Pflege- & Reinigungsmittel

Linoleum reinigen und reparieren – So einfach geht’s

  • Linoleum wird in erster Linie ganz normal mit dem Besen oder Staubsauger gereinigt. Beim feuchten Wischen sollte Sie eine spezielle Pflege für Linoleumböden verwenden, um die Schutzschicht des Bodens zu stärken.
  • Tragen Sie auf Ihrem Linoleumboden zu Hause lieber keine Straßenschuhe. Sandkörner und ähnliches können die Oberfläche angreifen und zu einem schnelleren Verschleiß führen.
  • Kleinere Kratzer können einfach und schnell ausgebessert werden. Zunächst wird der Boden an der betroffenen Stelle angeschliffen und dann mit einer Linoleumpflege geschützt.
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Tipps zur Linoleumpflege
  • Linoleum nie zu heiß wischen
  • Dauerhafte Nässe vermeiden
  • Milch verhilft Linoleum zu neuem Glanz
  • Reinigungsmittel mit einem niedrigen PH-Wert verwenden

Linoleum ist ein ökologisch nachhaltiger Bodenbelag, nicht nur durch seine natürliche Zusammensetzung, sondern auch durch seine Langlebigkeit – bei der richtigen Pflege und Reinigung hält Linoleum bis zu 40 Jahre, bevor es erneuert werden muss. Wichtig dafür sind regelmäßige Reinigung und Pflege.

Die Nutzung eines ungepflegten Belags führt zu höherem Verschleiß, vor allem körniger Schmutz verstärkt die Scheuerwirkung. Die von Herstellern werksseitig aufgebrachten Oberflächenversiegelungen schützen die Oberfläche bereits bestens gegen Verschmutzungen und bilden die Basis der laufenden Reinigung und Pflege.

Bei uns auf Heimwerker.de erhalten Sie Tipps rund um die Reinigung von Linoleumböden und eine Anleitung zur Reparatur.

1. Alltägliche Reinigung

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Beim Säubern von Linoleum wird kein heißes Wasser verwendet, um die obere Schutzschicht nicht zu beschädigen.

Wie jeder andere Bodenbelag, muss auch Linoleum Boden regelmäßig gereinigt werden. In erster Linie geschieht das mit einem Besen oder Staubsauger um Sand und andere Verunreinigungen zu beseitigen. Dieses sollte regelmäßig durchgeführt werden, um die Oberfläche nicht unnötig zu belasten.

Generell sollte es vermieden werden, schleifende Partikel auf Linoleum zu bringen. Hilfreich sind dabei Schmutzmatten und ein Verzicht auf Benutzung mit Straßenschuhen.

Je nach Bedarf muss der Boden feucht gewischt werden, um größere Flecken auf dem Linoleum zu reinigen. Hierfür gibt es spezielle Reiniger, welche die Oberfläche reinigen, pflegen und die Schutzschicht verbessern.

Außerdem sollte das Wasser nicht zu heiß sein, da eine hohe Wassertemperatur dem Belag ebenso schadet wie stehende Pfützen.

Ein Linoleumboden lässt sich auch mit einigen Hausmitteln zu neuem Glanz verhelfen. Auch wenn es zunächst merkwürdig klingt, ist eine 1:1 Mischung aus Wasser und Milch ideal, um Flecken von ihrem Linoleumboden zu entfernen. Um Rissen im Boden vorzubeugen können Sie das Linoleum nach der Reinigung mit einem Gemisch aus Essig und Öl pflegen.

Achtung: Ist Linoleum durch eindringendes Wasser einmal verquollen, kann es nur noch durch neues ersetzt werden.

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2. Linoleum Grundreinigung

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Linoleum lässt sich einfach reinigen und wird deswegen häufig in Schulen und öffentlichen Gebäuden eingesetzt.

Möchten Sie stark verschmutztest Linoleum reinigen, empfiehlt sich eine Grundreinigung, bei der die oberste Schutzschicht abgetragen und neu aufgebracht wird.

Im einfachen Maß lässt sich das mit entsprechenden Reinigungsmitteln alleine bewerkstelligen. Bei großen und intensiv genutzten Flächen, sollte diese Arbeit an eine Fachfirma übergeben werden.

Nach dem Auftrag des Reinigungsmittels, muss dieses einwirken und danach gründlich abgewaschen werden. Dabei wird die oberste Schutzschicht teilweise angelöst oder gar abgeschliffen.

Nach einer intensiven Trocknung, kann der Belag poliert und mit einer neuen Schutzschicht gepflegt werden, um das Linoleum erneut zu versiegeln. Hierzu immer die Herstellerangaben beachten.

3. Linoleum reparieren

Bei guter Pflege hat Linoleum durchaus eine Haltbarkeit von über 40 Jahren. Daher lohnt es sich fast immer, kleine Schadstellen zu reparieren. Wichtig ist, Beschädigungen schnell zu entfernen, da Wasser eindringen und das Linoleum dauerhaft schädigen kann.

Tipp: Bei kleinen Kratzern, die nicht tiefer als die Schutzschicht sind, kann Oberfläche leicht angeschliffen und mit den entsprechenden Pflegeprodukten wieder geschützt werden.

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Kleinere Kratzer und Löcher im Linoleum können Sie selbstständig reparieren.

Sind die Beschädigungen etwas größer und tiefer, ist eine intensivere aber nicht unmögliche Reparatur nötig. Dazu wird als erstes die betroffene Stelle mit einem Messer etwas ausgeschabt und nachfolgend mit Spiritus gereinigt.

Mit einer Fräse oder ähnlichem Werkzeug werden nun kleine Späne aus der Oberfläche eines Reststückes gewonnen, hierbei sollte nur die oberste Schicht genutzt werden.

Mit Sekundenkleber können diese kleinen Späne in das Loch gedrückt und verklebt werden. Den Vorgang so oft wiederholen, bis das Loch vollständig gefüllt ist. Dabei ruhig großzügig arbeiten, um sicher zu stellen, dass alles ordentlich verklebt und gefüllt ist.

Nach der Trocknung kann die Stelle mit feinem Nass-Schleifpapier geglättet und wieder mit Pflegemittel geschützt werden. So ist das Loch beseitigt und die Oberfläche wieder gegen eindringendes Wasser geschützt.

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