Boden & Fliesen

Vinylboden verlegen – kleben und Klick-System

Gesunder Bodenbelag im Kinderzimmer

Ein Vinylboden besticht durch eine hochwertige Optik, erhöht Hygiene wie auch Wohngesundheit und erfreut sich durch seine einfache Verlegung großer Beliebtheit.

Als Alternative zu klassischem Laminat, Parkett und Co., erweist sich der Kunststoff-Bodenbelag als wahres Multitalent, der beste Eigenschaften vereint und gleichzeitig viel Spielraum für individuelle Gestaltung lässt.

Elastisch, biegsam und extrem widerstandsfähig – so lässt sich der Werkstoff am besten beschreiben, mit dem Vinylböden hergestellt werden.

Bekannt ist er auch unter dem Begriff “PVC” (Polyvinylchlorid). Doch mit einem klassischen PVC-Boden aus Oma’s Zeiten hat der Kunststoff-Bodenbelag nicht mehr viel zu tun, da sich der Werkstoff in jeder Hinsicht weiterentwickelt hat.

Doch woraus besteht der Bodenbelag und was macht ihn so besonders? Im Folgenden finden Sie die Antwort sowie eine Anleitung zu der Verlegung mit Klick-System.

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1. Eigenschaften von Vinylböden

Anders als die früher verwendeten Böden besitzen Vinylbeläge der heutigen Zeit weder gesundheitsgefährdende Weichmacher noch sind sie nicht mehr recycelbar. Ein moderner Vinylfußboden ist zudem die ideale Alternative zu Holz, Stein oder Keramik.

Neben besten Hygieneeigenschaften, Langlebig- sowie Strapazierfähigkeit besticht er vor allem durch Flexibilität und Gestaltungsvielfalt:

Je nach Wunsch und Geschmack imitiert der Belag das Aussehen eines Naturprodukts, da er sich mit verschiedensten Motiven und Dekoren bedrucken lässt.

Vinylboden gibt es in Holz- oder Fliesenoptik
Vinylboden gibt es in Holz- oder Fliesenoptik

Er besteht überwiegend aus Holzwerkstoffen, wie Kork oder HDF. Lediglich die oberste Schicht ist mit einer Vinylschicht überzogen – durch diese Grundlage erhält der Belag seine Strapazierfähigkeit und Feuchteresistenz.

Zwar sieht der Boden aus wie das Naturprodukt aus Holz, doch ist er beim Auftreten viel leiser. Denn die Kunststoff-Böden sind meist mit einer quellgeschützten HDF-Trägerplatte ausgestattet.

Letztere verstärkt aufgrund einer integrierten, federnden Korkschicht nicht nur die ohnehin schon hervorragende Trittschalldämmung, sondern sorgt gleichzeitig für einen zuverlässigen Schutz vor Feuchtigkeit.

2. Vinyl als wohngesunder Boden

Neben der Optik, Gestaltungsvielfalt und Praxistauglichkeit beim Verlegen fließt zumeist ein weiterer wichtiger Faktor in die Entscheidungsfindung, welchen Bodenbelag man letztlich für die eigenen vier Wände wählt: die Gesundheit.

Hier liegt der Vorteil beim Kunststoff-Bodenbelag. Anders als ältere PVC-Böden, deren Weichmacher gesundheitsschädigend waren, werden bei der Herstellung von Vinylböden Rohstoffkombinationen verwendet, die frei von bedenklichen Inhaltsstoffen sind. Zudem sind sie ist abriebfest, widerstands- und strapazierfähig.

Außerdem ist das Material durch die glatte, aber dennoch rutschfeste Oberfläche leicht zu reinigen; es kann problemlos feucht gewischt oder einfach abgesaugt werden.

Ein weiterer Vorteil: Es ist resistent gegen Säuren, Laugen, Alkohole und Öle.

Dank dieser Eigenschaften werden die Böden häufig in Einrichtungen mit erhöhten hygienischen Vorschriften, wie zum Beispiel Praxen oder Kliniken, verwendet. Im Vergleich zum Boden aus Linoleum, das zwar ebenfalls populär, sehr widerstandsfähig und leicht zu reinigen ist, doch auf alkalische Mittel empfindlich reagiert, treten keine unangenehmen Gerüche auf.

3. Vinylfußboden selber verlegen

Um einen kleinen Überblick zu erhalten, wie sich Vinylfußböden verlegen lassen, werden nun die unterschiedlichen Verlegeweisen kurz angerissen. Generell gilt jedoch: Für die optimale Nutzung und Wirkung eines Vinylbodens spielen vor der Verlegung insbesondere die äußeren Umstände eine wichtige Rolle.

So sollte die Luftfeuchtigkeit nicht höher sein als 65% und die Raumtemperatur mindestens 18°C betragen. Außerdem müssen sich die Böden zwischen 24 und 48 Stunden vor dem Auslegen bereits im Raum befinden, damit sie sich akklimatisieren können.

Ob im Vorfeld eine Trittschall-Unterlage zwischen Untergrund und Kunststoffbelag verlegt wird, hängt vom verwendeten Vinylboden ab, da sie bei einigen Modellen erforderlich ist, bei anderen wiederum nicht. Falls keine Trittschalldämmung vonnöten sein sollte, obliegt es der persönlichen Motivation und dem eigenen Empfinden, ob man sich letztlich für oder gegen eine Unterlage entscheidet.

Vinylboden-Schutzfolie abziehen
Zunächst wird die Folie des selbstklebenden Vinylbelags abgezogen.

3.1. Selbstklebender Vinylbodenbelag

Vor allem in Dielen, Küchen und Bädern wird die selbstklebende Verlegeart gerne umgesetzt. Zumeist sind es Fliesen oder Planken, die nicht nur in zahlreichen Mustern vorhanden, sondern sehr einfach zu verlegen sind. Voraussetzung hierfür ist ein sauberer, staubfreier wie auch ebener Untergrund – so verhindert man, dass der Boden von unten beschädigt wird, da er zumeist recht dünn ist.

Spielend leicht muss hier lediglich Fliese für Fliese fest an den Boden gedrückt werden.

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3.2. Lose Verlegung des Vinylbodens

Diese Verlegeweise eignet sich für Räume, die nicht größer sind als 20 Quadratmeter sind. Sowohl die klimatischen Bedingungen als auch die Beanspruchung des Bodens können nämlich bei größereren Räumen dazu führen, dass sich Beulen oder Wellen bilden.

Vinylboden kleben
Anschließend wird der Vinylbelag auf den Untergrund geklebt.

Der Vinylboden wird einfach lose ausgelegt – gegebenenfalls mit kurzen Klebestreifen an den Bahnen fixiert – und anschließend an den Rand- und Türbereichen mit doppelseitigem sowie weichmacherbeständigem Klebeband fixiert.

3.3. Vinylfußboden vollflächig verkleben

Besonders geeignet ist dies für große Räumlichkeiten. Denn beim vollflächigen Verkleben wird der Bodenbelag fest mit dem Untergrund verbunden. Verwendet wird hierfür ein Dispersionsklebstoff, der schadstoffarm und besonders stark ist wie auch eine hohe Wärmebeständigkeit aufweist.

Zunächst wird der Kleber auf knapp ein bis zwei Quadratmeter Fläche mit einem Spachtel aufgestrichen. Nach einer Einwirkzeit von circa 15 Minuten werden daraufhin die Vinylplatten vorsichtig auf die Klebefläche aufgesetzt und gleichmäßig fest gedrückt.

3.4. Vinyl vollflächig fixieren

Im Gegensatz zur vollflächigen Verklebung entstehen bei der Entfernung des Vinylfußbodens keinerlei Schäden, sodass die Fixierung gerne als Alternative zur Verklebung genutzt wird. Hierfür wird eine Fixierungsmasse verwendet.

Diese wird mit einem Spachtel oder einer Schaumstoffrolle auf den Boden aufgetragen. Je nach Eigenschaft des Untergrunds variiert die Auslüftdauer bzw. die Art der Fixierung. So wird beispielsweise bei saugfähigen und offenporigen Belägen eine Nassfixierung empfohlen, während sich bei nicht-saugfähigen und trockenen Böden eine Haftfixierung lohnt.

3.5. Fixierung mit Klebe- oder Klettband

Eine weitere Verlegemöglichkeit ist die Verwendung von Klebe- oder Klettband, das an die Böden angebracht wird. Vorteile sind das einfache Verlegen wie auch Entfernen des Vinylbodens und die akzeptable Grundstabilität – auch ohne nennenswerte Last. Ein Nachteil ist, dass diese Art des Fixierens weder Beulen- noch Wellenbildung ausschließen kann, sodass sich diese Lösung nur bedingt eignet.

Verwendung findet die Verlegung mit Klebe- oder Klettband hauptsächlich auf Teppich- oder Kunststoffböden in Räumen mit einer Größe bis knapp 25 Quadradmeter.

3.6. Vinylboden schwimmend verlegen (Klick-System)

Es ist die gängigste Verlegetechnik, die häufig nur als „Klick-System“ oder „Klick-Variante“ bezeichnet wird. Sie ist schnell, erfordert nur geringe Vorbereitungen und kommt ohne Leim aus. Bei der schwimmenden Verlegung werden die einzelnen Paneelen einfach zusammen geklickt, sodass am Ende eine glatte, wasserfeste Oberfläche ohne Fugen entsteht.

Vorher werden auf dem Untergrund eine Trittschalldämmung – oder eine Dampfsperrfolie – ausgelegt, sofern diese nicht bereits im Vinylbelag integriert ist.

4. Vinylboden mit Klick-System: Materialeigenschaften und Anwendung

Vinylboden in Fliesenoptik
Täuschend echt aussehende Fliesen durch einen Vinylboden in Fliesenoptik.

Täuschend echt aussehende Fliesen durch einen Vinylboden in Fliesenoptik.

Fußböden aus Vinyl sind meistens als Klick-Variante erhältlich und somit ideal für Laien oder Hobby-Heimwerker:

Dank des Klick-Systems wird der Boden ohne Leim und Kleber schnell wie auch unkompliziert verlegt und lässt so Diele und Wohnzimmer in neuem Glanz erstrahlen.

Auch in Funktions- und Feuchträumen, wie Küche oder Badezimmer, kann der Bodenbelag – beispielsweise mit selbstklebenden Bodenfliesen – verlegt werden. Wichtig ist hierbei allerdings die Verwendung eines wasserfesten Klebers!

Wem das zu wenig ist, der kann problemlos eine Fußbodenheizung installieren, da beispielsweise Keramikfliesen eine hervorragende Leitfähigkeit aufweisen.

Doch auch ohne zusätzliche Wärmequelle muss man nicht frieren:

Die geringe Dicke des Vinylfußbodens von nur 5mm sorgt für eine angenehme Fußwärme und lädt zum Barfußgehen ein. Verstärkt wird das wohlige Gefühl durch die Haptik.

Wie echtes Parket

Ob natürliche Holzmaserungen oder typische Fliesenstruktur – durch präzise und detaillierte Prägungen empfindet man den Bodenbelag wie echtes Parkett.

Materialliste
  • Vinylboden
  • Abstandskeile
  • Winkeleisen
  • Schlagklotz
  • Cuttermesser
  • Bleistift
  • Ggf. Zugeisen
  • Ggf. Trittschall-Unterlage

5. Vinylfußboden mit Klick-System verlegen

Wer denkt, beim Verlegen des Kunststoffbodens muss ein Profi ans Werk, der irrt! Mit dieser Anleitung wird eine schwimmende Verlegung selbst für den Laien zum Kinderspiel. Doch bevor es an die Verlegung geht, müssen für ein optimales Ergebnis einige Punkte beachtet werden:

Zunächst sollten die Vinylbeläge für zwischen 24 und 48 Stunden akklimatisiert werden. Beachten Sie außerdem, dass die Raumtemperatur mindestens 18°C beträgt und die Luftfeuchtigkeit nicht höher als 65% ist. Zudem muss der Untergrund sauber, staubfrei, trocken und eben sein.

Für ein gleichmäßigeres Verlegungsbild ist es außerdem von Vorteil, wenn Sie aus mehreren Vinylpaketen gleichzeitig arbeiten. Auch sollten Sie auf Folgendes achtgeben:

In der Regel wird zwischen Untergrund und Kunststoffbelag eine Trittschall-Unterlage verlegt. Doch besitzen neuartige Vinylböden meist beste Dämmeigenschaften und zumeist einen hervorragenden Feuchteschutz, sodass eine zusätzliche Unterlage oftmals nicht mehr nötig ist. Lassen Sie sich am besten ausgiebig beraten, ob Sie für den gewählten Vinylboden eine Trittschalldämmung benötigen – und falls ja, welche sich besonders gut eignet.

5.1. Schritt 1: Erste Reihe verlegen

Nachdem sich die Bodenbeläge ausreichend lang akklimatisiert haben und Sie gegebenenfalls auch schon eine Trittschall-Unterlage verlegt haben, können Sie nun mit dem Verlegen des Klick-Bodens anfangen.

Dafür beginnen Sie – idealerweise an einer geraden Wand – längs zum Lichteinfall von links nach rechts. Ganz wichtig ist, dass Sie die Federseite zur Wand verlegen und zu dieser einen Abstand von 5 mm lassen. Auch an der Stirnseite sollte zur Wand hin dieser Abstand bestehen. Hierfür können Sie Abstandskeile verwenden.

Nun werden die Stirnseiten der einzelnen Paneele an der Flucht exakt ausgerichtet, aneinander gewinkelt und anschließend eingerastet. Besonders in der ersten Reihe muss sehr genau gearbeitet werden, sodass man schließlich einen versatzfreien und geraden Verlauf erhält.

Wie bei einem selbstklebenden Boden wird auch beim Klick-System das Vinyl nach dem Einschnitt gebrochen.

5.2. Schritt 2: Erster Zuschnitt

Ist man am Ende der Reihe angekommen, folgt der erste Zuschnitt. Dazu nehmen Sie das anzupassende Stück und halten es an die Stirnseite in der Ausrichtung, in der Sie es einklicken würden.

Vinylboden brechen
Wie bei einem selbstklebenden Boden wird nun auch beim Klick-System das Vinyl nach dem Einschnitt gebrochen.

Anschließend drehen Sie das Paneel um 180 Grad und legen es an die Wand an. Nun müssen Sie auf der Rückseite lediglich die benötigte Länge abzüglich der 5 mm markieren und diese mit Hilfe des Winkeleisens auf die Vorderseite übertragen.

Daraufhin schneiden Sie mit dem Cuttermesser das Stück an der markierten Stelle ein und brechen es mit nur wenig Kraftaufwand durch. Jetzt rasten Sie das Element ein und schließen somit die Reihe ab.

5.3. Schritt 3: Die nächsten Reihen verlegen

Hat das gekürzte, nicht verwendete Paneel eine Länge von mindestens 30 Zentimetern, wird es für die nächste Reihe verwendet, sodass ein ordentlicher Versatz entsteht.

Falls es diese Länge nicht hat, wird es aussortiert. Nun wird erneut von links nach rechts ein Paneel an das andere angelegt.

Dabei ist zu beachten, dass zuerst die Stirnseite eingeklickt wird. Anschließend wird die Lücke an der Längsseite geschlossen, indem sie leicht angehoben und mit dem Schlagklotz geschlossen wird.

Hierzu sind entlang der Längsseite nur leichte Schläge nötig. Am Ende der Reihe angekommen, erfolgt erneut der Beschnitt. Daraufhin fahren Sie bei den folgenden Reihen so vor, wie zuvor beschrieben.

5.4. Schritt 4: Letzte Reihe verlegen

Sobald Sie das Ende des Raumes erreichen, müssen die letzt Stücke geschnitten werden:

Legen Sie ein Paneel deckungsgleich auf ein Paneel der vorletzten Reihe. Jetzt nehmen Sie ein weiteres Stück und schieben es an die Wand.

Markieren Sie nun in Längsrichtung auf dem deckungsgleich liegenden Paneel die Schneidelinie. Dafür zeichnen Sie die Linie einfach entlang des Wandstückes und schneiden diese anschließend mit dem Cuttermesser ein.

Nachdem Sie das Stück gebrochen haben, wird es in die Lücke eingewinkelt und vorsichtig abgesenkt. Falls es Schwierigkeiten mit dem Einsetzen geben sollte, können Sie hierfür auch ein Zugeisen verwenden.

6. FAQ – Ich beabsichtige, einen Vinylboden auf meinen Korkboden zu verlegen bzw. zu kleben. Was ist hier zu beachten?

Es kann verschiedene Gründe haben, warum Sie sich entschieden haben, einen Vinylboden auf Ihren Korkboden zu verlegen. Beispielsweise kann der Korkboden, welcher sich schon im Raum befindet, nach jahrelanger Nutzung nicht mehr allzu ansehnlich sein.

In diesem Artikel erfahren Sie alles zum Thema Vinyl mit Kork und warum Sie in den allermeisten Fällen keine Folie als Schimmelschutz zwischen den schon vorhandenen Korkboden und den Vinylboden zu legen brauchen.

6.1. Was ist überhaupt ein Vinylboden?

Vinylboden verlegen

Der Vinylboden ist eine Weiterentwicklung des allbekannten PVC-Bodens und besticht durch seine strapazierfähige und pflegeleichte Oberfläche.

Bei einem Vinylboden handelt es sich um eine Weiterentwicklung des allbekannten PVC-Bodens.

Eine der besten Eigenschaften von Vinylboden ist, dass dieser pflegeleicht ist. Außerdem ist die Oberfläche aufgrund ihrer Strapazierfähigkeit sehr unempfindlich.

Sie müssen darauf achten, dass der Vinylboden, welchen Sie kaufen, aus der EU kommt, da ansonsten gefährliche Weichmacher in dem Boden enthalten sein könnten. Haben Sie das sichergestellt, sollte dem neuen Boden eigentlich nichts mehr im Wege stehen.

Eine Variante des Vinylbodens wäre der Klick-Vinylboden – auch auf Kork verlegbar. Dabei handelt es sich um hochwertige Kunststoffbeläge, die mit einem raffinierten Klick-System ausgestattet sind.

Das heißt, Sie können den Vinylboden auf Kork mit einer Klickverbindung spielend einfach verlegen und auch wieder entfernen. Bei der schwimmenden Verlegung von Vinyl auf Kork werden die einzelnen Paneelen einfach zusammen geklickt.

6.2. Ich habe gehört, dass aufgrund von einer potentiellen Schimmelgefahr eine Schutzfolie zwischen dem Vinylboden mit Kork liegen sollte. Ist dies eine sinnvolle Option?

Die Idee dahinter lautet, dass durch den Einsatz der Schutzfolie die Gefahr einer Schimmelbildung gebannt wird. Das stimmt zum Teil schon. Wenn Sie eine solche Schutzfolie auf ihren Korkboden kleben, dann schützt die Folie nur davor, dass Feuchtigkeit von oben in den Korkboden eindringt.

Allerdings hat das auch zur Folge, dass keinerlei Feuchtigkeit nach oben hin entweichen kann. Dadurch ist quasi eine Schimmelbildung vorprogrammiert – früher oder später.

Mit einer solchen Folie ließe sich zwar die Feuchtigkeit von oben beeinflussen, jedoch nicht die Feuchtigkeit von unten.

6.3. Und wie schaut es mit dem Einsatz einer Dampfbremsfolie aus?

Bei einer Dampfbremsfolie handelt es sich um eine Folie, welche die Dämmung eines Gebäudes vor einem Eindringen von Feuchtigkeit schützt. Was sich wiederum positiv auf eine Schimmelgefahr auswirkt.

Im Fall der Verlegung von Click-Vinyl auf Kork käme der Einsatz einer Dampfbremsfolie durchaus in Betracht. Jedoch ist es im Fall der Bodenverlegung nicht gesagt, dass die Folie ihren Zweck erfüllt, da sie zwischen zwei sehr festen Schichten eingeklemmt ist.

Tipp: Im Zweifelsfall sollten Sie sich hierfür beim nächstgelegenen Baumarkt erkundigen, dort finden Sie eine fachkundige Beratung für ihre handwerklichen Angelegenheiten.

6.4. Und was gibt es sonst noch dazu zu sagen?

Von dem Einsatz der Schutzfolie raten wir, wie oben schon gesagt, ab!

Sollte es einmal zu einem größeren Austritt von Wasser auf Ihrem Boden kommen, dann könnten Sie, sofern Sie einen Klick-Vinylboden auf Ihren Korkboden verlegt haben, diesen einfach entfernen, trocknen und wiedereinsetzen, das ist der große Vorteil von sogenannten Klickböden.

Ob im Vorfeld eine Trittschalldämmung zwischen Vinylboden und Kork verlegt werden muss, hängt vom verwendeten Vinylboden ab.

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