Kaufberatung zum Sackkarre Test bzw. Vergleich 2019

  • Eine Sackkarre ist eine zweirädrige, bereifte Transportkarre mit Hebelwirkung, die zum Transport von unhandlichen Lasten verwendet wird. Mit einer Treppen-Sackkarre (erkennbar an drei bis fünf Sackkarenrädern pro Seite) können Sie selbst große Elektronikgeräte durch ein enges Treppenhaus manövrieren.
  • Fliesen, Möbel, Kisten oder die Säcke mit Kartoffeln und Katzenstreu: zu schleppen gibt es vieles. Wenn Sie Ihren Rücken auf lange Sicht schonen möchten, sollten Sie sich wenigstens eine günstige  Sackkarre kaufen – andernfalls drohen ein Hexenschuss oder sogar ein Bandscheibenvorfall.
  • Bereits für durchschnittlich 50 Euro können Sie eine Transportkarre erstehen. Klappbare Modelle lassen sich besonders leicht verstauen und sogar mobil einsetzen, etwa beim Wochenend-Einkauf.

Sackkarre Test

Synonyme für Sackkarre

faltbare-sackkare-tansport
Der Begriff Sackkarre rührt von deren ursprünglichen Zweck her: dem Transport von Säcken. Heute werden mit diesen Karren alle möglichen Lasten bewegt.

Folgende Synonyme sind gängig:

  • Sackwagen
  • Sackrodel
  • Rodel
  • Sackrolli
  • Transportkarre
  • Karre
  • Treppenkarre
  • Stapelkarre

Die Zahlen sprechen für sich: Innerhalb von zehn Jahren ziehen 21 Prozent der Deutschen zweimal und knapp 30 Prozent sogar noch häufiger um. Zwischen Kisten, Küchengroßgeräten und Möbelstücken stehend, werden Sie hoffentlich nicht damit anfangen, alles mit den Händen tragen zu wollen.

Für den lokalen Transport mittelschwerer bis schwerer Lasten wurde die Sackkarre konzipiert. Kisten, Säcke, Flaschenkästen oder Pakete: Mit einem Produkt aus unserem Sackkarren Vergleich 2019 werden Sie Ihren Rücken schonen und Ihren Umzug schnell erledigt haben.

1. Jedes Jahr erleiden 180.000 Deutsche einen Bandscheibenvorfall

Es kann jeden treffen: Der Bandscheibenvorfall ist eine ernstzunehmende Verletzung bzw. Erkrankung der Wirbelsäule, die inzwischen sogar junge Menschen unter 30 Jahren betrifft. Oftmals ist das Schleppen schwerer Lasten in Verbindung mit einer schlecht ausgeprägten Rückenmuskulatur verantwortlich für Verletzungen, die mitunter schwere Folgen haben können.

Da ein Umzug nur alle paar Jahre ansteht, sind die damit einhergehenden Belastung für Ungeübte besonders hoch. Ähnlich verhält es sich, wenn Sie einen Umbau planen und dafür Zementsäcke, Fliesen oder Steine transportieren müssen – wenn Sie sich nur ein lokales Lumbalsyndrom (im Volksmund auch Hexenschuss) zuziehen, können Sie noch froh sein.

Sackkarre RückenWie kann ich meinen Rücken schützen?

Es gibt zwei effektive Methoden, Ihren Rücken vor Verletzungen zu schützen:

  1. Sport: Übungen, die Ihren Rumpf bzw. den Torso stärken, gelten als Präventationsmaßnahmen. Viele Krankenkassen übernehmen einen Großteil der Kosten für Sportkurse, in denen Sie z.B. eine Rückenschule durchlaufen.
  2. Technik: Wer nicht die nötige Zeit hat oder nicht in der gesundheitlichen Verfassung für Sportübungen ist, kann sich mit Transportkarren jeglicher Art weiterhelfen.

2. Sackkarre oder Treppenkarre – so kommen Ihre Kisten von A nach B

Es gibt viele verschiedene Typen von Sackkarren, die je nach Verwendungszweck zum Einsatz kommen. Es ist dabei entscheidend zu wissen, wann Sie eine klappbare Alu-Sackkarre benutzen können und wann sich eine große Treppen-Transportkarre mit stabilen Sackkarrenreifen empfiehlt.

Sackkarren-Art Erklärung zur Kategorie
Sackkarre (klappbar)

Treppenkarre klappbar

Der große Vorteil einer klappbaren Sackkarre ist, dass Sie leicht verstaut werden kann. Kleine Modelle (3 bis 6 kg Eigengewicht) passen zum Beispiel bequem in Ihren PKW und lassen sich beim wöchentlichen Einkauf verwenden.

Große faltbare Sackkarren (6 bis 10 kg Eigengewicht) lassen sich unkompliziert in einem Lagerraum oder im Keller verstauen und können bei Bedarf schnell einsatzbereit gemacht werden – etwa wenn es Bierkästen oder große Pakete zu bewegen gilt.

für den mobilen, schnellen Einsatz gedacht

Sackkarre (nicht klappbar)

Nicht-faltbare-Sackkarre

Die ursprüngliche Form der Sackkarre ist nicht klappbar, was sie im Vergleich etwas sperrig macht. Dafür sind diese Karren oft sehr robust und verfügen über eine besonders große Transportschaufel.

Ein weiterer Vorteil besonders großer Sackkarren ist, dass sie auch als Stapelkarre verwendet werden können. So lassen sich gleich mehrere Kisten bzw. Pakete auf einmal aufladen und bewegen.

für alle, die regelmäßig viele Lasten transportieren müssen, wie etwa beim Bau

Sackkarre (Treppensteiger)

Sackkarrenreifen Räder

Eine der größten Hürden für den Transport von schweren Geräten oder Kästen sind Treppen. Die Räder gewöhnlicher Handkarren sind für dieses Hindernis nicht ausgelegt.

Eine Treppenkarre ist hier die Lösung: Gleich drei bis fünf Sackkarrenräder pro Seite zieren diese Art von Karre. Die Reifen können auf einer zentralen Achse rotieren. Stehen Sie also auf einer Treppe und ziehen Ihre Sackkarre, dann setzt mit jeder Stufe immer wieder ein neues Sackkarrenrad auf – die Transportkarre steigt die Treppe hoch.

multifunktional einsetzbar, besonders gut für Treppenhäuser geeignet

Das Material: Achten Sie bei der Wahl Ihrer Sackkarre auf stabile Materialien wie Stahl oder Aluminium. Während eine Sackkarre aus Stahl etwas robuster und schwerer ist, lässt sich eine Sackkarre aus Aluminium leichter tragen. Die Unterschiede sind allerdings marginal.

3. Fragen und Antworten rund um das Thema Sackkarre

Kisten transportieren mit TransportkarreWährend Sackkarren Tests oftmals sogar Aspekte wie Griffe oder zusätzliche Funktionen untersuchen, sind es doch meist zwei Eigenschaften, die einen Sackkarren Testsieger ausmachen.

Achten Sie beim Kauf einer neuen Sackkarre insbesondere auf die Tragkraft sowie die Art der Sackkarrenbereifung.

Im Folgenden erklären wir Ihnen, worauf Sie bei einem Kauf achten müssen. Grundsätzlich lohnt sich der Kauf einer Sackkarre jedoch, denn dieses Tool bietet gegenüber anderen Hilfsmitteln für den Transport von Lasten einige entscheidende Vorteile:

  • schmal und wendig, hilfreich in engen Wohnungen
  • leicht zu verstauen, nimmt wenig Platz im Keller ein
  • Hebelwirkung erübrigt das Tragen von Lasten
  • ermöglicht als Treppenkarre sogar den Transport sperriger Großgeräte im Treppenhaus

3.1. Wie viel sollte eine gute Transportkarre tragen können?

Sackkarre auf dem Bau
Eine Sackkarre kann auch als Hilfsmittel beim Bau eingesetzt werden.

Sehr kleine oder schmale Sackkarren mit einer maximalen Belastung von weniger als 100 kg sind mit Vorsicht zu genießen. Auch wenn Sie eine günstige Sackkarre kaufen möchten, sollten Sie niemals Abstriche bei der Belastungsgrenze machen. Im schlimmsten Fall kann eine Sackkarre mitten im Umzug einen Bruch im Gestänge davontragen. Die Folgen wären verheerend, denn ein auf Sie stürzender 100 kg Kühlschrank hinterlässt sehr wahrscheinlich einen bleibenden Eindruck.

Ein sehr guter Wert für die Belastbarkeit sind etwa 160 bis 200 kg Tragkraft. Damit schaffen Sie es, die gängigsten Möbelstücke und Lasten zu verladen und haben immer etwas Spielraum, falls sie sich verkalkuliert haben sollten. Die folgende Tabelle zeigt Ihnen, mit wie viel Gewicht Sie im Durchschnitt rechnen müssen:

Last Gewicht
Getränkekiste ± 10 kg
Katzenstreu ± 20 kg
Blumenerde ± 40 kg
Kisten mit Fliesen ± 60 kg
Sessel / Couch ± 80 kg
Kühlschrank ± 100 kg

3.2. Gummi- oder Luftbereift – welche Räder taugen mehr?

Die Bereifung einer Sackkarre ist nicht unwichtig. Es gibt zwei Varianten, zwischen denen Sie sich bei der Wahl Ihrer Karre entscheiden können:

  1. Vollgummi-Bereifung: Eine Bereifung aus Gummi hat einen wesentlichen Vorteil: Pannensicherheit. Wenn der Reifen z.B. in einen Nagel rollt, kann er nicht platzen oder die Luft sukzessive verlieren, sondern bleibt weiterhin funktionstüchtig.
  2. Luftbereifung: Reifen mit Luftbefüllung sind grundsätzlich toleranter, wenn es um die Handhabung geht. Unebenheiten werden besser ausgeglichen, das Abrollverhalten ist sehr gut und Erschütterungen werden deutlich besser abgefedert, als bei Vollgummi-Reifen.

3.3. Große oder kleine Räder – welche sind besser?

klappbare Faltkarre
Eine zusammengeklappte Sackkarre nimmt wenig Platz ein und kann selbst im Auto verstaut werden.

Tatsächlich sind große Räder oft von Vorteil. Sie rollen leichter über unebenen Boden, kommen mit Steigungen und Treppen besser zurecht und lassen sich auch leichter bewegen. Ein guter Wert sind Räder mit einem Durchmesser von mehr 200 mm.

Der Nachteil sehr großer Sackkarrenreifen ist, dass sie das Transportgerät ein wenig in seiner Wendigkeit einschränken. Gerade wenn es um enge Kurven oder schmale Durchgänge geht, kann dieser Nachteil an Bedeutung gewinnen.

3.4. Welche Alternativen zur Sackkarre gibt es?

Eine Sackkarre erleichtert aufgrund der Bereifung das Bewegen von Lasten – diese Funktion erfüllen z.B. auch ein Lastenwagen oder eine Schubkarre. Doch diese im Baumarkt erhältlichen Hilfsmittel zum Gütertransport haben eine andere Grundfunktion als eine Sackkarre.

Ein Lastenwagen besitzt keine Hebelwirkung, hier müssen die Kisten erst angehoben und wieder abgelegt werden. Eine Schubkarre wiederum besitzt eine Hebelwirkung, die allerdings zum Entladen von Sand oder Erde gedacht ist.

Eine echte Alternative für eine Sackkarre wären demnach höchstens ein Gabelstapler oder eine elektrische Sackkarre, die Ihnen die Arbeit mit schweren Lasten noch einfacher machen, aber weder besonders erschwinglich noch einfach zu bedienen sind.

3.4. Welche Marken und Hersteller von Sackkarren gibt es?

Die besten Sackkarren stammen von renommierten Herstellern wie etwa Wolfcraft. Welche weiteren Marken es gibt, können Sie der folgenden Übersicht entnehmen.

  • Wolfcraft
  • Juskys Tool
  • Grafner
  • Tec Take
  • RLW
  • Pro-Bau-Tec