Basteln mit Holz

Holzpferd selber bauen

Ein Holzpferd selber bauen

Kinder lieben Tiere und alles, was damit zu tun hat. Pferde sind nicht nur bei den Mädchen über viele Jahre ein Thema in Spiel und Freizeit. Was liegt den Heimwerkern also näher, als dem Nachwuchs einen Traum zu erfüllen und wenigstens ein Holzpferd selber zu bauen?

Natürlich bedeutet das auch: Basteln mit Kindern. Denn, die sind mit Eifer dabei. Spätestens, wenn es um die Bemalung und die Mähne geht. Der Aufwand an Material und Zeit ist überschaubar und die Freude über das eigene Steckenpferd deutlich größer.

Auf jeden Fall sollte das Holzpferd ein Rad haben, damit es nicht getragen werden muss und auch nicht überall über den Boden schleift. Daneben ist auch ein Griff wichtig, an dem man es mit beiden Händen halten kann.

Insgesamt fördert das Spiel mit einem solchen Steckenpferd natürlich die motorische Entwicklung und das freie Spielen. Für die Phantasie ist dieses Spielzeug ausgesprochen anregend. Wie immer, wenn Ihr Holzspielzeug selber macht, empfehlen wir kindgerechte Farben und Materialien. Sie sollten mindestens lösungsmittelfrei sein. Die Gestaltung orientiert sich an den speziellen Vorlieben der zu Kinder. Im Beispiel unserer Anleitung waren echte Haare ganz wichtig. In den meisten anderen Fällen sind Wollfäden oder ein recyceltes Stück Kunstpelz genauso denkbar.
Und falls gerade Pippi Langstrumpf ganz oben auf der persönlichen Bestsellerliste steht, dann muss es natürlich ein Schimmel werden.Wie auch immer: Euch allen viel Spaß dabei, Euer Holzpferd selber zu bauen.

Materialbedarf und Werkzeugliste

Materialbedarf:

  • Quadratleiste 40 x 40 mm, 100 cm ca. 9,95 €
  • Buchenstab 12 mm, 100 cm ca. 1,25 €
  • Sperrholzplatte, 12 mm, 50 x 50 cm ca. 6,49 €
  • Holzrad,85 mm Durchmesser ca. 6,84 €
  • Schrauben, (Vorrat) 4 x 40 mm ca. 6,32 €
  • Aluhülse, ca. 1,00 €
  • Klebstoff, Sekundenkleber ca. 4,34 €
  • Holzkitt ca. 3,51 €
  • Acrylfarben, je Farbe ca. 1 €
  • Schleifpapier, Set ca. 2,74 €

Benötigte Werkzeuge:

  • Stichsäge
  • Bohrmaschine
  • Hammer
  • Schleifklotz
  • Pinsel

Schritt 1: Pferdekopf und Verbindungen auf dem Holz anzeichnen

Nehmt Euch Bilder aus dem Internet oder aus Büchern, wo Ihr einen Pferdekopf von der Seite seht. Dann skizziert Ihr das Profil auf Eurem Brett. Dort könnt Ihr problemlos korrigieren, wenn Ihr nur dünn mit einem Bleistift arbeitet. Außerdem braucht Ihr eine Art Lasche 4,4 x 4,4 cm am Ende des Kopfes, die in die Quadratleiste kommt (s. Foto).

Die Quadratleiste wird auf 90 cm gekürzt und oben wird die Aussparung für die Verbindung mit dem Pferdekopf angezeichnet. Unten skizziert Ihr die Aussparung, in die das Rad eingelassen wird.

Aussparung für das Rad auf die Quadratleiste unten anzeichnen
Lasche an den Pferdekopf zeichnen und aussparung auf die Leistee oben
Pferde auf die Sperrholzplatte

Schritt 2: Pferdekopf und Verbindungen zusägen

Mit der Stichsäge sägt Ihr der Kontur entlang den Pferdekopf aus. Danach werden die beiden Aussparungen in der Quadratleiste ausgesägt und der Buchenstab auf 24 cm abgesägt.

Im Anschluss werden alle Kanten gut geschliffen, so dass nirgends eine scharfe Stelle bleibt.

Ausgesägter Pferdekopf
Sorgfältig den Pferdekopf aussägen
Aussprarung der Leiste sägen

 

 

 

 

 

 

 

Schritt 3: Bohren für die Montage des Holzpferds

Die Verbindungslasche oben am Pferdekopf wird passgenau eingesetzt und dann wird mittig (also bei der Quadratleiste je 2,2 cm von oben und von der Seite) ein 12 mm dickes Loch komplett durchgebohrt. In die Bohrung wird der Rundstab mittig eingesetzt.

Danach wird durch die Schnittkante der Verbindungslasche in den Rundstab gebohrt (siehe Fotos). Von der Seite werden zwei Löcher durch die Quadratleiste und die Verbindungslasche gebohrt.

 

Am Fuß der Quadratleiste wird seitlich vorgebohrt (3,5 mm Bohrer bei 4 mm Schraube). Das braucht nicht ganz durchbohrt werden, wenn es doch passiert, dann wird es später mit Holzkitt verschlossen. Die Höhe der Bohrung richtet sich nach der Achse des Holzrads. Es muss genug Platz nach oben bleiben, dass das Rad nicht am Holz schleift.

Alle Bohrungen, die bisher gemacht wurden, werden mit dem Senkkopfbohrer mit einer Senke versehen. Das Rad selbst wird auch soweit aufgebohrt, dass die Hülse passgenau passt. (hier 7 mm). Für die Mähne werden entlang des Halses von oben kleine (2 mm) Löcher gebohrt. Auch vor das Ohr bohrt Ihr 4 – 5 Stück.

Schritt 4: Montage des Steckenpferds

Der Kopf mit dem durchgängigen Griff und die Quadratleiste werden verschraubt. Zweimal von der Seite und einmal von oben.

Das Rad bekommt die kleine Hülse eingeschlagen und wird mit der Schraube als Achse versehen.

Mit einer langen Schraube befestigen
Hülse in das Rad setzen
Pferdekopf und Stab verschrauben

 

 

 

 

 

 

 

Alle Bohrlöcher werden mit Holzkitt verschlossen. Nachdem der Holzkitt getrocknet ist (s. Herstellerangaben auf der Packung) werden diese Stellen glattgeschliffen.

Verschraubung am Rad ebenfalls spachteln.
Unebenheiten und Verbindung mit Holzkitt spachteln.

 

 

 

 

 

 

 

Schritt 5: Anmalen und Haare einkleben

Die Quadratleiste vom selbstgemachten Steckenpferd wird am besten in einer auffälligen Farbe angemalt, damit niemand darüber fällt, wenn es mal im Gras liegt. Der Kopf bekommt eine Bemalung nach Geschmack. Wichtig sind Augen, Nüstern und das Maul.

 

Alles andere wird nach Geschmack aufgemalt.
Der Quadratstab bekommt eine kräftige Farbe.

 

 

 

 

 

 

 

Aus den Haaren macht Ihr kleine Büschel, in dem Ihr sie mit einem Faden zusammenbindet und dann werden diese in die kleinen, vorgebohrten Löcher mit Klebstoff eingeklebt. Wenn Ihr Wolle nehmt, könnt Ihr die auch vorher auf ein schmales Band nähen (mittig) und dieses dann ohne Bohrungen auf dem Hals und vor dem Ohr festkleben.

Alles gut trocknen lassen und dann steht einem ersten Ausritt mit dem eigenen Holzpferd nichts mehr im Wege.

Aus den Haaren kleine Büschel herstellen.
Haarbüschel in die Löcher kleben.
Das Holzpferd ist fertig.
 

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