Licht & Lampen

Dimmer einbauen – Dimmerschalter nachrüsten

Dimmer einbauen

Gerade im Wohnbereich empfindet man die volle Leuchtkraft der eingesetzten Lampen häufig als störend. Hier schafft ein Helligkeitsregler Abhilfe, bei dem sich die Intensität des Lichts einstellen lässt.

Ist ein solcher Dimmer nicht vorhanden, läst er sich problemlos auch von Heimwerkern nachträglich einbauen.

Jedoch ist bereits beim Kauf des Dimmers darauf zu achten, dass er für die verwendetete Lampe bzw. für das in der Lampe eingesetzte Leuchtmittel geeignet ist.

Dimmer sind in verschiedenen Modellen erhältlich: Zu den häufigsten Dimmschaltern gehört der Drehregler, bei dem ein runder Schalter bis zur gewünschten Helligkeit gedreht wird. Indem der Schalter vollständig zurückgedreht oder durch Drücken betätigt wird, schaltet man die Lampe aus.

Bei einem Dimmer mit Tastschalter schaltet man zuerst das Licht über den Schalter an. Je nach Modell regelt man anschließend die Lichtintensität mit dem Drehregler oder indem der Tastschalter erneut gedrückt wird.

Darüber hinaus gibt es Sensor-Dimmer, die auf eine Berührung mit der Hand reagieren sowie Dimmer mit einer Infrarot-Fernbedienung.

Abhängig von der Ausführung eignen sie sich zur Regelung von normalen Glühlampen, 230-V-Halogenlampen, Leuchtstofflampen und Niedervolt-Halogenlampen. Dennoch ist es ratsam, sich vor der Nutzung über die geeigneten Lampen zu informieren.

Dimmer für mobile Lampen

Neben Helligkeitsreglern für fest installierte Lampen eignen sich spezielle Dimmer ebenfalls für Modelle, die ihren Strom aus der Steckdose beziehen. Dafür wird ein Schnurdimmer oder Zwischendimmer zwischen die Steckdose und Lampe gesetzt.

Einfache Ausführungen bestehen aus einem Zwischenstecker mit einem dreh- oder kippbaren Schalter zum Dimmen. Komfortabler lässt sich die Helligkeit mit einem Fuß- oder Handschalter regeln. Daneben sind Funkdimmer erhältlich. Diese schließt man ebenfalls zwischen Lampe und Steckdose an und stellt mit der Fernbedienung die Lichtintensität ein.

Wer mehrere Lampen über eine Fernbedienung einstellen möchte, ist mit einem Set gut beraten, dass mehrere Zwischenstecker enthält.

Helligkeitsregler für Energiesparlampen und LED-Lampen

In vielen Haushalten ersetzen Energiesparlampen jene Leuchtmittel mit einem höheren Stromverbrauch. Allerdings entstehen in Verbindung mit einem Dimmer mitunter Probleme, da sich einige Energiesparlampen nicht dimmen lassen. Gleiches gilt für LED-Lampen.

Wer sie trotzdem einsetzen möchte, benötigt speziell dimmbare Energiespar- oder LED-Lampen. Außerdem muss der Dimmer mit ihnen kompatibel sein. Selbst manche Universaldimmer mit der Kennzeichnung R,L und C können die Helligkeit nicht ausreichend regeln.

Ob ein Dimmer mit ihnen kompatibel ist, ist explizit in seiner Beschreibung angegeben. Zudem ist für einige LED-Lampen ein separater Treiber erforderlich, der vor den Dimmer geschaltet wird.

Ähnlich sieht es bei Leuchtstofflampen aus. Diese sind für die meisten Modelle nicht dimmbar. Lediglich Lampen mit einem elektronischen Vorschaltgerät, das als "dimmbar" ausgewiesen ist, funktioniert mit einem solchen Schalter. Bei älteren Reglern treten aber unter Umständen Probleme auf.

Last-Kennzeichnung für geeignete Transformatoren und Lampen

Wer einen Dimmer einbauen oder eine Lampe austauschen möchte, die an ihm angeschlossen ist, erkennt an der genormten Kennzeichnung, welche Lampen bzw. Transformatoren geeignet sind:

Zugelassene Last Bedeutung der Kennzeichnung
R Ohmsche Lasten, z. B. Glühlampen, Hochvolt-Halogen-Glühlampen
L Induktive Lasten, wie gewickelte Niedervolt-Transformatoren, z. B. Niedervolt-Halogen-Lampen
C Kapazitive Lasten, z. B. Niedervolt-Lampen und NV-Halogen-Lampen mit elektronischem Transformator
M Dimmer für Motoren

Hinweis: Auf dem Dimmer und dem Transformator muss immer der gleiche Buchstabe aufgedruckt sein. Die Kennzeichnung befindet sich beim Dimmer auf dem Schaltereinsatz. Siehe hierzu das nebenstehende Symbol.

Lastkennzeichnung für Dimmer
Dimmer mit diesem Symbol sind für R- undL-Lasten zugelassen.

Zwar gibt es Universal-Dimmer, die sowohl für R, L sowie C geeignet sind, doch sollte eine sogenannte C-Last nicht angeschlossen werden, wenn bereits eine L-Last mit ihm verbunden ist und umgekehrt. Andernfalls kann dies Bedienungsstörungen des Dimmers bei beiden Lampen bzw. Transformatoren verursachen.

Einbauanleitung für Dimmer

Vor dem Einbau des Dimmers beachten Sie unbedingt unsere Sicherheitshinweise für Elektroinstallationen und holen im Zweifel den Rat eines Elektrikers ein.

  1. Schalten Sie den Strom ab, indem die Sicherung für den Raum im Sicherungskasten entfernt wird oder Stecker einer an der Steckdose angeschlossenen Lampe herausgezogen wird.
  2. Sichern Sie die Sicherung gegen ein Wiedereinschalten durch ein Klebeband und einen Hinweiszettel.
  3. Danach muss an jedem Leiter geprüft werden, ob die Leitung spannungsfrei ist. Dies erfolgt mittels eines Spannungsprüfers. Achtung, bei Spannungen größer als 1 Kilovolt darf grundsätzlich nur ein Elektriker die Leitung überprüfen und die Installation vornehmen.
  4. Nun hebelt man die Frontabdeckung des Schalters ab und löst die Befestigungsschrauben des Schaltereinsatzes.
  5. Der alte Schalter wird aus der Unterputzdose genommen und die Stromleitungen abgeklemmt.
  6. Ziehen Sie den Drehknopf des Dimmers ab und schrauben Sie die Abdeckplatte los.
  7. Nun können Sie den Schalter anschließen. Führen Sie den stromführenden Leiter an die mit L bezeichneten Klemme des Dimmereinsatzes. Die korrekten Anschlüsse für Wechsel- oder Serienschaltungen entnehmen Sie bitte den Schaltplänen des Herstellers, die den entsprechenden Dimmern beiliegen.
  8. Danach setzt man den Dimmer in die Unterputzdose ein, richtet ihn waagerecht aus und drückt ihn fest, bis er mit den Spreizkrallen fixiert ist.
  9. Verschrauben Sie die Abdeckung, die den Rahmen hält, mit dem Reglereinsatz und setzen Sie den Drehknopf auf die Achse.

Direkt über den Klemmen des Einsatzes ist eine Feinsicherung angebracht. Sollte der Dimmer nicht mehr funktionieren, überprüfen Sie zunächst deren Funktion und ersetzen sie gegebenenfalls durch eine neue Sicherung. Vorher jedoch wieder den Strom abschalten und die Leitung auf Spannungsfreiheit überprüfen.

 

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