Treppen & Geländer

Holztreppe renovieren

Schritt-für-Schritt: Holztreppe renovieren

Wir zeigen Ihnen in zwei Beispielen, wie man eine Holztreppe in Eigenleistung renovieren kann.

Leichte Bedienung

In einem ersten Arbeitsgang wurden mit dem Kantenschleifer "Sideboy" und einer 24er- Körnung die Stufen sowie das Podest abgeschliffen.

Die Maschine, die man gegen eine tagesgebühr von rund 15 Euro mieten kann, ist speziell für das Schleifen der Ränder von Holzfußböden und kleinen Flächen wie Treppenstufen konzipiert.

Die Antriebsscheibe aus gegossenem Profilgummi und die stützenden Hinterräder sorgen selbst in unerfahrenen Händen für ein gutes Resultat. So bleibt die Maschine immer automatisch auf die richtige Weise in Kontakt mit den zu schleifenden Oberflächen.

Eine wirksame Staubabsaugung sorgt außerdem für ein nahezu staubfreies Arbeiten. Der Wechsel der Schleifscheiben geschieht durch Verschrauben und ist einfach. Eigenes Werkzeug dafür benötigt man nicht– der Schraubschlüssel wird mitgeliefert.

Nachdem der erste Schleifgang beendet war, folgten noch zwei weitere Schleifgänge mit einer 40er- und einer 80er-Körnung. Da sich das rohe Kiefernholz als ausgesprochen rötlich erwies, musste man beim Schleifen doppelt aufpassen, denn gerade bei dunklen oder rötlichen Hölzern werden Schleifspuren und Kratzer besonders deutlich.

Die Ecken, die der Kantenschleifer nicht erfassen konnte, wurden bei jedem Schleifgang manuell zunächst mit einer Ziehklinge (Schaber), dann mit einem Schleifpapier mit der jeweils gleichen Körnung nachbehandelt, sodass keine unschönen Übergänge sichtbar blieben.

Holztreppe im Innenbereich renovieren

Wie lästig und störend es ist, wenn beim Gang nach oben die schöne alte Holztreppe leise ächzt, hat eine Berliner Familie in ihrer Villa aus den 30er- Jahren erfahren.

Da zudem die Versiegelung deutliche Verschleißspuren zeigte – an manchen Stellen war sie bereits ganz abgetreten –, sollte eine umfassende Renovieungskur dem unschönen Anblick und dem Knarren ein Ende setzen und dem Holz wieder einen zuverlässigen Schutz gewähren.

Die repräsentativen Räume im Erdgeschoss verfügten bereits über ein gut erhaltenes Eichenparkett, das bei Einzug gleich renoviert wurde.

Damals entschied man sich wegen der vermeintlich größeren Strapazierfähigkeit für einen lösemittelhaltigen Lack, der das Eichenholz in seiner edlen Anmutung noch unterstrich und belebte. Die Treppe zu den oberen Stockwerken mit Podest wurde von der Renovierung zunächst ausgeschlossen.

Bevor jedoch das Kiefernholz weiter Schaden nehmen würde, sollten jetzt dieHolzstufen renoviert und in ihrer vollen Schönheit zur Geltung gebracht werden. Bei der Wahl der Oberflächengestaltung hatte man sich durch das matt lackierte Eichenparkett bereits festgelegt.

Die Treppe musste diesem Holzton und Glanzgrad angepasst werden, damit ein einheitliches Erscheinungsbild entsteht. Ein die Eigenfarbedes Holzes wenig ver-ändernder Wasserlack erfüllte diese Anforderungen.

Dem knarrenden Podest rückte man mit Holzkeilen zu Leibe. Die kleinen Keile wurden so in die Dielenzwischenräume getrieben, dass die einzelnen Elemente keinen Spielraum mehr hatten.

Nach einem erneuten Verschrauben der Dielen wurde in einem nächsten Arbeitsschritt der "Woodboy"-Fugenkitt mit einem Spachtel aufgetragen, das die Nagelstellen und Dielenzwischenräume auf dem Podest ausfüllte.

Der letzte Feinschliff mit einer 100er- Körnung bereitete die Treppe für die Oberflächenbearbeitung vor. Gerade bei diesem Arbeitsschritt gilt es zu überprüfen, ob auch wirklich jeder Kratzer beseitigt wurde.

Holztreppe renovieren: Arbeitsschritte 1-13

1: Am Anfang steht das Abschleifen: Mit dem "Sideboy" erfolgt der Grobschliff in den Ecken und ...

2: ...auf den Stufenflächen. Hierfür kommt eine Schleifscheibe mit einer 25er- Körnung zum Einsatz.

3: Nach dem Grobschliff folgt die manuelle Bearbeitung der Kanten und ...

4: ...der Wangen mit einer Ziehklinge. Danach die Flächen mit Schleifpapier glätten.

5: Es folgen weitere Schleifgänge mit 40er- und 80er- Körnungen.

6: Um das Knarren der Dielen zu beenden, werden Keile in die Dielenzwischenräume eingetrieben.

7: Mit Spachtel und Fugenkitt bessert man Nagelstellen u.ä.aus.

8: Der Feinschliff erfolgt dann mit einer 100er-Körnung.

9: Die Grundierung wird in den Ecken, Kanten und auf den Wangen mit einem Pinsel und ...

10: ...auf der Fläche mit einer Rolle aufgetragen. Nach einer Trocknungszeit von ein bis zwei Stunden ...

11: ...gibt es noch einen Zwischenschliff mit einer 180er-Körnung.

12: Zum Abschluss erhält die Treppe den notwendigen Glanz. Der Lack wird mit dem Pinsel aufgetragen.

13: Da die Treppe im Alltag arg strapaziert wird,wählte man vier Lackaufträge.

Treppenrenovierung selbst gemacht

Was immer sich an Auf- und Abstiegen eines Hauses ereignet, kann man an den Treppen ablesen.

Wie viel Sorgfalt wurde auf ihren Bau verwendet? Wie häufig wurden sie genutzt? Wie gut darauf vorbereitet? Wie sorgsam ging man mit ihnen um?

Diese Treppe, die nun Schritt für Schritt, im buchstäblich laufenden Betrieb, renoviert werden soll, stammt aus dem Jahr 1887. Ihre Einzelteile bestehen aus teilweise geleimtem Vollholz.

Sie trägt an manchen Stellen noch den farbenfrohen Anstrich ihrer ersten Jahre: die Trittstufen mit dem profilierten Rand tragen Ochsenblutrot; in der Mitte, auf der Haupt-Lauffläche, ist dicker, stabiler (brauner) Linoleum aufgeleimt, an der Trittkante mit einem aufgenagelten Metallprofil verstärkt.

Die Setzstufen darunter und die Beischlagwangen, auf denen sie liegen, tragen ein Graugrün, die zierlichen, gedrechselten Geländerstäbe und Pfosten Senfgelb, Handläufe und Pfostenspitze wiederum Ochsenblutrot.

Das Senfgelb allerdings ist von schlechter Qualität und an vielen Stellen abgerieben; darunter kommt Ochsenblutrot heraus.

Nun sollen die teilweise schadhaften Lackflächen in den historischen Farben wiederhergestellt werden; die Geländerstäbe und Pfosten werden allerdings einen weißen Anstrich erhalten, damit das Treppenhaus heller erscheint.

Diese Arbeit wird kein besonderes handwerkliches Geschick erfordern – aber eine große Portion Ausdauer, denn wenn auch nicht alle Flächen vor dem Neuanstrich abgebrannt werden müssen, so braucht man doch eine beachtliche Menge an Schleifmaterial.

Schleifmaschinen, die an anderer Stelle gute Dienste leisten, können hier kaum zum Einsatz kommen, weil vorwiegend an Rundungen und Profilen gearbeitet wird.

Werkzeuge und verwendete Arbeitsmaterialien

Werkzeuge und Hilfsmittel

  • Pinsel (gerne Gebinde mit unterschiedlichen Größen)
  • Arbeitshandschuhe (ca. 4 Euro)
  • Kreppband (ca. 5 Rollen, rd. 15 Euro)
  • Zeitungen zum Abdecken
  • ein Schmirgel-Schleifblock (ca. 4 Euro)
  • Metallspachtel in verschiedenen Größen
  • Modellierwerkzeug (Künstlerspachtel mit gebogenem Griff)
  • Malervlies
  • 1 altes Glas für die Herstellung des Voranstriches
  • 1 Stück Draht (ca. 30-50 Zentimeter lang)
  • Saubere Holzstäbchen zum Rühren der Farbe
  • Industriestaubsauger
  • Heißluftpistole zum Abbrennen, mit speziellem Aufsatz
  • 1 Feinstaubmaske
  • Kehrschaufel, Besen, Eimer für Abfälle (am besten aus Metall)
  • Wischeimer, Putzlappen zum Wischen und ein Staubtuch zum Nachreiben

Benötigt werden für ein Geländer auf vier Stockwerken ca.:

  • 4 Dosen Glanzlack, Reinweiß, Stück 12.95 Euro
  • für den grünen Bereich (Setzstufe) eine spezielle Lack-Anmischung in Grün, Marke Relius (benötigt werden ca. 3,5 Liter, Preis rd. 40 Euro)
  • Fußbodenlack von Novatic in Ochsenblutrot, ca. 8 Dosen, Stück jeweils 12,60 Euro
  • Verdünnung für den ersten Anstrich
  • 1 kleine Dose Holzspachtelmasse (ca. 6 Euro)
  • bei Bedarf: Holzwurm-Ex, ca. 9,95 Euro
  • Schleifpapier (60er / 80er / 120er Körung auf Gewebe – ca. 25 Euro)
  • Terpentin zur Pinselreinigung, 1 Dose ca. 9,95 Euro

Alte Farbe durch schleifen, beizen oder abbrennen entfernen?

Erste Versuche haben ergeben, dass sich die Farbe zur Not abwaschen ließe – mit Seifenlauge und Bürste – und dass das etwa hundert Jahre dauern würde.

Jedoch ist die giftige Lauge, die durch das Auffangen des Wassers entsteht, keineswegs leicht zu entsorgen. Die Farben enthalten zudem Blei, das zu schweren Vergiftungserscheinungen führen kann – u.a. Kopfschmerzen, Verlust von Geschmacks- und Geruchssinn.

Das Abziehen birgt also immer Risiken, ob per Ablaugen (mit speziellen Lacklösern, die dann auch wieder entsorgt werden müssen), Abschleifen oder Abbrennen mit Hilfe einer Heißluftpistole.

Wir haben uns also für eine Mischung aus Anschleifen, Glätten und Übermalen entschieden.

Arbeitsvorbereitungen zum Entfernen der alten Farbe

Zunächst sollte man alle staubempfindlichen Materialien aus der näheren und weiteren Umgebung entfernen – gerade beim Schleifen entstehen feine Partikel, die sich in jede Ritze setzen.

Alle Türen der Umgebung unbedingt schließen und einen gefüllten Wischeimer bereithalten, um vor jeder Arbeitspause die nächste Umgebung säubern zu können, damit sich die Staubreste nicht später im Lack absetzen und dort zu überraschend großen Buckeln aufquellen.

Für die größeren Partikel sollte man einen metallenen Abfalleimer, Kehrschaufel, Handfeger und, wenn vorhanden, einen Industriestaubsauger bereit halten.

Ausgestattet mit Handschuhen, Maske und Spachtel kann man dann in einem ersten Arbeitsschritt die losen Partikel abschaben. Hier geht das ziemlich leicht. Dazu hält man den Spachtel am besten zwischen beiden Händen, an Spitze und Ende, leicht schräg.

Mit der Spitze allerdings sollte man nie schaben: Zu leicht rutscht der Spachtel an kleinen Unebenheiten ab und fährt ins Holz, wo er tiefe Löcher reißen kann.

Dicke Lackschichten lassen sich gut mit Heißluftpistole entfernen

Alte Farbe mit der Heißluftpistole entfernen

Dort, wo der Lack zu fest auf dem Holz haftet, kommt im nächsten Schritt die Heißluftpistole zum Einsatz. (Bedienungsanleitung bitte vorher lesen!) Für diese Arbeit am stark gerundeten Holz ist ein spezieller Aufsatz hilfreich, der den Luftstrom nach oben begrenzt.

Falls ein Fenster in der Nähe ist, sollte man es nach Möglichkeit öffnen, um die giftigen Dämpfe leichter abziehen zu lassen.

Darüber hinaus sollte man dringend darauf achten, leicht brennbare Materialen aus dem direkten Einsatzgebiet zu entfernen; bei der Arbeit im Treppenhaus bietet sich außerdem eine Abdeckung an für die offenen Bereiche, um zu verhindern, dass die Lackreste bis ganz nach unten fallen.

Die Arbeit mit der Heißluftpistole an sich ist ganz leicht: In einem Abstand von fünf bis zehn Zentimetern in langsamen Bewegungen über die zu entfernenden Lackreste wandern lassen, bis der Lack Blasen wirft (das geht meist recht schnell) und mit einem Spachtel die leicht klebrigen Reste entfernen.

Da der Lack schnell wieder abkühlt ist es meist gefahrlos, wenn er zu Boden fällt; sicherer und sauberer ist es jedoch, wenn man ihn gleich vom Spachtel an der Innenseite eines Metalleimers abstreifen kann.

Wenn so alle Lackreste abgelöst sind empfiehlt es sich, den Kehricht einzusammeln und zu entsorgen (kleine, so genannte haushaltsübliche Mengen dürfen in den Restmüll gehen).

Farbreste mit Schmirgelleinen entfernen und Holzoberfläche glätten

Viel Fleißarbeit beim Schmirgeln

Dann beginnt die eigentliche Fleißarbeit: das Abschmirgeln mit dem Gewebeschleifpapier. Generell sollte man mit einer gröberen Körnung beginnen, doch die richtet sich nach dem Grad der (restlichen) Verschmutzung ebenso wie nach der Qualität des Holzes.

Hier, an diesem Pfosten, ist beides eher mittelmäßig; mit einer 60er Körnung würde man dem Holz womöglich Schrammen beibringen.

Es werden also zunächst eine 80er, später eine 120er Körnung verwendet, um Splitter und Lackreste zu entfernen – beide jedoch nur mit mittlerem Druck, um wiederum Kratzer zu vermeiden. Womöglich muss man mit dem Schmirgeln auch warten, bis das Holz wieder ausgekühlt ist.

Will man die eigenen Hände bei dieser Arbeit schonen empfiehlt es sich, für die größeren Flächen einen gepolsterten Schleifschwamm unterzulegen; einige haben Vorrichtungen, unter denen man Schleifpapier einspannen kann.

Wenn alles seidenglatt ist (kann man gut mit einem Mikrofasertuch überprüfen!), alles gründlich absaugen, gegebenenfalls mit einem nebelfeuchten Tuch nachwischen – dann stellen sich die letzten Splitter auf – die müssen nämlich auch noch weg. Wird dieser Schritt ausgelassen, stellen sich die Fasern beim Lackieren auf und die Oberfläche wird wieder rau.

Risse im Holz spachteln

Lose Reste mit einem Künstlerspachtel entfernen.

Falls vorhanden, zeigen sich jetzt die Schäden im Holz. Hier ist es ein Riss, der sich fast durch die ganze Länge des Pfostens zieht.

Womöglich ist das geleimte Holz an dieser Stelle wieder aufgesprungen – denn dieser Pfosten markiert die Südseite der Treppe und ist im Sommer großer Hitze, im Winter großer Kälte ausgesetzt (wegen des gegenüber liegenden Fensters) und darüber hinaus starken mechanischen Belastungen – ein Eckpfeiler eben.

Obwohl also damit zu rechnen ist, dass auch die folgende Reparatur nicht in alle Ewigkeit halten wird, wird dieser Riss, ebenso wie etliche kleinere, aus ästhetischen Gründen geschlossen.

Holzkitt mit dem Spachtel glätten.

Dazu müssen alle losen Reste aus den schadhaften Stellen vorsichtig herausgeholt werden – am besten mit einem Spachtel oder Künstlerpachtel (der ist dünner, biegsamer und hat abgerundete Ecken); eventuell schartige Stellen dann noch einmal mit feinem Schmirgelpapier glätten.

Jetzt kommt der Holzkitt zum Einsatz (Packungsbeilage beachten!). Vor Gebrauch sollte man ihn unbedingt glattrühren. Dann gilt es, die Lücken zu füllen – und zwar Stück für Stück. Da entwickelt jeder seine eigene Technik, wie er den Spachtel am besten führt – ich bevorzuge es, die Spachtelmasse in kleinen Portionen erst mit der Faserrichtung, dann quer zu ihr aufzutragen.

Spachtelmasse mehrfach auftragen und schleifen.

Da die Masse im Trocknungsprozess schrumpft, muss man den Vorgang mehrfach wiederholen. Jeden Auftrag gut trocknen lassen, überstehende Reste mit einem Spachtel vorsichtig entfernen.

Danach eventuell auch die Spachtelmasse noch einmal glätten und leicht anschmirgeln; wiederum alles nebelfeucht abwischen, mit einem Mikrofasertuch überprüfen.

Holz vorstreichen und fertig lackieren

Mit verdünnter Farbe vorstreichen.

Ist jetzt alles glatt, dann kann tatsächlich mit dem eigentlichen Anstrich begonnen werden. ZUERST aber die Umgebung von Schleifstaub befreien, auch mit dem Staubsauger.

Arbeitsstelle sichern, großflächig und sorgfältig alles, was keine farbigen Veränderungen braucht, abkleben. Aus leidvoller Erfahrung sei hier gerufen: lieber doppelte Lagen Papier auflegen, lieber länger kleben!

Dann in einem alten Glas den Voranstrich herstellen (Achtung: Herstellerangaben für den jeweiligen Lack beachten!); das Mischungsverhältnis von einem Teil Verdünnung auf drei Teile Lack hat sich bei mir bewährt.

Ist dieser Voranstrich hergestellt, beginnt man mit dem Auftrag – und zwar mit einem ganz kleinen Pinsel, am besten in den Profilen und ihren zahllosen, leicht zu übersehenden Rillen. Streicht man diese Stellen zuerst, verringert sich die Gefahr der Nasenbildung; der Lack haftet dann besser und gleichmäßiger.

Auch kleine Risse im Holz werden zuerst gestrichen; so dringt die Farbe tief ein und lässt die Fehler optisch zurücktreten. Bei stark gemasertem Holz muss man darauf achten zuerst mit und dann quer zur Faserrichtung zu arbeiten.

Für die großen Flächen einen größeren Pinsel verwenden. Beide müssen nach jedem Arbeitsschritt in Pinselreiniger oder Verdünnung gut ausgewaschen werden. Nach Packungsanweisung vorgehen.

Ein Draht hilft beim Abstreifen des Pinsels.

Während dieser erste Voranstrich trocknet, kann man die nun nicht mehr benötigten Materialien entfernen – und einen Halbkreis aus Draht herstellen, der helfen soll, den Pinsel von überschüssiger Farbe zu befreien.

So muss man sie nicht am Rand der Dose abstreichen. Den Draht mit Klebeband fixieren.

Ist der Voranstrich durchgetrocknet zeigt sich, ob alles staubfrei war. Bilden sich kleine Knötchen an der Oberfläche, so lassen die sich leicht entfernen, indem man mit einem sauberen Baumwolltuch vorsichtig darüber reibt. Der Lack darf aber dabei nicht mehr kleben. Sachte mit einem Mikrofasertuch nachwischen.

Sorgfältig alle Stellen mit Farbe bedecken.

Danach beginnt der eigentliche Anstrich – also: mit unverdünntem Lack. Die Pinsel müssen jedes Mal, vor jedem neuen Gebrauch, daraufhin überprüft werden, ob ihre Haare noch fest genug sitzen – nichts ist ärgerlicher, als nach getaner Arbeit die Haare aus dem Lack holen zu müssen – denn meist bleibt dabei ein Loch zurück.

Die Pinsel immer nur höchstens bis zur Hälfte ihrer Haarlänge in den Lack tauchen und jedes Mal die Farbe gründlich am Draht in der Mitte abstreifen; zügig arbeiten. Jeden Anstrich gut durchtrocknen lassen und jedes Mal eventuell klebende Staubpartikel abreiben.

Bei sehr stark glänzendem Lack lässt sich der nächste Auftrag dadurch erleichtern, indem man mit einem Malervlies die Oberfläche sanft abreibt; das Vlies entspricht in seiner Stärke etwa der harten Seite eines Haushaltsschwammes. Den Abrieb jedes Mal gut abwischen.

Wiederholen, bis der gewünschte Deckungsgrad erreicht ist; dabei gut lüften.

Sollte etwas Farbe danebengegangen sein, empfehlt es sich, sie sofort zu entfernen – je länger sie antrocknet, umso schwieriger wird es; wenn es sich nur um kleine Spritzer handelt, leisten in Verdünnung (oder Nagellack) getauchte Wattestäbchen oft gute Dienste.

 

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