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Zement-Mörtel verarbeiten

zement-moertel wird angemischt

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Zementmörtel ist vielseitig einsetzbar: Er eignet sich für die Ausbesserung von defektem Mauerwerk, Mauersteinen wie Ziegeln oder Sandsteinen sowie Putz im Innen- und Außenbereich.

Er wird häufig für Kellermauerwerke oder Gewölbe verwendet, genauso wie als Sockelputz oder zum Ausgießen von Ankerlöchern. Der Baustoff ist zwar nicht ganz so leicht zu verarbeiten, dafür ist er aber den anderen Mörtelsorten um Einiges voraus.

Wir erklären genau, wie man Zementmörtel verarbeiten kann und gehen darauf ein, worauf zu achten ist, wenn dieser eingefärbt werden soll. Auch zu den Themen Kalk-Zementmörtel und Trass-Zement-Mörtel finden sich Hilfestellungen.

Zementmörtel verarbeiten

Eine Wand, die mit Mauermörtel gemauert ist.
Die Wand wurde mit Mauermörtel verarbeitet
Mauersteine, Zementmörtel und Kellen
Zementmörtel beim Mauern.

Untergrund:

Der Untergrund muss frei von Schmutz, Staub, und Ausblühungen sein. Außerdem muss er tragfähig und vollständig trocken sein. Stark saugende Flächen werden vorab mit einer Haftemulsion behandelt.

Temperatur:

Verarbeiten Sie Zementmörtel nur bei Temperaturen über 5 und unter 30 Grad Celsius.

Verarbeitung:

Zementmörtel gehört der Mörtelgruppe III an und wird aus 3 bis 4 Raumteilen Sand, einem Teil Zement und Wasser nach der Faustregel gemischt.

Tragen Sie den Mörtel mithilfe eines Spachtels oder einer Kelle gleichmäßig auf (Auftragsstärke zwischen 10 und 15 mm) und streifen Sie den überschüssigen Mörtel einfach ab.

Jetzt müssen Sie das Werk nur vor einem zu hohen Feuchtigkeitsverlust schützen – also vor Sonne und Frost.

Faustregel für die Wasserzugabe:

Für die Wassermenge gilt die Faustregel, dass pro Kilogramm Zement oder Kalk ein halbes Kilogramm Wasser erforderlich ist.

Vorsicht: Vermeiden Sie mit Zementmörtel den Haut- und Augenkontakt. Der Baustoff regiert im feuchten Zustand alkalisch – das bedeutet, er kann zu Verätzungen führen.

Zementmörtel einfärben

Der Zementmischer muss gründlich gereinigt werden.
Werkzeug und Zementmischer müssen gründlich gereinigt werden.

Zementmörtel ist nicht in jede beliebige Farbe einfärbbar. Umbra, orange und ocker eignen sich hervorragend, um Mörtel optisch zu gestalten.

Hierzu benötigen Sie Farbpigmente, die sogenannten Oxid-Typen. Diese können Sie ganz unkompliziert zu dem rohen Mörtel hinzugeben und schon sehen Sie die endgültige Farbe.

Kalk-Zementmörtel

Kalt-Zement-Mörtel besteht zu zwei Teilen aus Kalk (hydraulischer Kalk, Kalkhydrat), zu acht Teilen aus Sand und zu einem Teil aus Zement. Er ist leichter zu verarbeiten, dafür aber auch weniger widerstandsfähig. Er gilt dank seiner flexiblen Einsatzmöglichkeiten als Universalmörtel.

Trass-Zement-Mörtel

Trass-Zement-Mörtel ist leicht zu verarbeiten, haftet gut, erhärtet aber durch den hohen Trass-Anteil langsamer als andere Mörtelarten.

Er eignet sich für das Vermauern und Verputzen von Natursteinen und für das Verlegen von Stufen, Pflastersteinen oder Natursteinplatten.