Dach

Trapezbleche richtig verlegen: Mit diesen Tipps gelingt die Montage

  • Trapezbleche werden auch Profilbleche, Dachbleche oder Dachplatten genannt.
  • Mit der passenden Montageanleitung können auch Heimwerker selbst Trapezbleche verlegen.
  • Profilbleche machen sich nicht nur auf Dächern gut, sondern auch als Wandverkleidung.

Haus mit Blechdach

Möchten Sie günstig ein Dach decken, können Sie Trapezbleche verlegen: Die Handhabung ist nicht schwierig und es gibt die Dachbleche in verschiedenen Stärken und Farben. Auch an Wänden macht sich das Profilblech unter bestimmten Umständen gut. Hier erfahren Sie alles Wichtige über die Handhabung der Bleche und über die richtige Montage.

1. An diesen Stellen können Sie die vielseitigen Trapezbleche verlegen

Anti-Tropf-Beschichtung

Ist das Trapezblech mit Vlies unterfüttert, absorbiert dieses Kondenswasser, welches sich bei Temperaturschwankungen auf der Unterseite bilden kann. Zusätzlich dämmt diese Variante Lärm.

Die praktischen Dachbleche eignen sich sowohl für das Flachdach wie auch für ein spitzeres Dach. Sie können auch für kleinere Dächer, etwa bei Gartenhäusern oder Terrassen verwendet werden. Darüber hinaus können Sie sie für die Wandmontage verwenden.

Trapezbleche bringen eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich: Sie lassen sich relativ leicht bearbeiten und sind verhältnismäßig günstiges Baumaterial. Zudem sind Sie in einer großen Vielfalt erhältlich: Die Bleche können unterschiedlich dick sein, aus Stahl, Edelstahl oder Aluminium bestehen. Es gibt Sie in vielen verschiedenen Farben oder auch in Holzoptik. Eine große Auswahl an Trapezblechen sowie dem nötigen Zubehör finden Sie zum Beispiel auf dwz-shop.de.

2. Profilbleche richtig transportieren und lagern

Dachdecker verlegen Trapezblech

Transportieren Sie Trapezbleche zu zweit, um Schäden zu vermeiden.

Im Handel erhalten Sie Trapezbleche von bis zu zwölf Metern Länge. Damit sie nicht verbiegen oder beschädigt werden, müssen sie von einem Lkw transportiert werden, der die entsprechende Länge hat und über eine offene Ladefläche verfügt. Die Bleche müssen gegen Verrutschen und Nässe geschützt werden.

Bleche mit einer Länge von bis zu sechs Metern können Sie mit einem Gabelstapler entladen, für alle längeren Varianten benötigen Sie einen Kran. Sie sollten die Bleche grundsätzlich mindestens zu zweit transportieren, sodass an jeder Seite eine Person mit anpackt. Bei einer Länge von sechs Metern sollten auf jeder Seite drei Personen zufassen: So stellen Sie sicher, dass das Trapezblech nicht verbiegt.

Um sie ideal zu lagern, brauchen Sie einen trockenen und gut belüfteten Raum. Legen Sie die Bleche auf Holzböcke, von denen einer höher ist als der andere. Sollten die Bleche doch einmal nass werden, kann so das Wasser ablaufen. Unter einem einfachen Unterstand sollten Sie die Bleche hingegen nicht länger als zwei bis drei Wochen lagern.

Achtung: Ziehen Sie die Bleche nicht über den Boden, dabei werden sie leicht beschädigt!

3. Mit diesen Werkzeugen können Sie Trapezbleche zuschneiden

Wenn Sie Profilbleche kaufen, werden diese in der Länge oft passend für Ihre Zwecke zurechtgeschnitten. In der Breite dagegen oder für die Kanten des Daches oder der Wand müssen Sie selbst Hand anlegen. Dafür eignen sich verschiedene Werkzeuge, etwa die elektrische Blechknabber oder -nibbler, eine Kreissäge mit einem passenden Sägeblatt oder auch die Stichsäge. Metallspäne sollten Sie dabei schnell entfernen. Einen Winkelschleifer sollten Sie wegen der zu großen Hitzeentwicklung auf keinen Fall verwenden.

Nachfolgend haben wir die Vor- und Nachteile des Blechknabbers für Sie zusammengetragen:

  • Saubere Schnittkante
  • Schnitt in alle Richtungen möglich
  • Keine Führung
  • Langsame Arbeitsgeschwindigkeit

4. Unterkonstruktion bauen

Zunächst sollten Sie die Unterkonstruktion bauen: Ein Trapezdach kann auf einem Flachdach ab einem Gefälle von zehn Prozent angebracht werden. So stellen Sie sicher, dass das Wasser in den Tälern des Profils ablaufen kann. Auch spitzere Dächer können Sie mit den Blechen decken. Ist das Gefälle kleiner als zehn Prozent, sollten Sie Dichtungsband unter den Überlappungen verkleben, damit sich kein Wasser durchdrücken kann.

Die Unterkonstruktion für die Bleche besteht in der Regel aus Holzlatten. Zunächst bringen Sie das Rinneisen an und hängen die Dachrinne ein. Dann untersuchen Sie die zugeschnittenen Profilbleche auf kleinere Beschädigungen, die beim Zuschneiden entstanden sein können, und versiegeln diese mit Schutzlack.

Tipp: Falls Sie eine Dämmung benötigen, bauen Sie diese von unten ein – Styrodur oder Mineralwolle reichen je nach Zweck aus, die Unterlüftung ist durch das Profil gegeben.

5. Trapezbleche richtig verlegen

Dachdecker verschraubt Trapezblech

Nach dem Verlegen werden die Bleche einfach mit der Unterkonstruktion verschraubt.

Die Montage selbst beginnen Sie mit der Verlegung der Bleche auf der Unterkonstruktion. Achten Sie auf die passende Längsüberlappung: Die letzte Rille eines Bleches wird über die erste des nächsten Bleches gestülpt. Die lange Rippe liegt dabei unten, die kurze oben. Achten Sie darauf, dass die Naht von der vorherrschenden Windrichtung abgekehrt liegt, so hält das Dach den Witterungen besser stand.

Benutzen Sie zum Befestigen der Trapezbleche am besten vorlackierte Kalotten aus Aluminium: So stellen Sie sicher, dass sich die Bleche beim Anschrauben nicht verformen und dass an den Schrauben entlang kein Wasser ins Dach dringen kann. Greifen Sie auf jeden Fall zu selbstbohrenden Schrauben – diese machen eine Vorbohrung überflüssig, sogar bei einer Unterkonstruktion aus Stahl.

Beginnen Sie mit dem Ende der Bleche und den Überlappungen, ehe Sie schließlich nach und nach Schrauben über die ganze Fläche verteilen. Bei der Montage auf dem Dach drehen Sie die Schrauben auf den Erhebungen der Profile ein. Diese Anleitung ist zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie das geht:

6. Das müssen Sie bei der Wandmontage berücksichtigen

Möchten Sie mit den Trapezblechen eine Wand verkleiden, brauchen Sie eine Wasserwaage: Mit dieser stellen Sie sicher, dass die Bleche ganz gerade ausgerichtet sind. Wenn Sie die Bleche befestigen, setzen Sie die Schrauben ohne Kalotten in den Vertiefungen der Profile ein und nicht, wie beim Dach, auf den Erhebungen.