Kaufberatung zum Fahrradpedale Test bzw. Vergleich 2019

  • Fahrradpedale stellen eine wichtige Komponente bei der Übertragung der Tretkraft dar, die zum Antrieb des Fahrrads erforderlich ist.
  • Je nach Typ sind Fahrradpedale mit Gummiblöcken, Krallen oder Klicksystemen erhältlich, wodurch sie sich für verschiedene Fahrradtypen und Einsatzzwecke eignen.
  • Bei der Pedalmontage spielt die Drehrichtung eine wichtige Rolle, da sonst Schäden am Pedalgewinde sowie der Tretkurbel drohen.

Fahrradpedale Test

Das Fahrrad hat dem Auto als emissionsfreies Fortbewegungsmittel vieles voraus. Doch zur Fortbewegung braucht es dabei Muskelkraft, was sowohl für Freizeitradler als auch für Rennradfahrer gilt. Da wo beim Auto der Motor, das Getriebe und das Differential für die Antriebsübertragung verantwortlich sind, hat der Fahrradfahrer wesentlich weniger Komponenten zur Verfügung, die es ihm erlauben, sein Gefährt in Bewegung zu setzten.

Neben der Kette, die die Tretkraft überträgt, spielen dabei besonders die Pedale eine wichtige Rolle. Hierzu bieten wir Ihnen nun den Fahrradpedale-Vergleich 2019 sowie eine Kaufberatung mit Informationen zu Pedaltypen, dem Material sowie dem Einsatzzweck, damit Sie sich beim Kauf für die besten Fahrradpedale entscheiden können. An dieser Stelle möchten wir Sie auch auf unserer weiteren Produktvergleiche zum Thema Fahrrad hinweisen, die wir für Sie durchgeführt haben:

1. Das Pedal – Unersetzlich für den Fahrradantrieb

Seit wann gibt es Fahrradpedale?

Pedale als solche gibt es seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die ersten Modelle bestanden meist aus Holz bzw. Metall und waren oftmals mit einem Riemen ausgestattet, mit dem der Fuß auf dem Pedal fixiert werden konnte.

Fahrradpedale werden an beiden Tretkurbeln montiert, die wiederum mittels eines oder mehrerer Kettenblätter die Tretkraft über die Kette auf das Antriebsrad übertragen.

Das Pedal selber besteht dabei aus der Trittfläche sowie einer kugelgelagerten Achse, mithilfe derer es sich um die eigene Achse drehen lässt. Zur Befestigung an der Tretkurbel ist ein Gewinde vorgesehen. Neben einer großen Typ- und Farbwahl besteht bei Fahrradpedalen auch eine Wahl zwischen unterschiedlichen Materialien, aus denen sie gefertigt sind.

2. Welche Kaufkriterien gilt es bei Fahrradpedalen zu beachten?

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Fahrradpedale werden meist aus Stahl, Aluminium oder Kunststoff gefertigt.

Worauf Sie beim Kauf von Fahrradpedalen achten sollten, möchten wir Ihnen nachfolgend genauer erläutern, da bislang von der Stiftung Warentest kein Fahrradpedalen-Test erschienen ist.

2.1. Pedaltyp

Bevor Sie für Ihren Fahrradtyp günstige Fahrradpedale kaufen, empfehlen wir Ihnen, zunächst den richtigen Pedaltyp für sich auszumachen. Zuerst sei hierbei das Blockpedal zu nennen, welches den Standard-Pedaltyp darstellt. Es besteht aus einem blockartigen Pedalkörper mit oftmals schwarzen Gummitrittflächen.

Ein weiterer Pedaltyp ist das Plattformpedal, welches aufgrund seiner relativ großen Trittfläche besonders für Mountainbikes geeignet ist. Neben den beiden erstgenannten Arten sind auch noch Krallenpedale bzw. Bärentatzen-Pedale erhältlich, die über zusätzliche Krallen für besseren Halt verfügen. Sie eignen sich deshalb beispielsweise besonders für Mountainbiker, die oftmals über Stock und Stein unterwegs sind.

Eine weitere Kategorie sind Klickpedale, für die allerdings spezielles Schuhwerk mit sogenannten Schuh- bzw. Pedalplatten (engl. cleats) nötig ist. Die Schuhe werden dann mittels eines Klicksystems auf der Pedale eingerastet. Ihr Vorteil liegt in einer besseren Effektivität, da beispielsweise bei Bergauffahrten die Pedale “hochgezogen werden” und so mehr Kraft auf das Hinterrad übertragen werden kann. Sie kommen aufgrund ihrer geringeren Alltagstauglichkeit daher primär beim MTB und Rennrad zum Einsatz. Als Beispiel ist hierbei das Klickpedalsystem von Shimano zu nennen, welches mit den Buchstaben SPD (Shimano Pedaling Dynamics) abgekürzt wird.

2.2. Einsatzzweck

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Fahrradpedale sind für unterschiedliche Fahrradtypen erhältlich, darunter auch Kinderräder.

Pedale sind schnell montiert und mit mit den meisten Fahrrad-Arten kompatibel. Allerdings sollten Sie trotzdem auf Einschränkungen hinsichtlich der Verwendbarkeit der Pedale achten.

Standardpedale sind für Trekking- bzw. Cityräder, Rennräder, MTBs, BMX- oder auch Kinderräder geeignet. Ausnahmen hiervon stellen etwa bestimmte Modelle älterer französischer Fahrräder sowie das Dyna Drive System von Shimano dar, das allerdings aus den 1980er Jahren stammt und heutzutage selten anzutreffen ist.

2.3. Material

Hinsichtlich der bei Fahrradpedalen zum Einsatz kommenden Materialien bleibt festzuhalten, dass diese aus Stahl, Kunststoff oder Aluminium gefertigt werden können. Kunststoff- sowie Aluminiumpedale bieten dabei gegenüber Stahlpedalen einen Gewichtsvorteil, wohingegen Stahlpedale in puncto Materialfestigkeit und Stabilität den Kunststoff- sowie Aluminiumpedalen meist überlegen sind.

2.4. Grip

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Die Gummitrittfläche von Blockpedalen kann mit der Zeit verschleißen.

Unter Grip ist die Rutschfestigkeit der Pedale zu verstehen. Diese spielt besonders bei Regen oder Matsch an der Schuhsohle eine wichtige Rolle, da bei ungenügendem Halt der Schuh von der Pedale rutschen kann. Es besteht also Verletzungsgefahr an Beinen und Füßen, wenn es am Grip mangelt.

Für den nötigen Halt sorgen bei Pedalen entweder Gummiblöcke, ein Klicksystem oder Krallen, wie wir Ihnen bereits in dem Kapitel zu den Pedalarten näher erläutert haben.

2.5. Reflektoren

An dieser Stelle möchten wir Sie darauf hinweisen, dass Fahrradpedale aus Sicherheitsgründen mit Reflektoren ausgestattet sein müssen. Hiermit bleiben Fahrradfahrer nämlich auch nach Einbruch der Dunkelheit für Autofahrer erkennbar. Wie Reflektoren an Fahrradpedalen angebracht sein müssen, geht dabei aus folgendem Paragraphen der StVZO hervor:

„Fahrradpedale müssen mit nach vorn und nach hinten wirkenden gelben Rückstrahlern ausgerüstet sein; nach der Seite wirkende gelbe Rückstrahler an den Pedalen sind zulässig.“

Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) § 67 Abs. 6

2.6. Gewicht

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Stahlpedale sind oftmals schwerer als Pedale aus Aluminium oder Kunststoff, wovon Sie sich auch in einem persönlichen Fahrradpedalen-Test überzeugen können.

Das Gewicht von Fahrradpedalen wird immer für ein Paar angegeben. Wie unserem Vergleich zu entnehmen ist, beträgt dieses in den meisten Fällen zwischen ca. 300 bis mehr als 500 g.

Wir möchten Sie hierbei auch darauf hinweisen, dass leichtere Pedale den Antritt erleichtern und auch insgesamt weniger Einfluss auf das Gesamtgewicht des Fahrrads haben.

3. Welche Fahrradpedalen-Hersteller gibt es?

Wenn Sie nun Ihren persönlichen Fahrradpedalen-Testsieger küren möchten, kommen Sie nicht umhin, einen für Sie passenden Hersteller zu wählen. Hierbei ist besonders die im Jahr 1921 gegründete japanische Marke Shimano zu empfehlen, die als Fahrradteilehersteller neben Pedalen auch ein breites Sortiment an Fahrradersatz- sowie Zubehörteilen zu bieten hat.

Daneben gibt es aber auch weniger bekannte Hersteller, deren Produktangebot allerdings auch hochwertige Fahrradpedale beinhaltet. Hierzu erhalten Sie von uns deshalb noch eine Markenübersicht:

  • Xpedo
  • Shimano
  • Sixpack
  • BBB
  • Speedplay
  • CON-TEC
  • V-Comp
  • Point City
  • XLC

klickpedal

4. Wie montiert man Fahrradpedale?

Wenn Sie nun neue Pedale für Ihr Fahrrad angeschafft haben, empfiehlt es sich, einige Hinweise bei der Demontage der alten sowie der Montage der neuen Pedale zu beachten. Hierzu haben wir für Sie folgende Übersicht erstellt:

Arbeitsschritt Benötigte Teile und Zubehör
Demontage der alten Pedale evtl. Rostlöser (WD-40 o.Ä.), Maulschlüssel bzw. Inbusschlüssel der Größen 8 und 10
Reinigung und Schmierung des Tretkurbelgewindes Rostlöser, Kugellager-, Montage- oder Mehrzweckfett, Lappen o.Ä.
Montage der Pedale neue Pedale, Maulschlüssel bzw. Inbusschlüssel der Größen 8 und 10

Tipp: Achten Sie bei der Montage der Pedale auf die Drehrichtung, welche in bestimmten Fällen mit den Buchstaben R und L angegeben wird. Das Pedal mit Rechtsgewinde wird dabei im Uhrzeigersinn eingeschraubt, wohingegen jenes mit Linksgewinde in entgegengesetzter Richtung montiert wird.