SDS-Plus-Bohrer Vergleich 2019

Die besten Bohrer mit SDS-Plus-Schaft im Vergleich.

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Kaufberatung zum SDS-Plus-Bohrer Test bzw. Vergleich 2019

  • SDS-Plus-Bohrer erlauben die Übertragung des Drehmomentes auf den Bohrer, ohne dass dieser fest mit dem Bohrfutter verbunden wird.
  • SDS-Plus erlaubt dem Bohrer eine axiale Bewegung, dadurch kann der Schlag des Hammerwerkes direkt auf den Bohrer wirken, ohne dass die Maschine selbst dabei vibriert.
  • Das SDS-Verfahren erleichtert die Arbeit, da es nicht mehr nötig ist, sich mit eigener Kraft gegen die Bohrmaschine zu stemmen.

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Es kann kinderleicht oder wirklich schwierig sein, ein simples Loch in eine Wand zu bohren. Welchen Fall man vor sich hat, merkt man erst, wenn man das erste Loch zu bohren begonnen hat.

Wer hat sich in einem solchen Fall noch nicht gewünscht, schon vorher gewusst zu haben, was man sonst nur durch Erfahrung und Fehlversuche lernt? Deshalb sollten Sie unseren SDS-Plus-Bohrer-Vergleich 2019 lesen, noch bevor Sie sich das Werkzeug besorgen.

1. Von der ersten elektrischen Bohrmaschine zum schweren SDS-Bohrer von Hilti

1.1. Geschichte

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Pro-Tipp: Beim Arbeiten mit Bohrmaschinen Ablenkungen vermeiden.

Die elektrische Handbohrmaschine hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Bereits 1895 wurde Emil Fein in Stuttgart das Patent dazu erteilt.

Weiche und elastische Materialien, wozu auch Holz und Metall zählen, konnten in für damalige Verhältnisse atemberaubender Geschwindigkeit gebohrt werden, obwohl die Maschine schwer - bis zu elf Kilogramm - und unhandlich war.

Harte Materialien wie Stein oder Beton konnten erst viel später in einer vergleichbar bequemen Weise gebohrt werden, nachdem bei Bosch 1914 die Schlagbohrmaschine erfunden wurde. Noch mehr Wissenswertes zur Geschichte finden Sie auf der Seite von Bohrhammertests.de.

1.2. Die Schlagbohrmaschine

Schlagbohrmaschinen 'rütteln' am Bohrfutter in Bohr-Richtung und treiben so den Bohrer in das Material. Der Handwerker muss den Druck auf die Bohrmaschine allerdings mit Muskelkraft ausüben. Zudem lassen die Rüttelbewegungen das Bohrfutter im Dauerbetrieb sehr schnell verschleißen. Dies ist ein weiterer Nachteil.

Bohrfutter-Tipp: Um den Bohrer an einer Bohrmaschine wechseln zu können, befindet sich am vorderen Ende eine Aufnahme das sogenannte Bohrfutter. Früher benötigte der Handwerker ein spezielles Werkzeug, den Bohrfutterschlüssel, um Bohrer zu wechseln. Ein modernes Bohrfutter hat eine Einrastfunktion, sodass der Bohrer von Hand fixiert werden kann. Bohrfutter für SDS-Bohrer ist noch einfacher zu handhaben: Hier wird der Bohrer eingeführt und durch eine kurze Viertel-Umdrehung des Bohrfutters eingerastet.

1.3. Die Anfänge des SDS-Bohrers

In den Sechziger Jahren wurde von der Firma Hilti ein Bohrfutter entwickelt, in dem der Bohrer die Drehbewegung mitnahm, jedoch in Axialrichtung – das heißt in Richtung auf das Bohrloch – locker verschiebbar war. Dieses Prinzip hat sich bis heute erhalten. Ein pneumatisches Schlagwerk im Inneren der Bohrmaschine schlägt dabei direkt auf den Bohrer.

Dadurch muss nicht mehr mit Muskelkraft Druck auf den Bohrer ausgeübt werden, die Maschine wird nur noch locker an das zu bohrende Werkstück oder die Mauer gehalten, während das Schlagwerk den Bohrer immer tiefer ins Bohrloch treibt. Diese Maschinen werden im Unterschied zur Schlagbohrmaschine 'Bohrhammer' genannt.

1.4. Das erste SDS-Bohrfutter

SDS-Bohrer: ein starker Helfer
Mit einem pneumatischen Hammerwerk bohrt sich der SDS-Bohrer fast wie von selbst auch in härtestes Gestein.

Das von Hilti erfundene Prinzip wurde SDS getauft, kurz für "Steck-Dreh-Sitz". Die Firma Bosch entwickelte daraus den Standard SDS-Plus, der sich nur geringfügig von Hiltis SDS unterschied. So sind SDS-Bohrer auch in Bohrmaschinen mit SDS-Plus-Bohrfutter verwendbar. Heute werden SDS und SDS-Plus im Sprachgebrauch üblicherweise gleichgesetzt.

Doch kann man SDS-Plus-Bohrer auch in normalen Bohrfuttern verwenden? Das geht, wenn das Bohrfutter sich weit genug öffnen lässt, um Bohrer mit SDS-Plus-Schaft 10 mm aufzunehmen. Man verliert dadurch allerdings die Vorteile des SDS-Plus-Systems. Der SDS-Plus-Bohrer ist dann genau wie ein "normaler" Bohrer zu verwenden.

1.5. SDS-Plus-Bohrer-Vergleich – welche SDS-Plus-Bohrer-Typen gibt es?

Hier eine Auflistung der verschiedenen Bohrerkategorien und ihr Für und Wider:

  • Einfache Montage
  • Bohren ohne Kraftanwendung
  • Geeignet für härteste Materialien, auch Stein und Beton
  • Weitgehend erschütterungsfrei und ohne ohrenbetäubenden Lärm
  • Das SDS-Plus-Verfahren erfordert die passenden Maschine
  • Für Holz oder Kunststoff sind leichtere und handlichere 'normale' Maschinen besser geeignet

2. SDS-Plus-Bohren – so machen Sie es von Anfang an richtig

2.1. Erklärung: Was sind eigentlich SDS-Plus-Bohrer?

Achtung!
Auch beim Bohren mit SDS-Plus: immer auf ordentlichen Gehörschutz achten!

SDS-Plus-Bohrer sind Bohrer, die speziell für Bohrhammer-Geräte gefertigt wurden, mit einer Aufnahme von 10 mm Weite. Die ursprüngliche Spezifikation wurde von Bosch entwickelt, passende Bohrer werden jedoch heutzutage von vielen Herstellern geliefert. SDS-Plus-Bohrer zeichnen sich durch ein einfaches Einführen in die Maschine aus.

Der Bohrer muss nur in der richtigen Position ins Bohrfutter gesteckt werden - dies geschieht im Idealfall ohne Kraftanwendung. Danach wird das Bohrfutter verriegelt, entweder durch einen kleinen Hebel, oder - was der üblichen Bauform entspricht - indem der Ring um das Bohrfutter um eine Vierteldrehung gedreht wird.

2.2. Bohren von Holz, Metall und Kunststoffen

Harte und weiche Materialien sind unterschiedlich zu handhaben. Weil es beim Bohren auf Elastizität im Mikrometerbereich ankommt, zählt auch harter Stahl zu den weichen Materialien. Diese werden mit höherer Drehzahl, scharf geschliffenen Bohrern und gleichmäßigem Druck gebohrt.

Metallbohrer bestehen aus besonders gehärtetem, sogenanntem Hochleistungs-Schnellschneidstahl (HSS). Allzweckbohrer und Holzbohrer können, genau wie Forstnerbohrer, für das Bohren von Kunststoffen und Holz eingesetzt werden.

2.3. Bohren von Stein und Beton

Stein und Beton werden völlig anders gebohrt. Der beschriebene Hammer-Effekt durch das Schlagwerk und eher niedrige Drehzahlen sind die wesentlichen Unterschiede zum Bohren von Holz oder Kunststoff. Das Material der Bohrer muss extrem hart und stabil sein, denn Stein und Beton haben eine stark abnutzende Wirkung.

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Mit dem richtigen Bohrsystem wird auch harter Stein butterweich.

 Gleichzeitig müssen die Bohrer in der Lage sein, die Schläge des Schlagwerkes auszuhalten. Im anspruchsvollen Bereich kommt Wolframcarbid mit Kobalt zum Einsatz, ein Material, das als 'Widia' bezeichnet wird - kurz für 'wie Diamant'.

Die Kombination aus Schlagwerk und niedriger Drehzahl macht SDS-Plus zum geeigneten System für harte Materialien. Im Handel sind neben Betonbohrern und Steinbohrern aber auch SDS-Bohrer für Metall erhältlich.

3. Hersteller und Varianten

3.1. Verschiedene Hersteller für verschiedene Einsatzzwecke

Der SDS-Plus-Bohrer besitzt eine lange Einkerbung (oben), mit der das Drehmoment vom Bohrfutter auf den Bohrer übertragen wird und eine ovale Mulde (unten), in der eine Kugel den Bohrer gegen das Herausrutschen sichert. Der Bohrer-Schaft bei SDS-Plus ist immer 10 mm stark, im Gegensatz zu SDS-Plus und SDS-Max-Bohrern, die eine Schaftweite von 18 mm besitzen.

Der Hersteller Makita hat sich als Lieferant für Hammerbohrer mit Akkubetrieb seit einiger Zeit erfolgreich auf dem Markt etabliert. Bosch stellt vor allem Werkzeuge für den Hobby- und Profibereich her, während Hilti hauptsächlich Geräte für den schweren Betrieb liefert. Weitere Infos zu den Herstellern finden Sie in der folgenden Übersicht:

Hersteller Infos

Makita

bohrer-makita

für Bohrhämmer mit SDS-Plus Aufnahme mit Drehstopp

Bosch

bohrer-bosch

für Bohrmaschinen im handgeführten und stationären Einsatz

Hilti

bohrer-hilti

Bewehrter Beton, Beton, Ziegel, Mauerwerk für den schweren Betrieb geeignet

3.2. Stiftung Warentest testete die verschiedenen Bohrertypen

Die Stiftung Warentest testet regelmäßig die Maschinen für SDS-Plus-Bohrer, Tests für SDS-Plus-Bohrer allein gab es bisher noch nicht. Jedoch prüfte die Stiftung Warentest im Jahr 2017 insgesamt 40 verschiedene Bohrer aller Arten für Holz, Metall und Beton sowie sieben Bohrer-Sets. Für Stein und Beton waren von verschiedenen Herstellern SDS-Plus-Bohrer im Test mit dabei.

Beim Test der SDS-Plus-Bohrer kam der Testsieger aus dem Hause Bosch. Der beste SDS-Plus-Bohrer für Beton kommt ebenfalls von Bosch. Sie sollten wissen, für welches Material Sie einen Bohrer suchen. Auch die Länge ist wichtig. Danach richtet sich schließlich der Typ des gesuchten Bohrers.

4. SDS-Plus-Bohrer günstig kaufen

4.1. Was kostet ein SDS-Plus-Bohrer?

Es gibt keine einfache Antwort mit einem Betrag in Euro und Cent. Für die im Haushalt vorkommenden Arbeiten, wie zum Beispiel Löcher in die Wand zu bohren, um ein Bild aufzuhängen, genügt ein Standard-Steinbohrer. Sie erhalten online günstige Sets für 10 bis 15 Euro.

Um eine Wand komplett zu durchbohren, benötigen Sie besonders lange SDS-Bohrer, die gerne über 10 Euro pro Stück kosten können. Noch teurer sind die wirklich großen Bohrer, mit denen Löcher von der Größe einer Steckdose in die Wand getrieben werden können.

4.2. Wie wirkt sich Qualität auf den Preis aus?

Schützen Sie die Augen!
Beim Bohren von Stein und Beton kommt es häufig zu Staubentwicklung und Partikelflügen. Wir empfehlen, in jedem Fall eine geeignete Schutzbrille aufzusetzen.

Für den Hausgebrauch sind Bohrer mit Baumarktqualität üblicherweise ausreichend. Für größere Bauprojekte und für den täglichen Gebrauch intensiver Heimwerker sollte aber auf jeden Fall Markenqualität angeschafft werden.

Oft führen die bekannten Hersteller, Makita, Bosch und Hilti, unterschiedliche Serien für Hobby oder professionellen Bedarf. Diese Serien unterscheiden sich voneinander vor allem im Punkt der Lebensdauer. Dementsprechend steigt und fällt auch der Kaufpreis.

4.3. Sind SDS-Bohrer in anderen Größen erhältlich?

Für den Einsatz in besonders starken Maschinen wurde der Standard SDS-Max entwickelt. Dieser hat eine Schaftweite von 18 mm und kann damit noch größeres Drehmoment aufnehmen. Für kleine, handliche Maschinen hat die Firma Bosch den Standard SDS-Quick auf den Markt gebracht.

SDS-Quick-Bohrer haben eine Schaftweite von 6,5 mm. Derzeit stellt nur Bosch passende Maschinen für diesen Standard her. Die bekannteste davon ist der Bosch 'Uneo' Bohrhammer, der sich durch seine extrem handliche Größe und kabellosen Akkubetrieb auszeichnet.

 

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