Elektro-Werkzeuge

Das richtige Werkzeug für professionelle Metallbearbeitung – diese Grundausstattung lohnt sich

Materialien wie Eisen und Stahl zeichnen sich durch ihre starke Festigkeit und Widerstandsfähigkeit aus. Deshalb kommen sie überall dort zum Einsatz, wo es wichtig ist, harten Belastungen stand zu halten. Bei Heimwerkern ist Metall hingegen nicht immer beliebt. Das liegt vor allem daran, dass den meisten das richtige Werkzeug zur Verarbeitung von Metallen fehlt. Doch mit der hier vorgestellten Grundausstattung wird auch der Umgang mit Eisen und Stahl zum Kinderspiel. Zur Metallverarbeitung brauchen Profis nicht viel, sondern nur das richtige Werkzeug.

Metall bohren und verarbeiten: Mit diesem Elektrowerkzeug gelingt es am besten

Werkzeug #1: Der Winkelschleifer

Bei einem Winkelschleifer handelt es sich um eine Maschine mit einer runden Scheibe, die bis zu 13.000 Umdrehungen in der Minute schafft. Damit gehört ein guter und leistungsstarker Winkelschleifer auf alle Fälle zu den wichtigsten Werkzeugen im Zusammenhang mit der Bearbeitung von Metallen. Mit seinen unterschiedlichen Aufsätzen ist ein Winkelschleifer sehr vielseitig einsetzbar und auch für Metalle sehr gut geeignet.

Mit einer guten Trennscheibe für den Winkelschleifer ist es sehr einfach möglich, Bleche zuzuschneiden oder Stahlprofile zu kürzen. Durch die Verwendung einer sogenannten Schruppscheibe können unterschiedliche Werkstücke in die richtige Form gebracht werden. Die Schruppscheibe ist auch sehr gut geeignet, um beispielsweise Schweißnähte bei Stahl und Metall zu schleifen. Mit einem Schleifteller und dem dazugehörigen Schleifpapier können die Oberflächen von harten Gegenständen ebenfalls sehr gut bearbeitet werden.

Werkzeug #2: Der Plasmaschneider

Wenn es darum geht, Metalle wieder voneinander zu trennen, ist für Handwerker in vielen Fällen ein Plasmaschneider die erste Wahl. Diese Geräte kamen in früheren Zeiten vor allem in der Industrie zum Einsatz, finden seit längerer Zeit aber auch Platz in gut sortierten Werkstätten von Heimwerkern.

Die Funktionsweise eines Plasmaschneiders ist recht einfach. Der Schneider erzeugt einen heißen Lichtbogen, der mit Druckluft eingeschnürt wird und daraufhin auch viele unterschiedliche Arten von Metall einfach durchtrennen kann. Er arbeitet sich dabei problemlos durch unterschiedliche Materialien wie beispielsweise:

  • Kupfer
  • Stahlwerk
  • Aluminium
  • Guss
  • Nickel
  • Titan
  • Zirkon

Die Temperaturen von mehr als 20.000 Grad Celsius, die vom Plasmaschneider erreicht werden, sorgen für eine optimale Schneidleistung. Sicherheit ist aber selbstverständlich oberstes Gebot bei der Anwendung des Plasmaschneiders. In Haushalten mit Kindern sollte er deshalb entsprechend zugriffssicher in der Hobbywerkstatt aufbewahrt werden.

Bei der Auswahl des richtigen Plasmaschneiders sollte vor allem auf die folgenden Faktoren geachtet werden:

  • Die Leerlaufspannung sollte mindestens 50 Volt betragen, damit der Plasmaschneider problemlos zünden kann.

  • Die Kühlung spielt eine entscheidende Rolle. Bei Schneidern mit bis zu 225 Ampere reicht eine Kühlung mit Ventilatoren, darüber sollte das Gerät mit einer Wasserkühlung ausgestattet sein.

  • Damit der Plasmaschneider ordentlich funktioniert, ist auch ein entsprechend leistungsstarker Kompressor erforderlich. Deshalb sollten vor dem Kauf des Plasmaschneiders die technischen Anforderungen genau studiert werden.

Werkzeug #3: Eine Stich- oder Säbelsäge

Bei einer Stichsäge handelt es sich um eine Handsäge mit einem schmalen und einseitig geführten Sägeblatt. Sie kann zum Schneiden von geschwungenen Formen und Ausschnitten verwendet werden. Darüber hinaus eignet sie sich zum Erweitern von kleinen Öffnungen.

Neben verschiedenen Materialien wie Holz, Kunststoff und Aluminium kann mit dem passenden Sägeblatt auch hartes Metall bearbeitet werden. Im Gegensatz zum Winkelschleifer gestaltet sich das allerdings etwas zeitaufwendiger, dafür kommt es während des Schneidens aber auch zu keinem Funkenflug. Für eine einmalige Bearbeitung ist das auf jeden Fall ausreichend.

Die Säbelsäge funktioniert ähnlich wie die Stichsäge. Im Gegensatz zur Stichsäge wird der Schnitt jedoch fortschreitend nach unten durchgeführt.

Leider werden die Gefahren sowohl bei der Stich- als auch bei der Säbelsäge unterschätzt. Die Sägeblätter mit den verschränkten Zinken können jedoch zu erheblichen Verletzungen an den Händen führen und auch die Augen sind durch wegspringende Späne gerade bei der Metallbearbeitung besonders gefährdet.

Deshalb sollten bei der Bearbeitung eines Metallstücks die folgenden Sicherheitstipps beachtet werden:

  • Das zu bearbeitende Werkstück muss sicher (beispielsweise in einem Schraubstock) verspannt sein, damit es nicht verrutschen oder kippen kann.

  • Die Säge sollte immer mit beiden Händen geführt werden.

  • Während der Arbeit sollte immer eine Schutzbrille getragen werden.

Werkzeug #4: Die Bohrmaschine

Auch die Bohrmaschine ist ein wichtiges Werkzeug zur professionellen Bearbeitung von Eisen oder Stahl. Dabei ist es egal, ob es sich um eine gewöhnliche Bohrmaschine oder einen Akkuschrauber handelt. Wichtig ist, dass das Gerät mit dem passenden Bohrer ausgestattet wird.

Wer Löcher durch Materialien wie Eisen, Stahl, Kupfer, Messing oder Aluminium bohren möchte, sollte sich dafür ein Metallbohrer-Set mit Bohrern in unterschiedlichen Größen zulegen. Diese sind oftmals aus Schnellarbeitsstahl (High Speed Steel) und mit einer zusätzlichen speziellen Beschichtung versehen. Normaler Werkzeugstahl verliert ab etwa 200 Grad Celsius seine Härte, die HSS-Bohrer bleiben hingegen bei Temperaturen von bis zu 600 Grad Celsius einsatzfähig.

Metallbohrer: Zu erkennen ist ein Metallbohrer an der Spitze, die meist kegelförmig ist und zwei scharfe Schneiden aufweist. Die gewünschte Bohrposition sollte im Vorfeld bereits mit einem Nagel oder einem Körner mit einer leichten Kerbe versehen werden. Sonst besteht die Gefahr, auf der üblicherweise glatten Metalloberfläche abzurutschen.

Weniger ist in diesem Fall mehr: Damit der Bohrer während der Arbeit nicht überhitzt, ist es wichtig, mit einer relativ geringen Drehzahl ans Werk zu gehen.

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