Familienfeste

Looping Louie, Meiern und Schocken – Trinkspiele für die Silvesterparty

Partyspiele für die Silvesterfeier

Partyspiele erfreuen sich nicht nur bei Kindern großer Beliebtheit, manchmal erwacht das Kind auch im Erwachsenen und führt zu Spiel-Varianten, die den Alkoholkonsum und damit oft auch die Stimmung steigern. – Solange man es nicht übertreibt!

Die Heimwerker-Redaktion hat hier ihre Favoriten unter den Trinkspielen zusammengestellt. Viel Spaß beim Spielen und Feiern!

Looping Louie

Looping Louie – im englischen Original “Loopin’ Louie” – ist ein batteriebetriebenes Kinder-Spiel für zwei bis vier Spieler. Ziel des Spiels ist es, den rotierenden Flieger davon abzuhalten die eigenen “Hühner” – hier in Form kleiner Plastikchips – von der Stange zu stoßen.

Um das zu bewerkstelligen hat jeder Spieler eine kleine Wippe, die er im Idealfall genau in dem Moment betätigt, wenn Louie gerade im Anflug auf den eigenen Hühnerstall ist. Louie nur abzwehren reicht aber noch nicht, man sollte gleichzeitig versuchen, die Kraft so zu dosieren, dass der Pendel-Arm, an dem das Flugzeug montiert ist, genau über dem Hühnerstall eines Mitspielers wieder herunterklappt und eines seiner drei Hühner von der Stange stößt. Wer keine Hühner mehr hat, ist raus und es gewinnt, wer als letzter noch Federvieh im Stall hat.

Die Trinkspiel-Variante von Looping Louie ist denkbar einfach: Der Verlust eines Hühnchens wird mit einem guten Schluck bestraft – was die Koordination nicht unbedingt erleichtert, zumal Louie für die Schnaps-Einlage keine Pause macht und munter weiter seine Kreise zieht.

Looping Louie für acht Personen

Looping Louie ist für maximal vier Personen konzipiert, kann aber in Eigenarbeit leicht auf bis zu acht Personen erweitert werden. Dazu benötigt man ein zweites Looping Louie-Spiel und montiert die vier Arme oder “Ausleger” genau zwischen die vorhandenen vier Hühnerställe.

Im Prinzip reicht es die Arme mit ein wenig Duct Tape (“Panzertape”) am Rahmen zu befestigen. Stabiler allerdings ist die Montage auf eine Sperrholzplatte. Dazu wird auf eine quadratische Sperrholzplatte zunächst der Mittelpunkt markiert und mit einem Zirkel oder Faden und Stift ein Kreis markiert, dessen Radius so gewählt ist, dass er genau durch die vier vorhandenen “Hühnerställe” verläuft.

Das Spiel wird dann genau mittig mit einer Klemme fixiert und die Position der Ausleger markiert. Dann wird die Winkelhalbierende zwischen den Armen ausgemessen, jeweils ein Ausleger angelegt und ebenfalls markiert. Alternativ, kann man das Spiel auch nach dem Anzeichnen der ersten vier Arme um 45 Grad um die Mitte rotieren, erneut festklemmen und die Konturen anzeichnen.

Um die acht Arme in Position zu halten werden nun um die angezeichneten Konturen flache Holzleisten auf die Sperrholzplatte geleimt. Dazu benötigt man lediglich die passenden Leisten und ein wenig Holzleim. – Für die Trinkspiel-Variante nimmt man am besten wasserfesten Leim. – Es reicht aus, rechts, links und am Ende eines jeden Armes eine Leiste aufzukleben, um ein Verrutschen zu verhindern.

Wer seinem 8er-Looping-Louie noch ein besseres Aussehen verleihen will, kann das Ganze abschließend noch mit zwei Schichten Acrylfarbe bemalen oder Beizen. Zwischen den Lackschichten erneut leicht anschleifen, damit die Farbe besser hält. Dadurch wird das Holz vor den Folgen umkippender Gläser geschützt, die bei Trinkspielen schon einmal auftreten können.

Das Mäxchen

Würfelt ein Mitspieler ein “Mäxchen”, also eine Eins und eine Zwei, nennt er dieses Ergebnis laut und gibt den Würfelbecher verdeckt an seinen Nebenmann weiter. Dieser kann nun entscheiden ob der das Ergebnis glaubt und damit verliert (denn selbst wenn er lügt kann er kein höheres Ergebnis erzielen) oder den Würfelbecher abhebt. Sollte er sich das Ergebnis anschauen und es wurde tatsächlich ein Mäxchen gewürfelt, muss er nach Trinkspiel-Regeln nun zwei Kurze trinken und beginnt dann eine neue Runde. Stellt sich die Ansage als Lüge heraus, wird wie immer verfahren: Der “Lügner” trinkt und beginnt die Runde von vorn.

Spielvariante: Man kann beim “Lügen” auch untertreiben. Angenommen der Vordermann sagt eine 42 an und man würfelt einen Sechser-Pasch, darf man auch jeden anderen Wert, der zwischen den beiden Zahlen liegt ansagen. Sollte der folgende Spieler das nicht glauben und das Würfelergebnis aufdecken, hat er trotzdem verloren (denn der Sechser-Pasch “erfüllt” ja dennoch das Ergebnis, weil er höher liegt) und beginnt von vorn. Dadurch ist es möglich beim Mäxchen gezielt das Tempo zu beeinflussen, um bestimmt Spieler am Tisch in Bedrängnis zu bringen, bzw. um das Runden-Ende so zu verschieben, dass man sich selbst in Sicherheit wiegen kann.

Verschärfte Regeln: Beim Mäxchen kommt es oft vor, dass jemand fragt, wer gerade mit Würfeln an der Reihe ist. Wer das Spiel besonders interessant gestalten will, kann jeden trinken lassen, der darauf mit dem Namen eines der Anwesenden reagiert, oder das Benutzen von Namen der Anwesenden wärend des Spiels komplett verbieten. – Diese Falle zu umgehen klingt einfach, stellt sich jedoch in lustiger Runde häufig als sehr schwierig heraus. Besonders dann, wenn die Mitspieler das Namensverbot gezielt einsetzen.

Meier, Müller, Schulze: Ebenfalls eine schnelle Spielvariante ist das Spiel mit Müller (3+1) und Schulze (4+1). Der Müller ist noch über dem Meier und Schulze der höchste Wurf. Es wird dann beim Meier zweimal, beim Müller dreimal und beim Schulze viermal getrunken. – Wer noch etwas von dem Abend haben will, sollte von dieser Variante allerdings eher absehen.

Heimwerker.de meint: Spaß muss sein, aber kenn Dein Limit – drink responsibly!

Mäxchen
6er-Pasch
31 (der niedrigste Wurf)

Die Werte beim Mäxchen

Beim Mäxchen gibt es regional verschiedene Zählweisen. Die Grundregeln sind allerdings überall gleich: Der höchste Wurf, den man erreichen kann, Mäxchen genannt, besteht aus einer Eins und einer Zwei. Danach folgt der Sechser-Pasch und die übrigen Paschs von oben nach unten (Fünfer-, Vierer-, Dreier-, usw.).

Darunter werden aus den gewürfelten Augen zweistellige Zahlen gebildet, die höhere Zahl bildet die Zehner-, die niedrigere die Einer-Stelle. Eine Vier und eine Zwei bilden also eine 42, eine Sechs und eine Eins eine 61 usw. Das heißt, der niedrigste erreichbare Wert ist eine 31 (denn 11 und 21 bilden den Einer-Pasch, bzw. das Mäxchen).

Die möglichen Würfe beim Meiern 1+2 Mäxchen 6+5 Fünfundsechzig 5+2 Zweiundfünfzig 6+6 Sechserpasch 6+4 Vierundsechzig 5+1 Einundfünfzig 5+5 Fünferpasch 6+3 Dreiunsdsechzig 4+3 Dreiundvierzig 4+4 Viererpasch 6+2 Zweiundsechzig 4+2 Zweiundvierzig 3+3 Dreierpasch 6+1 Einundsechzig 4+1 Einundvierzig 2+2 Zweierpasch 5+4 Vierundfünfzig 3+2 Zweiunddreißig 1+1 Einserpasch 5+3 Dreiundfünfzig 3+1 Einunddreißig