Osmoseanlage Vergleich 2019

Die besten Osmoseanlagen im Vergleich.

Umkehrosmoseanlagen befreien Leitungswasser von unerwünschten Stoffen wie Kalk und Chlor. Auch Bakterien werden herausgefiltert. Am Ende des Filterungsprozesses steht reinstes Wasser.

In Tests werden Anlagen mit Tank ebenso auf den Prüfstand gestellt wie Anlagen mit Direct-Flow-Technik. Allerdings eignen sich nicht alle Osmoseanlagen für die Trinkwasser-Bereitung. Einige Modelle sind speziell für Aquarienwasser konzipiert. Werfen Sie einen Blick in unseren Ratgeber, wenn Sie erfahren möchten, worauf es beim Kauf einer Osmoseanlage ankommt.

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Kaufberatung zum Osmoseanlage Test bzw. Vergleich 2019

  • Osmoseanlagen gibt es in verschiedenen Varianten. Neben Anlagen für die Trinkwasser-Bereitung gibt es auch Osmoseanlagen für Aquarien.
  • Achten Sie beim Kauf der Anlage darauf, dass der Druck in Ihrer Wasserleitung den Mindestdruckwert der Anlage übersteigt. Ist der Druck zu gering, empfiehlt sich ein System mit Druckpumpe.
  • Mit der Zahl der Filter steigt die Reinheit des Wassers. Es gibt Umkehrosmoseanlagen mit 3 Filterstufen und Modelle, die bis zu 7 Filterstufen aufweisen.

osmoseanlage-test

Umkehrosmoseanlagen bereiten das Leitungswasser daheim auf. Sie filtern Schadstoffe heraus und reichern – je nach Modell – das Wasser sogar mit Mineralien an, auch Nachmineralisierung mit Mineralfilter genannt. Dabei orientiert sich die Funktion einer Osmoseanlage am natürlichen Vorbild, der Osmose in den Zellen. Hier gelangen Wasserteilchen durch halbdurchlässige Membranen aus dem Erdboden in die Wurzeln von Pflanzen.

Eine Osmoseanlage kehrt dieses Prinzip um. Das Wasser wird durch eine Reihe von Filtern gepresst, so dass am Ende reines Wasser herauskommt, das frei ist von Bakterien und Schadstoffen.

Wir haben eine Reihe von Osmoseanlagen-Tests untersucht, um die wichtigsten Kriterien für eine gute Anlage herauszufinden. Die Ergebnisse unserer Recherchen finden Sie in unserem Osmoseanlagen-Vergleich 2019 und dem dazugehörigen Ratgeber.

1. Osmoseanlagen sorgen für reinstes Wasser

Osmoseanlagen für Meerwasser
Eine Osmoseanlage fürs Aquarium ist ideal für Fische und Korallen. Hier produziert die Osmoseanlage Meerwasser, indem das Osmosewasser mit Meersalz gemischt wird.

Eine Osmoseanlage filtert Ihr Leitungswasser in mehreren Stufen.

Je nach Modell wird das Wasser durch bis zu 7 Filter gepresst, die Schadstoffe herausfiltern.

Wichtig zu wissen ist, dass nicht alle Anlagen gleichermaßen zur Aufbereitung von Trinkwasser geeignet sind. Ein Teil der Anlagen ist für den Einsatz rund ums Aquarium konzipiert.

2. Kaufberatung: So finden Sie die richtige Osmoseanlage

Wenn Sie eine Osmoseanlage kaufen, gibt es einige Dinge zu beachten. So muss eine Anlage für den Haushalt trinkwassertauglich sein. Ein wichtiger Aspekt ist außerdem die Geschwindigkeit, mit der eine Anlage Wasser aufbereitet. Worauf es sonst noch ankommt, erfahren Sie im folgenden Kapitel.

2.1. Trinkwassertauglichkeit und schnelle Wasseraufbereitung

Die erste Frage, die es zu beantworten gilt, ist die nach dem Einsatzzweck der Anlage. Möchten Sie sie in einem Aquarium einsetzen oder mit der Osmoseanlage Trinkwasser aufbereiten? Ist letzteres der Fall, müssen Sie darauf achten, eine Anlage zu erwerben, deren Wasser als Trinkwasser verwendet wird.

Eine schnelle Anlage ist von Vorteil, damit keine langen Wartezeiten bei der Aufbereitung entstehen. Schnelle Anlagen bereiten bis zu 96 Liter pro Stunde auf, also deutlich über 2.300 Liter am Tag. Andere Modelle kommen auf lediglich 16 Liter pro Stunde.

2.2. Art der Filter: Aktivkohlefilter, Sedimentfilter und Mineralfilter

In der Regel verfügen die Umkehrosmoseanlagen in Tests über verschiedene Filter: Aktivkohlefilter und Sedimentfilter ergänzen dabei die filternde Membran.

Einige Anlagen haben zudem einen speziellen Mineralfilter, mit dem das Osmosewasser mit Mineralien angereichert wird. Die folgende Tabelle erläutert die Funktionen der einzelnen Filter.

Filterstufe Beschreibung
Sedimentfilter
  • Beseitigung von groben Schwebstoffen
  • grobe Partikel wie Sand, Schlamm, Rost
  • ideale Vorfilter
Aktivkohlefilter
  • Beseitigung von Schadstoffen, Geruchs- und Geschmacksstoffen
  • Staub, Schwermetalle und organische Substanzen
  • Schadstoffe sammeln sich im Filter, daher regelmäßiger Austausch wichtig
Umkehrosmose
  • restlose Trennung von belastenden Inhaltstoffen
  • Osmose ist ein natürlicher Vorgang
  • Umkehrosmose durch mehrlagige Membran und ausreichenden Druck

2.3. Filter-Eigenschaften: Anzahl der Filterstufen, selbstreinigende Filter und empfohlene Filterwechsel

Je nach Modell verfügt eine Osmoseanlage über bis zu 7 Filterstufen. Je mehr Stufen das Wasser durchläuft, desto besser ist das Ergebnis.

In der Regel wird ein Austausch der Filter alle 6 Monate und der Membran alle 24 Monate empfohlen. Allerdings gibt es einige Anlagen, die über selbstreinigende Filter verfügen. Hier können Filter und Membran gespült werden, so dass sich ihre Funktionsdauer verlängert.

2.4. Gefilterte Schadstoffe und Filterwasser-Abwasser-Verhältnis

Die Hersteller von Umkehrosmoseanlagen geben an, welche Schadstoffe von ihnen aus dem Wasser herausgefiltert werden. Meist handelt es sich um grobe Rückstände, Bakterien, Chlor, Kalk und weitere Schadstoffe.

Eine weitere wichtige Angabe ist das Verhältnis von Filterwasser zu Abwasser. Dieses liegt bei den besten Osmoseanlagen bei 1 zu 1. Das heißt, sie erhalten genauso viel reines Wasser wie Abwasser erzeugt wird. Weniger effektive Anlagen erzeugen viermal so viel Abwasser wie Osmosewasser.

2.5. Funktionen und Extras: Pumpe inklusive? Wasserhahn anschließbar?

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Umkehrosmoseanlagen befreien Leitungswasser von unerwünschten Stoffen wie Kalk, Chlor und Bakterien.

Je nachdem, wie hoch der Druck auf Ihrer Wasserleitung ist, kann es erforderlich sein, eine zusätzliche Pumpe einzusetzen. Achten Sie in diesem Fall darauf, dass die Pumpe im Lieferumfang enthalten ist.

Möchten Sie das Osmosewasser nur als Trinkwasser einsetzen, ist es sinnvoll, einen separaten Hahn an die Anlage anschließen zu können. So können Sie zum Spülen weiterhin herkömmliches Wasser einsetzen.

2.6. Maße und Gewicht

Damit eine Osmoseanlage optimal installiert werden kann, muss sie zu den örtlichen Gegebenheiten passen. Achten Sie beim Kauf also auch auf die Maße der Anlage. Das Gewicht der meisten Osmosenlagen in Tests liegt zwischen 10 und 15 kg bei Trinkwasser-Anlagen und etwa 1,5 und 3 kg bei Anlagen für Aquarien.

3. Die besten Osmoseanlagen haben ein gutes Filterwasser-Abwasser-Verhältnis

Die effektivsten Anlagen produzieren maximal anderthalb mal so viel Filterwasser wie Abwasser. Bei Anlagen mit einem Verhältnis von 1:1 wird ein Liter Wasser zu gleichen Teilen in Abwasser und Filterwasser geteilt. Weniger effektive Anlagen produzieren 2 Liter Abwasser auf einen halben Liter Filterwasser.

Achtung: Sie möchten eine Osmoseanlage selber bauen? Im Internet gibt es viele Anleitungen zum Bau von Wasserfiltern. Eine Osmoseanlage für Trinkwasser muss allerdings zertifiziert sein, um eingebaut werden zu dürfen. Neben der Zertifizierung gibt es eine Reihe weiterer Faktoren, die gegen eine Osmoseanlage der Marke Eigenbau sprechen, u. a. sehr hohe Kosten.

4. Umkehrosmoseanlagen in Tests: nicht alle sind trinkwassertauglich

Die Trinkwassertauglichkeit ist der grundlegende Aspekt bei Osmoseanlagen. Nicht alle Anlagen sorgen für reines Trinkwasser. Einige Geräte sind speziell für den aquaristischen Einsatz konzipiert. Achten Sie hier auf die Herstellerangaben.

5. Tipps zur Montage Ihrer Umkehrosmoseanlage

osmoseanlage-im-aquarium
Osmoseanlagen gibt es für Trinkwasser, aber auch für Aquarien.

Auf Heimwerker.de erfahren Sie nicht nur, woran Sie eine gute Umkehrosmoseanlage erkennen, wir geben Ihnen auch Tipps zum Einbau einer solchen Anlage.

Zwar sind die Stecksysteme der meisten Anlagen keine große Herausforderung, allerdings müssen Sie beim Einbauen der Osmoseanlage beachten, dass diese an den Wasserkreislauf angeschlossen werden muss. Laien empfiehlt sich die Hilfe eines erfahrenen Klempners. Als ambitionierter Heimwerker können Sie aber auch problemlos selbst zur Tat schreiten.

Schließen Sie zunächst die Schläuche an der Anlage an, wie es die Anleitung vorsieht. Schließen Sie dann die Eckventile und montieren die Zwischenstücke. Dichten Sie dabei die Gewinde der Eckventile mit Teflonband ab. Bringen Sie dann die Schläuche an. Achten Sie hierbei auf die korrekten Anschlüsse.

Wenn alle Schläuche korrekt angebracht sind, können Sie die Ventile öffnen und das System fluten. Am besten lassen Sie zunächst einige Liter durch die Anlage laufen, um diese durchzuspülen, ehe Sie das Osmosewasser verwenden.

6. Häufige Fragen rund um das Thema Osmoseanlagen

6.1. Wie oft muss ich den Filter meiner Osmoseanlage wechseln?

Experten empfehlen, die Filter der Osmoseanlage alle 6 Monate zu wechseln. Auch die Hersteller geben diesen Zeitrahmen beim größten Teil der Osmoseumkehranlagen an.

Die Filter erledigen die gröbere Vorarbeit für die Membran. Auch wenn Ihr TDS-Gerät nach mehr als 6 Monaten noch gute Werte anzeigt, heißt das nicht, dass die Filter noch gute Arbeit leisten. Es kann auch bedeuten, dass die Filter nachlassen – und die Membran weiterhin gute Dienste leistet.

Allerdings wirkt sich das auf die Lebensdauer der Membran aus. Diese muss in der Regel alle 2 Jahre ausgetauscht werden. Muss sie allerdings Schwerstarbeit leisten, weil die Filter weniger grobe Teilchen aus dem Wasser filtern, geht die Membran früher in die Knie und muss deutlich vor der eigentlichen Zeit ausgetauscht werden.

6.2. Wie kann ich die Qualität meines Osmose-Wassers kontrollieren?

Wenn Sie eine Osmoseanlage im Haus haben, ist ein Leitfähigkeitsmessgerät empfehlenswert. Mit einem solchen Gerät können Sie den Leitwert des Wassers ermitteln und damit die Funktion der Osmoseanlage überprüfen. Der Leitwert gibt die Summe der gelösten Teilchen im Osmosewasser an.

Für die Messung halten Sie das sogenannte TDS-Gerät einfach kurz in das Wasser. Auf dem Display können Sie den genauen Wert ablesen. Der Leitwert von Osmosewasser beträgt 10 - 30 ppm. Überschreitet der Wert die Grenze von 60 ppm, sollte der Filter ausgetauscht werden.

Der Leitwert von Osmosewasser liegt bei 10 - 30 ppm. Der Leitwert von Leitungswasser liegt bei etwa 400 - 500 ppm.

6.3. Welche Marken und Hersteller gibt es?

Filter und Osmoseanlagen sind recht weit verbreitet. Dabei unterscheidet man Trinkwasser-Osmoseanlagen und Osmoseanlagen fürs Aquarium. Osmoseanlagen fürs Zuhause, sei es eine Osmoseanlage am Hausanschluss oder eine Auftisch-Osmoseanlage, finden Sie im Fachhandel und in Onlineshops. Ein bekanntes Produkt ist die Osmoseanlage Direct Flow von Purway.

Weitere bekannte Hersteller haben wir für unseren Ratgeber auf Heimwerker.de ermittelt:

  • Dennerle
  • Directquell
  • Dupla
  • Osmotech
  • Papillon
  • Purway
  • Retec
Eine günstige Osmoseanlage erhalten Sie schon für rund 70 Euro. Allerdings bieten hochwertige Modelle meist eine bessere Leistung, deren Preis zum Teil deutlich über 350 Euro liegt.

6.4. Wie schneiden Osmoseanlagen im Test der Stiftung Warentest ab?

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Einige Osmoseanlagen reichern das Wasser auch mit Mineralien an.

Einen Osmoseanlagen-Testsieger haben die Experten der Stiftung Warentest bisher nicht gekürt. Da aber in vielen Haushalten einfache Wasserfilter zu finden sind, die das Leitungswasser filtern, hat die Verbraucherorganisation diese auf den Prüfstand gestellt.

Das Ergebnis des Tests war recht ernüchternd: Der beste kleine Wasserfilter, das Modell Pure Water von Klin-Tec, erhielt die Gesamtnote befriedigend (3,2). Vier von neun Wasserfiltern erhielten lediglich ausreichend, einer schnitt gar mangelhaft ab.

Die meisten dieser Wasserfilter kosten etwa 20 - 40 Euro. Ersatzkartuschen gibt es auch in Drogeriemärkten wie zum Beispiel Rossmann.

Gerade in ihrer angepriesenen Disziplin, dem Enthärten des Wassers, versagten viele der Wasserfilter. Die Modelle, denen es gelang, enthärteten das Wasser nur kurzzeitig zuverlässig. Doch das Wasser bleibt nicht nur zu hart, in einigen Fällen verkeimten die Filter-Kartuschen sogar leicht.

Zwar überzeugten die Filter beim Reduzieren von Schadstoffen wie Kupfer und Blei aus dem Leitungswasser, allerdings stellt dies insofern kein wichtiges Kaufkriterium dar, als dass Trinkwasser in Deutschland fast immer einwandfrei ist.

Die Vor- und Nachteile von einfachen Wasserfiltern im Überblick:

  • deutlich günstigere Anschaffung als eine Osmoseanlage
  • Filterleistung sehr begrenzt
  • beeinflussen den Härtegrad nur sehr geringfügig
  • Filter können verkeimen

Da dieser Wasserfilter-Test keine Hinweise auf die Qualität von Umkehrosmoseanlagen liefert, haben wir die wichtigsten Informationen zu diesem Thema recherchiert und präsentieren sie Ihnen in unserem Ratgeber auf Heimwerker.de.

 

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