Kaufberatung zum Action-Cam Test bzw. Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
  • Action-Cams sind kleine, handliche Kameras, die speziell für die Aufnahme von bewegten Bildern konzipiert und gegen Umwelteinflüsse (z. B. Erschütterungen, Staub oder Feuchtigkeit) geschützt sind.
  • Eine Action-Cam muss nicht zwingend für aktionsgeladene Aufnahmen verwendet werden, sondern kann auch im Alltag, auf Reisen oder im Urlaub ein nützlicher Begleiter sein. Zudem lässt sich eine Action-Cam auch als Webcam, Überwachungsgerät oder Dashcam einsetzen.
  • Dank einer großen Auswahl an verfügbarem Zubehör (z. B. Unterwassergehäuse oder Sport Lights) lassen sich Action-Cams fast überall anbringen und in jeder Situation nutzen. In der Regel werden Sie als Helmkamera genutzt oder am Lenker oder Brustkorb befestigt.

action-cam-test

Helm auf … und Action! Während Action-Cams vor nicht allzu langer Zeit noch ausschließlich von Sportlern und Outdoor-Liebhabern genutzt wurden, fahren Sie inzwischen sogar mit in den Urlaub, ersetzen die große Kamera beim Familienfest und werden für einen Perspektivwechsel an Drohnen geschraubt. Sie fallen kaum ins Gewicht und sind mit wenigen Tasten, über einen Touchscreen oder sogar eine Sprachsteuerung simpel zu bedienen.

Die große Anzahl an Angeboten, verschiedenen Herstellern und verfügbarem Zubehör macht die Entscheidung für ein bestimmtes Modell allerdings nicht einfach. In unserer heimwerker.de-Kaufberatung zum Action-Cam-Vergleich 2021 erfahren Sie, für wen sich eine Action-Cam lohnt und auf welche Kriterien Sie beim Kauf unbedingt achten sollten.

1. Was ist eine Action-Cam?

Action-Cams im Parallel-Betrieb

Bei einer Action-Cam handelt es sich um einen kleinen, robusten Camcorder für die Aufnahme von Bewegungsbildern. Sie sind baubedingt gut vor Umwelteinflüssen wie Feuchtigkeit, Staub, Erschütterungen oder Temperaturschwankungen geschützt und nehmen auch qualitativ hochwertige Bilder auf, wenn Sie mit hoher Geschwindigkeit bewegt werden (z. B. aus einem fahrenden Auto heraus).

Action-Cams können mithilfe einer Halterung am Helm oder Lenker montiert oder mit einem speziellen Action-Cam-Brustgurt am Brustkorb befestigt werden. Im Lieferumfang befindet sich in der Regel verschiedenes Zubehör, mit dem sich das Gerät auch unter schwierigen Bedingungen flexibel einsetzen lässt. Dazu zählen beispielsweise wasserdichte Gehäuse, mit denen Tauchtiefen von bis zu 60 Metern erreicht werden können.

Häufig besteht die Möglichkeit, über WLAN mehrere Action-Cams gleichzeitig zusammen mit weiteren Geräten zu betreiben. So können Sie beispielsweise die Kamera Ihres Smartphones über die Action-Cam ansteuern und auf diese Weise den Blickwinkel erweitern.

Die Aufnahmen lassen sich im Anschluss per WLAN, Kabelverbindung oder mithilfe einer SD-Karte auf einen PC oder Laptop übertragen, wo Sie mit einer entsprechenden Software weiterbearbeitet werden können.

2. Welche Arten von Action-Cams gibt es?

Action-Cams werden in unterschiedliche Kategorien eingeteilt, die sich für verschiedene Anwendungszwecke eignen. Formfaktor und Kompatibilität sollte dabei nach den persönlichen Anforderungen ausgewählt werden. Die nachfolgende Tabelle zeigt die wichtigsten Action-Cam-Typen im Überblick:

Action-Cam-Typ Eigenschaften
Full-HD-Action-Cam

Full-HD-Action-Cam Victure

  • für Live-Streaming geeignet
  • hohe Auflösung
  • einfache Bedienung
  • als Einstiegsmodell geeignet
Wasserfeste Action-Cam

Frau mit Unterwasser-Action-Cam beim Schnorcheln

  • für Taucher und Wassersportler geeignet
  • maximale Tiefe richtet sich nach der Art des Gehäuses
  • einfache Bedienung (auch unter Wasser)
Mini-Action-Cam

Mini-Action-Cam

  • besonders kleine und leichte Bauweise
  • meist beschränkte Auflösung
  • viele nützliche Zusatzfunktionen (z. B. Bewegungserkennung oder Loop-Funktion)
  • für alle Outdoor-Aktivitäten geeignet
Drohne / Quadcopter mit Action-Cam

Drohne mit Action-Cam

  • zeichnet Bilder aus der Luft auf
  • kompakte, leichte Bauweise
  • hohe Bildstabilisierung

3. Für wen lohnt sich eine Action-Cam?

action-cam am fahrrad-lenker

Mithilfe einer entsprechenden Halterung können Action-Cams am Fahrrad oder Helm befestigt werden.

Die Einsatzgebiete für Action-Cams sind äußerst vielfältig. Neben sportlichen Aktivitäten, wie beispielsweise beim Laufen, Skifahren, Biken oder Surfen, werden die kleinen Action-Cams auch beim Motorrad-Fahren oder zum Tauchen genutzt. Die meisten Outdoor-Liebhaber tragen die Kamera dabei vorne auf dem Helm oder Lenker mit sich, um keinen wichtigen Moment zu verpassen. Sie eignen sich aber auch prima für Quadcopter-Piloten, die interessante und „weitsichtige“ Aufnahmen aus der Vogelperspektive machen möchten.

Generell muss eine Action-Cam aber nicht zwingend für aktionsgeladene Aufnahmen genutzt werden, sondern kann auch im Alltag von weniger sportlichen Menschen ein sinnvoller Begleiter sein. An ein Kinderfahrrad montiert, halten Sie damit die ersten Fahrversuche Ihres Nachwuchses auf eine ganz besondere Art und Weise fest. Ein großer Vorteil ist dabei die automatische Bildstabilisierung, die bei den besten Action-Cams zu den Standardfunktionen zählt. Damit erzielen Sie selbst bei den wildesten Kissenschlachten noch fantastische Aufnahmen. Zudem lässt sich eine Action-Cam auch als Webcam, Überwachungsgerät oder Dashcam einsetzen.

heimwerker.de-Tipp: Der Hersteller VTech bietet mit der Kidizoom eine spezielle Action-Cam für Kinder an, die besonders robust ist und sich aufgrund des reduzierten Funktionsumfanges auch durch ein besonders einfaches Handling auszeichnet.

4. Was sind die Vor- und Nachteile einer Action-Cam?

    Vorteile
  • vielfältige Einsatzmöglichkeiten
  • gute Video- und Bildqualität (hohe Bildauflösung)
  • leichte und kompakte Bauweise
  • stoßfest und wasserdicht (mit Gehäuse)
  • größtenteils mit sehr guten Bildstabilisatoren ausgestattet
  • unkompliziertes Handling
  • App-kompatibel
  • viele nützliche Features und Funktionen (z. B. Serienmodus)
    Nachteile
  • häufig mangelhafte Audioqualität
  • Fixfokus-Objektive erlauben keine manuelle Scharfstellung
  • bei Weitwinkel-Objektiven keine Aktivierung des optischen Zooms möglich

5. Auf welche Kriterien sollte man laut gängiger Action-Cam-Tests im Internet beim Kauf achten?

Der Funktionsumfang der aktuellen Action-Cam-Modelle auf dem Markt wird stetig erweitert und neben GPS gehören auch viele weitere Features, die vormals den hochpreisigen Kameras vorbehalten waren, inzwischen zur Grundausstattung. Nachfolgend haben wir die wichtigsten Kriterien zusammengetragen, auf die Sie beim Kauf einer Action-Cam achten sollten:

action-cam von gopro

Die meisten Action-Cams zeichnen Videos in Full HD (1.920 x 1.080 Pixel) auf. Bei Action-Cams mit 4k oder Ultra HD (mindestens 3.840 x 2.160 Pixel) zeigt sich in dieser Hinsicht aber noch einmal eine deutliche Qualitätssteigerung.

  • Oberste Priorität hat bei einer Action-Cam natürlich die Bildqualität. Die meisten Modelle zeichnen Videos in Full HD (1.920 x 1.080 Pixel) auf, bei Action-Cams mit 4k oder Ultra HD (mindestens 3.840 x 2.160 Pixel) zeigt sich in dieser Hinsicht aber noch einmal eine deutliche Qualitätssteigerung. Darüber hinaus sollte das Gerät auch über eine möglichst hohe Bildwiederholungsrate verfügen, damit Bewegungen und Abläufe möglichst flüssig dargestellt werden können. Je höher die Bildwiederholungsrate ist, desto besser werden beispielsweise auch Aufnahmen in Slow-Motion wiedergegeben. Die Testsieger gängiger Action-Cam-Tests im Internet bringen es auf 40 Bilder pro Sekunde in 4K und auf bis zu 240 Bilder pro Sekunde in Full HD. In Sachen Fotos erreichen die meisten Action-Cams eine effektive Auflösung von 8 bis 12 Megapixeln.
  • Gute Action-Cams verfügen über sehr kompakte Maße und ein geringes Gewicht, damit Sie sich problemlos am Helm, Lenker oder Brustkorb befestigen lassen. Die leichtesten Modelle (ohne Touch-Display) wiegen nur etwa 100 bis 200 Gramm.
  • Da die Action-Cam neben Wasser, Schnee, Staub und Sand auch extremen Temperaturen und Erschütterungen standhalten muss, ist eine robuste Verarbeitung wichtig. Einige Modelle sind von Hause aus wasserdicht, andere bekommen Sie mithilfe eines separaten Gehäuses fit für Unterwassereinsätze.
  • Fast alle Kameras sind mit einem Mikrofon ausgestattet, allerdings zeigen diverse Action-Cam-Tests im Internet, dass die Tonqualität bei den meisten zu wünschen übriglässt.
  • Damit Ihrer Mini-Kamera nicht im entscheidenden Moment die Puste ausgeht, sollten Sie ein Modell mit einer möglichst hohen Akku-Kapazität wählen. Bei aktuellen Geräten beträgt die durchschnittliche Laufzeit etwa 1,5 Stunden, der tatsächliche Wert hängt aber auch immer von Ihrem Nutzungsverhalten ab.
  • Moderne Action-Cams sind für die Bedienung mit einem Touch-Screen ausgestattet, über den Sie Einstellungen vornehmen oder Aufnahmen starten können. Tragen Sie Ihre Kamera überwiegend auf dem Held, ist der Touch-Screen allerdings tendenziell nutzlos. In diesem Fall sollten Sie den Fokus anstelle der Displaygröße auf zusätzliche Bedienelemente wie eine App- oder Sprachsteuerung richten.
  • Die Top-Modelle unter den Action-Cams bieten neben WiFi noch weitere Verbindungsmöglichkeiten, über die Sie Ihre Aufnahmen auch von unterwegs hochladen können. Ein SD-Kartenslot bietet Platz für zusätzliche Speichermedien, mit denen Sie sich zugleich mehr Aufnahmezeit verschaffen. Darüber hinaus verfügen inzwischen fast alle Action-Cams über mindestens einen oder mehrere USB- oder HDMI-Anschlüsse.

Gut zu wissen: Wie detailliert die Aufnahmen sind, hängt auch von der maximalen Bitrate ab, mit der die Kamera die Daten auf die Speicherkarte bannt. Während hochwertige Action-Cams (z.B. von Sony) mit einer Datenrate von etwa 100 Mbit/s arbeiten, ist diese bei günstigen Geräten nicht einmal halb so hoch.

6. Welche sind die bekanntesten Hersteller und Marken von Action-Cams?

Kidizoom Action-Cam für Kinder

Mit der Kidizoom-Action-Cam bietet der Hersteller VTech eine spezielle Action-Cam für Kinder an, die besonders robust ist und sich aufgrund des reduzierten Funktionsumfanges auch durch ein sehr einfaches Handling auszeichnet.

Kleine und widerstandsfähige Action-Cams gibt es mittlerweile von unzähligen Herstellern. Die meisten davon bieten einen ähnlichen Funktionsumfang und unterscheiden sich auch in Hinblick auf das Design kaum noch von der Konkurrenz. Wer dennoch nicht in ein billiges No-Name-Modell oder eine günstige Action-Cam unter 100 Euro von Discountern wie ALDI oder Lidl investieren möchte, sollte laut diverser Action-Kamera-Tests von einen der folgenden etablierten Hersteller eine Action-Cam und Zubehör kaufen:

  • GoPro
  • Sony
  • Denver
  • Garmin
  • Akaso
  • Crosstour
  • Rollei
  • Apeman
  • GeeKam

7. FAQ: Häufige Fragen und Expertenantworten rund um den Action-Cam-Vergleich

7.1. Wie pflege ich meine Action-Cam richtig?

action-cam im wasser

Nur die wenigsten aktuellen Action-Cams sind tatsächlich wasserdicht. Es gibt aber für fast alle Modelle wasserdichte Gehäuse bzw. Hüllen, die häufig sogar zum mitgelieferten Standardzubehör gehören.

Damit Sie auch möglichst lange Freude an Ihrer neuen Action-Cam haben, müssen Sie sie auch entsprechend pflegen. Nehmen Sie dazu Ihre Kamera aus dem Gehäuse (falls vorhanden) und reinigen Sie dieses unter fließendem, warmen Wasser. Die Kamera-Linse und schwer erreichbar Ecken am Kameragehäuse lassen sich bei Bedarf mit einem weichen Pinsel reinigen. Nutzen Sie für die Reinigung ausschließlich sanfte Reinigungsmittel oder Seife und vermeiden Sie alkoholhaltige Reiniger, da diese die Kamera-Linse beschädigen könnten.

7.2. Sind alle Action-Cams wasserdicht?

Tatsächlich sind nur die wenigsten aktuellen Action-Cams wasserdicht, das bedeutet aber nicht, dass Sie Ihre Kamera nicht mit in den Tauchurlaub nehmen können. Es gibt für fast alle Modelle wasserdichte Gehäuse bzw. Hüllen, die häufig sogar zum mitgelieferten Standardzubehör gehören. Bis zu welcher Tiefe Sie Ihre Action-Cam mitnehmen können, hängt dabei vom jeweiligen Modell ab. Üblich sind aber Wassertiefen von 25 bis 64 Metern. Die Action-Cams von GoPro und Icefox sind zwar von Natur aus wasserfest, sollten aber für Unterwasseraufnahmen dennoch ausschließlich mit einem entsprechenden Gehäuse verwendet werden.

Gut zu wissen: Die IP-Schutzart gibt an, wie robust eine Action-Cam mit oder ohne Schutzhülle ist. Die erste Zahl steht dabei für die Staubfestigkeit, die zweite für die Wasserdichtigkeit.

7.3. Gibt es von der Stiftung Warentest einen Test zu Action-Cams?

Die Stiftung Warentest testet in regelmäßigen Abständen aktuelle Action-Cams. Im jüngsten Test von 2019 ging es um einen direkten Vergleich der neuen Action-Cam GoPro Hero7 Black und dem bisherigen Action-Cams-Testsieger von Sony. Darüber hinaus wurde auch das Datensende-Verhalten der zugehörigen Apps untersucht, denn viele Action-Cams senden unerlaubt Daten ins Internet. Hier hatten die Action-Cams von Rollei eindeutig die Nase vorne.

7.4. Wie wichtig ist bei Action-Cams die Qualität der Fotos?

unterwasserfoto mit action-cam

Fotos sind bei Action-Cams zwar meist nur zweitrangig, trotzdem bieten die meisten Produkte eine maximale Auflösung von 15 MP oder mehr, wodurch Sie sich auch für eindrucksvolle Schnappschüsse eignen.

Für die meisten Action-Cam-Besitzer haben flüssige und hochauflösende Videos die oberste Priorität, Fotos sind in der Regel nur zweitranging. Die meisten Action-Cams bieten aber dennoch häufig max. Auflösungen von 15 MP oder mehr und eignen sich damit auch für eindrucksvolle Fotos.

7.5. Welches Zubehör für Action-Cams gibt es?

Action-Cams werden in der Regel im Set zusammen verschiedenem Zubehör geliefert, was vor allem Neulingen der Einstieg sehr erleichtert. Für fortgeschrittene Nutzer, die ihre Action-Cam für spezielle Anwendungsbereiche nutzen, reichen die mitgelieferten Teile aber meist nicht aus. Glücklicherweise können Sie das passende für fast jeden Einsatzzweck auch noch nachträglich dazu kaufen:

  • Speicherkarten (FAT32 formatiert, UHS I, Class 10)
  • Speicherkartenbehältnisse
  • Schutztaschen
  • zusätzliche Objektive
  • Selfiesticks
  • Unterwassergehäuse
  • Stative
  • Zusatz-Akkus
  • Sport Lights für Action-Cams
  • externe Mikrofone

GoPro sagt zu unserem Vergleichssieger