Büromöbel

Regal selber bauen – Bauplan mit Bauanleitung

Großes Bücherregal

Ein Regal selber zu bauen ist keine hohe Kunst, erfordert allerdings ein wenig planen und handwerkliches Geschick sowie einige Werkzeuge.

Der Vorteil ist ein perfekt auf die eigenen Bedürfnisse angepasstes Regal. Selber bauen bedeutet in diesem Fall erstmal einen individuellen Plan für die örtlichen Voraussetzungen und Anforderungen zu machen.

In unserem Fall wird es ein mobiles Regal, da es vor einem Sicherungskasten stehen wird. Unser Regal wird stabil, damit wir es mit allen Büchern und Materialien beladen können, für die uns der richtige Platz fehlt.

In Höhe und Tiefe entspricht unser Regal dem Regal, das vorhanden ist und daneben steht. Damit wir es trotz des Gewichts gut verschieben können, versehen wir unser Do it yourself Regal mit zwei großen angenehmen Griffen.

1. Werkzeugliste und Materialbedarf

Wir fertigen eine Skizze an, anhand der wir die passende Aufteilung und die Maße Schritt für Schritt planen und berechnen. Beim Berechnen bitte die Materialstärke der Regalbretter nicht vergessen. Wir bauen den Korpus aus 18 mm und das Innenleben aus 12 mm starker MDF-Platte. Außerdem nehmen wir eine weiße Hartfaserplatte mit 5 mm Stärke. Darauf sind die angegeben Maße abgestimmt.

Werkzeug Material
  • Bohrmaschine
  • Dekupiersäge oder Stichsäge
  • Hammer
  • Schraubendreher
  • 2 x MDF-Platte 18 mm, 37 x 100 cm
  • 2 x MDF-Platte 18 mm, 37 x 190,5 cm
  • 2 x MDF-Platte 18 mm, 20 x 35 cm
  • 5 x MDF-Platte 12 mm, 35 x 35 cm
  • 8 x MDF-Platte 12 mm, 35 x 96,4 cm
  • 4 x MDF-Platte 12 mm, 35 x 10 cm
  • 2 x MDF-Platte 12 mm, 34 x 35 cm
  • 1 x Hartfaserplatte weiß 5 mm, 193,1 x 100 cm
  • 50 x Holzdübel, 6 x 30 mm
  • Schleifpapier
  • Holzleim
  • Transportrollen 4er Set (zwei mit Bremse)
  • 16 x Schrauben Kegelkopf mit Muttern, 8 x 25 mm
  • Universal-Holzdübelset
  • Rundsägeblätter
  • 32 x Regalbodenträger
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2. Anleitung: Mobiles Regal selber bauen

2.1. Schritt 1: Planen

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Für das verschiebbare Regal müssen Sie Möbelrollen besorgen.

Für die Planung sind das Gesamtaußenmaß sowie die Maße der Dinge, die dort aufbewahrt werden maßgeblich.

Schweres kommt nach unten, leichtes nach oben, so bleibt der Schwerpunkt tief und die Kippgefahr gering.

Wir brauchen für größere Bücher (Bildbände) und/oder LPs und ähnliches schmale, hohe Fächer mit vielen vertikalen Unterteilungen.

Dadurch kippt nichts um, wenn wir einzelne Bände heraus nehmen.

Diese Fächer kommen, des hohen Gewichts wegen, ganz unten in das Regal.

Eine Etage darüber planen wir flache Fächer mit einem Abstand von 10 cm Platz für liegend zu lagernde Materialien, wie Spezialpapiere, Folien usw. ein. In der nächsten Abteilung finden Acrylfarben, Sprühkleber und andere stehende Behältnisse in vier 34 cm hohen Fächer Platz.

Ganz oben bekommen leichte und volumenreiche Dinge zwei geräumige Fächer mit einer Höhe von ebenfalls 34 cm ohne vertikale Unterteilung. Die Wiederholungen bei den Abständen wirkt harmonisch und vermittelt Ordnung.

2.2. Schritt 2: Materialliste erstellen und Zuschnitte anfertigen lassen

Mit einer präzisen Materialliste gehen wir in den Baumarkt und lassen uns die MDF-Platten und die Rückwand passend zuschneiden.

Tipp: Für den Transport vorher an Decken und Gurte zur Befestigung denken, um die Ladung gut gesichert transportieren zu können.

Gerade bei den Kleinmaterialien lohnt sich unsere gute Recherche.

2.3. Schritt 3: Bohrungen für Holzdübel

Da wir unsere einzelnen Teile mit Holzdübel und Leim verbinden, benutzen wir ein Universal Dübel Set mit dem wir die Bohrungen für die Holzdübel leicht und präzise ausführen.

Ein solches Hilfsmittel ist unsere unbedingte Empfehlung für alle, nicht einmalig ein Regal selber bauen, sondern häufiger Handwerken.

Wir bohren zuerst Löcher in unseren Regalboden und übertragen diese dann unten in die Seitenwände. Umgekehrt gehen wir genauso für die Deckplatte unseres Regals vor. Einen der mittleren Regalböden befestigen wir zusätzlich mit 6 mm Holzdübel in den Seitenwänden (die anderen bekommen Regalbodenträger als Halterung).

Tipp: Wir kennzeichnen bei den Seitenwänden wo oben und unten ist sowie den Boden und den Deckel, um sie unterscheiden zu können. Beim Anzeichnen und Messen ist genaues Arbeiten erforderlich.

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1. Wenn Sie die Dübellöcher anzeichnen, denken Sie daran, dass die Rollen – wie auf dem ersten Bild dargestellt -möglichst weit außen befestigt werden sollten. | 2. Übertragen Sie die Dübellöcher möglichst exakt.

2.4. Schritt 4: Regal Korpus zusammenbauen

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Die Dübellöcher werden mithilfe einer Dübelhilfe gebohrt.

Um den Korpus zusammenzubauen brauchen wir am besten 2 – 3 Personen.

Wir legen eine der Seitenwände auf eine Decke auf den Boden mit der Innenseite nach oben.

Dann tragen wir Leim auf die Kante des Zwischenbodens auf und setzen ihn auf die 6 mm Holzdübel.

Im nächsten Schritt leimen wir weitere 6 mm Dübel auf die andere Seite des Zwischenbodens und setzen die zweite Seitenwand darauf.

Auf dieses liegende „H“ leimen und dübeln wir nun Boden und Deckel. Wir drehen das Regal Bauteil um, so dass der Rücken nun nach oben zeigt und schrauben die Hartfaserplatte mit den 1,2 cm kleinen Schrauben auf.

Wir verbinden den Zwischenboden mit einigen kleinen Schrauben mit der Rückwand. Das trägt zur Stabilität bei.

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1. Nun werden die Dübel eingesetzt. | 2. Tragen Sie den Leim auf die gesamte Kontaktfläche auf.

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1. In die Dübellöcher müssen Sie eine extra Portion Leim geben. | 2. Die Holzstücke dienen als Unterlage und helfen beim Ausrichten.

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2.5. Schritt 5: Unterteilung einbauen

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Befestigen Sie die Rückwand mit Schrauben.

Wir bauen die Unterteilung in unser Regal. Dazu beginnen wir unten am Boden, auf dem wir die fünf Zuschnitte in 35 x 35 cm gleichmäßig auf der Fläche verteilt, senkrecht anbringen.

Das machen wir wie zuvor mit Holzdübeln und Leim. Jedes der fünf Bretter bekommt oben und unten zwei Holzdübel.

Entsprechend bohren wir die passenden Löcher in die Bodenplatte und den Regalboden der auf die Unterteilungen mit den Holzdübeln kommt.

Für die folgenden vier Regalböden nehmen wir Regalhalter und mittig 10 cm hohe, senkrechte Unterteilungen, die wir wieder mit Holzdübeln auf den Regalböden befestigen.

Anschließend bauen wir zwei Regalböden mit einer 34 cm hohen, mittigen Unterteilung nach dem gleichen Prinzip ein. Zum Schluss bringen wir Regalhalter für den letzten Regalboden an, der keine senkrechte Unterteilung hat.

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1. Befestigen Sie die senkrechten Bretter mit Dübeln auf dem Regalboden. | 2. Danach wird die Unterteilung aufgesetzt.

2.6. Schritt 6: Griffe selber machen

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Übertragen Sie die Vorlage für die Griffe auf das Holz.

An der Kante, an der wir die Griffe an das Regal montieren wollen, bohren wir Löcher für die Holzdübel vor und dazu passende auf 99 cm Höhe an der Außenkante unseres Regals.

Eine organische Form zeichnen auf die beiden verbleibenden Holzstücke.

Wir bohren uns mittig ein Loch und sägen von diesem ausgehend den Innenteil aus und danach die äußere Kontur.

Wir schleifen die Griffe so lange, bis sie angenehm in der Hand liegen. Wir leimen die Griffe mit den Dübeln an unser Regal.

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1. Sägen Sie die Griffe nun aus und schleifen Sie sie gründlich ab. | 2. Bringen Sie die Griffe auf der im Bild dargestellten Höhe am Regal an, dann sind Sie fertig.

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3. Sideboard-Regal – Variante

Sideboardregal
Bauzeit: 9 Stunden; Schwierigkeitsgrad: Anspruchsvoll
Material Werkzeug
  • MDF-Platte, 19 mm:
  • Böden außen: 300 x 220 mm, 4 Stück
  • Rückwand außen: 700 x 338 mm, 1 Stück
  • Seitenteile Mittelteil: 700 x 319 mm, 2 Stück
  • Böden Mittelteil: 750 x 319 mm, 3 Stück
  • Rückwand Mittelteil: 788 x 700 mm, 1 Stück
  • Deckplatte: 1060 x 370 mm, 1 Stück
  • MDF-Platte, 16 mm:
  • Front links: 700 x 285 mm, 1 Stück
  • Leiste Fichte/Tanne gehobelt, 24 x 48 mm, 1000 mm, 2 Stück
  • Stuhlwinkel (für Frontbefestigung), 8 Stück
  • Kreuzschlitzschrauben, 4 x 40 mm, 64 Stück
  • Kreuzschlitzschrauben, 4 x 30 mm, 14 Stück
  • Kreuzschlitzschrauben, 3,5 x 16 mm, 32 Stück
  • Kreuzschlitzschrauben, 4 x 60 mm, 12 Stück
  • Genius PRO 2in1 Buntlack, 375 ml, 1 Stück
  • Genius PRO 2in1 Buntlack, 750 ml, 1 Stück
  • Spachtelmasse
  • Seitenteile außen: 700 x 220 mm, 2 Stück
  • Front rechts: 700 x 520 mm, 1 Stück
  • Bleistift
  • Zollstock
  • Winkel
  • Akkuschrauber
  • Stichsäge
  • Schleifkork
  • 180er- und 220er-Schleifpapier
  • Senker
  • 5-mm-Holzbohrer
  • Holzleim
  • Lackrolle
  • Spachtel
  • Malerkrepp
  • großer Zirkel oder Leiste mit kleinen Nägeln

Hinweis
Beim Verschrauben zweier Holzteile muss das Holzteil, durch das zuerst geschraubt wird, immer vorgebohrt werden! Für eine bündige Oberfläche sollten alle Schraubenköpfe versenkt werden. Bei diesem Projekt sollte Ihnen am besten jemand zur Hand gehen, dann sind manche Arbeitsschritte einfacher zu bewältigen. toom BauMarkt GmbH schließt für Fehlgebrauch sowie fehlerhafte Montage jede Haftung aus.

4. Schritt 1: Holz zuschneiden

Lassen Sie sich alle MDF-Platten ? wie in der Materialliste beschrieben ? im toom BauMarkt zuschneiden. Ebenfalls können Sie sich die Leisten (10 und 11) für den Sockelrahmen auf Gehrung (schräger Schnitt) passend zuschneiden lassen.

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5. Schritt 2: Maße aufzeichnen

Ausschnitt anzeichnen

Zeichnen Sie den Ausschnitt auf ein Stück Papier auf.

Da die Mittelpunkte für die Kreisbögen der Frontplatten (8 und 9) jeweils außerhalb der Platten liegen, platzieren Sie die Platten einfach auf eine Unterlage, auf der Sie zeichnen und auch die „Zirkelspitze” eindrücken können.

Zeichnen Sie auf den beiden Platten die waagerechte Mittelachse ein und ziehen Sie die Linie auf der Unterlage ein Stück weiter. Tragen Sie dann auf Platte (9) von links 50 mm auf der Mittelachse ab und von diesem Punkt noch mal 385 mm auf die Unterlage.

Bei der Frontplatte (8) tragen Sie 285 mm von rechts und von diesem Punkt aus noch mal 385 mm ab. Sie können aber auch beide Platten genau nebeneinander schieben und den Bogenmittelpunkt jeweils auf der anderen Platte einzeichnen (siehe zweite Abbildung). Nun können Sie die beiden Kreisbögen mit dem 385 mm Radius aufzeichnen.

Tipp: Als Zirkel können Sie eine dünne Leiste verwenden, durch die Sie im Abstand von 380 mm einfach 2 kleine Nägel schlagen oder einen Bindfaden, in den Sie zwei Schlaufen knoten.

6. Schritt 3: Bögen aussägen

Sägen Sie nun die Bögen mit einer Stichsäge aus. Je feiner und schärfer das Sägeblatt und je genauer Sie arbeiten, umso weniger brauchen Sie später zu schleifen.

7. Schritt 4: Verleimen

Sockelrahmen verleimen

Verleimen Sie den Sockelrahmen.

Verleimen Sie als nächstes den Sockelrahmen (10 und 11) wie auf dem nebenstehenden Bild dargestellt.

Dazu geben Sie Leim auf die Gehrungsflächen und ziehen die Ecken dann mit Malerkrepp zusammen.

Kontrollieren Sie die Rechtwinkeligkeit mit einem Winkel und legen den Rahmen zum Trocknen auf eine ebene Fläche.

Achten Sie darauf, dass der Leim ausreichend getrocknet ist, bevor Sie weiter machen.

8. Schritt 5: Regal verschrauben

Regal verschrauben

Verschrauben Sie die einzelnen Regalbretter miteinander.

Verschrauben Sie nun das große Regalgestell (4 und 5) wie auf der Zeichnung dargestellt.

Geben Sie an den Verbindungsstellen Leim an.

Wischen Sie überschüssigen Leim sofort mit einem feuchten Tuch ab.

Die Rückwand wird erst später angeschraubt.

Verspachteln Sie nun die Schraubenköpfe auf der linken Seite (4), da diese Seite später sichtbar ist.

9. Schritt 6: Lackieren und verschrauben

Alle anderen Teile werden einzeln lackiert und erst danach zusammengeschraubt. Runden Sie hierzu die Kanten aller Teile und des bereits verschraubten Gestells mit 180er-Schleifpapier ab und schleifen alle Flächen glatt.

Jetzt können Sie alle später sichtbaren Flächen und Kanten grundieren. Vergessen Sie nicht die seitlichen Kanten der Rückwand (6) — diese sind später auch sichtbar. Nach dem Trocknen schleifen Sie alle Lack-Flächen mit 220er-Schleifpapier glatt und tragen den Lack ein zweites Mal auf.

Tipp: Schreiben Sie vor dem Lackieren die Nummer oder Bezeichnung auf die Hinterkante der Teile, dann brauchen Sie später nicht lange zu suchen.

9.1. Was Sie bei der Verwendung von Buntlack auf Materialien aus Holz beachten müssen

Stellen Sie sich vor: Sie haben die einzelnen (Holz-) Bauteile Ihres Regales mit Buntlack lackiert und warten sehnlichst darauf, dass der Lack endlich trocknet. Doch das passiert nicht und der Buntlack trocknet nicht richtig.

Auch ein paar Tage später ist der Lack noch nicht trocken genug, als das Sie an Ihrem Regal weiterarbeiten könnten. Woran kann das liegen? Und vor allem, was können Sie dagegen unternehmen?

Auf die Beantwortung dieser Fragen wollen wir im folgenden Abschnitt etwas näher eingehen.

9.2. Wie gehe ich beim Lackieren vor?

Rote Farbe auf Pinsel

Den Buntlack in der Farbe ihrer Wahl sollten Sie erst nach dem zweiten Anschleifen auftragen, damit er besser hält.

Doch beginnen wir erst einmal ganz von vorn. Bevor Sie die Bauteile Ihres Regales lackieren, müssen Sie diese erst anschleifen und mit einer sogenannten Grundierung versehen.

Anschleifen bedeutet, dass Sie die Oberflächen der betreffenden Bauteile anrauen, durch einen Schleifvorgang mit einer anfangs groben und später etwas feineren Körnung.

Ansonsten kann es passieren, dass die später aufgetragenen Lackschichten gleich wieder abblättern.

Bei der Grundierung handelt es sich um eine Flüssigkeit, die als erste Schicht auf bestimmte Gegenstände aufgetragen wird, um diese zu schützen und gleichzeitig die Haftung weiterer Schutz- und Dekorschichten zu verbessern.

Jetzt lassen Sie die grundierten Bauteile in der Regel eine Woche liegen, bevor Sie diese dann nochmals anschleifen.

Nach dem zweiten Anschleifen können Sie den Buntlack auftragen. Gehen wir in unserem Beispiel davon aus, dass Sie sich für eine besonders knallige Farbe entschieden haben. Aufgrund des kräftigen Farbtons müssen Sie eine zweite Schicht gar nicht mehr auftragen.

Nach Auftragen des Lacks sind 48 Stunden vergangen und der Buntlack ist noch immer nicht trocken obwohl laut Hersteller der Trocknungszeitraum 24 Stunden beträgt. Aufgrund der Klebrigkeit haben Sie das Problem, dass an weitere Arbeitsschritte momentan nicht zu denken ist.

9.3. Worin könnte die Ursache für das Problem liegen?

Eine Ursache dafür, dass der Lack einfach nicht trocknet, kann die hohe Luftfeuchtigkeit in dem Raum sein, in welchem die lackierten Bauteile zum trockenen gelagert wurden. Es könnte auch daran liegen, dass sich die von Ihnen verwendete Grundierung nicht mit dem Buntlack verträgt.

Tipp: Bei Verwendung eines lösungsmittelbasierten Lackes müssen Sie diesen unbedingt vor dem ersten Auftragen etwas verdünnen. Hierzu nutzen Sie im Falle von Buntlack am besten einen handelsüblichen Lackverdünner.

Beachten Sie jedoch, dass je nach Einsatzmenge des Lackverdünners die Deckkraft des Buntlacks geschwächt wird. Jedoch verbessert sich gleichzeitig die Streichfähigkeit. Der verdünnte Buntlack trocknet an der Luft dann auch schneller.

9.4. Was Sie jetzt noch tun können

Haben Sie den Buntlack schon aufgetragen, können Sie eigentlich nicht mehr viel machen, außer regelmäßig zu lüften und abzuwarten. Der Prozess lässt sich sonst nicht wirklich beschleunigen.

Sie können lediglich die Raumtemperatur etwas erhöhen, um den Trocknungsprozess etwas zu beschleunigen. Das wird leider seine Zeit dauern.

Sollten Sie noch auf der Suche sein nach Buntlacken in passender Farbe, Grundierungen etc. können Sie über die Vergleichsfunktion von Heimwerker. de die Preise verschiedener Internetportale vergleichen, um so ein günstiges Angebot zu entdecken.

Info: Weitere Tipps zu allem, was das Heimwerkerherz begehrt, finden Sie in unseren zahlreichen Ratgeberartikeln.

10. Schritt 7: Löcher bohren und verschrauben

Kleines Regalteil skizze allerTeile

Hier sehen Sie alle Teile des kleinen Regals skizziert.

Wenn alle Teile gut durchgetrocknet sind, verschrauben Sie zunächst das kleine Regalteil.

Zeichnen Sie hierzu erst die Positionen der Böden (2) an den Seitenteilen (1) an und bohren diese vor.

Dann verschrauben Sie die Seiten (1) mit den Böden (2).

Zuletzt schrauben Sie die Rückwand (3) so auf, dass diese seitlich mit den Böden (2) und Seiten (1) genau abschließt.

Gehen Sie an dieser Stelle mit besonderer Sorgfalt vor, damit die Seiten nicht überstehen.

11. Schritt 8: Regal zusammenbauen

Zeichnung Endmontage

Auf dieser Skizze ist die Endmontage dargestellt.

Schrauben Sie nun das kleine Regalteil durch die Rückwand (3) an die Seite des großen Regals (4) mit 6 Schrauben 4 x 30. Die beiden Teile müssen an der Vorderseite bündig miteinander abschließen.

Dann schrauben Sie die kleinen Stuhlwinkel mit 3,5 x 16er- Schrauben an die Vorderkante in das Regalteil. Und zwar so: Um die Positionen der Winkel festzulegen, halten Sie am besten die Frontplatten davor und zeichnen die Positionen der Winkel an, so dass diese später nicht direkt zu sehen sind.

Schrauben Sie dann die Frontplatten mit Hilfe der Winkel von hinten fest (3,5 x 16er-Schrauben). Die Platten müssen ebenfalls mit den Außenseiten bündig abschließen.

12. Schritt 9: Sockelrahmen vorbohren

Bohren Sie nun den Sockelrahmen (10 und 11) vor und schrauben ihn mit 4 x 60er-Schrauben so an, dass dieser mit der Hinterkante bündig abschließt und gleichmäßig seitlich einspringt.

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13. Schritt 10: Rückwand anschrauben

Zum Schluss schrauben Sie die Rückwand (6) wie abgebildet an (4 x 40er-Schrauben). Dann legen Sie die Deckplatte (7) auf und verschrauben diese von unten mit 8 Schrauben 4 x 30. Geschafft – und nun viel Spaß beim Einräumen!

regal-bauen-letzter-schritt

1. Schrauben Sie die Rückwand an und setzen Sie den Deckel auf. | 2. So soll das Sideboard in zusammengebautem Zustand aussehen.

Mit freundlicher Genehmigung von toom.de/ideen