Kaufberatung zum Inline-Skates Test bzw. Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
  • Inline-Skate ist eine sommerliche Alternative zum Scooter-Fahren und Schlittschuhlaufen im Winter, bei der Sie bis zu 800 Kalorien in der Stunden verbrennen.
  • Hardboot-Inliner mit kleinen harten Rollen sind besonders stabil und wendig und eignen sich damit besonders gut für Tricks und Stunts sowie fürs Grinden. Softboot-Modelle punkten dafür mit mehr Tragekomfort.
  • Fahren Sie niemals ohne entsprechende Schutzausrüstung! Aus Sicherheitsgründen sollten Sie neben einem Helm beim Fahren auch unbedingt Protektoren an den Knie, Ellenbogen und Händen tragen, um Verletzungen im Falle eines Sturzes zu vermeiden.

Inline-Skates-Test

Auf Rollen zur Arbeit flitzen oder Tricks im Skatepark um die Ecke vollführen: Was vor zig Jahren als Trend aus den USA zu uns herübergeschwappte, ist heutzutage fast nicht mehr wegzudenken. Inline-Skaten ist eine wunderbare Freizeitbeschäftigung, denn es macht nicht nur jede Menge Spaß, sondern trainiert zugleich auch die Muskulatur und Ausdauer.

In unserer Heimwerker.de Kaufberatung zum Inline-Skates-Vergleich 2021 erfahren Sie, welche Arten von Inline-Skates es gibt und worauf Sie beim Umgang und der Pflege Ihrer Inline-Skates achten sollten.

1. Die besten Inline-Skates im Vergleich: Welche Arten von Inlinern gibt es?

Inline-Skates werden grundsätzlich in fünf verschiedene Kategorien eingeteilt, die sich hinsichtlich der Zielgruppe und Ihres Einsatzzweckes unterscheiden. In der nachfolgende Tabelle finden Sie die wichtigsten Eigenschaften der verschiedenen Typen im Überblick:

Inliner-Typ Geeignet für Besonderheiten
Fitness-Skates

free skates

Einsteiger und Fortgeschrittene
  • hoher Tragekomfort durch Softboots
  • günstige Inline-Skates für Einsteiger
  • in vielen Farben und Modellen erhältlich
Free Skates

Free-Skates

Einsteiger und Fortgeschrittene
  • hohe Stabilität und Kontrolle durch Hardboots
  • kurze, stabile Schiene mit mittelgroßen, harten Rollen für hohe Geschwindigkeiten bei zugleich hoher Wendigkeit
  • Allround-Inline-Skate für Einsteiger und Fortgeschrittene
Aggressive Inline-Skates

Aggressive Inline-Skates

Einsteiger und Fortgeschrittene
  • hohe Stabilität und Kontrolle durch Hardboots
  • verstärkte, kurze Schiene mit sehr kleinen Rollen zum Grinden und für maximale Wendigkeit
Hockey Inline-Skates

Hockey Inline-Skates

Einsteiger und Fortgeschrittene
  • hohe Stabilität und Kontrolle durch Hardboots
  • Kappe ohne Polsterung erlaubt freies Bewegen der Zehen (ähnlich wie bei Schlittschuhen)
  • kurze Schiene und mittelgroße, weiche Rollen für mehr Wendigkeit und Grip
  • bessere Belüftung durch integrierte Luftlöcher
  • wird häufig als HiLo-Modell (die beiden vorderen Rollen sind kleiner als die beiden hinteren) angeboten
Speed Skates

Speed Skates

Fortgeschrittene
  • frei beweglicher Fuß durch besonders kurzen Schaft
  • sehr lange Schiene und besonders große Rollen für hohe Geschwindigkeiten beim Speedskating
  • vergleichsweise geringe Wendigkeit

2. Wie sind Inline-Skates aufgebaut?

Inline-Skates setzen sich immer aus mehrere Komponenten zusammen, die abhängig vom Modell und der Bauweise stark variieren können. Grundsätzlich besteht ein Inline-Skate aus zwei Teilen: dem Schuh (auch „Stiefel“ oder „Boot“ genannt) und der Schiene mit Rollen (auch „Chassis“ oder „Frame“ genannt) die zusätzlich noch mit weiteren Komponenten ergänzt werden.

2.1. Schuh

Beim Schuh unterscheidet man zwei Arten: Hardboots und Softboots. Softboots werden überwiegend bei Fitness-Skates (z. B. den Inline-Skates von Roces oder Powerslide Inline-Skates) eingesetzt und sind fest an der Schiene montiert. Das Material des Außenschuhs ist eher starr, innen ist der Boot hingegen flexibel und weich.

Dadurch haben Softboots eine bessere Passform und einen deutliche höheren Tragekomfort als Hardboots, sind allerdings weniger stabil. Hardboots erlauben zudem mehr Kontrolle und kommen daher vor allem bei Aggressiven Inline-Skates, Hockey Inline-Skates, Free Skates und Speedskates zum Einsatz.

Die Vor- und Nachteile eines Harboots im Vergleich zum Softboot noch einmal zusammengefasst:

    Vorteile
  • hohe Kontrolle und Stabilität
  • sehr belastbar und robust
  • schützt den Skate gegen äußere Einflüsse
    Nachteile
  • geringere Tragekomfort
  • weniger atmungsaktiv

2.2. Schiene

An der Schiene werden die Rollen montiert. Sie können entweder an die Schuhe geschraubt (abnehmbar) oder genietet (nicht abnehmbar) werden und besteht entweder aus Kunststoff oder Aluminium. Je kürzer die Schiene ist, desto wendiger ist auch der Skate.

2.3. Rollengröße /Rollenhärte

Rollen eines Inline-Skates

Die Größe und Härte der Rollen bestimmen die Wendigkeit und die Geschwindigkeit eines Inline-Skates.

Die Größe und Härte der Inline-Skates-Rollen bestimmen die Wendigkeit und die Geschwindigkeit. Rollen mit größerem Umfang erlauben hohe Endgeschwindigkeiten, dafür aber weniger wendig. Bei kleinen Inline-Skates-Rollen verhält es sich genau umgekehrt.

Harte Rollen haben weniger Rollwiderstand, wodurch ein schnelleres Fahren ermöglicht wird. Dafür ist die Haftung geringer als bei Inline-Skates mit weichen Rollen und Erschütterungen werden stärker auf den Fuß übertragen.

2.4. Kugellager

Die Kugellager befinden sich bei Inline-Skates in der Rolle. Dabei wird von beiden Seiten jeweils ein Kugellager in Öffnung der Rolle gesteckt. Diese werden in der Mitte durch einen sogenannten „Spacer“ getrennt, durch denn wiederum die Achse verläuft.

Kugellager bestehen in den meisten Fällen aus Chromstahl, bei besonders hochwertigen Lagern wird aber auch Keramik oder Titan verwendet.

Tipp: Auf vielen Kugellagern findet man die Bezeichnung ABEC (Annular Bearing Engineering Committee), die für den Fertigungsstandard in Bezug auf Laufgenauigkeit und deren Toleranz steht. Je höher der angegebene Standard ist, desto geringer ist die Messtoleranz. Der ABEC-Grad allein sagt damit nichts über die Qualität des Kugellagers aus, sondern lediglich wie groß die Messtoleranz sein darf.

2.5. Stopper

Der Stopper besteht in der Regel aus Gummi und ist an der Rückseite eines Inline-Skates (wahlweise links oder rechts) angebracht. Er dient als Bremse. Um zum Stillstand zu kommen, müssen Sie das Gewicht auf den betreffenden Fuß verlagern und den Stopper auf den Boden drücken.

3. Welche Schutzausrüstung wird zum Inline-Skaten benötigt?

Senior-Inline-Skater mit schutzausrüstung

Eine adäquate Schutzausrüstung ist beim Inline-Skaten essenziell und kann Ihnen unter Umständen sogar das Leben retten.

Statistisch gesehen gehen die wenigsten Stürze beim Inline-Skaten ohne Verletzungen einher. Im besten Fall handelt es sich dabei nur um kleine Blessuren oder eine Schürfwunde, ein Unfall bei hoher Geschwindigkeit kann aber auch Prellungen, Brüche oder noch schlimmere Folgen nach sich ziehen. Aus diesem Grund ist eine adäquate Schutzausrüstung essenziell und kann Ihnen unter Umständen sogar das Leben retten. Sparen Sie hier also keinesfalls an der falschen Stelle.

Die Schutzausrüstung beim Inline-Skaten besteht in der Regel aus einem Helm und Protektoren für die Knie- und Ellenbogen-Gelenke sowie die Hände. Bei Letzteren handelt es sich um die im Falle eines Sturzes exponiertesten und damit verletzungsanfälligsten Stellen des Körpers. Komplettiert wird Ihre Schutzausrüstung durch einen passenden Skate-Helm, der Ihren Kopf vor Schaden bewahrt.

Laut verschiedener Inliner-Test sollten Sie zudem unbedingt darauf achten, dass alle Bestandteile der Schutzausrüstung und sonstiges Zubehör Ihrer Größe und Ihren Proportionen entsprechen, denn ein zu großer Helm oder zu kleine Schoner bringen Ihnen bei einem Aufprall rein gar nichts.

Zudem raten wir grundsätzlich von Protektoren ab, die sich mithilfe eines Klettverschlussriemens schließen lassen. Wählen Sie hier besser ein Modell, bei dem Sie in den Inline-Skates-Schoner hineinschlüpfen müssen.

Generell sollten die Protektoren über eine dicke, stoßfeste und robuste Schale verfügen. In den meisten Fällen (z. B. bei den Inline-Skates-Schonern von K2 oder den Inline-Skates-Schonern von Rollerblade) besteht diese aus Kunststoff. Ein zu dünnes oder qualitativ schlechtes Material könnte schon beim ersten gröberen Aufprall zu Bruch gehen.

Achtung: Durch das Tragen eines Helms und Protektoren schützen Sie sich zwar bis zu einem bestimmten Grad vor eventuellen Verletzungen, Sie werden dadurch aber weder unverwundbar noch zu einem besseren Skater. Geh Sie daher bei der Ausübung Ihres Sportes nur Risiken ein, für die Ihr persönliches Können ausreicht und passen Sie Strecke und Untergrund stehts dem Niveau Ihrer Fahrtechnik an.

4. Wie werden die Skates laut gängiger Inline-Skates-Tests im Internet richtig gepflegt?

Ganzkörpertraining auf Rädern

Inline-Skaten trainiert vor allem die Bein-, Bauch-, Rücken- und Gesäßmuskulatur und steigert zugleich die Ausdauer und Kondition. In einer Stunde Skaten verbrennen Sie etwa 400 bis 800 Kalorien.

Wenn Sie das perfekt Paar Inliner für Ihre Ansprüche gefunden haben, müssen Sie diese auch regelmäßig pflegen, damit Sie möglichst lange Freude daran haben. In der folgenden Liste haben wir die wichtigsten Tipps und Tricks im Umgang mit Inline-Skates für Sie zusammengetragen:

4.1. Reinigung der Boots

Die Boots müssen nach jeder Fahrt gut austrocknen können und sollten daher keinesfalls in einer Plastiktüte im Kofferraum landen. Vom Trocknen auf der Heizung raten wir ebenfalls ab, da das Material dadurch spröde werden kann. Stopfen Sie sie stattdessen mit Zeitungspapier aus und lassen Sie sie an einer gut durchlüfteten Stelle bei Raumtemperatur trocknen.

Sowohl Hard- als auch Softboots lassen sich gut mit einem feuchten Tuch reinigen. Hartnäckige Flecken werden Sie mit einer weichen Bürste und etwas Spülmittel los. Tauchen Sie die Skates dabei aber niemals komplett ins Wasser ein oder halten Sie sie unter den Hahn, denn dafür sind Sie nicht konzipiert.

Um unangenehme Gerüche zu verhindern, können Sie zudem ein Anti-Geruchsspray oder Anti-Geruchskugeln verwenden, die dafür sorgen, dass sich bei der Lagerung der Inline-Skates keine Feuchtigkeit im Inneren bildet.

4.2. Pflege der Kugellager

Kugellager

Die Kugellager eines Inline-Skates inklusive der Scheibe und des Sprengringes lassen sich am besten mit Reinigungsbenzin oder Seifenlauge und einer kleinen Bürste vom Schmutz befreien.

Die Kugellager inklusive der Scheibe und des Sprengringes lassen sich am besten mit Reinigungsbenzin oder Seifenlauge und einer kleinen Bürste vom Schmutz befreien. Bei besonders hartnäckigen Verunreinigungen kann es auch helfen, die Kugellager ein Weile in warmes Wasser einzulegen.

Lassen Sie sie gut trocknen und fetten Sie sie anschließend mit einem speziellen Öl oder Schmierfett ein, damit sie leichtgängig und frei von Rost bleiben.

4.3. Wechseln der Rollen

Die Rollen gehören bei Inline-Skates zu den Verschleißteilen und müssen früher oder später ausgewechselt werden. Ein Austausch ist dann nötig, wenn die Rollen trotz Ölens nicht mehr leichtgängig sind oder Sie beim Fahren ein ungleichmäßiges Abrollen bemerken, welches häufig von einer verstärkten Abnutzung der Rollen auf der Innenseite herrührt.

Um die Lebensdauer Ihrer Rollen zu erhöhen, können Sie hin und wieder deren Position vertauschen oder Sie umdrehen. Nehmen Sie dazu beispielsweise die vorderste Rolle am rechten Skate und setzen Sie diese auf die dritte Position auf dem Linken. Wiederholen Sie den Vorgang so lange, bis alle Rollen sich an einer neuen Position befinden. Bewirkt der Tausch keine Veränderung beim Fahren oder sind die Rollen zu stark abgenutzt kommen Sie aber um eine Neuanschaffung nicht mehr herum.

5. Von welchen Marken und Herstellern kann man Inline-Skates kaufen?

Inline-Skaten verzeichnete vor allem in den Jahren zwischen 1990 und 2000 einen Boom und was viele Sportartikel-Hersteller und Marken (z. B. Decathlon) zur Produktion von Inline-Skates veranlasste. Inzwischen ist der Andrang zwar deutlich zurückgegangen, dennoch haben sich einige Hersteller fest auf dem Markt etabliert:

  • K2
  • Fila
  • Rollerblade
  • Roller Derby
  • Tempish
  • Hudora
  • Roces
  • Powerslide

Darüber hinaus bieten auch viele Produzenten von Wintersport-Ausrüstung und Schlittschuhen inzwischen auch Inline-Skates an und sogar Discounter wie ALDI oder Lidl vertreiben Roller-Skates, Protektoren und passende Bekleidung unter Ihren Sportartikel-Eigenmarken. Neue und gebrauchte Inline-Skates finden Sie überdies auch immer wieder in den lokalen Kleinanzeigen.

6. FAQ: Häufige Fragen und Expertenantworten rund um den Inline-Skates-Vergleich

6.1. Wo darf ich mit meinen Inline-Skates fahren?

Rechtlich gesehen gelten Sie als Inline-Skater (genau wie Skateboarder) als Fußgänger und dürfen nur auf dem Bürgersteig, gekennzeichneten Fahrradwegen oder extra ausgewiesenen Flächen fahren. Die Geschwindigkeit ist dabei den Fußgängern anzupassen. Ist kein Gehweg vorhanden, müssen Sie (soweit zumutbar) innerorts am rechten oder linken bzw. außerorts am linken Fahrbahnrand skaten.

6.2. Worin unterscheiden sich Inline-Skates für Kinder von Inline-Skates für Damen und Herren?

Mädchen mit Inline-Skates

Inline-Skates für Mädchen und Jungen sind in der Regel sehr bunt, haben lustige Motive (z. B. Themen wie Prinzessinnen, Piraten oder Rennautos) aufgedruckt oder weisen andere kinderspezifische Merkmale auf.

Inline-Skates für Kinder erkennen Sie häufig bereits an ihrem einzigartigen Design. Sie sind in der Regel sehr bunt, haben lustige Motive (z. B. Themen wie Prinzessinnen, Piraten oder Rennautos) aufgedruckt oder weisen andere kinderspezifische Merkmale auf.

Ansonsten unterscheiden sich Inline-Skates für Mädchen und Jungen in Ihrem Aufbau nicht von den Inline-Skates für Erwachsene. Sie weisen standardmäßig aber acht Rollen auf, um zu hohe Geschwindigkeiten von vorneherein zu vermeiden. Damit sie in der Größe verstellbar sind, besitzen Inline-Skates für Kinder neben dem eigentlichen Verschluss auch mehr Schnallen und Schnürsenkel. So können Sie bei Bedarf mit dem Fuß des Kindes „mitwachsen“ können.

6.3. Was bedeutet bei den Rollen die Angabe 80A?

Rollen mit der Zusatzbezeichnung 80A haben einen durchschnittlichen Härtegrad und eignen sich sehr gut für Einsteiger. Aber auch Fortgeschrittenen und Profis greifen gerne auf Rollen mit durchschnittlichem Härtegrad zurück, da sie sich weniger stark abnutzen und über eine gute Bodenhaftung verfügen.

6.4. Gibt es einen Inline-Skates-Test der Stiftung Warentest?

Die Stiftung Warentest hat letztmalig im Jahr 2006 einen Test zu Inline-Skates für Damen und Herren durchgeführt und dabei unter anderem die Laufeigenschaften, die Handhabung und die Geschwindigkeit verschiedener Modelle (unter anderem bei Inline-Skates von K2 und Rollerblade) untersucht. Insgesamt wurden sieben Modelle mit dem Urteil „Gut“ ausgezeichnet. Die detaillierten Testergebnisse und den zugehörigen Inline-Skates-Testsieger können Sie direkt auf den Seiten der Organisation nachlesen.

6.5. Wie finde ich die richtige Inline-Skates-Größe für mich?

Grundsätzlich sollten Sie die Skates Ihrer Wahl vor dem Kauf immer anprobieren. Die Füße dürfen nicht eingeengt werden, sollten aber trotzdem so fest im Boot sitzen, dass ein stabiler Halt gewährleistet ist. Als Faustregel gilt: Im Stand dürfen die Zehen vorne an den Schuh stoßen, die Ferse muss aber stabil sitzen. In der Hocke sollten die Zehen hingegen ein wenig Platz haben.

Heimwerker.de-Tipp: Sie können sich beim Inline-Skates-Kauf grob an Ihrer üblichen Schuhgröße orientieren, die Modelle fallen aber von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich groß aus.

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