Wasserfilter Vergleich 2019

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Kaufberatung zum Wasserfilter Test bzw. Vergleich 2019

  • Hoher Kalkgehalt in Leitungswasser führt dazu, dass viele Menschen sich einen Wasserfilter zulegen. Obwohl Kalk nicht schädlich für uns Menschen ist, schützt das Filtern von Kalk Haushaltsgeräte und erspart das Entkalken.
  • Zum Filtern von Leitungswasser eignen sich unterschiedliche Technologien: Ionenaustauscher tauschen kalkbildende Kalzium- und Magnesium-Ionen im Wasser gegen Natrium-Ionen aus. Umkehrosmose-Filter filtern Wasser durch eine einseitig durchlässige Schicht, die Schwebstoffe zurückhält. Ähnlich funktioniert ein Aktivkohlefilter, an dem sich Schwebstoffe aus dem Wasser anlagern.
  • Im Handel sind unterschiedliche Wasserfilter-Typen mit unterschiedlichen Eigenschaften und Einsatzgebieten erhältlich: z.B. Tischwasserfilter, Filter für Wasserhähne, Hauswasserfilter oder Reisefilter für das Ausland.

Wasserfilter Test

Das Leitungswasser in Deutschland lässt sich dank strenger Kontrollen bedenkenlos trinken – so denken 92 % der Befragten einer Studie, die vom Verband kommunaler Unternehmen (VkU), der seit mehreren Jahren Daten zur Qualität und Nutzung von Trinkwasser sammelt, durchgeführt wurde. Warum also einen Wasserfilter kaufen?

Die Umfrage zeigt auch, dass jeder 12. Deutsche von der Qualität unseres Trinkwassers nicht überzeugt ist. Die deutsche Trinkwasserverordnung gilt nur bis zu unserem Hausanschluss. Ab dort sind wir selbst für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich. Schädliche Substanzen können sich bereits im Grundwasser befinden, etwa aufgrund der Nitrat-Belastung durch die Landwirtschaft. Weitere Giftstoffe stammen aus unserem Abwasser, denn Wasserwerke können nicht sämtliche Schadstoffe aus dem Wasser filtern. Insbesondere Medikamentenrückstände lassen sich oft nicht filtern.

Auch in hauseigenen Rohrleitungen können Substanzen das Trinkwasser verunreinigen: Blei, Nickel, Kupfer oder Cadmium können schädlich für unsere Gesundheit sein. Rost, Kalk und ein besonders hoher Härtegrad des Wassers sind zwar nicht schädlich, doch kann dies Kaffee oder Tee schlechter schmecken lassen. Ein Trinkwasserfilter kann hier Abhilfe schaffen. Auch für das Aufbereiten von Babynahrung bietet sich ein solcher Wasserfilter an. In unserem Wasserfilter-Vergleich 2019 stellen wir Ihnen verschiedene Arten von Wasserfiltern und Tischwasserfiltern im Besonderen vor und zeigen, über welche Eigenschaften Ihr Wasserfilter Testsieger verfügen sollte.

1. Wasserfilter: Aufgaben, Typen, Spezialform Kannensysteme

1.1. Was ist ein Wasserfilter und welche Wasserfilter-Typen gibt es?

Ein Wasserfilter dient dazu, die Beschaffenheit von Wasser zu verbessern. Um diese Verbesserung zu erreichen, werden Partikel wie Trübstoffe, Keime oder andere im Wasser gelöste Substanzen entfernt oder in ihrer Konzentration gesenkt. Es gibt unterschiedliche Kategorien von Wasserfiltern im Haushalt:

Wasserfilter Wasserhahn
Ein Leitungswasserfilter wird direkt dem Auslass am Wasserhahn vorgeschaltet.
  • Wasserhahnfilter – wird direkt unter den Wasserhahn geschraubt
  • Hauswasserfilter – wird in die Hauptwasserleitung des Hauses eingebunden
  • Tischwasserfilter – Kannensystem, in das man Leitungswasser aus dem Wasserhahn füllt

Sie fragen sich sicherlich, wieso man auf ein Kannensystem zurückgreifen sollte, wenn man doch mit einem Wasserhahnfilter gleich jegliches Wasser aus dem Wasserhahn filtern kann. In unserem Wasserfilter-Vergleich soll es um Tischwasserfilter gehen.

Wir haben Ihnen aber noch einmal die Vor- und Nachteile von Wasserhahn- und Tischwasserfilter zusammengestellt:

  • Tischwasserfilter filtern zuverlässig Chlor, Kalk und andere gesundheitsschädliche Stoffe.
  • Wasserhahnfilter filtern Medikamentenrückstände, Legionellen (im Wasser lebende Bakterien), Schwermetalle, Keime und Pestizide.
  • Tischwasser- und Wasserhahnfilter benötigen keinen Strom.
  • Tischwasserfilter ermöglichen einen besseren Geschmack von Wasser, Tee und Kaffee.
  • Wasserhahnfilter filtern kaum oder keinen Kalk, weil das Wasser mit hohem Druck und schnell durch den Filter läuft.
  • Viele Wasserhahnfilter-Modelle funktionieren oft nicht mit Niederdruckboilern.
  • Tischwasserfilter filtern auch Mineralstoffe wie z.B. Magnesium, die wichtig für den Körper sind.
  • Nicht alle Tischwasserfilter sind gleich gut (einige geben bspw. Silber ans Trinkwasser ab).

1.2. Wie funktioniert ein Tischwasserfilter?

Um sich vor schädlichen Stoffen im Trinkwasser zu schützen, reicht es, nur das Wasser zu filtern, das man trinkt, ohne es vorher zu kochen. Im Haushalt geschieht kann das durch sogenannte Kannensysteme (auch: Wasserfilterkannen oder Tischwasserfilter) geschehen, mit denen das Wasser erst gezapft und dann aufbereitet wird.

Tischwasserfilter
Ein Tischwasserfilter filtert zwar nur geringe Mengen Wasser auf einmal, reicht aber für den Gebrauch beim Essen völlig aus.

Hauptsächlich werden Systeme genutzt, die in der Lage sind, organische Substanzen aus dem Trinkwasser zu entfernen: Umkehrosmose-Membranen, Aktivkohlefilter, eine Kombination aus beidem, Ionenaustauscher oder organisches Material wie etwa Steine.

Mehr über die einzelnen Aufbereitungsverfahren können Sie in Kapitel 3 dieses Ratgebers nachlesen.

Tischwasserfilter haben meistens ein Fassungsvermögen von 2 bis 3 Litern. Man befüllt diese am Wasserhahn direkt mit Leitungswasser, welches zunächst langsam durch den eingesetzten Filter läuft. Die meist günstigen Wasserfilter benötigen keinen Strom und filtern in der Regel zuverlässig Chlor aus dem Wasser und fungieren als Kalkfilter.

2. Trinkwasser in Deutschland: Ist ein Wasserfilter sinnvoll?

2.1. Schadstoffe im Trinkwasser

Zunächst müssen wir uns fragen, welche Bestandteile aus dem Wasser gefiltert werden können:

  • Bakterien und Keime
  • Kalk
  • Chlor
  • Schwermetalle (z.B. Antimon, Eisen, Kupfer, Arsen)
  • Nitrit (NO2)
  • Nitrat (NO3)
  • radioaktive Belastung
Entkalken
Gefiltertes Wasser für den Wasserkocher oder für die Kaffeemaschine zu verwenden, macht sehr regelmäßiges Entkalken überflüssig.

Das in Deutschland zur Verfügung gestellte Trinkwasser entspricht den Anforderungen der Trinkwasserverordnung und wird in regelmäßigen Abständen untersucht. In der Trinkwasserverordnung werden die Grenzwerte für Inhaltsstoffe in Wasser festgelegt.

Hierzulande ist eine gute Wasserqualität gewährleistet und es heißt, Trinkwasser sei in Deutschland das am strengsten kontrollierte Lebensmittel. Diese Aussage trifft zu, denn die Grenzwerte für Schadstoffe sind für Trinkwasser in Deutschland sehr viel strenger als für andere Lebensmittel.

Dennoch gibt es Expertenmeinungen wie die vom Wasserfilter-Hersteller Michael Hank, der rät "Filtern Sie unbedingt Ihr Wasser. Es gibt nicht für alles einen Grenzwert. Die ETH Zürich [...] konnte etwa nachweisen, dass Trinkwasser deutlich mehr Bakterien enthält als konventionelle Verfahren uns glauben lassen", so Hank über deutsches Trinkwasser gegenüber der WirtschaftsWoche.

2.2. Wie wird deutsches Trinkwasser kontrolliert?

Trinkwasser-Fakten
  • Der Süßwasser-Anteil auf der Erde – die Lebensgrundlage aller Lebewesen – beträgt nur 1 % des Gesamt-Wasservorkommens.
  • Europa produziert mehr als 60 Mio. Tonnen Plastik jährlich; mehr als 5 Bill. Plastikteile treiben in den Gewässern der Erde und geben Bestandteile an das Trinkwasser ab.
  • Die Pharmaindustrie stellt 80.000 unterschiedliche Medikamente her, welche nach ihrer Nutzung ins Wasser geraten und durch Klärwerke kaum herausgefiltert werden können.
  • Chemische Altlasten aus Kriegen wurden in Seen, Flüssen und Meeren entsorgt und setzen bis heute Giftstoffe frei; in europäischen Gewässern befinden sich alleine 600.000 Tonnen Kampfstoffe.

Trinkwasser wird zu 64 % aus Grundwasser gewonnen, das restliche Wasser stammt aus Oberflächen- oder Quellwasser. Durch Filterung, eventuelle Desinfizierung, Entmineralisierung, Enthärtung und Entsäuerung sowie dem Einsatz chemischer, physikalischer und biologischer Verfahren wird daraus trinkbares Wasser.

Dennoch kann es vorkommen, dass das Trinkwasser Substanzen enthält, die unsere Gesundheit gefährden können. Zwar garantiert die Trinkwasseraufbereitung qualitativ gutes Wasser, doch etwa durch alte Rohrsysteme in Häusern kann das Wasser verunreinigt werden.

Häuser, die vor 1973 gebaut worden sind, können Bleirohre haben. Bei Blei handelt es sich um ein Schwermetall, dass wie ein Nervengift wirkt. Insbesondere kann es für Kinder und Frauen in der Schwangerschaft gefährlich sein. Auswirkungen von Blei im Trinkwasser können z.B. Nierenschäden, Blutdruckanstieg, Fehl- und Frühgeburten, Schäden des Nervensystems, verminderte Fruchtbarkeit oder Hirnschäden sein.

Kalk befindet sich ebenfalls oft im Trinkwasser – erkennbar an einem trüben Schleier oder an Kalkablagerungen wie z.B. im Wasser- oder Eierkocher. Kalkhaltiges Wasser ist allerdings nicht, wie ursprünglich angenommen, gefährlich, sondern sogar gesund, da es viel Kalzium enthält. Der Mineralstoff Kalzium sorgt im menschlichen Körper nämlich u.a. dafür, das Osteoporose-Risiko zu senken.

Fazit: Zwar hat das Trinkwasser in Deutschland flächendeckend eine hohe Qualität und unterliegt strengen Kontrollen, doch um sicherzugehen, keine schädlichen Substanzen im eigenen Trinkwasser zu haben, ergibt der Einsatz eines Wasserfilters Sinn.

Im folgenden Video geht der Heilpraktiker Andreas Frenzel noch einmal dem Sinn und Unsinn von Wasserfiltern auf den Grund:

3. Typen an Aufbereitungsverfahren für Trinkwasser

Auf dem Markt gibt es unterschiedliche Filtersysteme zur Trinkwasseraufbereitung für unterschiedliche Anforderungen. Welche Technologie sich wofür eignet, möchten wir Ihnen an dieser Stelle erläutern:

Aufbereitungsverfahren Eigenschaften und Einsatzgebiete
Ionentauscher-Wasserfilter
Ionentauscher-Filter
  • ersetzen Anionen und Kationen durch andere Ionen im Wasser (Beispiel: Kalzium- und Magnesiumionen werden durch andere Kationen ausgetauscht)
  • dienen als Wasserenthärter, verringern Kalkgehalt im Wasser.
  • ungeladene organische und anorganische Substanzen passieren Ionentauscher ungehindert
  • Einsatzgebiete: u.a. Geschirrspüler, zum Erhöhen der Wasserhärte gegen Kalkablagerung
Umkehrosmose-Wasserfilter
Umkehrosmose-Filter
  • zu reinigendes Wasser wird unter Druck durch semipermeable (einseitig durchlässige) Wand getrieben – gewonnenes Wasser heißt Osmosewasser
  • Osmose-Wasserfilter filtern Großteil der Partikel bzw. der großmolekularen Stoffe heraus; z.B. Schwermetalle, Nitrate oder Phosphate
  • filtern wertvolle Mineralien und Spurenelemente heraus
  • benötigen eine Pumpe und Strom
  • Einsatzgebiete: z.B. Entsalzen von Meereswasser, Herstellung von alkoholfreiem Bier
Aktivkohle-Wasserfilter
Aktivkohle-Filter
  • Aktivkohle besteht aus Kohlenstoff, an der Filter-Oberfläche sammeln sich gefilterte Substanzen
  • kann unangenehme Gerüche und Geschmäcke binden
  • kann gelöste organische Spurenstoffe (z.B. Pestizide, Bakterien), Chlor und Medikamentenrückstände durch Adsorption (gefilterte Substanzen sammeln sich an fester Oberfläche) aus dem Wasser filtern
  • wird feucht bei Nutzung als Wasserfilter – potentieller Keimherd an der Oberfläche
  • Einsatzgebiete: werden in vielen Industriebereichen eingesetzt, z.B. zur Abwasser-Reinigung, in Klimaanlagen oder Katalysatoren
Tischwasserfilter-Grundprinzip: Bei den meisten Tischwasserfiltern herrscht dasselbe Grundprinzip vor. Wasser läuft durch Aktivkohle im Filter und dieser lagert organische Stoffe an. In den meisten Filterkartuschen befindet sich Kunstharz, das Kalzium und Magnesium gegen Wasserstoff tauscht. Das gefilterte Wasser wird so ärmer an Mineralien und weniger hart.

Ein Nachteil der Aktivkohlefilter ist, dass sie recht häufig gewechselt werden müssen, um Keimbildung zu verhindern. Bei einem unsauberen Filter würden die Keime ins gefilterte Wasser gelangen.

4. Kaufberatung für Wasserfilter: Diese Kriterien sind wichtig

stelton tischwasserfilter
Die Wasserfilterkanne der Marke Stelton kann Leitungswasser reinigen.

Tischwasserfilter werden in erster Linie genutzt, um den Geschmack von Wasser, Tee und Kaffee zu verbessern und um Kalkablagerungen in Kaffeemaschinen oder Wasserkochern zu verringern.

4.1. Filter-Eigenschaften: Geschwindigkeit & Filterleistung

Die Filtergeschwindigkeit spielt zwar nur eine sekundäre Rolle, doch ist es sicherlich vorteilhaft, wenn man nicht unnötig lange auf das gefilterte Wasser warten muss. Die durchschnittliche Dauer beim Filtern von Trinkwasser liegt bei den meisten Geräten zwischen 1 und 2 Minuten pro Liter.

Die Stiftung Warentest hat Tischwasserfilter, also so genannte kleine Wasserfilter, in der Ausgabe 5/2015 getestet und ist was die Filterleistung angeht, zu dem Ergebnis gekommen, dass die meisten Filter in der Lage sind, Schadstoffe wie Blei, Kupfer oder Chlor herauszufiltern. Einige Tischwasserfilter verfügen über einen Mikrofilter, der sogar Bakterien entfernen kann; z.B. Wasserfilter des Herstellers Cleansui.

Wichtig: Leben Sie in einem älteren Haus, welches mit Bleirohren ausgestattet ist, achten Sie unbedingt darauf, einen Wasserfilter zu kaufen, der gute Leistungen beim Herausfiltern von Schadstoffen wie etwa Blei erzielt, um Ihre Gesundheit zu schützen.

4.2. Wassertank und Ausstattung des Kannensystems

Kühlschrank Wasserfilter
Der Hersteller Brita bietet auch speziell geformte Wasserfilter an, die Platz im Kühlschrank finden.

Die meisten Wasserfilterkannen können zwischen 1,4 und 2 Liter Wasservolumen fassen und verfügen über ein Gesamtvolumen von 2 bis 3 Liter. Die meisten Tischwasserfilter sind aus Kunststoff gefertigt und können in der Spülmaschine gereinigt werden (z.B. Marken-Modelle von Brita, BWT, PearlCo oder Stelton).

Wasserfilter können zudem über besondere Anzeigen und Funktionen verfügen, die das Handling vereinfachen:

  • eine Filterwechsel-Anzeige
  • ein elektronischer Timer
  • ein Mikrofilter
  • Möglichkeit zum Einstellen des Datums
  • zusätzliche Anreicherung mit Magnesium beim Filtern

4.3. Filterkartuschen und ihr Wechsel

Tischwasserfilter besitzen normalerweise eine Kartusche, die der Reinigung des Wassers dient. Kalk, Chlor und auch Rückstände aus Wasserleitungen (z.B. Blei) werden aus dem Trinkwasser herausgefiltert. Die Filterkartusche muss in regelmäßigen Abständen gewechselt werden.

Hilfreich ist, wenn die Kanne über eine Filterwechsel-Anzeige verfügt, die Sie informiert, wann die Kartusche gewechselt werden muss. Die Filterleistung eines Aktivkohlefilters beträgt durchschnittlich rund 100 bis 180 Liter Frischwasser.

filterkartuschen BWT
Die Filterkartuschen von BWT reichern das Wasser zusätzlich mit Magnesium an.

Durch den Neukauf von Filterkartuschen entstehen Ihnen Folgekosten. Die Preise sind sehr unterschiedlich und variieren sich von Hersteller zu Hersteller. Achten Sie darauf, dass Sie einen Wasserfilter kaufen, bei dem Sie auch Kartuschen von Drittanbietern einsetzen können. Diese Kartuschen sind in der Regel sehr viel günstiger als die originalen Filterkartuschen vom Hersteller.

Tipp: Einige Hersteller bieten Kartuschen zusammen mit der Wasserfilter-Kanne als Paket an, sodass Sie für ein halbes oder ein Jahr vollkommen ausgestattet sind und keine neuen Filterkartuschen zu kaufen brauchen. Solche Pakete sind häufig sehr viel günstiger als im Einzelkauf.

4.4. Anschaffungspreis - Wasserfilterkannen

Wasserfilterkannen kosten nicht sehr viel in der Anschaffung. Günstige Wasserfilter gibt es schon ab ungefähr 15 Euro. Im mittleren Preissegment kosten die Geräte zwischen 35 bis 50 Euro und teure Modelle kosten auch schon mal zwischen 70 und 80 Euro. Die teuren Wasserfilterkannen sind häufig mit einem Mikrofilter ausgestattet.

5. Wasserfilter: Tipps zur Hygiene

Nicht nur die Angaben der Hersteller gilt es zu beachten, wenn Sie die Filterkartusche wechseln wollen, sondern auch auf Sauberkeit schon beim Filterwechsel kommt es an. Wir haben hier einige Tipps, die man bei der Hygiene der Wasserfilterkanne beachten sollte, zusammengefasst:

Reinigung Wasserfilter
Zur Reinigung einer Filterkanne eignen sich Gebissreiniger.
  1. Deponieren Sie den Wasserfilter im Kühlschrank – vor allem nachts.
  2. Reinigen Sie den Wasserfilter unter fließendem, warmem Wasser mit Spülmittel oder Salzwasser.
  3. Nehmen Sie Tabletten zur Gebissreinigung für die Reinigung des Wasserfilters zu Hilfe.
  4. Verzichten Sie darauf, die Wasserfilterkanne in der Spülmaschine zu reinigen, da diese den Kunststoff angreifen kann.
  5. Nutzen Sie einen Filterwechsel auch zur Reinigung von Kanne und Filterhalterung.
  6. Wasser sollte generell immer lichtgeschützt und kühl gelagert werden, um keine Keimentstehung in Wasser oder Filter zu begünstigen.

6. Fragen und Antworten rund um das Thema Wasserfilter

6.1. Kann ich einen Wasserfilter selbst bauen?

Man kann Wasserfilter auch selbst bauen, wobei man nicht davon ausgehen sollte, dass die selbstgebauten Modelle stets dieselbe Filterleistung erbringen können wie etwa industriell hergestellte Wasserfilter.

Für den Selbstbau benötigen Sie folgendes Material – je nach Filtergröße:

  • Wasserfilter für 1 bis 2 Personen: eine 2-Liter-Plastikflasche
  • Wasserfilter für 3 bis 4 Personen: ein großer Eimer und ein großes anderes Gefäß
  • Wasserfilter für 5 bis 8 Personen: ein 30-Liter-Kanister
  • Wasserfilter für 6 bis 20 Personen: eine große Tonne
Aktivkohle-Pellets
Anstelle von Holzkohle können Sie auch Pellets aus Aktivkohle verwenden.

Weiterhin benötigen Sie:

  • ein weiteres großes Gefäß
  • groben Kies
  • feinen Kies
  • Sand
  • Stoff oder Watte
  • Holzkohle

Zur Funktionsweise: Das Wasser fließt durch die Filter-Schichten und die Schmutzpartikel werden in den verschiedenen Schichten zurückgehalten. Die Holzkohle ist in der Lage, einen Großteil der Krankheitserreger, chemischen Verunreinigungen und schlechten Gerüche herauszufiltern. Eine ausführliche Anleitung der GEO-Reisecommunity zum Bau Ihres eigenen Wasserfilters finden Sie hier.

6.2. Welcher Trinkwasserfilter ist fürs Trekking geeignet?

Ein Reisewasserfilter der Marke Carbonit, der als Adapter auf einen Wasserhahn aufgeschraubt wird.
Ein Reisewasserfilter der Marke Carbonit, der als Adapter auf einen Wasserhahn aufgeschraubt wird.

Für eine Wandertour ist ein Outdoor-Wasserfilter bzw. Reisewasserfilter geeignet. Mit diesem können Sie verunreinigtes Wasser aus Seen oder Flüssen filtern und dann trinken. Outdoor-Filter verfügen über eine besonders leistungsstarke Filtermembran, die Viren und Bakterien herausfiltert.

Auch bei Reisen in Länder, in denen das Trinkwasser eine fragwürdige Qualität hat, bietet sich ein Reise- oder Outdoor-Wasserfilter an, um typischen Krankheiten wie Erbrechen oder Durchfall vorzubeugen. Des Weiteren verfügen Outdoor-Filter oftmals über kompakte Maße und sind einfach zu bedienen.

6.3. Lohnt sich die Anschaffung eines Wasserfilters bei besonders hartem Wasser?

Trinkwasser ist nicht überall gleich in Deutschland. So gibt es in einigen Gegenden vergleichsweise hartes Wasser mit einer Trinkwasserhärte von über 12 °dH. Je härter das Wasser, desto höher der Wartungsaufwand von Warmwassergeräten, wie z.B. Geschirrspülern oder Waschmaschinen. Zudem wird meistens mehr Wasch- und Reinigungsmittel verbraucht.

Filterkartusche
Achten Sie beim Kauf eines Tischwasserfilters auch auf die Verfügbarkeit der Filterkartuschen.

Getränke wie Tee und Kaffee, die mit Wasser zubereitet werden, können durch hartes Wasser negativ geschmacklich beeinflusst werden. Hier kann eine Wasserfilterkanne Abhilfe leisten und helfen, dass das Wasser weicher zu machen. Die Aktivkohlefilter können einen unangenehmen Geschmack und Geruch aus dem Wasser filtern.

6.4. Wie lange kann ich die Filterkartuschen verwenden?

Es ist ratsam, die Filter nicht länger oder öfter als vom Hersteller angegeben zu nutzen. Im Durchschnitt sind das knapp vier Wochen. Dabei geht es nicht unbedingt darum, wie viel Wasser Sie mit der Wasserfilterkanne filtern, sondern wie lange die Wasserfilterpatrone schon im Einsatz ist.

Selbst wenn Sie nur wenig Wasser filtern, sollte die Kartusche nach rund einem Monat getauscht werden, um das Entstehen von Keimen zu verhindern. Im Durchschnitt beträgt die Filterleistung eines Aktivkohlefilters 100 bis 180 Liter Frischwasser.

 

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