Wand & Decke

Fassadenputz – Mineralische Fassadenputze und Edelputze veredeln die Putzfassade

  • Mineralische Edelputze sind diffusionsoffen und gleichzeitig sehr wetterbeständig.
  • In dem Putz können bereits Farbpigmente vorhanden sein, die durch die kristalline Oberfläche besonders gut zur Geltung kommen.
  • Mineralische Putze enthalten keine gesundheitsgefährdenden Hilfsstoffe, verursachen deutlich weniger Emissionen.

Fassade wird neu verputzt

Die Fassade ist die Visitenkarte des Hauses. Sie macht den ersten und entscheidenden Eindruck aus. Voll im Trend liegen wirkungsvolle Edelputzfassaden, die Bauherren fast unbegrenzten Gestaltungsspielraum bieten: Mit den verschiedensten Farben, Strukturen und Verarbeitungsformen bekommt jedes Zuhause sein individuelles Gesicht.

Nur bei mineralischen Edelputzen sind die Farbelemente ein echter Bestandteil des Baustoffs. Die Farbpigmente werden bereits werkseitig eingebracht und nicht als abschließende Lasur aufgebracht. Die kristalline Struktur der Oberfläche macht es möglich, dass winzige Körnchen das einfallende Sonnenlicht reflektieren und brechen. Dadurch ergibt sich ein warmer authentischer Farbton, der lebendig wirkt und von großer Beständigkeit ist.

Mineralputz: Widerstandsfähig und diffusionsoffen

Jedes Haus braucht eine robuste Hülle gegen Wind und Wetter. Doch niemand möchte das Gefühl haben, unter einer Plastikhülle zu leben. Immer mehr Bauherren entscheiden sich daher für eine mineralische Edelputz-Fassade. Entscheidend dabei ist das natürliche Bindemittel Kalk. Edelputze mit Kalk als Bindemittel zeichnen sich nicht nur durch ihre Widerstandsfähigkeit aus, sondern ihre diffusionsoffene Oberfläche lässt die Wände atmen. Ein weiterer Vorteil: Mineralische Edelputze eigenen sich für jeden Untergrund.

Kalkputz schützt Fassaden dauerhaft und natürlich

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Putzfassade mit Kalk-Fassadenputz

Alte Putzfassaden sollten saniert werden, bevor aus harmlosen Schäden handfeste – und teure – Probleme werden.  Setzungen im Bauwerk können Risse verursachen, Frost und Spritzwasser setzen dem Sockelbereich zu, Wasserablaufspuren und Grünverfärbungen verschandeln die Fassade.

Mineralische Außenputze eignen sich für jeden Untergrund und bieten zusätzliche Vorteile. Mit Kalk als Bindemittel zeichnen sie sich nicht nur durch Widerstandsfähigkeit aus, ihre diffusionsoffene Oberfläche lässt die Wände auch atmen.

Die Ökobilanz dieses seit Jahrtausenden verwendeten Baustoffs ist exzellent: Mineralische Putze enthalten keine gesundheitsgefährdenden Hilfsstoffe, verursachen deutlich weniger Emissionen als andere Fassadenbaustoffe und sind vollständig recycelbar. In Verbindung mit Wärmedämm-Verbundsystemen (WDVS) lassen sich die Heizkosten um ca. 50 Prozent senken.

Fassade verputzen

Fassadenputz auf Porenbeton-Mauerwerk verarbeiten

Auf Porenbetonfassaden werden heute mineralische Leichtputze verwendet. Diese Putze werden von nahezu allen bekannten Putzmörtel-Herstellern angeboten und sind in ihren physikalischen Eigenschaften auf den Porenbeton abgestimmt. Mineralische Putze sind im ausgehärteten Zustand wasserabweisend und haben – im Vergleich zu PII-Mörteln herkömmlicher Zusammensetzung – ein geringeres Flächengewicht.

Zudem weisen sie eine geringere Festigkeit auf, die unter unterschiedlichen Verarbeitungsbedingungen und Austrocknungsbedingungen weniger schwankt. Wegen des niedrigeren E-Moduls (d.h. Festigkeit) entwickeln mineralische Putze eine geringere Spannung, wenn sich der Feuchtigkeitsgehalt und die Temperatur ändern. Damit sind sie besonders für wärmedämmende Leichtbaustoffe, wie z. B. Porenbeton, geeignet.

Eigenschaften geeigneter Putze

Außenputz muss diffusionsoffen, gut haftend und dehnfähig sein. Unabhängig davon, ob sich eine Außenwand auf der Wetter- oder der geschützten Seite befindet: Der verwendete Putz muss immer wasserundurchlässig und witterungsbeständig sein. Außerdem sollten die Festigkeiten der einzelnen Putzschichten vom Untergrund zur Oberfläche abnehmen.

Sockelputz für den unteren Fassadenbereich

Der Begriff “Sockelputz” bezeichnet eine bestimmte Art von zementgebundenen Putzen, die auf der Fassade aufgetragen werden. Sie dichten die vom Erdboden berührten Außenflächen der Wände gegen seitliche Feuchtigkeit ab. Diese Abdichtung muss planmäßig bis 300 mm über Gelände durchgeführt werden, um ausreichende Anpassungsmöglichkeiten der Geländeoberfläche sicherzustellen. Im Endzustand darf dieser Wert 150 mm nicht unterschreiten. Oberhalb der Fläche darf diese Abdichtung entfallen, wenn auf der Wand wasserabweisende Baustoffe verarbeitet wurden, z. B. flexible Dichtungsschlämme und ein handelsüblicher, auf den Porenbeton abgestimmter Außenputz.

Anleitung zum Verputzen mit Außenputz

Mineralischer Fassadenputz wird in dünnen Schichten aufgebracht
Geringere Schichtstärke notwendig, bei gleichen Anforderungen

Die Verarbeitung erfolgt ein- oder zweilagig als Leicht-Unterputz und Oberputz. Die ebenen Oberflächen aller Wände aus Porenbeton-Produkten ermöglichen es, im Außen- sowie Innenbereich Fertig-Dünnputze zu verwenden. Die Anwendung dieser Leichtputze, wie Gips- und Kalkgipsmörtel, ist in der DIN 18 550 P IV beschrieben, gemäß der auch Putzdicken mit mehr als 20 mm möglich sind, sofern die Hersteller dies im Rahmen einer Eignungsprüfung nachgewiesen haben. Auf diese Weise können schon mit einer Außenputzdicke von ca. 15 mm alle Anforderungen erfüllt werden. Dagegen sind für den Innenputz – je nach Porenbeton-Art – Stärken zwischen 3 und 8 mm ausreichend. Bei sehr glatten Oberflächen genügt es, tiefe Fugen und Leitungsschlitze zu überarbeiten. Dadurch sparen Sie Material sowie Kosten und reduzieren die Arbeits- bzw. Bauzeit.

1. Schritt: Den Putzgrund vorbereiten

Vor Beginn der Putzarbeiten ist der Putzgrund gemäß VOB Teil C, DIN 18350 zu prüfen: Er muss fest, frostfrei, frei von Staub und losen Teilen sowie trennenden Substanzen sein. Mit einem handelsüblichen Straßenbesen lassen sich grobe und locker sitztende Verschmutzungen von der Wand abfegen. Abhängig von den Herstellerangaben muss der Untergrund unter Umständen angefeuchtet, grundiert oder in Einzelfällen mit einem Spritzbewurf versehen werden, damit der Außenputz hält. Ein Spritzbewurf muss in der Regel bei einer Fassade aufgetragen werden, die aus verschiedenen Baustoffen besteht, z. B. Bruchmauerwerk. Er reduziert die Saugfähigkeit des Untergrundes und verbessert dessen Haftung.

2. Schritt: Ansetzen der Putzprofile

Putzprofile sorgen für klare Abschlüsse an Ecken und Kanten der Fassade und sind teilweise mit einer speziellen Beschichtung oder mit PVC überzogen. Die Wahl der richtigen Profile hängt von dem verwendeten Putz ab und muss mit diesem verträglich sein.

fassade-mit-mineralputz-Eckprofile setzen Zur Sicherung der Gebäudekanten sollte man möglichst Sockelabschluss- und Eckschutz-Profile anbringen.
Darunter verstehen Handwerker korrosionsgeschützte Metallprofile und vorgeformte sowie verstärkte Glasfasergewebe. Als Eckprofile aus Metall sollten im Außenputz nur Drahteckwinkel eingesetzt werden. Dagegen kommen an besonders witterungsbeanspruchten Ecken Putzprofile aus Edelstahl zum Einsatz, z. B. in oberen Geschossen, die nach Westen orientiert sind und keinen Dachüberstand besitzen.

3. Schritt: Putz auftragen

Dem Putz wird hier eine gröbere Struktur verliehen.
Hier wird dem Putz eine rauere Struktur verliehen.

Grundsätzlich wird Putz immer von oben nach unten und von links nach rechts aufgetragen. Dabei sind auch die unterschiedlichen Trocknungszeiten der jeweiligen Putzsorte zu achten. So muss z. B. Roll- und Strukturputz innerhalb von 10 bis 20 Minuten nach dem Auftragen strukturiert werden. Bei Putz- bzw. Trockenmörtel sollten Heimwerker nur die Menge herstellen, wie sich innerhalb einer Stunde verarbeiten lässt.

Im Übergangsbereich zu anderen Baustoffen und bei problematischen Untergründen, wie z. B. Rollladenkästen oder gedämmten Deckenstirnseiten, sind Putzbewehrungen (auch Putzarmierung genannt) erforderlich. Die Bewehrung aus alkalifestem Glasgittergewebe oder engmaschigen Edelstahlmatten wird entweder mittig oder im oberen Drittel des frischen Putzes eingebracht und verleiht ihm eine höhere Zugfestigkeit. Sie hilft Risse zu vermeiden und bewirkt eine sog. Rissverteilung, d. h. falls doch Risse entstehen, dann statt wenigen, breiten Rissen viele kleine Haarrisse, die die Funktion des Putzsystems weder optisch noch physikalisch beeinträchtigen.