Textilien & Handarbeit

DIY Traumfänger selber basteln in 5 Schritten

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Materialbedarf für einen Traumfänger

Traumfänger (Dreamcatcher) kommen ursprünglich von den indigenen Völkern Nordamerikas und sollen uns schöne Träume und einen guten Schlaf bescheren. Schlechte Träume bleiben in ihnen hängen und werden von der Morgensonne zerstört, so die Legende.

Traumfänger selber zu machen bringt Spaß und sind auch schön mit Kindern zu basteln. Sie sind außerdem eine gute DIY-Idee für dekorative und persönliche Geschenke – in wenigen Stunden hergestellt.

Ob der Traumfänger groß oder klein, aus Naturmaterialien gemacht oder kunterbunt werden soll, entscheidet allein der persönliche Geschmack oder der des Beschenkten. Traumfänger ganz klein, als Miniatur bebastelt, ergeben Anhänger für eine Traumfänger-Kette oder für Traumfänger-Ohrringe.

Für Puristen machen wir einen Traumfänger in weiß und ganz schlicht. In unserer Anleitung auf Heimwerker.de machen wir keinen Traumfänger Schmuck und auch keine Outdoor-Version, aber ein durchaus mittelgroßes Exemplar. Er soll nicht nur ein Dreamcatcher, sondern auch ein Eyecatcher werden.

Auf Heimwerker.de zeigen wir Ihnen eine Anleitung, mit der Sie ganz einfach einen Traumfänger selber machen können.

1. Werkzeugliste und Materialbedarf

Wir entscheiden uns für einen Ring aus einem Stickrahmen, weiß als Grundton mit ein paar farbigen Akzenten.

Welche Werkzeuge und Materialien Sie im Vorfeld besorgen sollten, zeigt Ihnen folgende Übersicht:

Benötigte Werkzeuge Materialien
  • Holzring/Stickrahmen Durchmesser 30,5 cm –
  • Glasperlen 6 und 8 mm bunt –
  • Federn (Marabu, Perlhuhn, natur und bunt)
  • Schnüre, Perlschnüre, Bänder
  • weiße Farbe
  • Klebstoff

Es gibt aber auch fertige Traumfänger Bastelsets, die sich ebenfalls gut verwenden und nach Ihren eigenen Ideen ergänzen lassen.

2. Der 1. Schritt: Stickrahmen anzeichnen und bohren

Man kann die Schnur auch um den Stickrahmen wickeln, aber das funktioniert besser bei umwickelten Reifen oder, wenn man Traumfänger aus Weide oder Weinreben macht. In unserem Fall ist der Ring ganz glatt und daran würde unsere weiße Schnur zu sehr rutschen.

Zum Bohren messen wir im ersten Schritt den Umfang des Stickrahmens und teilen das Maß gleichmäßig auf. Es sollte sich ein Bohrabstand von etwa 5 cm ergeben. Dieser kann größer oder kleiner ausfallen, sollte jedoch rundherum gleichmäßig sein. Zusätzlich kann die halbe Höhe des Stickrahmens markiert werden, um alle Bohrungen gleichmäßig zu setzen. Wer ein gutes Augenmaß hat, kann darauf aber gerne verzichten.

Je 5 cm bohren | Gebohrter Stickrahmen

3. Der 2. Schritt: Ring weiß streichen

Ehe unser Traumfänger mit Farbe versehen werden kann, kontrollieren wir die Oberfläche und vor allem die Bohrungen, ob ein Anschliff mit Sandpapier oder Schmirgelleinen nötig ist. Das beseitigt Ausplatzungen an den Bohrungen und entfernt scharfe Kanten, die den Faden später beschädigen können.

Entsprechend unserem Plan, geben wir dem Ring anschließend einen weißen Grundton mit Kreidefarbe, die entsprechend der Herstellerangaben trocken muss. Abschließend geben wir eine dünne Schicht Klarlack aus der Dose darüber, um die Farbe ein wenig zu versiegeln. Wieder so lange trocknen lassen, wie auf der Dose angegeben.

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Mit Sandpapier Grat entfernen | Weiße Kreidefarbe verwenden

4. Der 3. Schritt: Gespinst in den Traumfänger knüpfen

4.1. Innere Schnur

Wir benutzen weiße Kochschnur, wie es sie im Supermarkt für Rouladen usw. zu kaufen gibt. Als Erstes ziehen wir aus einem ganz langen Stück Schnur lauter Schlaufen von innen nach außen durch die gebohrten Löcher. Ab und zu fädeln wir eine Perle dazwischen.

Dann führen wir rund um den Ring – durch alle Schlaufen – eine weitere Schnur, die muss nur wenig länger als der Umfang des Ringes sein, denn abschließend verknoten wir diese ganz fest zusammen mit den Anfang der längeren Schnur, die innen entlang geht. Aus diesen Enden machen wir eine Schlaufe zum Aufhängen und schneiden die überstehenden Enden ab.

Tipp: Bei Knoten ist ein ganz kleiner Tropfen Sekundenkleber eine perfekte Sicherung.

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Schlaufen bilden und Perlen einsetzen | Faden straffen und verknoten

4.2. Äußere Schnur

Jetzt spannen wir die innere Schnur. Ganz vom Anfang bis zum Ende. (Diese leichte Spannung halten wir die ganze Zeit während des weiteren Knüpfens aufrecht.) Nun haben wir rundherum kleine gespannte Schnurabschnitte.

Wir führen unsere Schnur von unten in der Mitte eines solchen Schnurabschnitts durch und dann noch einmal von oben vor unserer Schlaufe. Danach Spannen und dabei die Schlaufe eventuell noch etwas mittig ausrichten.

Das wiederholt sich immer von Schnurabschnitt zu Schnurabschnitt, Runde um Runde:

  • von unten nach oben
  • von oben nach unten
  • spannen und ausrichten
  • nächster Schnurabschnitt
  • ab und zu eine Perle auffädeln

Das Gespinst wird dabei immer kleiner. Wenn man mag, kann man zwischendurch auch mal eine Runde in einer anderen Farbe einfügen. Auch lässt sich für eine Runde nur jeder zweite Schnurabschnitt wählen, dann ergibt sich ein etwas anderes Muster.

Wenn die Schnurlänge nicht ausreicht oder die Farbe gewechselt werden soll, einfach ein neues Stück Schnur ans Schnurende anknoten (mit einem Tropfen Sekundenkleber sichern). Auf die Knoten nähen oder kleben wir später Federn. Genauso machen wir es, wenn wir fertig sind und in der Mitte angekommen: Knoten, Kleber, abschneiden.

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Schlaufen bilden und Geflecht erstellen | Das Netz muss nicht exakt sein

5. Der 4. Schritt: Bänder flechten, auffädeln, häkeln usw.

Je nach Geschmack bereiten wir uns einige oder auch ganz viele Bänder vor.

  • flechten einen Strang aus unserer Kochschnur;
  • machen drei Stränge aus farbiger Wolle aus Luftmaschen, die mit den Fingern gehäkelt werden;
  • nehmen Bänder in weiß und blau dazwischen;
  • fädeln auf drei Schnüre einige Perlen auf und machen Knoten dazwischen.

Alle unsere Bänder knüpfen wir nun unten – gegenüber unserer Aufhängeschlaufe – an den Ring. Wir ziehen sie dazu durch unser Band, das außen herum gespannt ist und knoten sie fest.

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Schnüre und farbige Bänder flechten oder häkeln | Am äußeren Band anknoten

6. Der 5. Schritt: Traumfänger mit Federn dekorieren

Abschließend dekorieren wir unseren Traumfänger mit Federn. Sie lassen sich mit Faden festbinden, aufkleben oder annähen – wie man möchte. Wir haben einige festgebunden, andere aufgeklebt.

Fertig ist der Traumfänger!

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