuerwerk auf dem Bodensee entzünden ließ.

Woher stammt der Brauch, zu Silvester ein Feuerwerk abzubrennen?

Silvesterraketen sind für wenige Tage im Handel
Der Handel mit Silvesterraketen ist nur für wenige Tage gestattet.

Der Brauch, in der Silvesternacht Feuer zu entzünden, reicht bis in die Zeit der Germanen. Diese vertrieben zum Jahreswechsel Dämonen und böse Geister mit ohrenbetäubendem Lärm. Dazu benutzten sie Rasseln, Dreschflegel und sogar Peitschen. Später im Mittelalter verwendeten die Menschen Pauken, Trompeten und Glockengeläut, um sich vor den Schergen des Teufels und bösen Geistern im neuen Jahr zu schützen.

Erst ab 1420 kam vermehrt Schwarzpulver zum Einsatz, als Gewehr-Schüsse abgegeben und Böller gezündet wurden. Jedoch wurden Feuerwerkskörper erst im Barrock zur Unterhaltung gezündet. Diese sog. "Lustfeuerwerkerei" wurde an den deutschen Fürstenhöfen in pompösen Festen zelebriert und sollte den Reichtum und die Macht des Adelshauses zur Schau stellen.

Das größte Feuerwerk gab Ludwig der XV. 1770 im Park seines Schlosses von Versailles, bei dem geschätzte 20.000 Raketen, 6.000 Vulkane und sog. Feuertöpfe sowie 80 brennende Sonnen gezündet wurden. Somit stellt es das größte Feuerwerk im Barrock dar. Im Gegensatz zu den heutigen Silvesterfeuerwerken leuchteten die explodierenden Feuerwerkskörper zur damaligen Zeit nicht so hell und besaßen keine bunten Farben, da die Oxidationsmittel fehlten, die heutzutage zum Einsatz kommen.

Reste des Feuerwerks
Die Rückstände am folgenden Morgen zu entsorgen ist Ehrensache.

Schließlich wurde 1838 die erste deutsche Feuerwerksfirma von Georg Berckholz gegründet. Außerdem entstanden im Laufe der Jahre kleinere Artikel – die heutigen Vorläufer des Kleinstfeuerwerks.

Durch die fortschreitene Pyrotechnik und die bessere Verfügbarkeit von Metallnitraten wurde das Feuerwerk dann im ausgehenden 19. Jahrhundert für die normale Bevölkerung zugänglich, bis es schließlich in die Massenproduktion ging.

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts ist es zum Jahreswechsel Brauch, Raketen und Böller zu zünden.

 

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