Brandschutz

GSM-Alarmanlage von Multi Kon Trade im

Alarmanlagen sind heute in vielen unterschiedlichen Varianten und Ausstattungen erhältlich. Die Preise hierfür reichen von günstig bis teuer und die Wahl fällt schwer.

Im Test steht heute unsere dritte Alarmanlage, mit der wir unterschiedliche Preisklassen und Varianten abdecken.

Nach einer nicht so preiswerten mit super Ausstattung und einer günstigen mit zusätzlichem Sicherheitsdienst, der im Alarmfall telefonisch und per Mail informiert, nehmen wir heute eine GSM-Alarmanlage unter die Lupe.

GSM steht für die Nutzung einer eigenen Telefonkarte, sodass die Alarmanlage weder Netzwerk, noch Internet oder einen Sicherheitsdienst benötigt. Der Informationsfluss per Telefon ist jederzeit gewährleistet und die laufenden Kosten dafür beschränken sich auf "minimal bis kostenlos".

Mit einem Grundpreis von rund 170 € (Amazonpreise ähnlich) liegt auch das Basisset M2BX von MKT (Multi Kon Trade) im günstigen Preisniveau und wir sind gespannt, ob sie dennoch überzeugen kann.

Technische Daten Funk-Alarmanlage M2BX

(Herstellerangaben)

Lieferumfang Basisset:

  • 1 x M2BX Alarmzentrale
  • 1 x Bewegungsmelder
  • 1 x Tür-/Fensterkontakt
  • 2 x Fernbedienung
  • 1 x Innensirene
  • 1 x Netzteil
  • 1 x Komplettanleitung + Kurzanleitung
  • 1 x Halterung, Schrauben, Dübel

Besonderheiten und Ausstattung

  • Nutzung der Alarmzentrale als Telefon
  • Sofortige Benachrichtigung im Alarmfall per Anruf und/oder SMS
  • Touchpad-Bedienung mit umfangreicher Displayanzeige
  • Scharf-/Unscharfstellen der Anlage auch per Anruf
  • Akkubetrieb bei Stromausfall 6 bis 8 Stunden (kompletter Funktionsumfang)
  • 10 Zonen für je 10 Sensoren
  • 6 Rufnummern und 3 SMS-Nummern speicherbar
  • Separate Steuerung einzelner Zonen (scharf, teilscharf, unscharf)
  • zeitverzögertes Auslösen des Alarms z. B. beim Betreten der Wohnung oder Haus
  • programmierbares Aktivieren und Deaktivieren

Preis und Auswahl des Zubehörs

Wie eingangs erwähnt, gehört die GSM-Alarmanlage von MKT zu den günstigen Geräten. Mit dem Basisset für etwa 170 € erhält man bereits die Alarmzentrale, einen Bewegungsmelder, einen Fenster-/Türkontakt, zwei Fernbedienungen und eine Innensirene. Ausreichend für die Überwachung einer Werkstatt oder den Eingangsbereich eines Hauses.

Da wir uns im Heimwerkerbereich bewegen, soll (wie auch die bisher getesteten Alarmanlagen) die M2BX in der Werkstatt ihren Einsatz finden. Die Werkstatt befindet sich etwa 20 m entfernt vom Haus und lagert einiges an Werkzeugen. Um die Sicherheit zu erhöhen und die Benutzung für mehrere Personen zu gewährleisten, wurde die Anlage durch folgendes erweitert:

  • ein Rauchmelder (19,90 €)
  • ein Keypad (45,90 €)
  • eine Notruftaste (15,00 €)
Lieferumfang für den Test der M2BX

Insgesamt belaufen sich die Kosten somit auf rund 250 €, was unter den gegebenen Bedingungen absolut Sinn macht  und günstig ist. Wer, wie ich viel in der Werkstatt arbeitet, unterliegt natürlich auch einem besonderen Verletzungsrisiko – eine Notruftaste für kleines Geld ist da sicher nicht verkehrt.

Das extra Tastenfeld kostet ein wenig mehr, bietet aber den Vorteil, dass auch der Schwiegervater früh in die Werkstatt kann, ohne dass mich ein Alarm-Anruf darüber informiert.

Wer die Werkstatt alleine oder nur mit zum Haushalt gehörenden Personen nutzt, kann darauf natürlich verzichten, da die Alarmanlage auch vom Wohngebäude aus deaktiviert werden kann.

Zu guter letzt, gehört der Rauchmelder für mich zum Pflichtprogramm. Diese sind inzwischen fast überall gesetzlich zur Pflicht geworden und gerade die Werkstatt mit vielen elektrischen Werkzeugen, wäre mit einem Feuerwehreinsatz komplett ruiniert.

Einfache Rauchmelder kosten ab 10 € und arbeiten im Wohnhaus sicher, sowie zuverlässig. Befindet man sich jedoch nicht in Hörweite sind sie nutzlos. Vernetzte Rauchmelder übertragen hingegen ihr Signal von einem Gerät zum nächsten und man wäre bei einem Brandfall in der Werkstatt auch im Wohnhaus informiert.

Als Kosten muss man hier jedoch etwa 20 € pro Gerät einplanen und benötigt mindestens zwei, um die Hörweite zu vergrößern. Multi Kon Trade bietet Rauchmelder als Erweiterung für rund 20 € an. bereits einer ist ausreichend, um im Brandfall immer informiert zu sein. Das nicht nur, wenn man in Hörweite ist.

Der Rauchmelder ist mit der Alarmanlage verknüpft und informiert per Telefon sogar dann, wenn sich niemand auf dem Grundstück befindet. Allein aus dieser Möglichkeit, würde ich keine Alarmanlage in Betracht ziehen, zu der es keine Rauchmelder gibt.

Ich würde eher darauf achten, welcher Gesamtpreis sich mit mehreren Rauchmeldern ergibt, denn es werden durchaus günstige Alarmanlagen angeboten, bei denen die Rauchmelder zwar verfügbar sind, aber mit 40 € je Stück zu Buche schlagen. In dieser Stelle kann die M2BX bereits im Vorfeld super punkten.

Der erste Eindruck ist in fast allen Punkten perfekt

Ehe die Alarmanlage installiert wird, erfolgt eine Begutachtung der Einzelteile, die recht zügig und gut verpackt geliefert wurden.

M2BX GSM Funk Alarmanlage mit Touchpad Monitor und Menüführung

Packungsinhalt GSM-Alarmanlage M2BX

Die Verpackung wirkt äußerlich recht einladet und ihr sind bereits viele Details zu entnehmen. Sie ist handlich, nicht zu groß und macht neugierig auf den Inhalt. Dieser ist sehr übersichtlich untergebracht und verzichtet auf überflüssigen Verpackungsmüll.

Lediglich die Zentraleinheit besitzt einen dünnen "Schutzanzug", um Kratzer zu vermeiden. Im Detail hinterlassen die einzelnen Geräte jedoch einen unterschiedlichen Eindruck.

Zentraleinheit M2BX

Mehr Anschlüsse werden nicht benötigt

Diese wirkt sehr hochwertig und besitzt eine schöne glatte Oberfläche. Das Design ist eher schlicht und dezent gehalten. Sie bietet kein Highlight, aber auch keine Enttäuschung.

Ohne gleich ins Auge zu fallen, lässt sie sich gut in jeden Haushalt und jede Einrichtung integrieren.

Auch wenn ich bei der Bezeichnung "....Touchpad Monitor...." von einem Touch-Display ausgegangen bin, gefallen mir auch die Touch-Tasten, wodurch sich die Zentraleinheit leicht reinigen lässt.

Auch eine Bedienung mit nassen Fingern – falls der Heimweg regnerisch war – dürfte sie nicht übel nehmen.

Sehr ordentlich Kabelverlegung

Die Rückseite finde ich da schon interessanter. Als Freund einer ordentlichen und bestenfalls nicht sichtbaren Kabelverlegung, gefallen mir natürlich die Abdeckung des Netzteilanschlusses und die seitlichen Kabelführungen.

Gerne hätte es auch noch eine nach unten geben können. Aber bereits so, ist eine ordentliche Positionierung hängend oder stehend möglich. Was jedoch auffällt, sind weitere fehlende Anschlüsse. Oder werden keine weiteren benötigt?

Unter der Abdeckung befindet sich eine Anschlussleiste für Kabelsensoren oder die Sirene, das Simkartenfach und der Stromanschluss. Das war es bereits. Wir werden sehen, ob im Test etwas vermisst wird.

Zwei Fernbedienungen

Zwei schicke Fernbedienungen mit Schutz

Aus irgendeinem Grund müssen Fernbedienungen als erstes in die Hand genommen werden. In diesem Fall ist das kein Problem, denn diese brauchen sich absolut nicht zu verstecken.

Sie sehen gut aus, liegen perfekt in der Hand und gestatten, per einfachem Knopfdruck die wichtigsten Funktionen zu aktivieren. Dazu zählen die Aktivierung, Teilaktivierung und Deaktivierung der Alarmanlage, sowie eine Notruffunktion.

Nach meinem Geschmack eine besondere Ausstattung ist der Schiebeschutz, der ein ungewolltes Betätigen der Tasten verhindert. Dieser ist federnd gelagert und schließt oder öffnet automatisch komplett.

Etwas verbessert werden könnte allerdings der Schlüsselring und der Karabinerhaken. Diese machen einen recht schwächlichen Eindruck. Beide Teile lassen sich jedoch auch einfach tauschen oder entfernen und die Fernbedienung direkt am Schlüsselbund befestigen.

Sirene und Fenster-/Türkontakt

Sirene

Interessant oder ungewohnt ist die Tatsache, dass die Sirene nicht in die Basiseinheit integriert wurde und zusätzlich per Kabel angeschlossen werden muss. Ein Punkt, der wie das Design der Sirene weniger begeistert.

Globig und mit einer angesetzten Schraubplatte, wirkt sie nicht so hochwertig , wie die Zentraleinheit und viele werden die Sirene nicht sichtbar daneben befestigen wollen. Gut, wenn es die Möglichkeit gibt, die Sirene verdeckt unterzubringen.

Der Fenster-/Türkontakt wirkt auf den ersten Blick mit seiner ausziehbaren Antenne recht groß, ist im Vergleich zu anderen aber doch recht handlich.

Er lässt sich mittels Schrauben oder Klebpads befestigen. Was jedoch fehlt, sind Unterlagen, um unterschiedliche Höhen von Fenster und Fensterrahmen (Tür-Türrahmen) auszugleichen.

Bewegungsmelder

Leicht zu montierender Bewegungsmelder

Wie die Fernbedienung und die Alarmzentrale, wirkt auch der Bewegungsmelder solide verarbeitet. Im dezenten weiß lässt er sich gut integrieren und fast unauffällig platzieren.

Nur "fast", da er mit seiner Kugelkopfhalterung ziemlich weit von der Wand absteht. Gleichzeitig bietet das jedoch die Möglichkeit, ihn leicht in alle Richtungen zu schwenken.

Die benötigten Batterien – 4 x Mignon AA – werden mitgeliefert und sind bereits eingesetzt. Da der Bewegungsmelder über einen Schalter verfügt, gehe ich davon aus, dass die Batterien noch frisch sind. Das aufgeprägte Haltbarkeitsdatum 6/2019 behauptet nicht gegenteiliges.

Rauchmelder

Optionaler Rauchmelder

Der als Zubehör bestellte Rauchmelder kommt natürlich in einer eigenen Verpackung und besitzt eine angenehme Größe. Was allerdings sofort auffällt, ist die raue Oberfläche.

Diese dürfte nach einiger Zeit dazu führen, dass er verschmutzt und sich nur schwer reinigen lässt. Die benötigte Batterie wird ebenfalls mitgeliefert und muss nur eingesetzt werden. Sinnvoll sieht die Befestigung aus, die mittels einer Grundplatte erfolgt.

So lässt sich der Rauchmelder zum Batteriewechsel leicht abnehmen und benötigt kein Werkzeug.

Wie viele Rauchmelder besitzt auch dieser eine Testfunktion, die regelmäßig ausgelöst werden sollte.

Keypad für externe Bedienung

Optionales Keypad

Wird die Funk-Alarmanlage im Haus untergebracht und ein externer Raum überwacht, lässt sich die Alarmfunktion mit einem extra Keypad aktivieren und deaktivieren, was sinnvoll ist, wenn mehrere Personen den überwachten Raum nutzen.

Neben einem schicken Design und einer sehr flachen Bauweise, fällt natürlich das Display auf. Dieses Keypad (Tastenfeld) gibt nicht nur ein Schaltsignal weiter, es ist ebenso in der Lage Signale zu empfangen und zeigt den aktuellen Zustand der Alarmanlage an.

Selbst ein ausgelöster Alarm wird mit einer blinkenden LED signalisiert. Somit wird einem Einbrecher sofort signalisiert, dass der Bereich überwacht wird und auch berechtigte Nutzer sehen, dass der Alarm noch deaktiviert werden muss. Wie die Zentraleinheit, lässt sich am Bedienfeld das Kabel nach hinten wegführen.

Notruftaste

Optionale Notruftaste

Schlicht einfach und handlich mit einem roten Taster – mehr benötigt eine Notruftaste nicht. Diese kann irgendwo griffbereit liegen, an der Wand oder versteckt unter Tischplatte verschraubt werden. Dank Funktechnik werden keine Leitungen benötigt.

Als Unfall-Notruf in der Werkstatt hätte ich mir zwar einen größeren Knopf gewünscht, aber das ist ein spezieller Einsatzort, den sicher nicht jeder nutzen wird.

Häufig soll eine Notruftaste eher versteckt angebracht werden und einen stillen Alarm auslösen.

Eine ansprechende Bedienungsanleitung mit Haken

Übersichtliche Bedienungsanleitung mit kleinen Schwächen

Die Bedienungsanleitung besteht aus einem handlichen Heft/Buch und ist rein in deutscher Sprache gehalten, was sehr gut gefällt.

Ebenso gefällt der beschichtete Einband, der nicht nur optisch einen qualitativen Eindruck hinterlässt.

Die Anleitung der Funk-Alarmanlage ist übersichtlich aufgebaut und nach den technischen Merkmalen, einer Einleitung und der Inbetriebnahme, wird jeder Menüpunkt der Alarmanlage einzeln vorgestellt.

Mitunter dürfte die Funktionsbeschreibung zwar gerne umfangreicher ausfallen, anhand der guten Bebilderung lassen sich die Einstellungen aber recht gut nachvollziehen.

Betrachtet man sich die Bedienungsanleitung als solches, könnte man von einer sehr guten bis perfekten Anleitung sprechen. Bei der nachfolgenden Installation zeigte sie jedoch ihre Schwächen in zwei deutlichen Punkten:

  1. Fast gänzlich wird der Einsatz der Simkarte übergangen. Laut "Inbetriebnahme" wird diese lediglich eingesetzt und die Alarmanlage verbindet sich automatisch. Eine Funktion zur Pin-Eingabe wird nicht beschrieben und ist auch im Menü nicht zu finden. Zusätzlich erweckt aber die Formulierung (im Kapitel Wartung und Pflege) "Stellen Sie sicher, dass die Pin-Code-Abfrage Ihrer Sim-Karte nicht offen ist." den Eindruck, als solle die Pin-Abfrage nicht deaktiviert werden. Nach etlichen Versuchen, blieb jedoch nur die Möglichkeit, die Sim-Karte in ein Handy zu legen und die Pin-Code-Abfrage zu deaktivieren. Eine deutliche Formulierung und vor allem der Hinweis zum Pin-Code unter "Inbetriebnahme" würde Missverständnisse vermeiden.
  2. Die Verbindung mit dem Zusatzmodul Keypad bereitete ein wenig Kopfschmerzen. Zwar lässt sich dieses, wie in der Bedienungsanleitung beschrieben als Fernbedienung anmelden und damit auch die Alarmanlage bedienen, aber umgedreht, kommt kein Signal der Alarmanlage am Keypad an und die Statusanzeige der Anlage lässt sich daher am Keypad nicht ablesen. Hierzu muss eine zusätzliche Verbindung eingerichtet werden. Die Anleitung dazu enthält jedoch Befehle, die sich nicht eingeben lassen. Offensichtlich bezieht sich die Bedienungsanleitung auf das Modell M2B und lässt sich (erkennbar an der fehlenden Raute-Taste) nicht auf die M2BX umsetzen. Beschäftigt man sich jedoch lange genug mit der Technik, versteht man viele Vorgänge und das Keypad lässt sich ordnungsgemäß verbinden.

Relativ einfache Installation und Inbetriebnahme

Leicht auszurichtender Bewegungsmelder

Bis auf die unter den Punkten der unter der Bedienungsanleitung genannten Probleme, erfolgt die Installation recht einfach, da zum Set gehörende Sensoren bereits vorinstalliert sind.

Lediglich zusätzliche Module müssen angelernt werden, was sich zügig umsetzen lässt. Einstellungspunkt im Menü auswählen, Sensor auslösen, gefundenen Code speichern – fertig.

Trotz der Vorinstallation, empfiehlt es sich jedoch die Anlage auf Werkseinstellung zu setzen und alle Sensoren manuell neu anzulernen. So kann selbst bestimmt werden, unter welche Zone sie installiert werden.

Vor allem lernt man so mit dem Menü und dessen Bedienung umzugehen, was durchaus anzuraten ist. Das recht einfache Menü der grafischen Oberfläche erinnert ein wenig an alte dreizeilige Handy-Displays und lässt eine Bedienung am PC via Netzwerk schnell vermissen.

Spätestens an diesem Punkt wäre der Netzwerkanschluss etwas feines. Aber gut, die GSM-Alarmanlage von MKT hat keinen und mit etwas Übung findet man sich im Menü zurecht.

Rauchmelder mit Halteplatte für eine leichte Montage

Die praktische Installation der Sensoren erfordert nur wenig handwerkliches Geschick und schnell sind alle an der gewünschten Position angebracht.

Zur Befestigung des Tür-/Fensterkontaktes wären zwar Unterlagen hilfreich, um den Höhenunterschied zwischen Fensterflügel und Fensterrahmen auszugleichen, der Wirkungskreis des Magneten ist jedoch recht hoch, sodass sie auch zuverlässig arbeiten, wenn beide Teile nicht direkt aneinander liegen.

Zum Test in der Werkstatt installiert

Mehr Mühe hat hingegen der Anbau des Keypads erfordert und der Aufbau bzw. die Befestigung sollte ein wenig überdacht werden. Für den Anbau muss das Gehäuse aufgeschraubt und an der Wand befestigt werden.

Das Stromkabel liegt jedoch dahinter und soll gleichzeitig mit dem Vorderteil verbunden werden. Dieses muss also bereits beim Anschrauben des hinteren Teiles eingelegt werden.

Das Keypad als nützliches zubehör

Anschließend wird der Stecker mit dem vorderen Teil verbunden und während dieses an das hintere Teil gesetzt wird, muss das Kabel stetig nachgezogen werden.

Die korrekte Position des Winkelsteckers dabei zu bestimmen, ist nicht ganz einfach. Ist das Keypad jedoch erst geschlossen, sieht die Kabelverlegung sehr ordentlich aus beziehungsweise ist gar nicht sichtbar.

Zum Einrichten der GSM-Funktion (Benachrichtigung per Anruf und SMS) sind nur wenige Schritte notwendig.

Je nachdem, ob ein Anruf, eine SMS oder beides gewünscht ist, müssen in den entsprechenden Menüpunkten die Telefonnummern hinterlegt werden. Ist die Pin-Abfrage der Karte deaktiviert, erfolgt eine automatische Anmeldung und sämtliche Funktionen können genutzt werden.

Abschließend lässt sich sagen, dass sich die Funk-Alarmanlage sehr schnell und einfach installieren lässt.

Werden nur die mitgelieferten Sensoren genutzt, ist sie mit nur wenigen Einstellungen sofort einsatzbereit. Kommen jedoch weitere Sensoren dazu oder möchten Einstellungen angepasst werden, sollte man sich intensiver mit der Bedienung auseinandersetzen, was seine Zeit in Anspruch nimmt.

Im Test überrascht die M2BX mit interessanten Funktionen

Über App aktivierbar

Nach dem zügigen Aufbau der Alarmanlage, kann der erste Funktionstest erfolgen, zu dem es wenig zu sagen gibt. Die GSM-Alarmanlage von Multi Kon Trade funktioniert in allen Lagen und leistet sich keine Fehler.

Sämtliches Zubehör funktioniert, wie es soll und die lautstarke Sirene informiert über ein Auslösen des Alarms. Gleiches gilt für den Rauchmelder, der übliches Rauchverhalten (Zigarettenrauch) ignoriert aber sicher bei einer rußenden Kerze Alarm schlägt.

Interessant sind jedoch einige Funktionen, die vermutlich nicht jede Alarmanlage bietet. Sehr vorteilhaft finde ich die Möglichkeit, die Alarmanlage wie eine Zeitschaltuhr programmieren zu können.

Wird sie, wie in meinem Fall zur Überwachung eines externen Gebäudes genutzt, lässt sie sich automatisch zu einer gewünschten Zeit deaktivieren. So kann die Werkstatt früh betreten werden, ohne dass erst ein Code eingegeben werden muss. Diese Möglichkeit habe ich sogar bei einer deutlich teureren Anlage vermisst.

Zuverlässig wird Rauch erkannt

Als GSM-Alarmanlage bietet sie zusätzlich die Möglichkeit, per Telefon in den Raum zu hören. Auch wenn die Ton-Qualität nicht sonderlich überzeugt, kann die Funktion durchaus sinnvoll sein, um die aktuelle Situation zu checken.

Umgedreht informiert die M2BX wirklich zuverlässig über jeden Vorfall. Hierzu können mehrere Rufnummern eingeben werden, die nacheinander angerufen werden.

Mittels Tatstatur lässt sich die Anlage bei einer Alarmmeldung mittels Telefontasten deaktivieren oder in den Raum hören und wieder aktivieren. Selbst das Telefonieren mit der Anlage ist möglich.

Die Reichweite der Sensoren ist sehr gut, sodass die Zentrale im Haus untergebracht werden kann, während die Sensoren ihren Dienst in der Werkstatt ableisten. Nicht ganz so unabhängig ist dagegen das Keypad.

Hier ist die Empfangsstärke für meinen Anwendungsfall nicht ausreichend. Erst nach Umpositionierungen der Zentrale und des Keypads und mit einer Verkürzung der Distanz, konnte das Signal fehlerfrei übertragen werden.

Dabei fiel auf, dass sogar die Fernbedienungen locker die Distanz überbrücken. Während die Alarmanlage in der Werkstatt lag, konnte ich sie mit der Fernbedienung im Haus bedienen.

Fernbedienung mit enormer Reichweite

Das ist enorm und würde in meinem Fall sogar das Keypad überflüssig machen. Dennoch mag ich den Vorteil, dass das Keypad auch in der Werkstatt über den aktuellen Status der Alarmanlage informiert.

So wird man bereits beim Betreten der Werkstatt mittels einer LED darauf hingewiesen, dass die Alarmanlage noch aktiviert ist und gleich einen Alarm auslösen wird.

Wie heute üblich, gibt es natürlich auch zur Alarmanlage von MKT eine App, deren Nutzen sich jedoch auf ein Minimum beschränkt. Sämtliche Funktionen werden per SMS übertragen und auch als solches durch die SMS-Funktion des Smartphones verschickt.

Ein Abrufen spezieller Funktionen oder Meldungen ist somit nicht möglich. Befindet man sich jedoch außer Reichweite der Zentrale, lässt sie sich mittels App weltweit aktivieren und deaktivieren.

Alles in allem gab es beim Funktionstest weder Probleme, noch Fehlalarme und die GSM-Alarmanlage M2BX von MKT konnte vollständig überzeugen.

Als kleines Manko zeigte sich lediglich die Datenübertragung des Bewegungsmelders, der auch im inaktiven Zustand der Alarmanlage jede Bewegung meldet und damit die Beleuchtung der Zentrale einschaltet. Interessant wird daher der Langzeittest der Batterien.

Fazit zur GSM-Alarmanlage M2Bx von Multi Kon Trade

Unsere Bewertung

Alarmanlagen sind heute dank moderner Technik in vielen Varianten erhältlich, unterscheiden sich jedoch häufig im Preis.

Mit den entsprechenden Mitteln gibt es natürlich perfekte Sicherheit und Ausstattungen, von denen vermutlich nur die Hälfte benötigt wird. Es ist daher wichtig, vorher abzuwägen, was tatsächlich benötigt wird.

Die M2BX gehört zu den günstigeren Modellen, auf Sicherheit und Ausstattung muss dennoch nicht verzichtet werden. Ganz im Gegenteil.

Die GSM-Alarmanlage glänzt mit Funktionen, wie programmierbare Aktivierung und Deaktivierung, umfangreichen Erweiterungen und einer perfekt arbeitenden Alarmmeldung mittels Sirene, Anruf und SMS.

Die GSM-Funktion überträgt zwar keine besonders gute Sprachqualität, funktioniert ansonsten aber tadellos und informiert sehr schnell über jeden Alarmfall. Große Kosten müssen mit einer günstigen Prepaid-Karte hierbei nicht entstehen.

Werden die SMS-Funktion deaktiviert und Alarmanrufe nicht angenommen (Anruferkennung der Alarmanlage reicht in vielen Fällen) sind Alarmmeldungen sogar völlig kostenlos.

Abstriche müssen lediglich beim Bedienkomfort gemacht werden. Die recht einfache Menüführung ist zwar schnell zu verstehen, es fehlen jedoch Übersichten zu den angemeldeten Sensoren und einzelne Statusanzeigen, wie Batteriezustand oder noch geöffnete Fenster.

Bei großen Projekten der Überwachung, könnte man daher leicht den Überblick verlieren. Auch die Installation gestaltet sich durch eine nicht perfekte Bedienungsanleitung mitunter schwierig und zeitaufwändig.

Ist man jedoch bereit, etwas Zeit zu investieren und benötigt nach der Installation keine besonderen Statusberichte, erhält man mit der M2BX eine perfekt arbeitende Alarmanlage für einen sehr günstigen Preis. Gerade zusätzliche Sensoren überraschen mit einem regelrechten Schnäppchenpreis.

Ein Rauchmelder für 20 €, ein Bewegungsmelder für 15 € oder ein weiterer Fensterkontakt für kleine 10 €. So lässt sich die bereits günstige Anlage jederzeit individuell erweitern, ohne sich in Unkosten zu stürzen. Damit wäre die GSM-Alarmanlage mein absoluter Preis-Leistungs-Sieger.

Allein von der Arbeitsweise ist die M2BX die perfekte GSM-Alarmanlage mit fehlerfreier Arbeitsweise. Aufgrund der nicht ganz fehlerfreien Bedienungsanleitung, die zur Installation benötigt wird und der unkomfortablen Bedienung und Statusabfrage, können jedoch keine fünf Sterne vergeben werden.

 

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