Zäune & Pflastern

Fugen reinigen

  • Sowohl im Bad als auch im Garten ist man nicht vor Schmutz gefeit. Damit alles zu Ihrer Zufriedenheit strahlt und glänzt, gibt es Fugenreiniger.
  • Sie können sich zur Reinigung Ihrer Fugen einer Vielzahl von Mitteln bedienen, darunter fallen sowohl spezielle Reiniger, die auf die Reinigung von Fugen abgestimmt sind, als auch gewöhnliche Haushaltsmittel.
  • Bei schweren Verschmutzungen oder wenn nichts mehr wirkt, können Sie auch zu einem Dampfreiniger greifen. Was wirkt und worauf Sie bei der Verwendung achten sollten, erfahren Sie hier.

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Fugen erneuern

Alte Fugen sehen nicht nur unschön aus, sondern können auch gefährlich sein. Alles dazu und wie Sie alte Fugen erneuern, erfahren Sie auf Heimwerker.de.

Jetzt Fugen erneuern!

In Sachen Hausarbeit gehört das Fugen reinigen zu den schweißtreibenden Tätigkeiten. Entsprechend wenig beliebt ist diese Arbeit und viele Menschen sind ständig auf der Suche nach guten Alternativen zu ihrer bisherigen Methode.

Das fängt im Haus mit dem Fliesenfugen reinigen an und geht auf der Terrasse oder rund ums Haus mit der Reinigung der Fugen zwischen Terrassenplatten oder Pflastersteinen weiter.

Fugen sind einfach überall die Schwachstelle der ansonsten leicht zu pflegenden Oberflächen. Gerade in Küche und Bad ist es ein Gebot der Hygiene regelmäßig für saubere Fugen zu sorgen – auch um Schimmel vorzubeugen.

In Fugen lagern sich schnell Verschmutzungen ab und bieten Bakterien und Sporen zusammen mit Feuchtigkeit einen guten Nährboden. Draußen werden die Fugen gerne von Moos und anderen Gewächsen erobert, was nicht immer erwünscht ist.

Nicht jeder Reiniger ist gut für Ihre Fliesenfugen

Reinigen mit zu scharfen Werkzeugen oder Reinigungsmitteln führt über kurz oder lang zu einer Fugensanierung. Das gilt im Haus genauso wie draußen.

Es gibt wirklich gute Hilfs- und Hausmittel, sowie Methoden, die diese schwere Hausarbeit entschieden erleichtern. Aber es gibt auch Tipps, die nicht zu empfehlen sind.

Bitte nicht zum Fugen reinigen verwenden:

  • Schleifklötze
  • Kerzenwachs zum Versiegeln (schlechter, aber im Internet kursierender Tipp)
  • Versiegelungen (schaffen immer Schichten, die irgendwann auch wieder entfernt werden müssen)
  • Scheuermittel
  • Essig oder Essigessenz (regiert mit dem Kalk im Fügenmörtel und schadet damit der Fuge)
  • scharfkantige Scheuerschwämme oder Werkzeuge
  • Chlorreiniger und andere Chemiebomben, die Gesundheit und Umwelt belasten
  • Unkrautvernichter gehören nicht in einen umweltbewussten Haushalt

Fugen reinigen in Küche und Bad

Variante 1: Fliesenfugen mit Spezialreiniger reinigen

Es gibt spezielle Fugenreiniger, welche zwar meist teuer aber auch wirksam sind. Allerdings sind viele auch ätzend und für den Alltag nicht wirklich empfehlenswert. Aber sie sind auf Fugen abgestimmt, das heißt, sie arbeiten eher mit basischen Inhaltsstoffen und wenn es hart auf hart kommt, ist beispielsweise eine Grundreinigung mit einem solchen Reiniger durchaus vertretbar.

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Fugenreiniger sind häufig flexibel einsetzbar.
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Nicht gerade gesund, aber wirksam - Fugenreiniger.
 

Variante 2: Normaler Haushaltsreiniger

Hier empfiehlt es sich Neutral Reiniger zu verwenden. Jedoch bitte bitte kein Spülmittel nutzen, da es zu viele Rückstände hinterlässt. Auch Essigreiniger sind ungeeignet, sie sind zu sauer für kalkhaltige Fliesenfugen und schädigen diese auf Dauer.

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Organische Ablagerungen und erste Stockflecken.
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Mühsam aber effektiv - Reinigen mit der Zahnbürste.

Variante 3: Backpulver oder Fugen reinigen mit Natron

Backpulver mit etwas Wasser anrühren, dann mit einer Fugenbürste oder alten Zahnbürste schrubben, das wirkt. Im Backpulver ist für die Reaktion zwar etwas Zitronensäure beigegeben, aber in der Summe zusammen mit dem enthaltenen Natron ist es recht neutral. Alternativ kann man auch Natron mit einigen Tropfen Zitrone und zwei, drei Esslöffeln Wasser anrühren.

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Hausmittel, die jeder hat und nutzen kann.
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Gerade bei vielen Fugen sollte zu Hausmittel gegriffen werden.

Variante 4: Dampfreiniger

Dampfreiniger Anwendungspraxis

Wie Sie einen Dampfreiniger richtig anwenden, erfahren Sie bei uns auf Heimwerker.de.

Richtig reinigen mit Dampf.

Funktioniert wunderbar und ist ohne Reinigungsmittel sehr effektiv. Wie bei allen vertretbaren Möglichkeiten, ist auch diese Methode arbeitsintensiv. Im Ergebnis werden mit einem Dampfreiniger aber all der Schmutz und alle Besiedlungen mit Bakterien und Sporen gründlich entfernt, ohne jede Chemie.

Tipp: Wenn Sie erste kleine Stockflecken beim Fugen reinigen entdecken, dann bitte direkt mit Alkohol (mind. 70 %) wie etwa Spiritus, Isopropanol oder Ethanol entfernen (Fenster auf und bitte vorsichtig, diese hochprozentigen Alkohole sind sehr flüchtig und leicht entflammbar).

Fugen außen in Gehwegpletten und Pflastersteinen reinigen

Variante 1: Reinigung von mit Fugenmörtel verfugten Steinen oder Platten

Sind die Platten oder Fliesen mit Fugenmörtel verfugt, dann reicht in den meisten Fällen aus, was an Reinigung für den gesamten Belag gemacht wird.

Dazu gehören in erster Linie Hochdruckreiniger und Dampfreiniger ohne Reinigungsmittel. Doch vorsichtig, der Hochdruckreiniger ist ein hartes Geschütz – nicht für die normale Unterhalts-Reinigung anwenden, bestenfalls einmal im Frühjahr um Algen und Moos einmal gründlich zu beseitigen.

Wenn Reinigungsmittel zum Einsatz kommen sollen oder müssen, weil etwas verschüttet wurde oder ein hartnäckiger Belag entstanden ist, reichen ein Neutral-Reiniger, heißes Wasser und fleißiges Scheuern in der Regel völlig aus. Auch, wenn der Fleck nicht beim ersten Mal verschwindet.

Auch das regelmäßige Fegen sorgt ganz mechanisch dafür, das sich Moose und Algen schwer ansiedeln können und auch sonst wenig organisches Material auf den Platten und in den Fugen bleibt, das zu Bewuchs führen könnte.

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Eine schöne Terrasse ist das Ziel.
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Unkraut sprießt schnell.

Variante 2: Sandfugen reinigen und pflegen

Gerade das beliebte Pflaster wird in der Regel in Sand gesetzt und damit auch verfugt. Der große Vorteil ist, es handelt sich dann dabei um eine Fläche, die Versickerung von Regenwasser leicht ermöglicht. Der große Nachteil dagegen, dass eine Reinigung mit groben Besen oder gar Hochdruckreiniger den Sand aus den Fugen herauslöst und öfter nachgesandet werden muss.

Dennoch ist die regelmäßige mechanische Reinigung mit einem groben Besen unbedingt empfehlenswert, da sich dadurch kleine Keimlinge nicht so leicht festsetzen können.

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Drahtbüsten sind nur für weniger empfindliche Steine geeignet.

Essig und Salz sind verboten!

Statt den verpönten Unkrautvernichtern werden häufig (und widerrechtlich) Essig und/oder Salz in die Fugen geschüttet. Das ist nicht nur verboten, sondern kann auch tatsächlich, genau wie die Unkrautvernichter, eine erhebliche Belastung für das Grundwasser bedeuten. Zusätzlich ist Essig auch sehr schädlich für Ihre Pflastersteine.

Haben die Gräser und Unkräuter doch Fuß gefasst, dann sind Brenner und elektrische Fugenbürsten hilfreich für alle, die nicht auf allen Vieren mit einem Kratzer Fuge für Fuge freikratzen wollen oder können.

Grasfugen ersparen die Reinigungsarbeit

Bei Grasfugenpflaster ist von vorneherein Bewuchs erwünscht ähnlich wie bei Rasengittersteinen. Teilweise wird Rasen gesät und die Fläche wie der Rasen gemäht, zum Teil werden spezielle, niedrigwüchsige Pflanzen eingesetzt, die keiner weiteren Pflege bedürfen und das Betreten und/oder Befahren tolerieren.

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Auch Polygonalplatten wirken mit Bewuchs sehr natürlich.
 

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