Grillen

Fisch richtig grillen: 6 Tipps und Rezepte für Forelle, Lachs und Co

  • Wer beim Grillen etwas Abwechslung von Fleisch, Würstchen oder Koteletts wünscht, legt lecker Fisch und Meeresfrüchte auf den Rost.
  • Sie sind eiweißreich und leichter verdaulich als Fleisch, zudem besitzen sie wichtige Omega-3-Fettsäuren, Vitamine, Mineralstoffe und Iod.
  • Wer fettarme Fische mit Gemüse grillt, spart einige Kalorien im Vergleich zu einem saftigen Steak.

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Welcher Fisch eignet sich zum Grillen?

Fische kann man sowohl pur als auch in einer Marinade auf den Grill legen. Grundsätzlich sind aber fettreiche Fischarten besser geeignet, da ihr Fleisch nicht so schnell trocken wird.

Vor allem Arten mit einem festen Fleisch bleiben auf dem Grill saftig und erhalten ein köstliches Aroma. Zu diesen gehören Makrele, Dorade, Forelle, Lachs oder Hering.

Grillfreunde, die nicht nur Fisch auf den Grill legen wollen, sondern auch auf die Umwelt Rücksicht nehmen möchten und dennoch leckere Rezepte mit Grillfisch umsetzen möchten, achten beim Kauf auf das Herkunftsland und die Fangmethoden. Denn beim großer Schleppnetze geraten viele andere Meeresbewohner in die Fänge der Netze und verenden.

Gleichzeitig kann man so bewusst Fische aus weniger überfischten Gebieten kaufen. Auch Fischprodukte aus Aquakulturen stellen nicht immer eine gute Alternative dar, da die Abwässer oftmals Rückstände von Arzneimitteln enthalten. Deshalb sollte man immer auf das MSC-Siegel achten, das für Fisch aus nachhaltiger Fischerei stammt. Die Zeichen von Bioland oder Naturland geben wiederum an, dass es sich um Fische aus ökologischen Aquakulturen handelt.

Bei uns auf Heimwerker.de erfahren Sie im folgenden nützliche Tricks und Anleitungen zum Grillen von Fisch sowie leckere Rezepte für Makrele und Co.

1. Tipps zum Fischkauf – Worauf sollte man achten?

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Fisch sollte bis kurz vor der Zubereitung kühl gelagert werden.

Daneben sollte auf die eigene Gesundheit geachtet werden. Damit es nach dem Fischgrillen kein böses Erwachen gibt, sind Frische und Qualität unerlässlich.

Frischer Fisch riecht grundsätzlich nach Meerwasser oder Seetang, jedoch nicht nach Fisch. Zusätzlich erkennt man frischen Fisch an folgenden Merkmalen:

  • klare, hellrote Färbung an den Kiemen
  • volle Augen mit gewölbter Linse
  • eine klare Schleimschicht überzieht die Haut
  • auf Fingerdruck gibt das Fleisch leicht nach
  • abgedeckte und ausreichende Kühlung mit Eis

Tipp: Fisch sollten erst kurz vor dem Grillen zubereitet werden, um die Kühlkette nur kurz zu unterbrechen. Wer sie nicht selber schuppen und filetieren möchte, erhält an der Fischtheke lecker und küchenfertige Produkte für den Grill.

2. Die 3 wichtigsten Tipps für Fische auf dem Grill

Fisch ist sehr schnell gar, sodass der Rost weiter von der Glut entfernt aufgestellt werden sollte als beim Fleischgrillen. Andernfalls wird er schnell trocknen. Eine Ausnahme bilden kleinere Meerestiere und mittelgroße Fische, die direkt über der Wärmequelle zubereitet werden können.

2.1. Fisch richtig grillen und marinieren

Bei großen Fischarten haben sich indirekte Grillmethoden bewährte, damit das Fleisch gleichmäßig gar wird. Für die einzelnen Fischarten lässt sich keine feste Grilldauer angeben, da die Garzeit von der Größe, der Zubereitung und dem Grillgerät abhängt. Dennoch lässt sich ungefähr sagen, dass kleine Fische oder dünne Filets bereits nach wenigen Minuten verzehrfertig sind, während große Fische zwischen 15 bis 20 Minuten auf dem Grill liegen.

Damit der Fisch beim Grillen nicht auf dem Rost kleben bleibt, legt man ihn zusammen mit Kräuter und Gemüse auf eine mit wenig Öl bestrichene Alufolie.

Hinweis: Alternativ gibt es spezielle Grillkörbe für Fische, in denen sie über der Holzkohle gegart werden. Diese verhindern, dass das Fleisch auseinander fällt.

Ein anderer Grund für auseinandergefallene Filets ist falsches Marinieren. Salz und die Säure in Essig, Zitrone oder Wein greifen die Eiweißstruktur an, weshalb sie nur sparsam eingesetzt werden sollten. Vor allem säurearme Öl-Marinaden mit Gewürzen und Kräutern eignen sich für gegrillten Fisch. In unserer Grillrezepte-Sammlung finden Sie auch einige Rezepte zum Fischgrillen.

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Ein Fischkorb oder Alufolie verhindert, dass der Fisch auf dem Grillrost auseinanderfällt.

2.2. Tiefgekühlten Fisch grillen

Neben frischem Fisch lässt sich auch Tiefkühlware auf den Grill legen. Diese muss vollständig im Kühlschrank aufgetaut sein. Gegrillter Fisch ist im Kühlschrank maximal drei Tage haltbar.

2.3. Gartest für Fisch

Mit dem Gabeltest finden Sie heraus, ob ein Fisch auf dem Grill gar ist. Hierzu drücken Sie mit der Gabel vorsichtig hinein. Löst sich das Fleisch leicht bis zu den Gräten, ist es gar. Zudem sollte der Fisch innen nicht mehr glasig sein.

Wie lange muss man Fisch grillen? Das erfahren Sie im Folgenden:

Grillgut Grilldauer
ganze Fische (ca 4 cm Dicke) 10-15 min
Fischfilet (ca 1 cm Dicke) 6-8 min
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3. Makrele grillen – Frische Makrelen als Grillfisch

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In Bayern ist die Makrele als Steckerlfisch geschätzt.

Wegen ihres kräftigen Aromas und der wenigen Gräten gehören Makrelen (Scomber scrombus) zu den beliebten Grillfischen. Man erkennt sie leicht an ihrem schlanken Körper mit seiner schuppenlosen Oberfläche.

Wie Lachs gehören sie zu den fettreichen Seefischen und haben mit 0,3 bis 1,6 Gramm pro 100 Gramm Fisch einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, die beispielsweise zur Senkung des Blutdrucks dienen und die Blutfettwerte verbessern. Lediglich sein Fettgehalt schwankt je nach Jahreszeit zwischen 3 und 35 Prozent.

Eine besondere Spezialität ist der sogenannte Steckerlfisch, der vor allem in Oberösterreich und im bayerischen Alpenvorland gegrillt wird. Hierzu legt man den Fisch in eine würzige Marinade aus frischen Kräutern, Öl und Knoblauch ein und spießt sie auf ca. 60 Zentimeter langen gewässerten Holzstäben oder entrindeten Weidenzweigen auf.

Für eine knusprige Haut werden sie zwischendurch mit Marinade bestrichen. Anschließend werden die Makrelen kopfüber schräg oder neben die Glut gehängt. Dazu gibt es Brezeln oder Semmeln.

Rezept-Tipps: Für Makrelen auf mediterrane Art, legt man sie in Olivenöl ein und würzt sie mit milden Chilischoten, Salz sowie Pfeffer. Zu den Grillfischen wird Gemüse oder Tomatensauce serviert.

4. Forellen als Grillgut

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Frische Forelle schmeckt am besten mit Kräutern aus dem Garten und Zitrone.

Die Forelle (Salmo trutta) ist ein fettarmer und geschmackvoller Grillfisch, der mit dem Lachs (Salmo salar) eng verwandt ist. Zu ihren bekanntesten Arten gehören:

  • Bachforelle (Salmo trutta fario)
  • Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss)
  • Seeforelle (Salmo trutta lacustris)
  • Meerforelle (Salmo trutta trutta)

Neben diesen Arten findet man an der Fischtheke oft sogenannte Lachsforellen, die über 1,5 Kilogramm wiegen. Die meisten Forellen haben rotes Fleisch, das bei wildlebenden Fischen durch eine Ernährung mit Bachflofkrebsen entsteht, die den Farbstoff Astaxanthin enthalten. Bei gezüchteten Fischen wird die Rotfärbung dagegen mit karotinoidhaltigen Futterbeigaben herbeigeführt.

4.1. Forellen auf dem Grill zubereiten: Rezeptideen

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Forelle Müllerin ist ein einfaches, aber genial schmackhaftes Rezept.

Forellen lassen sich auf sehr vielseitige Weise zu einem schmackhaften Essen zubereiten. So schmeckt die Forelle Müllerin sowohl in der Pfanne als auch vom Grillrost. Daneben kann man diese Fische als Forelle Blau mit Haut und in Essigsud einlegen, bis sie ihre typisch bläuliche Färbung erhalten.

Für eine gegrillte Forelle Müllerin wird der ausgenommene Fisch ausgewaschen und abgetupft. Danach würzt man ihn von außen und innen mit Pfeffer, einer Prise Salz und verstreicht ein Stück weiche Butter in der Bauchhöhle. Abschließend einen Zweig Rosmarin oder Thymian hineinlegen und den Fischvon außen mit Öl bestreichen, damit er nicht am Rost oder im Fischkorb festklebt.

Wer auf klassische Weise Forellen grillen möchte, nimmt sie aus und wäscht sie unter kaltem Wasser ab. Anschließend mit Küchenkrepp abtupfen und wenig Zitronensaft und eine Prise Salz auf den Fisch geben. Vorsicht, durch zu viel Salz und Säure fällt er auseinander.

Ca. 1-2 Stunden vor dem Grillen füllt man die Bauchhöhle mit Estragon, Dill, Rosmarin oder anderen Kräutern und wenig Öl. Danach bestreicht man einen Fischkorb mit wenig Öl, legt den Fisch ein und grillt ihn von jeder Seite etwa 8 bis 10 Minuten pro Seite. Alternativ zum Korb kann man ihn ebenfalls in Bananenblätter oder Alufolie eindrehen. Nach dem Grillen lassen sich die Fische direkt aus der Haut essen.

5. Lachs schonend grillen oder räuchern

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Lachs ist reich an Omega-3-Fettsäuren und damit besonders gesund.

War Lachs (Salmo salar) früher eine teure Delikatesse, stammt er nun aus Aquakulturen und ist zu erschwinglichen Preisen erhältlich und wird gerne auf den Grill gelegt. So gibt es ihn als Filet, halbe Seite oder als Räucher- und gebeizter Lachs, dem sogenannten Graved Lachs.

Zum Grillen sind geräucherte Fische nicht geeignet, besser sind Lachskoteletts oder Lachspieße. Sein Fleisch wird einfach mit ein wenig Salz und Pfeffer gewürzt.

Eine schonende Variante beim Lachsfilet grillen ist der Cedar Planked Salmon aus den USA und Kanada. Dabei wird das ungewürzte Fischfilet auf ein unbehandeltes Zedernholzbrett über die Glut gelegt und erhält von der Holzkohle ein rauchig-würziges Aroma. Zuvor müssen die Bretter ein bis drei Stunden gewässert werden, damit sie beim Grillen nicht verbrennen und ausreichend Wasserdampf abgeben. Danach werden sie auf dem Grill vorgeheizt und ihre Oberseite mit Öl bestrichen.

Tipp: Das Räuchern oder Smoken des Lachses auf Holzbrettern stammt aus Nordamerika und kann sowohl in einem Smoker oder Räucherofen durchgeführt werden. Ebenso ist es in einem abdeckbaren Gasgrill möglich.

6. Rezept: Gegrillter Fisch in Weinblättern

Rezept Fisch grillen

Gegrillter Fisch mit Weinblättern, Tomate und Gurke.

6.1. Zutaten:

  • 12-16 eingelegte Weinblätter aus dem Glas
  • 4 Fische zu je 300 g
  • 100 ml Zitronensaft,
  • 100 ml Olivenöl
  • Salz
  • Schwarzer Pfeffe
  • Gemahlener Koriander
  • Cayennepfeffer
  • Petersilie, Thymian und Rosmarin
  • Bastfäden Binden des Fisches

6.2. Zubereitung des marinierten Fisches

Im ersten Schritt werden Bastfäden in Wasser eingeweicht. Währenddessen spült man die Fische unter fließendem Wasser ab und tupft sie mit Küchenpapier trocken. Nun die Weinblätter aus dem Glas nehmen, kurz abspülen und zum Entsalzen 15 Minuten in einen kleinen Topf mit heißem Wasser legen.

Für die Fisch-Marinade die Küchenkräuter fein hacken und den Koriander mit Olivenöl und Zitronensaft verrühren sowie mit Salz, Cayennepfeffer und Pfeffer abschmecken. Nun werden die Fische außen und innen mit der Marinade bestrichen. Als Nächstes füllt man den Bauch mit gewaschenen Küchenkräutern. Anschließend werden die Fische in Weinblätter eingewickelt und mit Bastfäden fixiert.

Zum Abschluss die Weinblätter mit etwas Öl bepinseln. Außerdem sollte die Aluschale oder der Grillrost gut geölt werden, damit die Blätter nicht festkleben. Die gefüllten Fische grillen nun – je nach Größe – zwischen 8 und 12 Minuten. Danach die Weinblätter öffnen, die Küchenkräuter entnehmen und die gegrillten Fische mit Zitronensauce servieren.

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