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Sugaring selber machen

Sugaring selber machen – vegan aus Zucker, Zitronensaft und Wasser

Sugaring selber machen

Sugaring bedeutet Haarentfernung mit Zuckerpaste. Diese erhalten Sie als Fertigprodukt, oder Sie können Ihr Sugaring selber machen. Das ist überhaupt nicht schwierig und Sie wissen genau, was drin ist. Es ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Nicht zuletzt ist das selbstgemachte Sugaring deutlich preiswerter als eine Behandlung oder auch das Fertigprodukt.

Wer sich nicht direkt traut, kann eine Erstbehandlung bei einem Profi machen lassen und so auch beim Zuschauen schon einiges über das Verfahren lernen.

Das Enthaaren mit Zuckerpaste ist seit vielen Jahrhunderten Tradition im Orient und wird dort Halawa genannt. Gläubigen Moslems ist die regelmäßige Enthaarung der Achseln und des Intimbereiches geboten, weshalb die orientalischen Badehäuser „Hamams“ diese Dienstleistung häufig anbieten. Aber auch das seit den 90er Jahren etablierte „Brazilian Waxing“ bedient sich häufig der Zuckerpaste.

Inhaltsübersicht: Sugaring selber machen

 

Schmerzen beim Sugaring?

Alle Epilierverfahren sind schmerzhaft, so auch das Sugaring – zumindest beim ersten Mal. Allerdings ist es weniger schmerzhaft als die anderen Verfahren dieser Art.

Weitere Vorteile sind, dass die Haare bei der Behandlung nicht abbrechen und, dass die Paste weniger an der Haut klebt als Wachs. Die Haare sollten zum Sugaring etwa 5 mm lang sein, längere Haare zu entfernen ist schmerzhafter. Kürzere eventuell auch, da dann häufiger nachgearbeitet werden muss, da sich die Haare schwerer mit der Zuckermasse verkleben.

Woraus besteht das Sugaring?

Wer Sugaring selber machen möchte, kommt mit drei Zutaten aus: Zucker, Zitrone und Wasser. Bei der Fertigprodukten können auch noch andere Zusatzstoffe enthalten sein. Die Mischung wirkt von Natur aus antibakteriell.

Mischungsverhältnis – Rezept:

  • 200 g Zucker
  • 2 Esslöffel Zitronensaft
  • 4 Esslöffel Wasser

Zubereitung von Sugaring

Alle Zutaten werden in einen beschichteten Topf oder eine Pfanne gegeben und unter Rühren zum Kochen gebracht.

Danach die Hitze herunterschalten und weiter köcheln lassen. Weiter beständig rühren.

Wenn die Masse goldgelb ist, kann der erste Test zur richtigen Konsistenz gemacht werden. Dazu ein ganz kleines Tröpfchen auf einen Teller geben und erkalten lassen. Wenn es noch zu flüssig ist, weiter köcheln lassen.

Alle Zutaten in einem Topf verrühren.
Alle Zutaten in einem Topf verrühren.
Zuckerpaste ist fertig aber zu heiß.
Zuckerpaste ist fertig aber zu heiß.
Die Zuckermasse ist fertig.
Die Zuckermasse ist fertig.

Schritt 1: Die Haut für das Sugaring vorbereiten

Die Haut sollte gereinigt sein, also beispielsweise nach dem Duschen anwenden. Außerdem muss die Haut fettfrei sein, also nicht mit Ölen oder Lotions angereichertes Duschgel verwenden. Gut abtrocknen. Wer leicht schwitzt kann die Haut vorher noch etwas pudern.

Schritt 2: Sugaring anwenden

In Wuchsrichtung auftragen.
In Wuchsrichtung auftragen.
In Wuchsrichtung abziehen.
In Wuchsrichtung abziehen.
Enthaartes Ergebnis.
Enthaartes Ergebnis.
Haare sind in der Zuckerpaste.
Haare sind in der Zuckerpaste.

Ohne Vlies- oder Stoffstreifen (Flicking)

Mit einem Holzspatel oder direkt mit den Fingern (Einweghandschuhe tragen) wird die zähe Zuckerpaste gegen die Haarwuchsrichtung aufgetragen.

Anschließend eine Ecke lösen und in Richtung des Haarwuchses abreißen. Das wiederholen Sie so lange, bis der gewünschte Bereich komplett enthaart ist.

Sollte die Paste zu stark erstarren, kann sie zwischendurch für wenige Sekunden in der Mikrowelle erwärmt werden. Temperatur vorsichtig vor dem nächsten Auftrag testen. Ansonsten hält Kneten die Paste weich.

Sugaring mit Vlies- oder Stoffstreifen

Wer die Paste etwas weniger fest aufträgt, kann auch Vliesstreifen oder einen Stoffstreifen darauf andrücken und diese mit der Paste zusammen in Wuchsrichtung der Haare abziehen. Der Verbrauch an Zuckerpaste wird dadurch größer, aber das Handling ist etwas einfacher.

Vielen Dank dem tapferen Herren, der sein Bein für deutlichere Ergebnisse beim Sugaring zur Verfügung gestellt hat.

Warnhinweis:

Flüssiger Zucker ist enorm heiß und kann zu sehr schwerwiegenden Verbrennungen führen. Bitte ausgesprochen vorsichtig mit allem umgehen. Einen Holzlöffel zum Rühren verwenden, da ein Metalllöffel zu heiß würde. Jedes Übersprudeln, Spritzen oder Verschütten unbedingt vermeiden. Hautkontakt darf erst nach längerem Erkalten versucht werden. Die Paste soll bei der Anwendung nur etwa 30 Grad warm sein. Ein Bratenthermometer ist dazu hilfreich. Von Kindern und Haustieren fernhalten.

Schritt 3: Die Nachbehandlung

Eventuelle Reste des Sugaring lassen sich einfach mit warmen Wasser abwaschen. Die Haut kann anschließend gepudert werden.

Ansonsten sollte die Haut sich einen Tag lang erholen und keinem zusätzlichen Stress ausgesetzt werden. Ab dem dritten Tag empfiehlt sich ein regelmäßiges Peeling um das Einwachsen der nachwachsenden Haare zu verhindern. Anschließend regelmäßig eine Bodylotion oder ein Körperöl auftragen.

Haltbarkeit der Sugaring-Masse

Die Paste selbst ist im Kühlschrank lange haltbar und kann im Wasserbad oder der Mikrowelle leicht wieder erwärmt werden.  

Wie häufig sollte man ein Sugaring machen?

Sobald die Haare wieder 5 mm Länge haben, kann das Sugaring wiederholt werden. Je nach individuellem Haarwachstum ist das alle 4 – 6 Wochen der Fall. Mit jeder Anwendung wird die Behandlung weniger schmerzhaft und die Haare selbst werden auch weniger.  

 

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