Tapete & Tapezieren

Wand- und Deckenpaneele für dekorative Akzente

  • Das breite Spektrum von Wand- und Deckenpaneelen reicht über viele Farb- und Dekorvarianten bis hin zu 3D-Wandpaneelen.
  • Unter den möglichen Materialien haben Laminate viele Vorteile: Sie haben ein geringes Gewicht, sind pflegeleicht und bequem in der Anbringung.
  • Die Anbringung ist in vier Schritten erklärt von der Unterkonstruktion bis zum Abschlussprofil.

Akzentwand mit Holzpaneele

Werkzeuge für die Wand- und Deckenverkleidung

Wand- und Deckenpaneele sind meist eine Art Laminat. Von daher kommt ein Laminatschneider zum Einsatz oder alternativ eine Stich- oder Kreissäge. Für den Aufbau der Unterkonstruktion und weitere Schraubarbeiten am besten ein Akku-Bohrschrauber und für die Paneelenklammern ein Hammer. Zusätzlich sind eine Wasserwaage und/oder ein Richtscheit notwendig.

Die Einsatzmöglichkeiten für Wand- und Deckenpaneele sind vielfältig. Früher kamen Paneele vor allem zum Einsatz, wenn Decken oder Wände grobe Unebenheiten aufwiesen. Heute sind es immer häufiger moderne Gestaltungsideen, die sich damit besonders gut umsetzen lassen.

Eine Wohnlandschaft mit Lounge-Charakter bekommt beispielsweise mit einer 3D-Wandpaneele im Hintergrund einen perfekten Rahmen. Aber auch ganz praktische Erwägungen, wie etwa eine halbhohe, pflegeleichte Paneelwand im Kinderzimmer oder eine abwaschbare Wandpaneele in der Essecke zählen neben der dekorativen Wirkung.

In Dachgeschossen sehen Wand- und Deckenpaneelen, die vom Boden, entlang der Dachschräge bis zum First hochführen, nicht nur gut aus, sondern ersparen auch auf lange Sicht unbequeme Renovierungen mit Tapete und Farbe an der Schräge.

Tipp: Wand- und Deckenpaneele können zum Schallschutz und zur Wärmeisolierung beitragen und mit den richtigen Dübeln sogar auf eine zusätzliche Innendämmung aufgebracht werden.

Material für Wand- und Deckenpaneele – Kunststoff, Holz oder Laminat?

Wandpaneele in Betonoptik
Wandpaneele in Betonoptik
3D-Wandpaneele für einen völlig anderen Look an der Wand.
3D-Wandpaneele für einen völlig anderen Look an der Wand.

Es gibt Paneele aus den verschiedensten Werkstoffen, wobei Laminate viele Vorteile auf sich vereinen – insbesondere, wenn Sie umweltfreundlich produziert sind. Sie haben nicht mehr viel gemeinsam mit den typischen Deckenpaneelen in Holz-Tönen, wie sie oft in den 80er-Jahren oft verwendet wurden. Inzwischen gibt es moderne, vielfältige Farben, Dekore und Strukturen.

Paneele sind vor allem leicht – anders als Holzpaneele aus Echtholz – und zwar nicht nur, was das Gewicht angeht. Auch die Montage und die Pflege sowie ein eventueller, späterer Rückbau sind vergleichsweise leicht. Bei guter Qualität sind sie zudem lichtecht, maßhaltig und in vielen verschiedenen Dekoren und Farben erhältlich und deutlich günstiger als Echtholz in entsprechender Qualität.

Aufgrund der natürlichen, wohnlichen Wirkung sind für Wandpaneele Holz-Dekore jedoch nach wie vor sehr beliebt. Bei vielen Wohnstilen, wie etwa dem Landhausstil, skandinavischen Stil oder auch dem Bohostil wird häufig für eine partielle Wandverkleidung Holz eingesetzt, beziehungsweise meist Wandpaneele in Holzoptik.

Aktuell sind Wand- und Deckenpaneelen in Weiß oder auch Wandpaneele mit 3D-Effekt besonders beliebt und Feuchtraumpaneele setzen in Küche und Bad wohnliche Akzente.

Tipp: Wand- und Deckenpaneele können zum Schallschutz und zur Wärmeisolierung beitragen und mit den richtigen Dübeln sogar auf eine zusätzliche Innendämmung aufgebracht werden.

Wand- und Deckenpaneele kaufen

Am bequemsten lassen sich Wand- und Deckenpaneele online bestellen, schauen Sie sich doch einmal bei Logoclic Wand- und Deckenpaneelen um. Alternativ finden Sie diese Paneele auch in jedem Bauhaus.

Wand- und Deckenpaneele verlegen – Anleitung

In dieser Anleitung erfahren Sie, wie Wand- oder Deckenpaneele angebracht werden. Bei Interesse empfehlen wir Ihnen unsere Bauanleitung zum Abhängen einer Decke.

Schritt 1: Lattung und Konterlattung als Unterkonstruktion

Die Unterkonstruktion wird Lattung und Konterlattung genannt und sorgt für eine ausreichende Hinterlüftung der Wand- oder Deckenverkleidung.

Hierzu werden Dachlatten erst vertikal und dann horizontal mit einem Abstand von maximal 40 cm angebracht, wenn die Paneelen vertikal verlegt werden. Umgekehrt erst horizontal, dann vertikal, wenn die Paneelen horizontal verlegt werden. Wichtig ist, dass jeweils in den Ecken sowie oben und unten eine Latte mit einem Abstand von 1,5 cm angebracht wird.

Mit einer Richtlatte oder großen Wasserwaage immer wieder kontrollieren, ob eine ebene Fläche entsteht. Gegebenenfalls bei Verschrauben die Höhe der Konterlattung anpassen. Das geht am besten mit kleinen Keilen, die solange als Abstandhalter dienen, bis die richtig Schraubhöhe erreicht ist.

Schritt 2: Erste Reihe

Die erste Reihe wird mit einem Abstand von 1,5 cm zur Wand, zum Boden und zur Decke angebracht – je nach Material und Geschmack kann das horizontal oder vertikal erfolgen. Die erste Reihe wird am Rand (wo später die Abdeckleisten überlappen) mit kleinen Schrauben auf der ersten Dachlatte angeschraubt. Die Nut zeigt dabei zur Ecke oder zum Boden, wenn von unten nach oben gearbeitet wird bzw., zur Decke, wenn umgekehrt von oben nach unten verlegt wird. Das letzte Paneel in der Reihe muss entsprechend gekürzt werden. Das Reststück davon wird in der Folgereihe direkt zu Anfang eingesetzt.

Schritt 3: Folgereihen und Versatz

Im grünen Bereich richtiger Versatz; im den roten Bereichen zu geringer Versatz.
Im grünen Bereich richtiger Versatz; in den roten Bereichen zu geringer Versatz.

Die Folgereihen werden entsprechend den Angaben des Herstellers eingeklickt und mit Paneelklammern (passend zur Paneelstärke) unsichtbar befestigt. Die Paneelklammern werden dazu auf die Paneelenfeder gesteckt und mit kleinen Nägeln auf die Dachlatten genagelt.

Der Versatz der Paneelen zueinander ist wichtig für die Stabilität und Optik. Sollten zufällig eine gerade Anzahl an Paneelen passen, sollten Sie in der zweiten Reihe mit einer auf die Hälfte gekürzten Paneele beginnen.

Schritt 4: Abschlussprofile

Eck- und Abschlussprofile werden auf Gehrung zugeschnitten und aufgeklebt. Eventuell verbleibende kleine Fugen schließen Sie am besten mit farblich passender Acryldichtmasse.


christiane baldwin

Christiane Baldwin

Als Onlineredakteurin verbinde ich für heimwerker.de meine DIY-Leidenschaft mit meinem Beruf – in Home Office und Werkstatt. Mein britischer Mann und unser kleiner spanischer Hund unterstützen mich bei meinen Bau- und Bastelprojekten mit Tatkraft und Humor.