Kaufberatung zum Rückenprotektor Test bzw. Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
  • Rückenprotektoren finden Sie in der Kategorie der Schutzbekleidung – egal ob Sie Schutzbekleidung für Wintersportarten, zum Fahrradfahren, zum Radfahren oder zum Motorradfahren suchen.
  • Grundsätzlich wird bei den unterschiedlichen Modellen in Hartschalen- und Softshell-Rückenprotektoren unterschieden. Mehr Schutz bieten Hartschalen-Rückenprotektoren. Bequemer sind häufig Softshell-Rückenprotektoren.
  • Ein Zertifikat, das anzeigt, dass der Rückenprotektor nach CE EN 1621-2 geprüft wurde, ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Der Hinweis, dass der Rückenprotektor atmungsaktiv ist, sorgt für Tragekomfort.

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Wer auf Skiern, mit dem Motorrad oder dem Mountainbike mit hoher Geschwindigkeit unterwegs ist, denkt häufig als Letztes an die Sicherheit. Doch bei 80 Prozent aller Unfälle kommt es zu Schäden am Rücken oder den Schultern. Deshalb ist beim Outdoor-Sport ein Rückenprotektor oder eine Schutzweste wichtiges Zubehör. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie den Ski-Rückenprotektor, den Fahrrad-Rückenprotektor oder eine Lederkombi mit Rückenprotektor auf dem Motorrad nutzen. Sie sind die am besten geeignete Form für Sicherheit und Schlagdämpfung in diesen Körperbereichen.

Doch worauf kommt es an, wenn Sie einen Rückenprotektor kaufen möchten? Auf die Größe, also auf Länge, Breite und Dicke, sowie auf das Gewicht und das Material. Design und Farbe sind hingegen eher zweitrangig, heißt es in diversen Rückenprotektor-Tests im Internet. Aus diesen Tipps sowie den Hinweisen der Hersteller hat die Redaktion von Heimwerker.de die folgende Kaufberatung 2021 zusammengestellt.

Wichtiger Hinweis der Heimwerker.de-Redaktion: Rückenprotektoren gibt es als Soft- oder Hartschalen-Modelle. Wichtig ist, dass Sie ein Modell wählen, dass gemäß der europäischen Prüfnorm CE EN 1621-2 zertifiziert ist. Damit ist ein bestimmtes Maß an Stoßdämpfung gewährleistet. Seitens der Stiftung Warentest gibt es weder einen Rückenprotektor-Test noch einen Rückenwesten-Test. Die Verbraucherschützer loben keinen Rückenprotektor-Testsieger aus.

1. Welche Arten von Rückenprotektoren gibt es in Tests im Internet?

Grundsätzlich schützen Rückenprotektoren den Körper im Fall eines Unfalls vor Schäden an Rücken, Schultern und Nacken. Es gibt Rückenprotektoren speziell für Kinder, Rückenprotektoren für Frauen, Rückenprotektoren für Herren, große XL-Rückenprotektoren, extragroße XXL-Rückenprotektoren, Rückenprotektor-Westen oder Jacken mit Rückenprotektoren.

Rückenprotektor-Typ Eigenschaften
Rückenprotektor mit Hartschalen

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  • harte Elemente helfen viele stumpfe und offene Verletzungen zu vermeiden
  • sehr gute Schutzwirkung
  • schuppenartige Anordnung aufgebaut
  • möglicherweise etwas eingeschränkte Bewegungsfreiheit
Rückenprotektor mit Softshell-Elementen

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  • aus Weichschaum
  • dadurch höherer Tragekomfort
  • schmiegen sich an die Wirbelsäule an
  • mit geringerer Schutzwirkung

2. Was sollten Sie beim Kauf eines Rückenprotektors beachten?

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Je mehr Kleidung für eine spezielle Sportart vorgeschrieben ist, desto weniger fällt der Rückenprotektor auf. Bei Wintersportarten ist er unter der dicken Winterjacke nahezu durchsichtig. Auch unter der Motorrad-Lederkombi ist der Rückenprotektor kaum sichtbar.

Ein Ski-Rückenprotektor ist wie eine Art Gestell, das dem Nutzer passive Sicherheit bietet, und zwar nicht nur beim Skifahren. Die Protektoren schützen auch bei anderen Sportarten bzw. gibt es für spezielle Sportarten auch ganz spezielle Rückenprotektoren, wie diese Liste zeigt:

  • Motorrad-Rückenprotektoren, in die Lederkombi integriert
  • Fahrrad-Rückenprotektoren
  • Protektoren fürs Skaten
  • Rückenprotektor fürs Snowboard-Fahren
  • Rückenprotektor zum Reiten

Sie bieten bei einem Aufprall oder Sturz höchstmöglichen Schutz für den Rumpf und den Rücken. Motorradprotektoren gibt es als Rückenprotektor-Rucksack zum Umschnallen oder auch als Rückenprotektor mit Nierengurt und Hosenträgern für den perfekten Sitz. Hersteller und Marken wie Alpinestars, Felix Bühler, Komperdell, Loesdau, MTB, POC, Downhill oder Alpina bieten verschiedene Rückenprotektoren an, unter anderem Modelle, bei denen Ski- oder Motorradjacke und Rückenprotektor kombiniert sind. Kaufen Sie keine günstigen Rückenprotektoren, die hier und da als Angebote bei Discountern wie Aldi oder Lidl angeboten werden, sondern nutzen Sie die Vergleichswerte in unserem Rückenprotektor-Vergleich, um den besten Rückenprotektor zu wählen.

2.1. Welche Größe ist die richtige?

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Ein passender Rückenprotektor reicht vom Halswirbelbereich bis zum Steißbein.

Damit der Rückenprotektor perfekt sitzt, braucht er Gurte, die sich individuell auf den Träger einstellen lassen. Nur wenn er perfekt sitzt, hat er die größtmögliche Schutzwirkung. Er kann auch bei rasanten Sportarten nicht verrutschen und seine schützende Wirkung nicht so leicht verlieren. Wichtig ist auch, dass der Rückenprotektor groß genug ist und weder zwickt noch Druckstellen hinterlässt.

Ein Rückenprotektor ist ideal, wenn er sich in der Länge vom Halswirbelbereich bis zum Steißbein erstreckt. Die obersten Halswirbel sind von der Schutzwirkung ausgenommen, um die Bewegungsfähigkeit nicht allzu stark einzuschränken. Die Breite darf nicht zu groß gewählt sein, damit der Rückenprotektor gut sitzt und nicht irgendwo absteht. Deshalb gibt es XS-Rückenprotektoren, XL-Rückenprotektoren, Rückenprotektoren für Damen, die sich perfekt an die weibliche Anatomie anpassen und spezielle Rückenprotektoren für Kinder. Rückenprotektoren für Herren sind meistens etwas breiter als Rückenprotektoren für Damen.

Wichtiger Hinweis der Heimwerker.de-Redaktion: Eltern tendieren häufig dazu, Bekleidung und Schuhe für Kinder etwas größer zu kaufen. So kann das Kind hineinwachsen. Bei Rückenprotektoren ist davon abzuraten. Ist der Protektor zu groß oder zu klein, schützt er Ihr Kind nicht mehr richtig.

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Ein Rückenprotektor gehört zur Schutzausrüstung eines Reiters, ebenso wie der Helm. Ein zu hartes Material verhindert, dass der Reiter auf dem Pferderücken arbeiten kann. Deswegen tragen Reiter häufig weichere Rückenprotektoren.

2.2. Woraus sind Rückenprotektoren hergestellt?

Atmungsaktive Rückenprotektoren

Unabhängig vom verwendeten Material sollte ein Rückenprotektor auf der Rückseite zusätzlich mit atmungsaktivem Material gearbeitet sein. Mesh-Einsätze sind hier sehr praktisch.

Das Material für einen Rückenprotektor muss möglichst flexibel und atmungsaktiv sein. Besonders zu empfehlen, egal zu welcher Jahreszeit, sind beispielsweise Polyester, Weichschaumelemente oder Leder. Sehr häufig sind Rückenprotektoren aus Elasthan, Nylon oder Polyester gefertigt. Sie sind atmungsaktiv und lassen sich dennoch ergonomisch formen. Das richtige Material gewährt zudem ausreichend Bewegungsfreiheit.

Der Weichschaumanteil in Softprotektoren ist meist aus PU (Polyurethan) oder EVA (Ethylenacetat), die in Schichten übereinanderliegen. Damit bekommt das Material eine ausreichende Dicke und bleibt dennoch flexibel. Diese Materialien dämpfen den Aufprall und schützen so den Träger vor Verletzungen.

Rückenprotektoren gibt es auch aus viscoelastischem Schaumstoff. Dabei handelt es sich um Formgedächtnispolymere. Die Körpertemperatur macht sie weich und sie schmiegen sich optimal an den Körper des Trägers an. Diese Formgedächtnispolymere haben den Vorteil, dass sie einen Memoryeffekt haben und ihre ursprüngliche Form wieder annehmen, wenn sie nicht in Gebrauch sind. Das ist auch bei einem Sturz vorteilhaft. Dieses Material dämpft die Energie bei einem Aufprall und verändert dabei seine Form. Anschließend nimmt es wieder seine ursprüngliche Form an.

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Wer auf seiner Enduromaschine sehr rasant unterwegs ist, braucht einen Hartschalen-Rückenprotektor.

Hartschalenprotektoren setzen sich aus zwei Materialtypen zusammen:

  • stoßabsorbierende und dämpfende Schaumstoffe wie beispielsweise Polyester
  • schlagfeste Hartkunststoffplatten aus robustem und stoßfestem PP (Polypropylen) oder PC (Polycarbonat)

Für mehr Flexibilität bestehen die Platten aus mehreren Einzelteilen. In der Dicke unterscheiden sich Hart- und Weichschalenmodelle kaum. Allerdings sind Weichschalen-Protektoren flexibler als Hartschalenmodelle.

Das sind die Vor- und Nachteile von Hartschalen-Rückenprotektoren im Überblick:

    Vorteile
  • gute Schutzwirkung
  • individuell einstellbar
  • schützen Weichteile und Skelett
  • optimaler Schutz der Wirbelsäule
  • häufig in Verbindung mit Nierengurt
  • lassen sich über der Sportkleidung tragen
  • für Fahrten in unwegsamem Gelände geeignet
    Nachteile
  • schränken die Bewegungsfreiheit ein
  • aufwendig beim Anlegen
  • bei Kindern und Jugendlichen nur kurze Tragdauer möglich
  • verrutschen, wenn sie falsch eingestellt sind
  • können bei längerem Tragen Druckstellen verursachen

Tipp der Heimwerker.de-Redaktion: Ski-, Motorrad- und auch Snowboardfahrer, die abseits der regulären Pisten auf besonders steinigem oder unebenem Gelände unterwegs sind, benutzen häufig Hartschalenprotektoren, die wie ein Rückenpanzer aussehen. Damit sie nicht verrutschen, ist es möglich, die Rückenprotektoren mit dem Nierengurt zu befestigen.

2.3. Worauf ist mit Blick auf Gewicht, Design und Farbe zu achten?

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Ein Rückenprotektor in Signalfarbe schützt nicht nur die Rückenpartie, sondern erhöht auch die Sichtbarkeit.

Die meisten Hersteller machen zum Gewicht ihrer Rückenprotektoren keine genauen Angaben. Erfahrungen der Nutzer in diversen Rückenprotektor-Tests im Internet zufolge wiegt ein Softshell-Rückenprotektor um die 500 g, in etwa so viel wie eine Winterjacke. Hartschalen-Rückenprotektoren sind in der Regel etwas schwerer.

Die meisten Rückenprotektoren, insbesondere die Hartschalenprotektoren, wirken durch die Schutzelemente etwas futuristisch. Die Farben sind meist zeitlos schwarz und grau. Bei vielen Modellen, insbesondere bei Rückenprotektor-Westen und -Hemden ist auf den ersten Blick gar nicht erkennbar, dass es sich um einen Rückenprotektor handelt.

Für mehr Sicherheit sind beispielsweise Ski-Rückenprotektoren in Signalfarben wie Gelb oder Pink erhältlich.

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Je rasanter die Fahrt oder je unebener das Gelände ist, desto besser sollten sich Adrenalinjunkies vor schweren Verletzungen schützen.

3. Häufige Fragen und Expertenantworten rund um den Rückenprotektor-Vergleich

3.1. Brauchen Rückenprotektoren viel Pflege?

Bei regelmäßigem Tragen kommt es bei Rückenprotektor mit der Zeit zu einem unangenehmen Schweißgeruch. Deshalb lassen sich die meisten Modelle einfach bei 30 Grad Celsius in der Waschmaschine waschen. Es ist wichtig, dass Sie vor dem Waschen unbedingt die Herstellerhinweise zur Pflege und Reinigung Ihres Rückenprotektors durchlesen, um möglichst lange Spaß mit dem Protektor zu haben. Es kann unter Umständen notwendig sein, bestimmte Schutzelemente vor dem Waschen zu entfernen und von Hand mit einem feuchten Tuch zu reinigen.

3.2. Worin unterscheiden sich Rückenprotektor und Protektorweste?

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Eine Rückenprotektor-Weste ähnelt dem bekannten Kleidungsstück, der Weste, oft sehr.

Protektorhemden, Protektorwesten oder auch Rückenprotektor-Jacken heißen oft ebenfalls Rückenprotektoren. Ein Protektorhemd oder eine Protektorweste sieht wie ein Hemd oder eine Weste aus. Es handelt sich dabei um Unterarten der Softshell-Rückenprotektoren.

3.3. Was ist der Unterschied zwischen Level-1- und Level-2-Rückenprotektoren?

Rückenprotektoren müssen Aufprallenergie auffangen. Bei Protektoren gibt das Schutzlevel an, wie viel der Aufprallenergie den menschlichen Körper durch den Protektor erreicht. Je kleiner der Wert in Kilo-Newton (kN), desto größer der Schutz. Bei Rückenprotektoren des Level 1 darf die Restkraft, die auf den Körper einwirkt, durchschnittlich nicht höher als 18 kN sein. Bei Rückenprotektoren des Rückenprotektor Level 2 darf die durchschnittliche Restkraft, die bei einem Aufprall auf den Körper einwirkt, durchschnittlich bei höchstens 9 kN liegen.

3.4. Warum ist beim Umgang mit Pferden ein Rückenprotektor zu benutzen?

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Bei einem Sturz vom Pferd kann ein Rückenprotektor zuverlässig Rücken und Schultern schützen.

Wenn Sie direkten Umgang mit Pferden haben, sollten Sie unbedingt einen Rückenprotektor tragen. Dieser schützt nicht nur bei Stürzen vom Pferd, sondern auch vor Huftritten.

3.5. Wie lang sollte ein guter Rückenprotektor sein?

Die geeignete Größe für Sie liegt vor, wenn Ihr Rückenprotektor vom Nacken bis zum Lendenwirbelbereich reicht. Am besten ist es, Sie probieren den Protektor an und probieren aus, wie viel Bewegungsfreiheit Sie damit haben.

3.6. Wann ist es an der Zeit, den Rückenprotektor auszutauschen?

Wenn Ihr Protektor bei einem Sturz einen Schlag abbekommen und Risse bekommen hat oder kaputte Stellen zeigt, ist es ratsam, einen neuen Protektor zu kaufen. Nimmt der Protektor bei Stürzen keinen Schaden, so ist es nach fünf bis sechs Jahren wegen Materialverschleiß ratsam, einen Neuen zu kaufen.

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