Kaufberatung zum Wanderstöcke Test bzw. Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
  • Wanderstöcke müssen zu Ihnen passen. Deswegen bewerten Nutzer in Tests zu Trekkingstöcken im Internet auch den Griffkomfort und die leichte Verstellbarkeit als wichtige Produktdetails.
  • Zu den wichtigsten Kaufkriterien in diversen Wanderstöcke-Tests im Internet zählen die Verstellbarkeit der Länge, so dass vor allem die Wanderstöcke zu Testsiegern werden, die ein verstellbares Teleskoprohr haben.
  • In puncto Ausstattung und Besonderheiten empfehlen wir Ihnen auf einen ergonomischen Griff und Handschlaufen zu achten. Trekking- und Schneeteller sowie das Anti-Schock-System sind nur bedingt sinnvoll.

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Wanderstöcke können in vielen Situationen hilfreich sein, beispielsweise auf schwierigem oder etwas unsicherem Gelände oder wenn Sie einen schweren Rucksack dabeihaben. Wanderstöcke sind sinnvoll und praktisch – für Jung und Alt. In Tests zu Wanderstöcken im Internet berichten Nutzer von mehr Sicherheit auf rutschigen Strecken, nassen Steinen und vereisten Wegen. Beim Bergauf- und -abstieg, auf felsigen und steinigen Untergründen sowie beim Outdoor-Sport im Wald werden Wanderstöcke gerne verwendet. Zum Nordic Walking gibt es spezielle Stöcke, die in der Regel etwas länger sind als Wander- oder Treckingstöcke.

Worauf die Nutzer bei der Wahl ihrer Wanderstöcke achten, hat die Redaktion von Heimwerker.de in der folgenden Kaufberatung 2021 dokumentiert.

1. Welche Arten von Wanderstöcken gibt es?

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Verstellbare Wanderstöcke zum Falten oder Teleskop-Wanderstöcke lassen sich in der Länge anpassen, feste Wanderstöcke, sogenannte Fixlängenstöcke, sind hingegen robuster.

In der Kategorie der Wanderstöcke ist eine Unterscheidung in faltbare Wanderstöcke, Fixlängenstöcke sowie Teleskop-Wanderstöcke auszumachen, wobei jeder Typ andere Vorzüge zu bieten hat.

Sogenannte Fixlängenstöcke, wie beispielsweise die Wanderstöcke von Leki oder von Komperdell, lassen sich weder klappen noch ziehen noch schieben. Sie bestehen aus einem Rohr, einem Griff und einer Handschlaufe und sich vergleichsweise unflexibel. Faltbare Wanderstöcke sind das Pendant dazu. Dabei handelt es sich um einklappbare Wanderstöcke, deren einzelne Teile mit einem Kabel oder Seil miteinander verbunden sind. In der Regel sind sie mit einem Knopf fixierbar.

Zu den beliebtesten und besten Wanderstöcken zählen Teleskop-Wanderstöcke, die aus verschiedenen Einzelsegmenten bestehen. Diese lassen sich ineinanderschieben, festschrauben oder festklemmen und sind damit ideal in puncto Größenanpassung.

Teleskop-Wanderstöcke sind meist dreiteilig, es gibt aber auch zweiteilige und vierteilige Modelle. Die vierteiligen Modelle lassen sich besonders klein einstellen, haben allerdings mehr Verschlüsse. Das macht sie am Ende etwas schwerer. Außerdem dauert die Größenfixierung bei den vierteiligen Wanderstöcken meistens ein wenig länger. Die zweiteiligen Wanderstöcke sind leichter und schneller an die jeweilige Größe angepasst. Die Standardausführung ist dreiteilig.

Welche Art von Wanderstock zu Ihnen passt, können Sie mit Blick auf die Vor- und Nachteile der einzelnen Modelle gut ausloten:

Stock-Art Vorteile Nachteile
Fixlängenstöcke

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  • spezieller Lack macht sie kratz- und wetterfest
  • besonders für ausgedehnte Spaziergänge und Wanderungen auf guten Wanderwegen geeignet
  • günstiger Preis
  • Länge ist nicht individuell einstellbar
  • lassen sich schwer verpacken oder verstauen, sind deshalb für einen Wanderurlaub weniger gut geeignet
  • hohes Eigengewicht, daher weniger geeignet für lange Wandertouren oder schwierige Bedingungen
faltbare Wanderstöcke

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  • sehr leicht
  • lassen sich gut in einer Seitentasche des Rucksacks verstauen
  • Wanderstöcke individuell einzustellen ist oft nicht möglich
  • passen meist nicht an die handelsüblichen Stockhalterungen an Wanderrucksäcken
Teleskop-Wanderstöcke

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  • lassen sich individuell verstellen
  • mehrere Personen können Sie nutzen
  • lassen sich platzsparend verstauen
  • ideale Wanderstöcke fürs Handgepäck auf Bahnreisen
  • vierteilige Modelle bieten weniger Stabilität
  • höheres Eigengewicht
  • teilweise schnellerer Verschleiß
  • teurer
  • können Klappgeräusche beim Wandern machen

2. Was ist beim Kauf von Wander- oder Treckingstöcken laut Tests im Internet zu beachten?

Es gibt nicht die besten Wanderstöcke für alle. Je nach Einsatzzweck und Budget kommen für jeden Wanderer andere Stöcke infrage. Die Redaktion von Heimwerker.de hat Ihnen im Folgenden einige Details zur Länge, zum Material, zum Griff, zur Spitze und zum Dämpfungssystem aus diversen Wanderstöcke-Tests im Internet zusammengefasst, es gibt aber auch einige grundsätzliche Details, auf die Sie achten sollten, wenn Sie Wanderstöcke kaufen:

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    Wander- oder Treckingstöcke sollen Ihnen eine Unterstützung sein und keine Last. Deswegen ist das Eigengewicht der Stöcke von großer Bedeutung.

    Das Gewicht: Bei der Ausrüstung fürs Wandern zählt jedes Gramm, das Sie bei sich tragen. Deshalb ist es sinnvoll, auf das Gewicht der Wanderstöcke zu achten. Die besten Wanderstöcke bringen zwischen 200 und 300 Gramm Eigengewicht auf die Waage.

  • Der Rohrdurchmesser: Bei vielen Stöcken ist der Rohrdurchmesser angegeben. Ein dickeres Rohr hält in der Regel mehr aus.
  • Der Komfort: Wenige Modelle haben einen kleinen Sitz, auf dem Sie während einer Pause halbwegs gut sitzen können. Das kann auf einer Wanderung praktisch sein und dann, wenn Sie die Wanderstöcke täglich nutzen, um etwaige Gleichgewichtsstörungen auszutarieren.

2.1. Wie lang ist der ideale Wanderstock?

Wanderstöcke richtig nutzen

Beim Anstieg sollten Sie die Wanderstöcke so einstellen, dass sie etwas kürzer sind und für den Abstieg etwas länger.

Es hat Vorteile, wenn sich die Wanderstöcke-Länge variabel einstellen lässt. Bei vielen Modellen ist das auch ganz leicht durch einen Dreh- oder Klemmmechanismus möglich.

Die meisten verstellbaren Wanderstöcke können Sie auf eine Länge zwischen 65 und 135 Zentimetern einstellen. Dadurch taugen die Wanderstöcke für Kinder und Erwachsene gleichermaßen, heißt es in den Hinweisen zur Längeneinstellung. Sie sind für eine Körpergröße zwischen 100 und 200 cm geeignet.

Wichtiger Hinweis der Heimwerker.de-Redaktion: Achten Sie bei der Längenanpassung unbedingt auf die „Stopp“-Linie. Wenn Sie sie missachten, sind die Wanderstöcke nicht mehr sicher und können kaputt gehen.

Um zu prüfen, ob ein Wanderstock die passende Länge hat, gibt es eine einfache Berechnungsgrundlage: Als Faustformel multiplizieren Sie Ihre Körpergröße mit dem Faktor 0,68. Das ergibt die ungefähre Stocklänge. Im Praxistest zeigt sich dann, ob die optimale Wanderstöcke-Länge wirklich passt. Dabei ist es wichtig, dass der Ellbogen und das Handgelenk zum Stock jeweils einen 90-Grad-Winkel bilden. Bei dieser Länge können Sie leichte An- oder Abstiege ebenfalls bewältigen.

2.2. Welches Material ist am besten für Ihre Wanderstöcke geeignet?

Die meisten Wanderstöcke sind aus Aluminium. Diese Wanderstöcke sind leicht und besonders stabil. Zudem gibt es Wanderstöcke aus Carbon. Das Material ist leichter als Aluminium. Allerdings kann das Material eher splittern oder brechen. Holz-Wanderstöcke sind meist aus Kastanie, Haselnuss oder Eiche. Einige Wanderstöcke sind auch aus einer Kombination aus Carbon und Aluminium hergestellt.

Was ist besser: Wanderstöcke aus Carbon oder aus Aluminium? Günstige Wanderstöcke sind meistens aus Aluminium gefertigt, wie der Blick auf die Vor- und Nachteile zeigt:

    Vorteile
  • preiswert
  • unempfindlich bei unsachgemäßem Gebrauch
  • bricht nicht so leicht
    Nachteile
  • schwerer als Carbon

Der Blick auf die Vor- und Nachteile von Wanderstöcken aus Carbon macht deutlich: Carbon ist teurer, aber auch leichter.

    Vorteile
  • höhere Stabilität
  • leichter als Aluminium
  • hochwertige Wanderstöcke
    Nachteile
  • geringe Kerbfestigkeit, durch das Anschlagen an eine scharfe Kante können Soll-Bruchstellen entstehen
  • teurer

2.3. Wie sollten Griff und Spitze aussehen?

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Ein ergonomisch geformter Griff und eine robuste Spitze gehören zur Standardausstattung der besten Wanderstöcke. Diverse Teller zum Aufstecken rüsten für speziellen Untergrund.

Ein guter Wanderstock hat einen ergonomischen Griff mit Handschlaufen, die verstellbar sind und nicht drücken dürfen. Hier ist die Komfortabilität, also der Griffkomfort, ein wichtiges Kriterium für die Kaufentscheidung.

Das Material der Griffe ist meist ein weicher Kunststoff oder sehr häufig auch ein Schaumstoff. Die etwas teureren Modelle gibt es auch mit einem Korkgriff. Kork hat mehrere Vorteile: Das Material ist angenehm in der Hand und atmungsaktiv.

Mit Spitze ist das Stockunterteil gemeint, das Sie auf den Boden aufsetzen. Es besteht meist aus einem harten Material. Zusätzlich haben viele Wanderstöcke verschiedene Teller oder Aufsätze im Lieferumfang.

Welcher Aufsatz passt, hängt vom Gelände ab, in dem Sie wandern gehen. Mit dem passenden Aufsatz erhöhen sich Sicherheit, Stabilität und Komfort.

Tipp der Heimwerker.de-Redaktion: Sogenannte Trekkingteller gehören in die Kategorie des praktischen Zubehörs. Sie verhindern, dass Spitze und Stock in feuchtem, matschigem Untergrund einsinken. Hersteller wie McKinley, Alpen Bears und Glymnis haben dieses Zubehör im Sortiment.

2.4. Braucht der Wanderstock ein Dämpfungssystem?

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Antishock-Wanderstöcke sind nicht für jedes Gelände geeignet. In den Alpen kann das Dämpfungssystem sogar für Unsicherheiten sorgen.

Aluminiumstöcke vibrieren jedes Mal, wenn sie auf den Boden aufprallen. Ein vernünftiges Dämpfungssystem kann diese Vibrationen, die sich jedes Mal auf die Handgelenke und in die Arme fortsetzen, verringern. Das entlastet Ihre Gelenke. Deshalb sind Dämpfungssysteme insbesondere bei längeren Wandertouren, auf sehr hartem Untergrund oder steilen Abstiegen sehr vorteilhaft.

Wer auf einen bestimmten Hersteller oder eine Marke schwört, wie beispielsweise auf Black Diamond, findet verschiedene Modelle – mit und ohne Dämpfungssystem. Die Stiftung Warentest verweist ihrerseits auf das Modell von Black Diamond, das besonders leicht und robust, aber auch teuer ist. Günstigere Modelle gibt es zum Beispiel von Decathlon. Die günstigsten Wanderstöcke finden Sie bei Discountern wie Aldi oder Lidl als Aktionsware, deren Haltbarkeit allerdings oft begrenzt ist.

Tipp der Heimwerker.de-Redaktion zu Antishock-Wanderstöcke: In alpinem Gelände ist die Antishock-Funktion zuweilen hinderlich. Wenn die Stöcke federn oder nachgeben, kann das in schwierigem Gelände ein Gefühl von Unsicherheit verursachen und zu Stürzen führen. Zudem sind diese Stöcke durch die zusätzliche Technik etwas schwerer und auch teurer.

3. Häufige Fragen und Expertenantworten rund um den Wanderstöcke-Vergleich

3.1. Sind Wanderstöcke für Damen anders als Wanderstöcke für Herren?

Grundsätzlich gibt es keine wesentlichen Unterschiede zwischen Wanderstöcken für Damen oder für Herren. Sie unterscheiden sich jedoch oft im Design und der Farbauswahl, wie beispielsweise das Modell Cressida vom Hersteller Leki.

3.2. Sind Wanderstöcke für Kinder sinnvoll?

Kleinere Kinder brauchen noch keine Wanderstöcke. Sie sind noch viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, sodass Wanderstöcke eher hinderlich beim Herumtoben und Rennen wären. Zudem ziehen sich Kinder bei einem Sturz nicht so leicht ernsthafte Verletzungen zu.

3.3. Welches Verschlusssystem ist beim Teleskop-Wanderstock gut?

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Faltbare Wanderstöcke und Teleskop-Wanderstöcke können Sie schnell und einfach am Rucksack befestigen. Möchten Sie sie mit auf Reisen nehmen, dürfen Sie die Wanderstöcke nicht ins Handgepäck legen.

Es gibt verschiedene Alternativen für den Verschluss der Teleskop-Stöcke. Der Drehverschluss ist besonders in flachem Gelände empfehlenswert. Drehverschlüsse verschleißen jedoch schneller, sodass hier eine Gefahrenquelle entsteht. Wenn das Rohr des Stocks unterwegs einfach zusammenrutscht, besteht in schwierigem Gelände Unfall- und Verletzungsgefahr. Zudem ist die Handhabung schwieriger, insbesondere bei schwitzigen Händen. Andererseits sind Drehverschlüsse kompakter. Außenliegende Klemmsysteme sind meist stabiler und besser zu handhaben. Die Stöcke lassen sich besonders leicht anpassen, sogar mit Handschuhen. Auch hier kann sich die Mechanik lösen, was dazu führt, dass der Verschluss zum Risiko wird. Diese Stöcke haben oft ein höheres Gewicht und sind etwas sperriger.

3.4. Wie lassen sich die Wanderstöcke am Rucksack befestigen?

Die meisten Wanderrucksäcke haben für Teleskop-Wanderstöcke eine spezielle Halterung. Die faltbaren Stöcke transportieren Sie am besten mit der Spitze nach oben in einer der Seitentaschen. So kann der teure Rucksack nicht beschädigt werden.

3.5. Gehen Wanderstöcke als Handgepäck durch?

Bei Flugreisen dürfen Sie Wanderstöcke nicht im Handgepäck mit sich führen. Sie könnten theoretisch auch als Waffe verwendet werden. Sie können die Stöcke jedoch zusammen mit dem Koffer aufgeben oder im Koffer transportieren.

April Yang sagt zu unserem Vergleichssieger