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Saugroboter Test: Neato Botvac D7™ Connected

Saugroboter Test: Neato Botvac D7™ Connected

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riccardo.duering@heimwerker.de

Mit dem Neato Botvac D7™ Connected haben wir bereits den siebenten Saugroboter im Test. Dennoch gleicht hier kein Ei dem anderen und auch der Neato hebt sich deutlich von den bisher getesteten Saugrobotern ab.

Nach bisher nur runden Saugrobotern, ist der Neato der erste mit einer geraden Frontpartie und auch der erste, der rückwärts an die Ladestation fährt. Ob sich das im Saugverhalten irgendwie bemerkbar macht, soll unser Test zeigen.

Worauf heute vermutlich die wenigsten verzichten möchten, ist eine Steuerung per App oder Alexa und hier verspricht Neato einiges. Wir sind gespannt, wie der Neato Botvac D7™ Connected im Test unsere Erwartungen erfüllen kann.

Technische Daten Neato Botvac D7™ Connected

(Herstellerangaben)

  • Größe: 33,5 cm x 31,9 cm x 9,95 cm
  • Gewicht: 3402 g
  • Staubbehälter 700 ml
  • Laufzeit: bis zu 120 min
  • Ladezeit: bis zu 150 ml
  • Akku: Lithium-Ionen-Akku
  • Stromverbrauch 61 Watt (Angabe auf Amazon)
  • Geräuschlevel: 69 Dezibel (Angabe auf Amazon)
  • Spannung: 61 Volt (Angabe auf Amazon)
  • Staubfilter: Ultra-Leistungsfilter (Keine genormte Bezeichnung. Mit einer Angabe von bis zu 99 % Filterung entspricht das der Filterklasse E12 und somit einem EPA-Filter.)

Details, wie Lautstärke, Leistungsaufnahme oder Angaben zum Akku ließen sich leider weder online noch in der Bedienungsanleitung finden. Was ich für einen Vergleich beim Kauf sehr schade finde. Lediglich auf Amazon sind diese Daten angegeben, woher sie stammen ist leider nicht nachvollziehbar.

Verpackung und Lieferumfang

Zwei Kabel statt Adapter - ist das sinnvoll?
Zwei Kabel statt Adapter - ist das sinnvoll?

Ui, der erste Griff zur Verpackung hinterlässt Eindruck. Gerade leicht ist der Karton nicht. Schwer wiegt auch die Behauptung „Unser Roboter Staubsauger ist intelligent, kraftvoll und connected.“ Etwas frei übersetzt liest sich der Satz schon, aber hier wird offensichtlich Wert auf einen internationalen Verkauf gelegt, denn alle Texte sind mehrsprachig auf der Verpackung zu finden.

Das zeigt auch der erste Blick auf den sehr ordentlichen Verpackungsinhalt. Zwei Netzkabel – mit deutschem und amerikanischen Stecker. Ich weiß nicht, ob mich die Flexibilität begeistern soll oder ob dadurch nicht doch eher die Müllproduktion erhöht wird. Schließlich wandert stets ein Kabel im Müll. Ein Adapter oder verschiedene Packungsinhalte nach Verkaufsland wären hier sicher sinnvoller. Zusätzlich gibt es eine recht kleine Seitenbürste und ein kleines Messer zum Durchtrennen der Haare, die sich stets um rotierende Bürsten wickeln. Zubehör, wie man es auch von anderen Saugern gewohnt ist.

Der Neato Botvac D7™ Connected ist der erste Saugroboter mit einer „No-Go-Linie“, wozu eine Rolle aus einem magnetischen Streifen beiliegt. Da die wenigsten einen Fußboden aus Metall haben, vermute ich, dass der Magnetismus dem Erkennen der Linie dient. Obendrein lässt sich der Streifen dadurch gut aufwickeln und verstauen.

No-Go-Schiene zur räumlichen Trennung.
No-Go-Schiene zur räumlichen Trennung.
Das Kabel kann aufgewickelt werden.
Das Kabel kann aufgewickelt werden.

Der erste Eindruck des Neato Botvac D7™ Connected

Noch etwas Neues – neben der eckigen Front ist der Neato auch der erste Saugroboter, der sich einem sehr dunklen bis schwarzen Kleid zeigt. Dadurch wirkt er sehr neutral aber auch edel.

Kein Hauptschalter und nur ein einzige Taste zur Bedienung.
Kein Hauptschalter und nur ein einzige Taste zur Bedienung.

Neu ist auch die breite Bodenbürste, die fast die gesamte Breite des Saugers einnimmt. Damit vergrößert sich natürlich die Saugfläche und vielleicht liegt darin die Begründung einer sehr kleinen Seitenbürste. Das bedeutet aber auch, dass der Neato so gut wie gar nicht unter Möbelstücke mit einer sehr flachen Aufbauhöhe gelangt. Lange Seitenbürsten sind da klar im Vorteil, da diese wenigstens in Bürstenlänge den Staub unter Möbelstücken erreichen. Eine kleinere Seitenbürste erweckt aber auch die Hoffnung, dass sich lange Haare nicht so sehr um die Bürste wickeln. Mal sehen, was der praktische Test dazu meint.

Eine sehr kleine Seitenbürste soll den Rand reinigen?
Eine sehr kleine Seitenbürste soll den Rand reinigen?

Was ich ein wenig vermisse, ist ein Hauptschalter, wie ihn eigentlich alle Saugroboter besitzen. Standby ist sicherlich gut, wenn ein Gerät schnell einsatzbereit sein soll, im Urlaub oder bei anderer Abwesenheit fühle ich mich jedoch wohler, wann Elektrogerät komplett ausgeschaltet werden kann. Was sich bereits bei der Lieferung zeigte, wo sich der Sauger mit Tönen aus dem Karton meldete.

Qualitativ wirkt der Saugroboter von Neato sehr hochwertig. Die Materialien fühlen sich gut an und an keiner Stelle wird der Eindruck erweckt, dass am Material oder der Verarbeitung gespart wurde. Auch die dunkle Farbe und metallische Oberfläche unterstützt den Eindruck. Insgesamt gefällt der Neato Botvac D7™ Connected im ersten Eindruck sehr gut.

Inbetriebnahme und Installation per App

Ein Blick in die Kurzanleitung zeigt, wie die Ladestation aufgestellt werden muss. Sie bietet zwar den Vorteil, dass sich die nicht benötigte Kabellänge aufwickeln lässt, es bleibt ohne Netzteil aber weiterhin ein sehr dickes Kabel, das möglichst dezent verlegt werden sollte. Einfach ist das ganz sicher nicht.

Dank der Aufwicklung kann das Kabel kurz gehalten werden, lässt sich aufgrund der Stärke aber nicht verstecken.
Dank der Aufwicklung kann das Kabel kurz gehalten werden, lässt sich aufgrund der Stärke aber nicht verstecken.

Auch nicht ganz einfach ist die Platzwahl der Ladestation. Offensichtlich für das Wenden und rückwärtige Andocken benötigt die Ladestation rundherum einen Bewegungsspielraum von etwa einem Meter. Versteckt in der Ecke lässt sich die Ladestation so offenbar nicht unterbringen.

Nachdem die Ladestation angeschlossen und der Saugroboter für den ersten Ladevorgang manuell in die Station gesetzt wurde, kann die zur Installation benötigte App geladen werden. Mit einer Bewertung von 3,2 Sternen und vielen Hinweisen, dass der Sauger häufig keine Verbindung aufbauen kann, sind wir gespannt, welche Erfahrungen wir sammeln können.

Installation der Neato-App

An der Installation gibt es zunächst nichts zu bemängeln. Die ist schnell durch und die App erwartet das Erstellen eines Nutzerkontos. Hierzu wird lediglich eine Mailadresse benötigt, welche im Nachhinein auch bestätigt werden muss. Berechtigungen müssen lediglich für die Standortermittlung gesetzt werden, wobei ich bezweifle, dass diese tatsächlich für die Navigation benötigt wird. Hierfür arbeitet sie viel zu ungenau. Was Neato mit der Positionsangabe möchte, ist nicht ersichtlich.

1. Konto erstellen 2. Email-Konto eingeben 3. Passwort vergeben 4. Mail-Konto verifizieren
1. Konto erstellen
2. Email-Konto eingeben
3. Passwort vergeben
4. Mail-Konto verifizieren

Mit der Freigabe und Bestätigung der Mailadresse, kann der Saugroboter bereits hinzugefügt werden, wozu er erst aus und anschließend wieder eingeschaltet wird. Beim Ausschalten muss für 10 sec die Powertaste und gleichzeitig der rechte Stoßkontakt gedrückt werden. Die Vermutung liegt nahe, dass der Sauger so einem Reset unterzogen wird.

5. Modell auswählen 6. WLAN-Daten eingeben 7. Erste Hinweise 8. Akku aufladen
5. Modell auswählen
6. WLAN-Daten eingeben
7. Erste Hinweise
8. Akku aufladen

Mit dem Neustart geht der D7 in den WLAN-Suchmodus über und kann anschließend mit der App und durch Eingabe des heimischen WLAN-Passwortes mit dem WLAN verbunden werden. Hierfür benötigt er dann allerdings einiges an Zeit.

Die Neato-App im Kurzüberblick

Ehe der Saugroboter nicht einen vorgegebenen Ladezustand erreicht hat, lässt er sich leider nicht starten. So können wir uns aber die sehr übersichtliche App erst einmal in Ruhe ansehen.

Auf den ersten Blick, ist bis auf den Ladevorgang nicht viel zu sehen. Hinter einem kleinen Hamburger-Menü verbergen sich dann die Grundeinstellungen, der Zeitplan zum Saugen, die Grundrisse, die erstellt werden können und Links zur Hilfe oder zum Shop von Neato.

Aufgeräumt aber doch viele kleine Schaltflächen. Pro Tag ist leider nur eine Startzeit programmierbar.
1. Aufgeräumt aber doch viele kleine Schaltflächen.
2. Pro Tag ist leider nur eine Startzeit programmierbar.

Direkt auf der Startseite der App sind weitere Buttons in den Ecken verteilt, die zu den Saugereinstellung und der Reinigungsübersicht führen oder den Akku-Zustand anzeigen. Zusätzlich können aus der Startseite heraus die Reinigungsoptionen angepasst und der Saugroboter gestartet werden. Ganz schön viel auf einer Seite, die dennoch übersichtlich aussieht. Da die Buttons auf der Startseite keine Beschriftung haben, wird man sich hier zum Anfang sicher einige Male vertippen und die gewünschte Einstellung suchen.

Kommen wir zu den Reinigungsoptionen, die die App bietet. Ganz wichtig natürlich, die Zeitplanung und obwohl hier noch keine Veränderungen vorgenommen wurden, ist der Zeitplan bereits aktiviert und es sind auch schon Einträge vorhanden. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass der Botvac C7 auf einmal und ohne irgendwelche Befehle seinen Dienst aufnimmt und saugen will. Ungünstig, wenn man darauf noch nicht vorbereitet ist.

Programmieren lässt sich der Zeitplan recht einfach. Startzeit auswählen, bei Bedarf auf mehrere Tage kopieren und das Profil (Eco oder Turbo) auswählen. Das war es schon. Anschließend können mehrere verschiedene Startzeiten mit unterschiedlicher Saugleistung eingegeben werden. Gebremst wird man jedoch schon bei der Auswahl des Tages – bereits verwendete sind ausgegraut. Das bedeutet, der Neato Botvac D7™ Connected unterstützt nur einen automatischen Reinigungsvorgang am Tag, was sehr schade ist. Gerade für Hunde- und Katzenbesitzer sind zwei Saugvorgänge im Eco-Modus häufig sinnvoller als einer mit Turbo-Saugstufe. Mit dem D7 ist das leider nur manuell möglich.

Der speicherbare Grundriss als nützliche Hilfe

1. Nach der ersten Reinigung legt die App einen Grundriss an. 2. Hier lassen sich manuell No-go-Linien einzeichnen.
1. Nach der ersten Reinigung legt die App einen Grundriss an.
2. Hier lassen sich manuell No-go-Linien einzeichnen.

Dass es mit dem D7 möglich ist, einen Grundriss anzulegen, bietet einen besonderen Vorteil – es lassen sich sogenannte „No-Go-Linien“ einzeichnen, mit denen Bereiche oder ganze Räume ausgegrenzt werden können. In unserer oberen Etage befinden sich beispielsweise Flur, Bad, Schlafzimmer und zwei Kinderzimmer. Selten sind die Kinderzimmer so, dass dort eine Saugroboter ungestört seiner Arbeit nachgehen kann. Statt jedes Mal die Türen zu schließen, reicht es einmalig aus, an den Türschwellen No-Go-Linien zu ziehen und der Neato fährt auch bei geöffneter Tür nicht in diese Räume.

Gleiches gilt auch für zeitlich begrenzte Hindernisse, wie vielleicht der Weihnachtsbaum, die Spielfläche der Kinder oder Dekorationen, die der Sauger umwerfen könnte. Ein sehr nützliche Hilfe, die sich mit unterschiedlichen Grundrissen auch auf mehrere Etage anwenden lässt.

Was mir hierbei fehlt, ist die Möglichkeit der Punktreinigung per App. Der Grundriss ist da, der Sauger kennt seinen Standort und ich kann ihm per App sagen, wo er nicht saugen soll. Warum kann ich ihm dann nicht sagen, wo er saugen soll? Dass es möglich ist, haben andere Saugroboter mit Navigation bereits bewiesen. Gerade diese Möglichkeit finde ich sehr praktisch. Wenn man schon einen Saugroboter hat, möchte man ihn kaum noch zum Einsatzort tragen.

Der Saugroboter Neato Botvac D7™ Connected im praktischen Test

Betrachtet man sich den Sauger genauer fällt auf, dass er lediglich eine Taste, einige LED-Anzeigen aber kein Display besitzt. Damit ist klar, dass es ohne App kaum möglich ist, irgendwelche Programmierungen zu nutzen. Ohne App lässt sich der D7 lediglich starten, pausieren oder ausschalten. Änderungen an der Zeitprogrammierung können nicht vorgenommen werden und auch in der App gesetzte No-Go-Linien werden nicht beachtet. Ohne App hat man lediglich einen Sauger, der die Flächen auf Tastendruck so reinigt, wie er sie erkennt oder mit einer zweifachen Bestätigung einen Bereich von etwa 2 x 2 m reinigt.

Mit der flexiblem No-go-Linie können Bereiche und ganze Räume leicht abgegrenzt werden.
Mit der flexiblem No-go-Linie können Bereiche und ganze Räume leicht abgegrenzt werden.

Wir haben die App und werden sie nutzen. In der App stehen zwei verschiedene Saugstufen zur Verfügung, es kann nach Zeitplan gereinigt, die Punktreinigung gestartet und auch manuell manövriert werden. Zusätzlich gibt es Informationen zum letzten Reinigungsdurchgang und man kann sich Erinnerungen zum Filter- und Bürstenwechsel setzen.

Zum Drehen muss der Neato zurücksetzen - ohne rückwertige Sensoren schabt er dabei mitunter die Wand.
Zum Drehen muss der Neato zurücksetzen - ohne rückwertige Sensoren schabt er dabei mitunter die Wand.

Hier gibt es keine Beanstandungen und die Flächen werden sehr gut gereinigt. Was dabei jedoch auffiel, dass die eckige Form mitunter doch recht hinderlich war. Während sich ein runder Sauger in einer Ecke drehen kann, sind die vorderen Ecken des Neato hinderlich, da sie weiter abstehen und er zum Drehen zurücksetzen muss. Passiert das in engen Bereichen fährt er rückwärts schon mal die Sockelleiste hoch und schabt an der Tapete oder Wandfarbe. Rückwärtige Stoßsensoren gibt es nicht.

Interessant ist jedoch auch, wie gut er die Ecken von Schmutz befreit. Klar, ein Saugroboter mit eckiger Front kann zu 100 % in eine Ecke fahren, muss dann aber eben wieder raus und die nächste Wand im Bogen anfahren. Kann die Ecke so komplett gereinigt werden? Schließlich besitzt der Botvac D7™ Connected nur eine sehr kleine Seitenbürste, die dabei wenig hilfreich sein wird

Für den folgenden Test wurde Gries um eine Innen- und Außenecke gestreut und anschließend im Randmodus gesaugt. Dabei musste ich feststellen, dass der Neato keinen Randmodus besitzt. Da der Rand bei einer kompletten Reinigung immer gesaugt wird, ist das nicht wirklich als Nachteil zu sehen. Stattdessen wurde die Punktreinigung genutzt, bei der der Neato einen Bereich von 2 x 2 m umfährt und dieses anschließend saugt.

Das Ergebnis im Eckbereich ist sehr ernüchternd und schon fast enttäuschend. Der C7 fährt zwar gerade in die Ecke, saugt aber nicht bis zum vorderen Rand. Hinzu kommt, dass er für die weitere Fahrt wieder zurücksetzen muss. Kurz: Es bleibt sehr viel Gries liegen. Auch die Außenecke kann nicht überzeugen. Dieser fährt er im ersten Anlauf mit einem großen Bogen ab, setzt dann zurück und fährt sie erneut fast gerade an. Die Idee ist sehr gut, der Winkel stimmt aber nicht und so wird auch die Außenecke nicht sauber.

Saugt sie aber nur mäßig aus - die Randbürste ist zu klein.
Saugt sie aber nur mäßig aus - die Randbürste ist zu klein.
Exakt passt der Neato Botvac D7 in Ecken.
Exakt passt der Neato Botvac D7 in Ecken.

Deutlich besser schneidet hier der runde Saugroboter ab. Zwar kommt er nicht so weit in die Ecke, das macht er aber mit deutlich größeren Randbürsten wieder wett. Kaum vorstellbar, aber ein runder Sauger kommt besser in die Ecken als ein eckiger Sauger.

Allerdings fiel dabei auf, dass die Saugleistung des Botvac D7™ Connected besser ist. Die Bereiche, die gesaugt sind, sind wirklich sauber. Das runde Testmodell ließ auf der gesaugten Fläche deutlich mehr Gries liegen.

Dafür ließ das Testmodell durch eine geringere Saugleistung auf der Fläche mehr Gries liegen.
Dafür ließ das Testmodell durch eine geringere Saugleistung auf der Fläche mehr Gries liegen.
Ein runder Sauger muss zum Drehen nicht zurücksetzen und gleicht viel mit größeren Randbürsten aus.
Ein runder Sauger muss zum Drehen nicht zurücksetzen und gleicht viel mit größeren Randbürsten aus.

Reinigung des Saugroboters nach getaner Arbeit

Nach getaner Arbeit muss der aufgesaugte Schmutz aus dem Sauger entfernt werden und möglichst sollte er dabei nicht wieder im Wohnzimmer verteilt werden.

Die Kassette lässt sich leicht entnehmen.
Die Kassette lässt sich leicht entnehmen.

Dazu lässt sich beim D7 die Staubkassette leicht von oben aus dem Gerät nehmen und sofort fällt auf, dass die Box (als erste bei allen bisherigen Testgeräten) keinen Verschluss besitzt. Nicht einmal eine kleine Kunststoffklappe, die sich beim Umdrehen vor die Öffnung legt. Man sollte es daher auf jeden Fall vermeiden, die Staubkassette des Neatos zu drehen. Das bedeutet beim Entleeren aber auch, dass man ein wenig aufpassen muss – einerseits darf die Saugöffnung nicht nach unten gedreht werden, andererseits möchte man sich beim Öffnen der Staubbox nicht den Schmutz über die Hände kippen.

Auch etwas nachteilig finde ich den Aufbau der Staubbox. Die Saugöffnung liegt etwas oberhalb und der Filter teilweise tiefer auf der gegenüberliegenden Seite. Damit landen auch größere Schmutzpartikel direkt vor dem Filter, bleiben dort liegen und beeinflussen die Saugleistung negativ. Filter, die von oben auf der Staubbox liegen, sind immer von Vorteil, da grobe Verschmutzungen nach unten Fallen und sich nicht vor den Filter legen können.

Die erste Staubbox ohne Verschluss.
Die erste Staubbox im Test ohne Verschluss.
Der Schmutz legt sich vor den Filter.
Der Schmutz legt sich direkt vor den Filter.

Von Vorteil ist der recht einfache Aufbau der Staubbox, die so auch recht einfach geleert und gereinigt werden kann. Anders der Filter der ein festes Gitter besitzt. Hier hilft nur ein kräftiges Klopfen, aussaugen oder Druckluft, ein Pinsel oder, der hierfür in der Bedienungsanleitung gezeigte Filterkamm, kann nicht genutzt werden.

Deutlich positiver fallen die Bürsten bei der Reinigung auf und so richtig begeistert die kleine Seitenbürste. Diese wird durch einen kräftigen Magneten gehalten, was enorm praktisch ist. Sie ist sicher verbunden und lässt sich ebenso leicht abnehmen, um aufgewickelte Haare zu entfernen. Perfekt gelöst.

Perfekt die magnetische Bürstenhalterung.
Perfekt die magnetische Bürstenhalterung.
Auch die Bodenbürste ich leicht zu entnehmen.
Auch die Bodenbürste ich leicht zu entnehmen.

Auch die lange Bodenbürste lässt sich nach dem Anheben des Deckels leicht entnehmen und gut von Haaren befreien. Hier gibt es absolut nichts zu bemängeln.

Was beim Test auffiel...

Eingangs hieß es, dass viele ein Verbindungsproblem mit der App bemängelten, was leider bestätigt werden muss. Da der Neato Botvac D7™ Connected im Test nur "provisorische" Plätze im Haushalt erhielt und hin und wieder auch seinen Platz auf verschiedenen Etagen wechseln musste, wurde die Ladestation einige Male vom Netz getrennt. Anfangs erschien es, als ob der Neato dadurch seine Verbindung verliert, im Laufe des Tests zeigte sich aber, dass der D7 auch grundlos die WLAN-Verbindung beendete und die Verbindung nur durch einen Neustart wieder aufgebaut werden konnte.

Ebenfalls fiel der fehlende Verschluss der Staubbox auf, was tatsächlich zu einem kleinen Missgeschick führte. Auf die Frage meiner Frau, warum der Saugroboter so brummt, wollte ich ihr die Bodenbürste mit Silikon-Lamellen zeigen, die das Geräusch verursachen. Dazu drehte ich den Sauger um und der für den "Eckentest" eingesaugte Gries verteilte sich erneut auf dem ganzen Boden. Natürlich lernt man daraus und wird den Sauger mit voller Staubbox nicht erneut umdrehen, aber passieren sollte das natürlich nicht.

Fazit: Neato Botvac D7™ Connected

Der Neato Botvac D7™ Connected tritt mit einem UVP von 899 € in der gehobenen Klasse der Saugroboter an und wirbt vor allem mit dem Begriff "Connected". Hierzu gehört eine App, die sich auf den ersten Blick sehr übersichtlich zeigt und auch einiges an Funktionen, wie die Verbindung zu Alexa, eine Timerprogrammierung oder das Anlegen eines Grundrisses, bietet. Als Bonus lassen sich sogenannte No-Go-Linien in die App einzeichnen, die Räume oder Bereiche vom Saugvorgang ausschließen.

Saugroboter Test: Neato Botvac D7™ Connected

Mit der Bezeichnung "Connected" konnte der Neato Botvac D7™ jedoch nicht wirklich trumpfen. Tägliche Verbindungsabstürze, die jeweils einen Neustart des Saugroboters erforderten, führten eher zum Connected-Frust. Es klingt kurios, aber die negativen Bewertungen der App können hierbei positiv gesehen werden. Sie zeigen, dass das Problem offenbar mit dem letzten Update entstanden ist. Man kann also davon ausgehen, dass es zeitnah behoben wird und der D7 dann seinen Namen "Connected" wieder verdient hat.

Als positiv kann ganz deutlich die Saugleistung des Botvac D7™ angesehen werden. Flächen die er überfährt, werden gründlich gereinigt. Sei es Schmutz in kurzflorigen Teppichen oder Hundehaare, die beim Test des Saugroboters reichlich eingesammelt wurden. Leider gilt das nur für Flächen, die direkt überfahren werden. Die sehr kleine Randbürste reicht nicht aus, um nötige Umwege, die aufgrund der eckigen Form des Saugers entstehen, auszugleichen. Das zeigt sich vor allem in Ecken, die leider nur mäßig ausgesaugt werden.

Ebenfalls nur mäßig gefällt die Staubbox, die zwar groß genug ist, aber keinen Verschluss besitzt. Beim Transportieren der Box oder Drehen des Saugers könnte der Schmutz wieder herausfallen. Positiv macht sich dafür der einfache Aufbau bemerkbar, wodurch sich die Staubbox sehr leicht reinigen lässt. Gleiches gilt für die Bürsten unter dem Sauger. Diese lassen sich mit wenigen Handgriffen entnehmen und von Verschmutzungen oder Haaren befreien.

Werden die sehr gute Verarbeitungsqualität und die Möglichkeiten der App zu Grunde gelegt und geht man davon aus, dass die Verbindungsprobleme behoben werden, ist der Neato Botvac D7™ Connected ein durchaus guter Saugroboter mit sehr guter Saugleistung. Bei einer Preisempfehlung von knapp 900 € darf man jedoch mehr erwarten und darf sich ein Saugroboter vor allem nicht so viele kleine und größere Fehler leisten.

Autor: Riccardo Düring

Bildnachweise:
  • allee Bilder: Riccardo Düring
 

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