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Milben bekämpfen: Tipps gegen Hausstaubmilben, Grasmilben und Spinnmilben

  • Im Bett können Sie Milben bekämpfen, indem Sie kleinere textile Gegenstände wie Kissen und Stofftiere für 24 Stunden in das Gefrierfach tun.
  • Grasmilben sorgen besonders bei Hunden und Katzen für allergische Reaktionen. Apfelessig und Neemöl sind hier beliebte Hausmittel, um Milben zu bekämpfen.
  • Spinnenmilben sind dagegen ein Graus für alle Zimmerpflanzen-Besitzer. Ein regelmäßiges Abspülen in der Dusche kann die Milben wegwaschen.

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Wie ein Tier aus längst vergangener Zeit erscheint die Hausstaubmilbe, wenn man sie unter einem Mikroskop betrachtet. Sie gehört zu den Spinnentieren und die kleinste Gattung der Milben misst nur etwa 0,1 Millimeter. Im Alltag macht der Gliederfüßer vor allem Allergikern das Leben schwer.

Im Freien verbreitet die größte Milbenart, die Zecke, nicht weniger Schrecken. Der Blutsauger beißt mit Vorliebe Hunde, Katzen und Pferde gibt sich aber auch mit Menschen zufrieden. Hier schafft eine Zeckenzange und Desinfektionsmittel umgehend Abhilfe. Entzündet sich die Bissstelle, sollte jedoch unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Doch wie beseitigt man die winzigen Milben, die in Ihrer Wohnung in Bett, auf Pflanzen oder im Fell Ihres Haustiers leben? Wir verraten Ihnen auf Heimwerker.de, welche Maßnahmen und Mittel wirklich helfen.

1. Hausstaubmilben bekämpfen: 4 Tipps für Allergiker

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Milben leben gerne in Matratzen, Kissen und anderen Wohntextilien.

Eine der bekanntesten Milbenarten ist die Hausstaubmilbe. Da sie so klein ist, dass man sie mit bloßem Auge nicht erkennen kann, lebt sie oft unbemerkt in Matratzen, Kissen und anderen staubanfälligen Plätzen. Solange Sie nicht allergisch auf den Milbenkot reagieren, ist das auch nicht weiter schlimm.

Haben Sie jedoch eine Hausstauballergie, können die Tierchen Hautreaktionen und Atembeschwerden auslösen. Wer Husten und Ausschlag entgegen wirken will, sollte daher neben einer medikamentösen Behandlung versuchen, eine möglichst milbenfreie Umgebung zu schaffen.

Berücksichtigen Sie nachfolgende Tipps, können Sie die Allergene in Ihrer Wohnung deutlich reduzieren und Milben im Bett bekämpfen:

Bereich Tipp
Raumtemperatur
  • Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit möglichst gering halten
  • dafür täglich mindestens eine Stunde lüften
  • besonders das Schlafzimmer kühl halten
Bettwäsche
  • Bettwäsche einmal wöchentlich wechseln und bei 60 Grad waschen
  • auch die Matratze inklusive Bezüge regelmäßig reinigen
  • spezielle Anti-Milben-Überzüge verwenden (Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach einer Kaufberatung und Kostenerstattung)
Kissen/Kuscheltiere/etc
  • Kissen, Kuscheltiere und andere textile Gegenstände, in denen sich Staubmilben wohlfühlen, für etwa 24 Stunden in die Gefriertruhe geben
  • Erhitzen im Trockner ebenfalls möglich
  • jedoch darauf achten, dass das Material die Hitze verträgt
Böden
  • glatte Böden sollten alle zwei Tage gewischt werden
  • auch Teppiche müssen regelmäßig reinigen, da sie im wahrsten Sinne des Wortes Brutstätten für Milben sind

Hinweis: Beim Staubsaugen ist es zudem ratsam ein Gerät mit einer speziellen Filterfunktion zu verwenden, damit der Staub nicht in der Raumluft verteilt wird. Besonders an Stellen, die anfällig für Staubansammlungen sind, wie unter dem Bett, ist eine gründliche und regelmäßige Reinigung wichtig.

2. Grasmilben bekämpfen: Tipps für Menschen und Hautiere

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Grasmilben fühlen sich an feuchtwarmen Stellen besonders wohl.

Grasmilben, auch genannt Herbstmilben oder Erntemilben warten auf der Suche nach eiweißreicher Nahrung an der Spitze von Grashalmen auf geeignete Beute.

Dazu gehört neben Tieren, wie Hunde, Katzen und Pferde, auch der Mensch. Der Biss der etwa 0,3 Millimeter kleinen Milbe kann starken Juckreiz verursachen. Die winzigen Plagegeister bevorzugen dünne und feuchtwarme Hautstellen.

Bemerken Sie bei Ihrem Tier vermehrtes Kratzen oder Lecken, könnte das ein Hinweis auf einen Milbenbefall sein. Menschen bemerken den Biss erst nach einigen Stunden, wenn die betroffene Stelle auf das von der Grasmilbe abgesonderte Sekret reagiert. Es bilden sich rote Schwellungen, die oft mit dem Stich einer Mücke verwechselt werden.

2.1. Was können Sie gegen Grasmilbenbisse beim Menschen tun?

In der Regel ist der Biss einer Grasmilbe harmlos, da sie im Gegensatz zu Ihrer Verwandten, der Zecke, keine Krankheiten überträgt. Die Reaktion auf das Sekret ist jedoch von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Bei schwerem Ausschlag und Juckreiz, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann Ihnen cortisonhaltige Salbe oder Antihistaminika verschreiben, die für Linderung sorgen und die roten Milben bekämpfen.

Hinweis: Wichtig um Entzündungen zu vermeiden ist, dass die roten Pusteln nicht aufgekratzt und schnellst möglich desinfiziert werden. Hilfreiche Hausmittel gegen Juckreiz sind Zitronen- und Zwiebelsaft.

2.2. Maßnahmen gegen einen Grasmilbenbefall im Garten: Regelmäßige Rasenpflege hilft

Bereich Tipp
Befall überprüfen
  • Tiere sind auf Grashalmen mit bloßem Auge nicht zu erkennen
  • um zu testen, ob Ihr Rasen befallen ist, legen Sie ein weißes Blatt Papier auf einige sonnige Stelle auf den Rasen
  • Spinnentiere werden vom Licht angezogen, das das Blatt reflektiert und krabbeln darauf
Schuhe
  • wenn Sie Grasmilbenbisse vorbeugen wollen, sind höhere Schuhe die bessere Wahl
  • haben Sie im Gras gesessen oder gelegen, hilft eine anschließende Dusche, die Milben abzuspülen, bevor sie beissen können.
Rasenpflege
  • Mähen, vertikutieren und bewässern Sie den Rasen regelmäßig, um die roten Milben zu bekämpfen
  • Grasmilben ziehen sich bei Feuchtigkeit in den Boden zurück
  • Durch regelmäßiges kürzen können Sie eine Ausbreitung der Tiere eindämmen
Grünschnitt entsorgen
  • Grünschnitt sofort in der Biotonne entsorgen
  • im Kompost leben häufig Mäuse, die ein bevorzugter Wirt der Grasmilbe sind und für deren Verbreitung sorgen

2.3. Maßnahmen gegen Grasmilben bei Katzen und Hunden: Apfelessig und Neemöl lindern Juckreiz

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Juckreiz kann ein Anzeichen für Milbenbefall sein.

Die winzigen orangeroten Plagegeister lösen auch bei Haustieren einen starken Juckreiz aus. Bemerken Sie einen Befall direkt nach einem Spaziergang an der frischen Luft, können die Tierchen mit lauwarmem Wasser aus dem Fell gewaschen werden. Hat der Winzling jedoch bereits zugebissen, reicht eine Fellwäsche nicht mehr aus.

Ohren, Nase, Augen und Pfotenzwischenräume sind besonders gefährdet für einen Grasmilbenbefall bei Hunden und Katzen. Doch auch an der Schwanzspitze und anderen dünnhäutigen Stellen sind die Bedingungen für die kleinen Tiere günstig.

Sind auf der Haut verschorfte, rötliche Stellen zu sehen und Ihr Haustier kratzt und leckt sich besonders oft, kann die Ursache ein Grasmilbenbefall sein.

Da ähnliche Symptome jedoch auch von anderen Milbenarten, wie Raubmilbe, Räudemilbe und Ohrmilbe ausgelöst werden, sollten sie bei Unsicherheit unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Ist der Befund eindeutig, helfen folgende Maßnahmen gegen Grasmilben.

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Juckreiz lindern
  • Reinigung des Fells ist die erste Maßnahme gegen einen Grasmilbenbefall
  • Bürsten Sie das Fell gründlich, verwenden Sie ein antiparasitäres Puder oder gönnen Sie Ihrem Vierbeiner eine Dusche mit Anti-Parasiten-Shampoo
  • als Hausmittel, um Milben zu bekämpfen eignen sich Apfelessig und Neemöl
  • beide Mittel werden auf die betroffenen Stellen getupft. Sie töten die Milben ab und helfen gegen den Juckreiz.
Ausbreitung verhindern
  • waschen Sie alle Decken und textilen Spielzeuge in der Waschmaschine
  • reinigen Sie alle Liegeplätze gründlich
  • alle Räume, in denen sich Ihr Haustier bewegt, gründlich saugen
Aufgekratzte Stellen
  • eine entzündungshemmende Salbe vom Tierarzt hilf
  • wenn die Beschwerden nach einiger Zeit nicht abklingen, ist ein weiterer Tierarztbesuch begründet
Bisse vorbeugen
  • verschiedene Spot-On-Präparate, Milben-Sprays und auch ein Ungezieferhalband kann schützen
  • Kokosöl gilt außerdem als bewährtes Hausmittel
  • die darin enthaltene Laurinsäure gibt einen für die Milbe unangenehmen Duft ab und soll auch Zecken und Flöhe fernhalten
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3. Spinnmilben bekämpfen: Mit der Duschbrause können Sie Milben wegspülen

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Ein feines Gespinnst um Blätter lässt auf Spinnmilbenbefall schließen.

Spinnmilben ernähren sich im Gegensatz zu Grasmilben von Pflanzen. Zimmerpflanzen leiden am häufigsten unter einem Befall der Gemeinen Spinnmilbe. Sie ist eine von über 1200 Arten der Spinnmilben, zu denen auch die Obstbaum- und Nadelholzspinnmilbe zählen.

Die Schädlinge sind als kleine, helle Pünktchen auf den Blättern zu erkennen, von denen sie sich ernähren. Die bereits beschädigten Blattstellen, erscheinen als verkrustete Flecken auf der Blattoberfläche und deuten ebenfalls auf einen Milbenbefall hin.

Charakteristisch für die Gemeine und die Nadelholzspinnmilbe sind zudem feine Gespinste an Stielen und Blättern. Die Milbe saugt die Zellen der Blätter aus und sondert dabei einen für die Pflanze schädlichen Speichel ab. Breitet sich der Parasit ungehindert aus, führen die Saugschäden und das Sekret zu einem Absterben der Blätter. Zudem kann die Spinnmilbe Überträger für pflanzenschädliche Viren sein.

3.1. Maßnahmen gegen Spinnmilben auf Zimmerpflanzen

Raubmilbe, Räudemilbe und Futtermilben

Wie bereits erwähnt, umfasst die Gattung der Milbe eine Vielzahl verschiedener Arten. Neben Zecken und Grasmilben können Haustiere auch unter einem Befall von Raubmilbe, Räudemilbe oder einer Allergie auf Futtermilben leiden. Diese Milben sind auch für Menschen nicht ganz ungefährlich. Sind Sie sich unsicher, ob und um welchen Milbenbefall es sich handelt, suchen Sie Rat bei einem Spezialisten, bevor Sie die Milbe bekämpfen.

Aufgrund der geringen Temperaturschwankungen können Zimmerpflanzen ganzjährig von Spinnmilben befallen werden. Jedoch fühlen sie sich besonders im Winter, bei feuchtwarmer Heizungsluft, in Innenräumen wohl.

  1. Stellen Sie Ihre Pflanzen unter die Dusche! Eine Woche regelmäßiges Abbrausen hilft die Plagegeister von den Blättern zu spülen. Den Topf dabei am Besten mit einer Plastiktüte schützen, damit die Erde nicht ausgespült wird.
  2. Bringt das Abspülen der Tierchen keinen Erfolg, entfernen Sie die befallenen Blätter oder schneiden Sie bei schnittverträglichen Pflanzen die befallenen Triebe. Auch ein Umtopfen in frische Erde kann helfen. Entsorgen Sie den Grünschnitt und die Erde anschließend umgehend.
  3. Helfen alle Bemühungen nicht die Pflanze zu retten, versuchen Sie es mit einem biologischen Schädlichbekämpfungsmittel.
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4. FAQ: Heimwerker.de beantwortet häufige Fragen zur Milben-Bekämpfung

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit unserem Artikel bereits einige Tipps für den Umgang mit Milben liefern konnten. Zu guter Letzt wollen wir trotzdem noch einmal die häufigsten Fragen zum Thema beantworten.

4.1. Wie erkennt man Hausstaubmilben?

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Mit einer Lupe werden Sie Milben nicht erkennen können, sie machen sich erst bei einer Milben-Allergie bemerkbar.

Milben sind so klein, dass Sie mit dem bloßen Auge nicht erkannt werden. Grundsätzlich befinden sich in jedem Haushalt Hausstaubmilben, das ist auch gar nicht schlimm. Unangenehm wird es erst dann, wenn Sie allergisch auf den Kot der Milben reagieren.

Sie erkennen Milbenbisse durch gerötete Haut, die eventuell mit Rötungen und Ausschlägen versehen ist. Weitere Symptome sind, ähnlich wie bei Heuschnupfen, Niesreiz, gerötete Augen, eine verstopfte Nase oder Atemnot.

4.2. Wie entfernt man Milben aus einer Matratze?

Die Matratze selbst können Sie natürlich nicht einfach in die Waschmaschine stecken, den Bezug aber schon. Achten Sie also schon beim Kauf darauf, dass dieser einfach abgenommen und gewaschen werden kann.

Bettlaken und Bettwäsche sollten Allergiker etwa einmal pro Woche bei 60 Grad waschen, denn nur bei einer hohen Temperatur werden Milben bekämpft und abgetötet. Den Matratzenbezug müssen Sie deutlich weniger waschen. Sind Sie Allergiker, reichen 3 – 4 Mal im Jahr vollkommen aus.

Zwischendurch können Sie die Matratze lüften. Dies geht ganz einfach, indem Sie diese nach dem Abziehen von Bettlaken und Bettwäsche ohne diese eine Stunde atmen lassen.

4.3. Wie behandelt man Milben bei Hunden?

Um Milben bei Ihrem Hund zu bekämpfen, ist ein gründliches Bad der erste Schritt. Bürsten Sie das Fell danach gründlich und verwenden Sie ein Anti-Parasiten-Puder.

Als bewerte und günstige Hausmittel eignen sich zudem Apfelessig und Neemöl. Die Mittel werden auf die betroffenen Stellen getupft, töten die Milben ab und lindern gleichzeitig den Juckreiz. Mehr Infos und eine Anleitung zu dem Thema finden Sie im 2. Kapitel dieses Beitrages.

Hinweis: Shampoos und Sprays können Sie im Handel oder online kaufen. Sollten diese Maßnahmen und Hausmittel allerdings nicht helfen, ist ein gang zum Tierarzt unausweichlich.

Bildnachweise: adobe.stock/Анна Богатырева, adobe.stock/Andrey Popov, adobe.stock/cherokee4, adobe.stock/nateejindakum, adobe.stock/Robert Leßmann, adobe.stock/Paolese (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)